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	<title>Rollenspiel Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Rollenspiel Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Tipps für Rollenspieler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 16:10:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspieltheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tipps für Rollenspieler, die sich manchmal fragen, ob es okay ist, die Spielleitung zu kritisieren, ohne Absprache zu handeln und den Charakter immer und immer wieder zu beschreiben. Tipps für Rollenspieler zu geben, ist so schwierig, wie Buchtipps zu geben. Rollenspiel, und was daran gefällt, ist extrem individuell. Da ich aber ein zu viel denkender [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Tipps für Rollenspieler, die sich manchmal fragen, ob es okay ist, die Spielleitung zu kritisieren, ohne Absprache zu handeln und den Charakter immer und immer wieder zu beschreiben.</h4>



<p>Tipps für Rollenspieler zu geben, ist so schwierig, wie Buchtipps zu geben. Rollenspiel, und was daran gefällt, ist extrem individuell. Da ich aber ein zu viel denkender und immerzu analysierender Mensch bin, komme ich nicht umhin, mir ständig Sachen zu merken, sie zu notieren und auch mitzuteilen. Dafür ist dieser Blog.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wichtigster Tipp</strong></h4>



<p>Frage die Spielleitung, wann immer es dir beliebt und möglichst regelmässig: «Beschreibe mir doch bitte XY!» Dann kommen Details zum Vorschein, die sonst nicht beschrieben würden, die dir als Spieler oder Spielerin Ideen geben. Und so musst du nicht alles einzeln erfragen. Als Spielerin oder Spieler würdest du wahrscheinlich nie fragen: «Ist da ein Blumenstrauss im Zimmer?» Vielleicht kommst du aber auf eine Idee, was du mit einem Blumenstrauss anstellen könntest, wenn du weisst, dass da einer ist. Sobald du also der SL sagst: «Beschreibe uns bitte das Zimmer, in dem wir jetzt stehen», kommt die genauere Beschreibung. «Es ist ein kleines quadratisches Teezimmer. Es gibt zwei Türen, die durch die ihr reingekommen seid in eurem Rücken und eine zu eurer Linken. In der Mitte steht ein runder Tisch mit einer weissen Tischdecke. An den Wänden hängen Bilder, Gemälde um genau zu sein, in goldenen Rahmen. An der Seite steht ein Teewagen mit einem Teegedeck, also Tassen, Krug und eine Vase mit einem Blumenstrauss darin. Es sind langstielige lilafarbene und weisse Blumen, ungefähr fünfzehn Stück.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Weniger Rücksicht nehmen</strong></h4>



<p>Rücksichtslose Charaktere sind nicht rücksichtslose Spielende. Und damit meine ich nicht du hättest die «Lizenz zum arschig sein». Aber ist man im echten Leben panisch, unter Zeitdruck oder hat Todesangst, hält man auch keine Marschreihenfolge ein oder fragt die anderen «Ist es okay, wenn ich die gefundene Schaufel einpacke?». Sei so wie im echten Leben, reagiere einfach auf Geschehnisse, ohne vorher den Konsens zu erfragen. Man ist zwar eine Gruppe, die manchmal fast wie nur ein einziger Organismus operiert, andererseits ist doch aber auch jeder Spielcharakter ein Individuum mit eigenen Gefühlen, Gedanken und Entscheidungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Beschreibe deinen Charakter genau und immer wieder</strong></h4>



<p>Zu oft spielen wir mit leeren Hüllen von Charakteren, die sich keiner genau vorstellen kann, weil nur am Anfang drei Worte darüber gesagt wurden. Ist dein Charakter gross, klein, hager oder muskulös, haarlos oder krausköpfig, hat er eine tiefe, brummlige Stimme oder kiekst er, trägt er gerne Röcke oder Hosen, hat er für gewöhnlich Stiefel oder Halbschuhe an. Erst wenn du mit Sprache ein Bild von deinem Charakter malst, erwacht er auch richtig zum Leben. Selbst, wenn es ein Porträtbild von deinem Charakter gibt, solltest du ihn immer wieder beschreiben. Hat er eine Hand, die von einem Unfall beinträchtigt ist, baue das immer wieder ein, auch zu deinem Nachteil. «John versucht an der Mauer emporzuklettern, wobei er sich mit seiner versehrten Hand nicht recht festhalten kann und unter Schmerzen aufstöhnt. Das nervt deine Mitspielenden? Nein, das fördert die Immersion und nennt sich Rollenspiel.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Nicht eingeschnappt sein</strong></h4>



<p>Sei nicht eingeschnappt, weil du nicht ständig alles durchdenken, besprechen und vorbereiten kannst. Das geht auch im echten Leben nicht. Manchmal passieren Dinge einfach, bevor du reagieren kannst. Gib Gas, stell die Spielleitung und deine Mitspielenden vor Tatsachen. Das macht das Spiel weniger zäh, lebendig, spannender und meist auch lustiger.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Andere Spielende direkt anspielen</strong></h4>



<p>Denn sich gegenseitig den Ball zuzuwerfen, fordert, zieht das Tempo an und macht Spass. Es wird reagiert, statt innegehalten und überlegt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der zweitwichtigste Punkt</strong></h4>



<p>Gib der Spielleitung regelmässig Rückmeldung. Bloss nicht nach jeder Sitzung und lass es nicht so klingen, als ob du es besser könntest. Wenn aber das Spiel bei jeder Sitzung zu lange ist, die Screen-Time der Spielenden immer wieder ungerecht verteilt ist oder es kaum Beschreibungen gibt, obwohl gerade diese dir Spass am Rollenspiel machen, dann sage das unbedingt. Dabei ist selbstverständlich nicht jede Spielleitung in der Lage, das auch umgehend anzupassen, aber so kann das Spiel zu deinen Gunsten verbessert werden.</p>



<p>Hast du auch nen guten Tipp? Hau ihn in die Kommentare.</p>



<p></p>



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		<title>Rollenspiel-Jahresrückblick 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 07:52:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Rollenspieljahr 2025 geht dem Ende zu. Es war ein Jahr, das voll gut war, aber voller hätte sein können. Rein theoretisch würde ich jede Woche für mindestens eine Session am Tisch sitzen. Na gut, ein paar Wochen Ferien, Krankheiten und andere spontane Ausfälle dezimieren das. Sagen wir, ich müsste eigentlich locker bis zu 40 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Rollenspieljahr 2025 geht dem Ende zu. Es war ein Jahr, das voll gut war, aber voller hätte sein können.</h4>



<p>Rein theoretisch würde ich jede Woche für mindestens eine Session am Tisch sitzen. Na gut, ein paar Wochen Ferien, Krankheiten und andere spontane Ausfälle dezimieren das. Sagen wir, ich müsste eigentlich locker bis zu 40 Sessions pro Jahr spielen können. Ich glaube, es wurden dieses Jahr an die 25 Rollenspielsitzungen. Und weiterhin:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>38 Artikel</li>



<li>2 Interviews</li>



<li>18 Rezensionen</li>



<li>344&#8217;000 Besuche</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielentdeckungen</strong></h4>



<p>Meine grössten Entdeckungen 2025 sind <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-the-old-world-players-manual/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer The Old World</a>, die <a href="https://penandpaper.blog/dungeons-dragons-welcome-to-the-hellfire-club-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stranger-Things-Box von D&amp;D</a> und <a href="https://penandpaper.blog/delta-green-das-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Delta Green als solches</a>.</p>



<p>Mein Herz habe ich an «<a href="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warlock!</a>» verloren. Was mich so weit bringt, alle Abenteuer, die ich habe, nur noch mit «Warlock!» und meinen 12 Hausregeln spielen zu wollen. Da mich das aber komplett aus der Community sezieren würde, kann ich mir das nicht leisten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielblogrekord</strong></h4>



<p>PnPB hatte im Oktober erstmals über 43&#8217;000 Besuche in nur einem Monat! Das gab es seit Anbeginn des Blogs noch nie. Danke euch allen, die an unserem Content interessiert sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielkontinuität</strong></h4>



<p>Unsere Monsterkampagne «<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-masken-des-nyarlathotep-peru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Masken des Nyarlathotep</a>» geht ins vierte Jahr. Grob geschätzt würde ich sagen, wir sind in der Hälfte. Da liegt also noch einiges vor uns.</p>



<p>Ausserdem spielen wir Warhammer mit <a href="https://penandpaper.blog/warlock-von-system-matters-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warlock!»-Regeln</a>. So viel smoother, schneller, lustiger als mit den Regeln der 4. Edition. Wie man weithin weiss, bin ich kein Regeltyp. Kämpfe über zig lange Runden abzuhandeln, ist nicht mein Ding. Mit «Warlock!» ist das schnell, einfach und tödlich. Dank ängstlichen Charakteren und gutem Balancing ist aber noch niemand draufgegangen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielcommunity</strong></h4>



<p>Das zweite Jahr mit unseren Rollenspielabenden namens «<a href="https://gildedernacht.ch/one-shot-night/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">One Shot Night</a>». Es ist eine kleine, feine Community und man kennt sich langsam gegenseitig. Der Traum eines stetigen Austausches und regelmässigen Treffens in Sachen Pen-and-paper wird allmählich war.</p>



<p>Auch die <a href="https://rollenspieltage.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rollenspieltage</a>, unsere lokale Con, wird eine kleine Neuausrichtung erfahren, die ich persönlich sehr zuträglich finde. Mehr Konzentration auf Rollenspiele, weniger auf Logistik und Orga.</p>



<p>Erstmals hat der Penandpaper-Blog (PnPB) einen Gastbeitrag erhalten. Noctiluca <a href="https://penandpaper.blog/dreieichcon-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">war auf der DreieichCon und hat einen Erlebnisbericht dazu geschrieben</a>.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Online-Rollenspiel is dead</strong></h4>



<p>Ich spiele <a href="https://penandpaper.blog/online-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nicht mehr online</a>. Mein Foundry VTT ist schon so veraltet, dass es bestimmt gar nicht mehr funktioniert. Weil ich so viel zum Tischrollenspiel komme, ist der virtuelle Rahmen gar nicht mehr nötig und auch fast nicht mehr möglich. Es gäbe zwar so viele tolle Leute da draussen, mit denen ich auch noch gerne spielen täte (Sintholos, Browsepulver, Agonira, Lutz, Martin 70 uvm.), aber alles kann man eben nicht haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lass ein Abo da</strong></h4>



<p>Der Niedergang von DnDTube war dieses Jahr ein grosses Thema. Algorithmen ändern sich, zeigen wertvolle Beiträge nicht mehr an, Kanäle sterben. Ähnliches ist auch uns schon passiert. Und auch PnPnews.de hat traurigerweise das Zeitliche gesegnet.</p>



<p>Viele haben das gecheckt, sind unserem Aufruf gefolgt und haben unseren Blog abonniert, beziehungsweise sich in die Mailingliste eingeschrieben. So sind wir nicht von Social-Media-Tech-Riesen abhängig und können unsere Leserschaft direkt, kostenlos und kompetent bedienen.</p>



<p>Was dir nicht gefällt, was du nicht lesen willst, klickst du einfach weg. Mail löschen, basta! Und den Rest geniessen, kommentieren, mit deinen Freunden diskutieren. So trägt PnPB zum allgemeinen Rollenspieldiskurs bei und stärkt die Wahrnehmung und Informationsbeschaffung unseres formidablen Hobbys. Lass ein Abo da, bitte. Danke!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspiel 2026</strong></h4>



<p>Ich habe einige eigene Abenteuer geschrieben dieses Jahr, die ich ausprobieren möchte. Ich hätte gerne noch eine Runde, wenn auch nur sporadisch, die «Warlock!»-Abenteuer in der «Warlock!»-Welt spielt.</p>



<p>Parallel leite ich die beiden legendärsten existenten Rollenspielkampagnen aller Zeiten. Allmählich ist es nicht mehr ganz so herausfordernd, wie auch schon.</p>



<p>Viele weitere Artikel von noch mehr tollen Rollenspielerscheinungen und noch mehr Leserschaft, das ist es, was ich mir für 2026 wünsche. Diesen Blog hier so erfolgreich führen zu dürfen, ist ein Privileg.</p>



<p>Danke euch allen aus tiefstem Herzen, ihr seid die Besten!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/rollenspiel-jahresrueckblick-2025/">Rollenspiel-Jahresrückblick 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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		<title>Lobpreiset skandinavische Rollenspielläden</title>
		<link>https://penandpaper.blog/lobpreiset-skandinavische-rollenspiellaeden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 18:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Free League]]></category>
		<category><![CDATA[Laden]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Schweden, Dänemark und Norwegen Rollenspiel zu betreiben, muss eine beglückende Angelegenheit sein. In diesen Ländern floriert die Nerdkultur, trotz tiefer Einwohnerzahlen und eigenen Sprachen. Die drei genannten skandinavischen Länder haben je zwischen 5,5 und 10,5 Millionen Einwohner. Jedes dieser Länder hat eine sehr eigene Sprache, die sonst niemand auf der Welt spricht. Wie kommt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">In Schweden, Dänemark und Norwegen Rollenspiel zu betreiben, muss eine beglückende Angelegenheit sein. In diesen Ländern floriert die Nerdkultur, trotz tiefer Einwohnerzahlen und eigenen Sprachen.</h4>



<p>Die drei genannten skandinavischen Länder haben je zwischen 5,5 und 10,5 Millionen Einwohner. Jedes dieser Länder hat eine sehr eigene Sprache, die sonst niemand auf der Welt spricht. Wie kommt es, dass ein Nischenprodukt namens Rollenspiel hier trotzdem bestens funktioniert?</p>



<p>Rollenspielläden haben es schwer. Bücher werden immer teurer, gekauft werden immer weniger davon. Viele Publikationen werden nur noch im Online-Shop oder gar als PDF gekauft. Wie soll ein Liebhaber-Shop voll mit Würfeln und Rollenspielbüchern da überleben können? Ich habe die Antwort nicht.</p>



<p>Fakt ist, dass es bei uns nur ganz wenige Läden in diesem Bereich gibt. Meistens sind es Gemischtwarenläden, die mit viel Herzblut improvisiert sind, damit sie von all dem Nerdkram wenigstens halbwegs überleben können. Nicht so in Skandinavien!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Faraos.dk</strong></h4>



<p>In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gibt es nicht einen, nicht zwei und nicht drei Läden mit dem Namen «<a href="https://www.faraos.dk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faraos Cigarer</a>», sondern gleich sieben. Dabei befinden sich fünf davon in derselben Strasse. Einer ist auf Manga, ein anderer auf Comics spezialisiert, einer auf LARP, einer auf Kartenspiele wie Magic und Pokémon, einer auf Sammelfiguren, einer auf Nerd-Merchandise und einer eben auf Rollenspiel und Brettspiel. Ein Traum! Der Name «Faraos Cigarer» stammt übrigens vom gleichnamigen Tim-und-Struppi-Comic.</p>



<p>Auf die Frage, wie sie das denn überhaupt machen könnten, sagt der Verkäufer: «Die Nachfrage ist riesig. Zuerst sind in Dänemark Brettspiele plötzlich unglaublich populär geworden, jetzt erfahren die Rollenspiele eine Renaissance. Nähme man all unsere Läden in einem Gebäude zusammen, wären wir gar ein Nerd-Einkaufscenter.» Das sagt der Mann, der den ganzen Tag nur Rollenspielbücher sortiert und Leute darin berät, nicht ohne Stolz.</p>



<p>Zu Recht! Jedes Mal, wenn ich diesen Laden betrete, geht mein Puls hoch. Eine ganze Wand, vom Fussboden bis zur Decke, voll mit Rollenspielbüchern. Alles, was ich aus dem Internet kenne, direkt vor mir, gedruckt und gebunden. Ein Schlaraffenland für Pen-and-paper-Enthusiasten. Mitten in der Innenstadt der Hauptstadt des Landes. Bam!</p>



<p>Gäbe es bei uns so einen Laden, ich würde jede Woche einmal mit glänzenden Äuglein vor den Regalen stehen und mir Dinge kaufen, die ich auf keinen Fall brauche. So, wie ich das als Jugendlicher in den Abteilungen mit Konsolenspielen und später im Plattenladen getan habe.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schweden: eine League für sich</strong></h4>



<p>Dass <a href="https://freeleaguepublishing.com/">Free League Publishing</a> (orginal: Fria Ligan) als schwedischer Verlag reihenweise Qualitätsrollenspiele raushauen kann, will auch etwas heissen. Dazu, ich habe es mehrfach erwähnt, hatten sie mit Boel Bermann die beste PR-Frau im Rollenspiel-Game weltweit. Dabei veröffentlicht Free League schwedische Rollenspielklassiker wie Dragonbane (<a href="https://freeleaguepublishing.com/sv/games/drakar-och-demoner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drakar och Demoner</a>), visuelle Schmuckstücke wie <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a> und <a href="https://penandpaper.blog/the-electric-state-netflix/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Electric State</a> des schwedischen Künstlers <a href="https://www.simonstalenhag.se/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Simon Stålenhag</a> und weltbekannte IPs wie Alien, Blade Runner oder The Lord of the Rings. Ganz zu schweigen von weiterem coolen Zeug, wie Mörk Borg, Forbidden Lands, Symbaroum und Vaesen. Crazy! Und das alles mit höchst aufwendigen Layouts, die ihresgleichen suchen.</p>



<p>Dabei hat das Königreich Schweden lumpige 10,5 Millionen Einwohner. Deutschland müsste im Vergleich dazu einen achtmal so grossen Markt haben, Österreich oder die Schweiz einen mindestens vergleichbaren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die norwegische Rollenspiel-Kette</strong></h4>



<p>In Norwegen gibt es die Nerd-Ladenkette <a href="https://www.outland.no/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Outland</a>. Die Läden gibt es nicht etwa nur in Oslo oder Trondheim, sondern auch in neun anderen Städten von denen du teilweise noch nie gehört hast: Bodö, Fredrikstad, Hamar, Jessheim, Porsgrunn, Stavanger, Tonsberg, Kristiansand und Bergen. Wie geht das?</p>



<p>Diese Läden sind ebenfalls kleine Gemischtwarenläden, sie führen von Rollenspielbüchern über Actionfiguren bis Harry-Potter-Krimskrams und Lego alles, was ein nerdiger Tourist begehrt. Hier betrittst du den Shop wegen der Schaufensterdekoration und verlässt den Laden mit einer Star-Wars-Tasse.</p>



<p>Was Outland (übrigens toller Name!) von unseren DIY-Läden unterscheidet, ist: professionelle Website, guter Webshop, regelmässiger Newsletter, wertige Ladeneinrichtung und eine kommerzielle Ausrichtung in Sachen Sortiment. Das spricht einheimische Otakus und neugierige Touristen gleichermassen an. Das bringt Laufkundschaft und Umsatz. Dass man bei gleich elf Läden mehr Einkaufspower hat, versteht sich von selbst: etablierte Logistik und Mengenrabatt, zwei Vorteile, die bei uns Restaurant-Unternehmer auch fleissig nutzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h4>



<p>Es gibt viele Faktoren, die auf eine florierende Nerd-Subkultur einzahlen: gewachsene Communitys, kreative Menschen, Offenheit gegenüber andersartigen Menschen, gutes Englisch ist weit verbreitet, es besteht eine gewisse Affinität gegenüber Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Kultur.</p>



<p>Ich persönlich glaube, es ist ein Engelskreis (das Gegenteil vom Teufelskreis), nämlich, dass eine lebhafte Nerdkultur noch viel mehr Menschen ansteckt, lebhafte Nerds zu werden. Diese positive Feedbackschlaufe schaukelt das Nerdtum nach oben und sorgt für gute Umsätze und macht Wachstum in diesen Bereichen möglich, die Verfügbarkeit von Informationen und Artikeln lassen den Nerd-Anteil der Bevölkerung wiederum wachsen und so weiter und so fort.</p>



<p>Vielleicht könnte das auch bei uns funktionieren, würde die kritische Masse einmal überschritten, aber das ist nur eine Mutmassung… oder das Wunschdenken eines Nerds.</p>
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		<title>Baldur’s Gate 3 vs. Witcher 3</title>
		<link>https://penandpaper.blog/baldurs-gate-3-vs-witcher-3/</link>
					<comments>https://penandpaper.blog/baldurs-gate-3-vs-witcher-3/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 17:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nerd stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Dungeons & Dragons]]></category>
		<category><![CDATA[Dungeons and Dragons]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Witcher 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe versucht, Baldur’s Gate 3 zu spielen. Und bin gescheitert. The Witcher: Wild Hunt hingegen ist ein wahrer Genuss. Eine Gegenüberstellung. Liegt es an mir? Oder ist Baldur’s Gate 3 verglichen mit The Witcher 3: Wild Hunt wirklich ein Murks? Für mich verhalten sich die beiden Spiele wie salziges Basilikumsorbet zu Doppelrahmschokoladeneis. Also habe [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Ich habe versucht, Baldur’s Gate 3 zu spielen. Und bin gescheitert. The Witcher: Wild Hunt hingegen ist ein wahrer Genuss. Eine Gegenüberstellung.</h4>



<p>Liegt es an mir? Oder ist <a href="https://baldursgate3.game/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Baldur’s Gate 3</a> verglichen mit <a href="https://www.thewitcher.com/ch/de/witcher3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Witcher 3: Wild Hunt</a> wirklich ein Murks? Für mich verhalten sich die beiden Spiele wie salziges Basilikumsorbet zu Doppelrahmschokoladeneis.</p>



<p>Also habe ich mich gefragt. «Was hat «The Witcher: Wild Hunt», was «Baldur’s Gate 3» nicht hat? Die Antworten folgen hier&#8230;</p>



<p>(Nachfolgend nenne ich die beiden Spiele nur noch BG3 und TW3.)</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine spannende Story</strong></h3>



<p>Bei TW3 geht es um die Liebsten, die in Gefahr stecken. Um die Suche, ums Herausfinden, was hier eigentlich los ist. Bei BG3 gehts um einen Wurm, der uns von Aliens (jaja, Mindflayern) ins Hirn gepflanzt wurde. Während das eine einem Plot folgt, ist das andere Open World nach dem Motto «Rette sich wer kann». Ein kleiner Plot-Seed, ist mir allerdings etwas zu dürftig für 50 Jahre Rollenspielerfahrung.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Stimmung</strong></h3>



<p>Obwohl ich die Welt von Faerun vor dem Spielen besser kannte als des Witchers Welt, ist die von TW3 im Spiel so viel schöner, stimmungsvoller und realistischer. Bei BG3 wurden so viele Bereiche zusammengeklatscht, dass ein wahrer Flickenteppich daraus entstand. Bei Witcher macht es einfach nur Freude mit Gaul Plötze durch die Pampa zu reiten. Eine Landschaft ist dabei prächtiger und schöner als die vorangehende. Und wenn du erst das Pseudo-Frankreich-Italien-Spanien am Ende erreichst, möchtest du dir dort selbst eine Hacienda suchen und für immer bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine einfache Spielstufe</strong></h3>



<p>Mein Hauptkritikpunkt an BG3: Die Schwierigkeit. Beide Spiele lassen es zu, den Schwierigkeitsgrad zu wählen. Während das bei TW3 zu einem gut machbaren Level führt, ist BG3 auch auf einfachster Stufe noch knüppelhart und macht deswegen überhaupt keinen Spass. Ich will nicht einfach durchspazieren können, aber Spiele, die auf Stufe «Story erleben» ständig zum Tod führen, sind bescheuert. Auch ist nicht klar, was es eigentlich zu erledigen gilt. BG3 ist kampfmässig <em>und</em> storymässig zu schwierig für mich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die richtige Menge an Taktik</strong></h3>



<p>Mir ist bewusst, dass BG3 nach <a href="https://penandpaper.blog/dd-starterset-die-drachen-der-sturmwrackinsel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">D&amp;D</a>-Regeln funktioniert und es dabei eine grosse Rolle spielt, ob du zum Beispiel eine erhöhte Position einnimmst oder nicht. Aber das ist mir wurscht. Da habe ich lieber das Witcher-Geholze mit zwei Schwertern und ein paar wenigen Zaubersprüchen, statt einem Grimoire, das ich zuerst studiert haben muss. Im Kampf will ich Optionen, ja. Aber ich will auch möglichst schnell das Gameplay intus haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die richtige Mischung zwischen Plot und Open World</strong></h3>



<p>Bei TW3 folgst du einer Hauptstory mit optionalen Questen als Beilage. Hier mischt sich freie Erkundung und das Weiterentwickeln einer epischen Geschichte wunderbar zu einer leckeren, luftigen Mousse. Bei BG3 habe ich irgendwie die Hälfte aller Story-Seeds verpasst, weil man sie sehr einfach verpassen kann. Ich stolpere ziel- und orientierungslos durch die Gegend und weiss nicht, was das Spiel eigentlich von mir will. Das macht Frust.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h3>



<p>Ich weiss bis jetzt nicht, was an BG3 gut sein soll. Ich mag Lust besser als Frust. Falls du das Spiel grossartig und meine Meinung blöd findest, gebe ich dir Folgendes: Ich bin kein Hardcore-Gamer, kein D&amp;D-Aficionado und kein Baldur’s-Gate-Kenner. Daher könnte mir mangelnde Vorbildung vorgeworfen werden. Man könnte aber auch argumentieren, dass ich gerade deswegen unvoreingenommener an die Sache herangegangen bin, weil ich weder von BG3, noch von TW3 besonders viel wusste – und schon gar kein Fan war. Am Schluss kann ich nur sagen: BG3 is a mess, TW3 is a delight.</p>
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		<title>Ein Rollenspielblog ist ein Rollenspielblog ist ein Rollenspielblog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 16:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Penandpaper]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspielblog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein drängender Gedankengang zu diesem Blog, zu Rollenspielcontent und zu schönen und nicht so schönen Reaktionen. Mir fällt immer wieder auf, wie unterschiedlich unsere Erwartungen, unsere Sozialisation und unsere allgemeine Erfahrung und Haltung uns Dinge widerspiegeln lassen. Das ist keine bahnbrechende Entdeckung und banal. Aber es fällt halt immer wieder auf – und davon handelt [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Ein drängender Gedankengang zu diesem Blog, zu Rollenspielcontent und zu schönen und nicht so schönen Reaktionen.</h3>



<p>Mir fällt immer wieder auf, wie unterschiedlich unsere Erwartungen, unsere Sozialisation und unsere allgemeine Erfahrung und Haltung uns Dinge widerspiegeln lassen. Das ist keine bahnbrechende Entdeckung und banal. Aber es fällt halt immer wieder auf – und davon handelt dieser Text.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspiel-Stereotype</strong></h2>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/GNS-Theorie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GNS</a> hat einen grossen Einfluss darauf, ob man eine Rezension mag. Du weisst schon: Gamist, Narrativist, Simulationist. Drei Gründe, warum du Rollenspiele mögen könntest. Schreibt ein Narrativist und du bist ein Gamist, dann ist dir der Artikel immer zu fad. Und umgekehrt.</p>



<p>Wenn einer Gamist ist, der Crunch mag, dann will er ein neues Rollenspiel hart systematisch zerpflückt und mit bestehenden Systemen verglichen haben. Dann ist ihm Wahrscheinlichkeitsrechnung und Würfelwahl wichtiger, als das Layout und ob der Erzählstil gut ist. Oder? Ich weiss es nicht, ich bin kein Gamist. Darum (und aus Gründen) werden meine Rezensionen manchmal als «nichtssagend» niedergemacht. Das tut zwar im Herzen weh, ist in meinem Alter aber verkraftbar, weil ich ja weiss, woher es kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mag ich</strong></h2>



<p>Dann spielt es auch eine Rolle, ob man den Blog, beziehungsweise den Blogger eh schon nicht mag. Regt einen der Typ regelmässig auf, dann wird sein nächster Artikel es schwer haben.</p>



<p>Dann hat genauso Einfluss, ob man den «Verlag» mag. Wenn zum Beispiel <a href="https://penandpaper.blog/candela-obscura-illuminated-worlds/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Candela Obscura</a> erscheint, spielt die vorangehende Färbung heftig mit: Wenn einer Critical Role eh schon hasst, dann sucht er nach dem Haar in der Suppe, um seine Meinung, dass es ein schlechtes Spiel ist, zu bestätigen. Ist einer ein Fan, dann wird er sich relativ unkritisch über das neue Spiel freuen, weil ihm auch ein mittelmässiges Spiel ein Glücksgefühl beschert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Andere Plattform, andere Community</strong></h2>



<p>Das gesagt, ist es ein Riesenunterschied, in welcher Umgebung ein Inhalt angesehen wird. Facebook, Twitter, Reddit, Mastodon, Blog. Das sind völlig andere Kontexte. Je nach Netzwerk ist die Stimmung anders, die Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen auf diesen Plattformen. Wollen sie etwas lernen, ihre Meinung sagen, ihrem Ärger Luft machen?</p>



<p><strong>Facebook</strong></p>



<p>Auf Facebook ist man eingeladen, seine Meinung kundzutun, weshalb dort immer alle Kritiker sitzen. Kommentare sind meistens harte Beschwerden, wenig Komplimente.</p>



<p><strong>Twitter</strong></p>



<p>Ganz anders war es auf Twitter, wo man in seiner Bubble war. Das war, bevor der grössenwahnsinnige Vollpfosten es zerstörte. Ich kannte die wenigsten der Leute dort im echten Leben, eigentlich fast niemanden. Trotzdem verbrachte man dort Jahre zusammen, teilt Inhalte und Nettigkeiten. Daher waren die Menschen auf Twitter meistens nett mit ihren Kommentaren oder kritisieren ganz sachte, ohne einem nahetreten zu wollen.</p>



<p><strong>Reddit</strong></p>



<p>Auf Reddit gibt es meist einen Tenor, der dann bestimmt, welche Art von weiteren Kommentaren angezogen werden. Nur Menschen, die es gut finden oder Menschen, die es schlecht finden, kommentieren. Und in Foren&#8230; in Foren stechen sie dich oft mit dem Zweihänder ab.</p>



<p><strong>Foren</strong></p>



<p>Wer in einem Forum neu ist, der hat keine Berechtigung eine Meinung zu haben. Hier sitzen die Fachleute für ein ganz bestimmtes Thema und die trollen und murksen jeden ab, der in diesem Thema nicht ganz so bewandert ist. Sagst du etwas über <a href="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Midgard</a> und ist es keine völlig ahnungslose Anfängerfrage, sondern eine Aussage, dann wirst du von mindestens drei Leuten massakriert, die ausgewiesene Midgard-Spezialisten erster Stunde sind und dir beibringen wollen, dass du damit gar nicht mehr anzufangen brauchst, weil du ihre dreissig Jahre Erfahrung nie mehr aufholen wirst. Ob diese drei Spezialisten die leiseste Ahnung von irgendeinem anderen Rollenspiel haben, spielt keine Rolle. Denn dort warten drei andere Spezialisten auf ihre Opfer. Irgendwo muss man seine Überlegenheit ja ausspielen. Und wenn es das spezialisierteste Nerdforum, des unbekanntesten Nischenhobbys der Welt ist. Ich hoffe, dass ich nie so einer werde, sonst schmeisst mich bitte vorher aus dem Forum.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Blog</strong></h2>



<p>Ein Blog ist eine Art Tagebuch, eine Website, auf der man unbegründet und unqualifiziert seine Meinung kundtun kann. Ob das gut ist, sei dahingestellt. Ob ein Blog gut ist, ist absolute Geschmackssache. Ich kann nur so viel sagen, dass ich niemanden beleidigen und niemandem zu nahetreten möchte. Ich bin ausgebildeter Journalist und gehöre alleine deswegen schon zum Feindbild von manch einem. Journalist zu sein, bedeutet aber auch, die Spielregeln von Geschriebenem zu kennen. Neutral und objektiv schreiben zu wollen, oder es dann als «Meinung» zu deklarieren. Indem ich einen Blog schreibe, ist es als «Meinung» deklariert. Das ist zwar nicht jedem klar, aber wer informiert ist, weiss das.</p>



<p>Ich beanspruche nicht, die Wahrheit zu verkünden. Wenn ich ein Spiel nicht mag, dann weil ich gewisse Vorlieben und Ansichten habe. Völlig subjektiv. Wenn ich ein Spiel lobe, dann ist das nur meine unwichtige und subjektive Ansicht. Das hat niemanden zu triggern, zu beeinflussen oder zu interessieren. Ausser ihr möchtet das, dann bin ich natürlich froh darum. Denn schliesslich tue ich das hier nur vier Fünftel für mich selbst. Ich freue mich über Zustimmung und ich freue mich sogar über Kritik, solange jemand sagt, dass er eine andere Meinung, ein anderes Empfinden hat. Oder mir begründet, warum ich für ihn falsch liege. Alles gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ich nicht gut kann</strong></h2>



<p>Was ich nicht gut kann, ist mit «Du bist einfach scheisse!» umgehen. «Dein Blog stinkt!» ist keine hilfreiche Kritik. Dann lies mich nicht und lass mich leben, ausser, ich beleidige dich oder eine andere Minderheit direkt und fies, dann möchte ich auch darauf hingewiesen werden.</p>



<p>Dieser Blog soll Einsteigern helfen, ins Spiel zu kommen, interessierten eine von vielen möglichen Meinungen liefern. Es soll Rollenspielenthusiasten eine tägliche Beschäftigung mit der Materie geben und nicht der Massstab für alle Rollenspielenden sein. Dass es hartgesottenen Veteranen nichts bringt, ist mir einigermassen klar.</p>



<p>Es ist schön, wenn Leute sagen, mein Blog habe ihnen geholfen eine Kaufentscheidung zu fällen. Oder ein Artikel habe sie inspiriert, ein Spiel öfter zu spielen oder überhaupt zu spielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>News und Wissen und neue Spiele</strong></h2>



<p>Ich will Artikel zu Begriffen und Phänomenen des Rollenspiels schreiben. Ich will Spiele beschreiben und meinen Eindruck davon vermitteln. Und ich will Rollenspiel-News in die Community tragen. Auch hier ist es leider so, dass immer die drei Personen, die es schon von woanders her wissen, mir schreiben: «Das ist doch ein alter Hut, du Nase!». Dabei vergessen sie allerdings, dass dreihundert andere Rollenspielfreunde durch meine News erst zu der Neuigkeit gekommen sind und diesen Service super finden.</p>



<p>Am Ende geht es immer darum, zu sagen: das wusste ich bereits, das weiss ich besser und du hast doch keine Ahnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammen weiterkommen</strong></h2>



<p>Ich schreibe gerne und auch gar nicht so schlecht. Ob es alle Geschmäcker trifft, kann ich dir sagen. Nein, auf keinen Fall. Ist auch faktisch unmöglich. Wenn es deinen ab und zu trifft, dann ist das für mich schon viel; bedeutet mir viel. Ich freue mich, wenn du dich freust. Lass uns eine positive Rollenspielgemeinschaft sein.</p>
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		<title>Rollenspieljahr 2024</title>
		<link>https://penandpaper.blog/rollenspieljahr-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 09:39:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nerd stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein volles Jahr voller Rollenspiel geht dem Ende zu. Ich habe erfunden, gelacht und gelitten. Jetzt ist es Zeit, zusammenzufassen. Es fanden neue Formate, Runden, Spiele und Menschen Einzug. Daneben gingen aber auch Dinge zu Grunde oder wenigstens zu Ende. 2024 ist ein zweischneidiges Rollenspieljahr mit Hochs und Tiefs. Hier kommen sie. Das zweite Jahr [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein volles Jahr voller Rollenspiel geht dem Ende zu. Ich habe erfunden, gelacht und gelitten. Jetzt ist es Zeit, zusammenzufassen.</h4>



<p>Es fanden neue Formate, Runden, Spiele und Menschen Einzug. Daneben gingen aber auch Dinge zu Grunde oder wenigstens zu Ende. 2024 ist ein zweischneidiges Rollenspieljahr mit Hochs und Tiefs. Hier kommen sie.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das zweite Jahr Masks of Nyarlathotep</strong></h2>



<p>Die Mammut-Kampagne ging wirklich schon ins zweite Jahr. Wir sind noch dort, wo die Kampagne langsam Fahrt aufnimmt. Es war ein schwieriges Jahr. Dazu bald mehr im Artikel «Cthulhu: Masken des Nyarlathotep London».</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zweite feste Runde</strong></h2>



<p>Ich habe eine zweite Cthulhu-Runde, die alle zwei Wochen spielt. Das sind teils DSA-Veteranen und teils Neuspieler. Wir haben <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-schreckensherrschaft/">Schreckensherrschaft</a> von Cthulhu gespielt und ich fand es grossartig. Dann haben wir «<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-das-geheimnis-des-schwarzwaldhofs/">Das Geheimnis des Schwarzwaldhofs</a>» gespielt und das unkaputtbare Abenteuer fast kaputtgekriegt. Jetzt spielen wir eine Reihe von Cthulhu-Abenteuern und planen die nächste grosse Kampagne in einem anderen Setting. Schön so.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Im OK der Rollenspieltage</strong></h2>



<p>Ich bin seit diesem Jahr im Organisationskomitee der <a href="https://rollenspieltage.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Luzerner Rollenspieltage</a>. Der Event hatte dieses Jahr über 100 Spielende. Zwei Tage voller kunterbunter Rollenspielerfahrungen und eine grossartige Mannschaft, die den Event hervorragend organisiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>ONE SHOT NIGHTS</strong></h2>



<p>In diesem Jahr startete ich die ONE SHOT NIGHTS, die bisher zweimal durchgeführt wurden und nun jährlich dreimal stattfinden sollen. Pro Event nehmen zwanzig bis dreissig RollenspielerInnen teil und erleben jeweils drei bis vier Stunden geballtes Rollenspiel mit meist unbekannten Leuten und immer unbekannten Abenteuern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>LuCon</strong></h2>



<p>An der <a href="https://www.lu-con.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LuCon</a>, der hiesigen Nerdconvention, leitete ich mehrere Anfänger-One-shots für Besucher. Organisiert wurde das vom lokalen Rollenspielladen des Vertrauens. Das machte richtig Spass.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Perfekte Runde erlebt</strong></h2>



<p>Ich hätte es nicht erwartet und kaum für möglich gehalten, aber 2024 bescherte mir «<a href="https://penandpaper.blog/die-perfekte-rollenspielrunde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die perfekte Rollenspielrunde</a>». Lies <a href="https://penandpaper.blog/die-perfekte-rollenspielrunde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>35 Artikel geschrieben</strong></h2>



<p>Auch in diesem Jahr gab es sage und SCHREIBE 35 neue Artikel. Kostenlos und ungefragt. Ein Abo von dir hilft mir wahnsinnig, die Motivation zu behalten und das Publikum zu spüren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausgeartet</strong></h2>



<p>Das hat nicht direkt mit Rollenspiel zu tun, aber ich bringe meinen eigenen Roman raus. Im Februar erhielt ich die Zusage vom Verlag. Im März 2025 wird <a href="https://www.knapp-verlag.ch/index.php?id_product=236&amp;rewrite=ausgeartet&amp;controller=product" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein Roman «Ausgeartet»</a> erscheinen. Es ist kein Rollenspielroman und kein Fantasyroman, kommt vom Gefühl her aber zumindest in die Nähe.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>D&amp;D ist gestorben</strong></h2>



<p>Der Frust 2024: <a href="https://penandpaper.blog/rollenspieljahr-2023/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die D&amp;D-Runde, die mein letztjähriges Highlight war</a>, ist gestorben. Ich habe dafür Häuschen gebaut, Lieder geschrieben und ein <a href="https://penandpaper.blog/mass-combat-rules/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mass Combat System</a> erfunden, damit eineinhalb Jahre gewartet bis ich es endlich zeigen konnte und dann kam es überhaupt nicht an. Darum habe ich resiginiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielausblick 2025</strong></h2>



<p>Der Ausblick für 2025: das dritte Jahr Masken des Nyarlathotep, eine neue grosse Kampagne, von der wir noch nicht wissen, was es wird und mindestens drei weitere ONE SHOT NIGHTS. Mit meinem Buch werde ich auf Lesetour sein und hoffentlich ganz viele weitere Rollenspielartikel schreiben.</p>



<p>Danke dir fürs Lesen, lass doch ein Abo da. Dafür bin ich sehr dankbar. Schön, dass wir so ein grossartiges Hobby teilen dürfen!</p>
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		<title>Rollenspieljahr 2023</title>
		<link>https://penandpaper.blog/rollenspieljahr-2023/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2023 09:39:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Rollenspieljahr 2023 war das beste von allen. Es war voll, es war aufregend, es war überraschend und es war vor allem lustig. Der Rollenspielblog Penundpaper.blog wurde im Jahr 2023 über 220&#8217;000mal angesehen, er hat rund 40 neue Artikel bekommen und mehr als 40 Abonnent*innen. Und es sind drei tolle Interviews zu «10 Fragen an» [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein Rollenspieljahr 2023 war das beste von allen. Es war voll, es war aufregend, es war überraschend und es war vor allem lustig.</strong></h3>



<p>Der Rollenspielblog Penundpaper.blog wurde im Jahr 2023 über 220&#8217;000mal angesehen, er hat rund 40 neue Artikel bekommen und mehr als 40 Abonnent*innen. Und es sind drei tolle Interviews zu «<a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10 Fragen an</a>» hinzugekommen. Danke für euer Interesse, euer Engagement und eure Treue! Eure kostenlosen Abos helfen sehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielziel 2023</strong></h2>



<p>Mein Rollenspielziel 2023 war, wöchentlich Rollenspiel zu spielen. Nachdem fast alle meine Freunde, die ich ermutigt hatte mit mir zu spielen, aufgehört hatten, blieb nur der harte Kern. You know who you are. Die anderen hatten andere Prioritäten, familiäre Verpflichtungen und kein Interesse. Lustig, es einmal auszuprobieren, <a href="https://penandpaper.blog/rollenspielmaterial/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aber sicher kein ernsthaftes Hobby</a>. Das gilt nicht für <a href="https://penandpaper.blog/murphy-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Murphy</a>!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Jede Woche spielen</strong></h2>



<p>Aktuell habe ich vier kleine Runden, wovon zwei davon versuchen alle zwei Wochen zu spielen. Ich leite zweimal Cthulhu, einmal D&amp;D Homebrew und einmal spiele ich als Spieler Midgard. Daneben leite ich ab und an online <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a> oder <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-immer-das-gleiche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cthulhu</a>, teste ein neues System, zu dem ich eingeladen werde oder <a href="https://penandpaper.blog/rollenspiel-fuer-kinder-teil-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">leite meinen Kindern ein Spiel</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Crowd funds, publisher sleeps</strong></h2>



<p>Ich habe Humblewood Tales auf Kickstarter gebackt und es ist, mit einem gefühlten Jahr Verspätung, noch immer nicht angekommen. Was tun die bloss?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Penandpaper.news</strong></h2>



<p>2023 habe ich <a href="https://penandpaper.news/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Penandpaper.news</a> gestartet. Eine englischsprachige Website, auf der ich Rollenspiel-News aufschalte. Auch dort kann man ein Abo dalassen und international auf dem Laufenden bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entdeckung des Jahres</strong></h2>



<p>Ein Highlight ist für mich «La Broma Macabra», ein spanisches Cthulhu-Abenteuer, das von einem mir nicht bekannten, aber anscheinend allgemein bekannten spanischen Regisseur geschrieben wurde. Die Erkenntnis war, dass die spanischen Cthulhu-Bücher die schönsten Rollenspielbücher sind, die es für mich gibt. Es gibt welche, die noch hübscher sind, wie zum Beispiel <a href="https://penandpaper.blog/the-one-ring-starterset-rezension/">The One Ring</a>. Doch keines trifft so sehr meinen Layout-Geschmack, wie dieses Buch.</p>



<p>Aktuell sammle ich Rollenspielbücher für die Abenteuer. Wären alle so grossartig aufgemacht wie die spanischen Cthulhu-Bücher, dann würde ich sie wie Comics sammeln, einfach weil sie so toll ausschauen; aus Freude am Buch. <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-heiko-gill/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aber davon sind die deutschen Ausgaben noch weit entfernt</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Glückshormone</strong></h2>



<p>Die Erfüllung fand ich in einer <a href="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homebrew</a>-DnD-Kampagne, die seit zwei Jahren läuft. Wir sind allerdings erst bei Session 12 oder so. Hier kommen alle Fähigkeiten, die man sich über ein Leben so aneignet zusammen: Schreiben, Gestalten, Basteln, Zeichnen, Komponieren, Timing und Storytelling. Oft ist es den Spielenden gar nicht so bewusst, wie exakt die Sachen trotzdem aufgehen, obwohl Übergänge improvisiert werden müssen. Oder wie viele Glückshormone diese Dramaturgie ausschüttet, weil es mit viel Hingabe und Aufwand erdacht ist. Mich macht es jedenfalls sehr glücklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorbildverlag</strong></h2>



<p>Ich bin Experte für Unternehmenskommunikation, also Marken, Produkte, Kanäle etc. Es ist erschreckend, wie schlecht manche Verlage auf Anfragen reagieren und wie unaufgeräumt manche Newsletter sind. Niemand hat Zeit und Lust eure Newsletter auf News zu untersuchen!</p>



<p>Ein Verlag, der seine Kommunikation absolut vorbildlich macht und dessen Newsletter jedes Mal eine Freude sind, ist <a href="https://freeleaguepublishing.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Free League Publishing</a>. Die machen nicht nur schöne und coole Spiele mit viel Herzblut, sie kommunizieren auch so professionell wie sonst kein anderer mir bekannter Rollenspielverlag.</p>



<p>Shout-out auch an <a href="https://pegasus.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pegasus Spiele</a>, die mir mit «<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-orkenspalter-und-der-mythos-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orkenspalter und der Mythos</a>» sowie der <a href="https://penandpaper.blog/humblewood-auf-deutsch-dnd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">deutschen Humblewood-Box</a> zwei kleine Träume erfüllen. Sofie, you rock!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Enttäuschung</strong></h2>



<p>Die Enttäuschung ist <a href="https://twitter.com/PenandpaperB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">X</a>. Diese ehemals so wundervolle Social-Media-Plattform, die ich in der Journalistenschule kennen- und schätzengelernt hatte. Sie wurde von einem grössenwahnsinnigen Milliardär kaputtverbessert, was dazu führte, dass die Gefolgschaft, die sich alle über lange Zeit erarbeitet hatten, täglich weniger wurde. Alle wanderten ab und zwar irgendwohin oder gar nirgendwohin. Unbekannt verzogen. Manche strandeten auf <a href="https://rollenspiel.social/@penandpaper" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mastodon</a>, andere auf <a href="https://bsky.app/profile/penandpaperblog.bsky.social" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bluesky</a> und manche hängten ihr Gezwitscher komplett an den Nagel. Auch ich bin jetzt gefühlt überall und nirgends. Danke dafür, Elon!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein neuer Freund</strong></h2>



<p>Dann möchte ich Midgard erwähnen. Das ist ein altes, eigentlich gar nicht so eigenständig originelles, deutsches Rollenspiel, das es mir unverhofft angetan hat. Die genaue Ausführung kannst du hier nachlesen: <a href="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Midgard ist genau mein Ding</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das wünsch ich mir</strong></h2>



<p>Für 2024 wünsche ich mir weiterhin wöchentliches Rollenspiel mit so tollen Leuten wie 2023. Ich wünsche mir eine noch grössere Community mit fanatischen Rollenspielenden in meinem Umfeld, wo wir austauschen und organisieren können und ich freue mich auf die eine oder andere Eigenkreation, denn es sind Abenteuer und Texte in der Pipeline, die zum Teil und stellenweise ziemlich gut sind.</p>



<p>Macht weiter so tolle Dinge, seid weiter so gut drauf, hört nicht auf, Geschichten zu erzählen! Sich in Geschichten zu begeben, die jetzt und hier entstehen, ist mitunter das Coolste, was die Menschheit je erfunden hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/12/Dragon-Miniature-Penandpaper-1024x678.jpg" alt="Rollenspieljahr 2023" class="wp-image-1050" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/12/Dragon-Miniature-Penandpaper-1024x678.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/12/Dragon-Miniature-Penandpaper-300x199.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/12/Dragon-Miniature-Penandpaper-768x508.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/12/Dragon-Miniature-Penandpaper.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Stark durch Rollenspiel</title>
		<link>https://penandpaper.blog/stark-durch-rollenspiel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Dec 2023 08:50:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspieltheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Pen & Paper]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es geht um Fähigkeiten, die du mit dem Hobby Rollenspiel spielend verbesserst. Es sind erstaunlich viele – und wichtige; gesellschaftlich, wirtschaftlich und freundschaftlich. Auf die Schnelle? Du lernst die Perspektive anderer einzunehmen, erhöhst deine Frustrationstoleranz, verbesserst deine kreativen Problemlösungsfähigkeiten oder kultivierst deine Kommunikations- und Kooperations-Skills. Aber lass uns ins Detail gehen… Improvisation Egal ob du [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Es geht um Fähigkeiten, die du mit dem <a href="https://penandpaper.blog/was-ist-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hobby Rollenspiel</a> spielend verbesserst. Es sind erstaunlich viele – und wichtige; gesellschaftlich, wirtschaftlich und freundschaftlich.</h3>



<p>Auf die Schnelle? Du lernst die Perspektive anderer einzunehmen, erhöhst deine Frustrationstoleranz, verbesserst deine kreativen Problemlösungsfähigkeiten oder kultivierst deine Kommunikations- und Kooperations-Skills. Aber lass uns ins Detail gehen…</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Improvisation</strong></h2>



<p>Egal ob du Spiele spielst oder leitest, im Rollenspiel musst du improvisieren. Denn nichts ist im Vorneherein klar, immer entstehen unvorhergesehene Situationen. Darum hast du ein wahnsinniges Training und einen unglaublichen Erfahrungsschatz darin, dich auf etwas einzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kreativität</strong></h2>



<p>Schreiben, Texten, Malen, Basteln, Performen, Entwerfen und Dramaturgie, um nur ein paar zu nennen. Ob du deine Fantasie nutzt, um einen Charakter zu entwerfen, oder ganze Modelllandschaften baust, du bist kreativ tätig. Wenn du einen Plot zu Papier bringst, oder versuchst, die Geschichte durch deine Handlungen spannender zu machen, du bist kreativ tätig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sozialer Umgang</strong></h2>



<p>Nicht allen Rollenspielerinnen ist es gegeben, sich mit anderen Menschen abzugeben. Wahrscheinlich ist sogar ein überdurchschnittlicher Anteil kein soziales Interaktionstalent. Trotzdem hast du dir ein Hobby ausgesucht, bei dem du vor anderen Leuten performst. Als fiktiver Charakter testest du unterschiedliches Verhalten, das in der echten Welt katastrophale Auswirkungen hätte. Das es aber nur ein Spiel ist, hat es kaum Konsequenzen. Hier lernst du spielerisch die Reaktion anderer auf gesellschaftliches Verhalten einzuordnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Humor</strong></h2>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=IU_7vQoYWnA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keine Rollenspielrunde ohne Gelächter</a>. Humor ist sehr divers. Worüber die eine Runde lacht, schämt sich eine andere. Trotzdem haben alle Rollenspielrunden ein Hauptziel: Spass haben! Eine gute Zeit zu verbringen und zu lachen ist doch das Schönste an diesem seltsamen Hobby.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Informationsverarbeitung</strong></h2>



<p>Vielleicht bin das nur ich, aber durch Rollenspiel verarbeite ich so viele Informationen. Auserdachte und reale, dass ich nicht nur ständig Informationsbrocken aufnehmen, verarbeiten, abspeichern und einordnen muss, ich muss auch unterscheiden können, was wahre echtweltliche Information ist und was bloss Fiktion. Durch Rollenspiel habe ich <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-schreckensherrschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">viel geschichtliches Wissen konsumiert und memorisiert, das mich noch in der Schule nicht die Bohne interessierte</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Team-Work</strong></h2>



<p>Du übst Entscheidungen nicht im Alleingang zu treffen, sondern dir Vorschläge anzuhören oder welche zu machen. Meist wird ein Konsens über das gemeinsame Vorgehen gefunden, bevor gehandelt wird. Und wenn du einmal nicht mitmachst, lernst du die Konsequenzen zu tragen, dich zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sportlichkeit</strong></h2>



<p>Nur ein Scherz… Das Einzige, was Rollenspiel in der Regel überhaupt nicht leisten kann, ist das Fördern körperlicher Fitness. Stundenlang an einem Tisch zu sitzen, Süssgetränke, Schokolade oder Chips in sich hineinzuschütten und nur das Gehirn anzustrengen, hilft leider wenig dabei, körperlich fit zu sein. Aber hey, kein Hobby ist perfekt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="721" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/10/stark-durch-rollenspiel-pen-and-paper-blog-1024x721.png" alt="Sisiphos rollt Stein den Berg hoch" class="wp-image-981" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/10/stark-durch-rollenspiel-pen-and-paper-blog-1024x721.png 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/10/stark-durch-rollenspiel-pen-and-paper-blog-300x211.png 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/10/stark-durch-rollenspiel-pen-and-paper-blog-768x541.png 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/10/stark-durch-rollenspiel-pen-and-paper-blog.png 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Was mir an Marktmacht nicht gefällt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2023 19:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dungeons & Dragons]]></category>
		<category><![CDATA[Pen & Paper]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dungeons &#38; Dragons geht ab, wie eine Rakete. Und während dieses bemannte Himmelsgeschoss unter grossem Tosen auf dem Weg zum Firmament ist, jubelt unten Fähnchen schwingend das Rollenspielvolk, weil ihr lange unverstandenes Hobby endlich Gehör findet. Ist das zu unserem Besten? Ich (ver-)zweifle laut. Disclaimer: Das hier ist persönlich. Nur meine Meinung. Weder gut begründet, [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://dnd.wizards.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a> geht ab, wie eine Rakete. Und während dieses bemannte Himmelsgeschoss unter grossem Tosen auf dem Weg zum Firmament ist, jubelt unten Fähnchen schwingend das Rollenspielvolk, weil ihr lange unverstandenes Hobby endlich Gehör findet. Ist das zu unserem Besten? Ich (ver-)zweifle laut.</h3>



<p>Disclaimer: Das hier ist persönlich. Nur meine Meinung. Weder gut begründet, noch gut recherchiert. Es ist ein Gefühl – mein Gefühl. Es ist kein Rant, es ist eine Befürchtung. Niemand muss das aufnehmen, unterstützen, beantworten oder kritisieren. Aber alle, die das Bedürfnis verspüren, dürfen das natürlich.</p>



<p>Jüngst gibt es grosse Diskussionen, ob es gut ist, wenn D&amp;D die Rollenspielwelt noch mehr übernimmt, oder nicht. Ich glaube, die Mehrheit der deutschsprachigen Rollenspieler*innen, ist, zumindest vom Gefühl her, eher offen als kritisch. Sie begrüssen, dass viele neue und junge Leute ins Hobby strömen, dass diese einen anderen, moderneren Ansatz benötigen, begrüssen und verlangen. Dass das Hobby somit ins dritte Jahrtausend gehoben und geschoben wird. Ich bin da weniger optimistisch.</p>



<p>Ich liebe Rollenspiel, <a href="https://penandpaper.blog/mein-wiedereinstieg-ins-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">habe es wiederentdeckt</a> und ich finde es toll, dass es gerade eine Wiedergeburt erlebt. Doch ich finde es immer bedenklich, wenn zu viel Macht in nur eine Hand fällt. Man denke nur an Der Herr der Ringe oder Star Wars. Beides wurde für die Masse aufbereitet und der Kult dadurch zumindest ansatzweise zerstört. Aus einem Stöcklein Süssholz, welches nur manchen mundete, wurde Zuckerwatte für die Massen. Grell und rosa, statt braun und schrumpelig, süss und klebrig, statt hart und seltsam.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>OGL und Kassenklingeln</strong></h2>



<p>Wenn ein Haus den Markt beherrscht und bestimmen kann, was gespielt wird, wie gespielt wird und wozu gespielt wird, dann ist das gefährlich. Nicht zwingend im politischen und gesellschaftlichen Sinne, aber für das Spiel. Wenn diese Marktmacht dann auch noch profitiert von ihrer Macht, sprich alle Stellschrauben so drehen kann, dass maximal Geld in die Kassen fliesst&#8230; spätestens dann spreche ich dieser Macht den guten Willen ab.</p>



<p>Dann entwickelt man nicht für die Community und versucht das beste Rollenspiel der Welt zu machen, sondern entwickelt dafür, den Reingewinn zu optimieren. Und da komme ich ins Straucheln. Natürlich werden die Macher von D&amp;D auf die Community hören. Sie werden wohl kaum riskieren, die ganze Käufer*innenschaft wieder zu vergraulen. Dennoch gibt man dem Volk am besten Brot und Spiele und verkauft die güldenen Eintrittskarten dafür teuer.</p>



<p>Siehe dazu auch die jüngste Bekanntgabe der brandneuen <a href="https://gizmodo.com/dnd-wizards-of-the-coast-ogl-1-1-open-gaming-license-1849950634" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open Gaming License OGL 1.1</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Problem mit der Lore</strong></h2>



<p>Was mir auch immer wieder auffällt, in den vielen existierenden Rollenspielwelten, sind die verschiedenen Interpretationen von Kreaturen, Hintergründen, Monstern oder Lore. (Siehe Artikel alles über <a href="https://penandpaper.blog/zwerge-zaehe-muskelpakete/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwerge</a>, <a href="https://penandpaper.blog/elfen-die-besseren-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elfen</a>, Drachen, Orks etc.) Diese Interpretationen sind nahe beieinander, weil sie alle denselben Ursprung haben. Sprich, jemand hat schon einmal Standards gesetzt. Doch dieser jemand hat den Standard ohne Absicht gesetzt – nämlich bevor die Kasse mit seinem Werk zu klingeln begann. Und dieses Werk war/ist ein abgeschlossenes Werk. Da wird nicht mehr daran herumgeschraubt, damit es mehr Geld einbringt.</p>



<p>Ich spreche natürlich von J.R.R. Tolkien und Der Hobbit und Der Herr der Ringe. Auch hier wurde <em>danach </em>daran geschraubt, um den letzten Tropfen Geld aus der Fangemeinde zu pressen, aber nicht vom Künstler selbst. Und man sieht jeweils die Entwicklung: Während die Herr-der-Ringe-Filmtrilogie noch halbwegs künstlerischen Anspruch hatte, war die Hobbit-Trilogie nur noch Blockbuster-Bumm-Knall-Bang, was mit dem Ursprungswerk, dem Buch, nicht mehr viel gemein hatte. Weitere solche Beispiele sind Star Wars oder die Superhelden von Marvel und DC. Findige Zeichner, Schreiberlinge und Konzepter entwerfen etwas Funktionierendes, schlingern durch die Handvoll Fans, um den richtigen Halt zu finden, entwickeln es weiter zu etwas Grossem, die Welt entdeckt es für sich, es wird aufgeblasen und verkommt schlussendlich zu einem grossen, unschönen Haufen Unterhaltungsschrott. Und ich bete, dass das jetzt nicht mit D&amp;D geschieht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Role-playing off the rails</strong></h2>



<p>Denn zurück zum eigentlichen Gedanken: D&amp;D ist nicht abgeschlossen. <a href="https://www.dndbeyond.com/one-dnd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das entwickelt sich stetig weiter</a>. Immer mehr spielbare Völker müssen dazukommen, immer mehr Komplementärprodukte halten die Kundschaft bei Laune, bis der Overkill kommt und das Ding einfach nur noch Geldmaschine und blöd wird. Wenn D&amp;D, wie es das schon tat und tut, Völker anpasst, ihre Eigenschaften, ihr Aussehen verändert, dann geschieht das nicht, wie bei Tolkien, ohne Dollarzeichen in den Augen und mit einem sprachwissenschaftlichen Hintergrund und dem Wissen über Antike Sagengestalten, es geschieht im Hinblick auf Superlative und Gewinnoptimierung.</p>



<p>Ich befürchte echt ein wenig, dass wir nicht mehr allzu weit weg davon sind, dass unsere Tieflinge mit einer Uzi in jeder Hand in den Krieg gegen die Orks ziehen. Ich hoffe, ich bin ein Schwarzmaler und liege falsch, aber «mark my words», falls meine Befürchtungen sich in einigen Jahren bewahrheiten. Dieser Artikel bleibt hier liegen und wird reifen. Und wenn alles gut geht, wird er verderben und zu Staub zerfallen. Und wenn es so kommt, wie ich es befürchte, wird der Artikel sich (oder ich mich) zurückmelden und sagen: «Ha!»</p>



<p><br>Ich habe lieber Künstler, die ein Werk aus Liebe zur Sache herstellen, als eine gigantische, gutgeölte Maschine, die mir auf grossen Bildschirmen auf dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Times_Square" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Times Square</a> die Neuauflage von <em>Orks in Space</em> schmackhaft machen wird.</p>
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		<title>Zwei Generationen von Rollenspielenden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 12:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Box aus der Spielwarenabteilung im Kaufhaus oder eine Hochglanzsendung auf YouTube. Viele Wege führen zum Rollenspiel. Darum ist die Szene nicht mehr so homogen. Zumindest, was die Demografie betrifft. Prolog: Jüngst fällt mir auf, dass es zu jedem Thema immer eingefleischte Fachleute gibt. Schreibst du über Dungeons &#38; Dragons, dann gibt es immer die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Eine Box aus der Spielwarenabteilung im Kaufhaus oder eine Hochglanzsendung auf YouTube. Viele Wege führen zum Rollenspiel. Darum ist die Szene nicht mehr so homogen. Zumindest, was die Demografie betrifft.</h3>



<p>Prolog: Jüngst fällt mir auf, dass es zu jedem Thema immer eingefleischte Fachleute gibt. Schreibst du über Dungeons &amp; Dragons, dann gibt es immer die eine oder den einen, die oder der D&amp;D bereits seit den Anfängen bis zur Jetztzeit händchenhaltend begleitet hat und es sehr viel genauer weiss. Schreibst du über <a href="https://penandpaper.blog/faszination-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fantasy</a>, gibt es da jemanden, der die grösste Fantasy-Sammlung der Welt besitzt und sich sein ganzes Leben lang nur damit beschäftigt hat.</p>



<p>Das soll mich aber nicht davon abhalten, diesen Blog zu schreiben und meine persönliche, sehr subjektive Sichtweise auf Rollenspiel niederzuschreiben. Ein Blog ist ein Tagebuch für Gedanken, Meinungen und Geistesblitze, statt für Erlebnisse. Dieser Artikel hier&#8230; Es werden sich ganz viele Rollenspieler*innen auf den Schlips getreten fühlen, weil sie sich in der Beschreibung wiedererkennen, aber eben nur teilweise. Oder weil sie denken werden: Aber so bin ich doch gar nicht! Dieser Text beabsichtigt keine Wertung, soll niemanden angreifen, nur einen Gedanken aufzeigen und beschreiben. Ich schicke dies voraus, weil auch dieser Artikel wieder ganz viele Anderssehende auf den Plan rufen wird. Oh, mögen sie kommen, die Geister, die ich rief. Fangen wir an.</p>



<p>Das Wort Generation ist schwammig, nicht so genau definiert. Darum wird es Menschen geben, die ankommen und sagen, es hätte schon fünf, zehn oder zwanzig Generationen von Rollenspielerinnen und Rollenspielern gegeben. Möglich. Ich will aber darauf hinaus und darauf eingehen, dass es gerade jetzt zwei Schulen, Wellen oder eben Generationen des Rollenspiels gibt. Eine Erkenntnis, <a href="https://penandpaper.blog/zustand-und-zukunft-des-rollenspiels/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die den Gesprächen am Online Tanelorn Treffen im April entsprang</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die alte Schule des Rollenspiels</strong></h2>



<p>Die über 40-jährigen, die in ihrer Schulzeit, Studentenzeit oder schon seit den 70er Jahren Rollenspiel spielen. Die Leute, die nie damit aufgehört haben. Die Sammler und Kenner. Jene, welche die Old School Renaissance ins Leben riefen, weil sie den alten Dungeons, der Regelarmut und schwarz-weiss Illustrationen nachtrauern, bzw. diese immer noch lieben und leben. Und jene, welche an zig Conventions waren. Ihnen allen ist Rollenspiel ein wichtiger Teil des Lebens. Ein Stück, das sie ausmacht und definiert. Sie haben ihre Freundschaften und teils sogar Partnerschaften über das Rollenspiel gefunden. Sie spielen regelmässig, schreiben darüber, kreieren selbst und tauschen sich in, von der neuen Schule als unzeitgemäss betitelten, Foren im Internet darüber aus.</p>



<p>Fast alle dieser Gruppe, haben aus Büchern und Spieleboxen heraus gelernt, Rollenspiel zu spielen. Einer musste sich als DM verpflichten, der Rest spielte mit. Learning by doing war angesagt. Niemand erklärte ihnen, wie Rollenspiel eigentlich geht. Den eigenen Stil fand man, indem man drauflosspielte.</p>



<p>Diese Menschen bemalten später Miniaturen, bastelten Handouts und Props. Sie bauten Landschaften und schrieben selbst Abenteuer. Sie sprangen Hals über Kopf in manch eine Welt, die sie über Jahre und Jahrzehnte immer wieder besuchten. Eine Welt, die sie nicht wieder losliess.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die neue Schule des Rollenspiels</strong></h2>



<p>Dann gibt es da die junge Generation. Zum Rollenspiel sind sie nicht über Spieleboxen aus dem Kaufhaus, sondern über das Internet, die <a href="https://rocketbeans.tv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rocket Beans</a>, <a href="https://www.twitch.tv/criticalrole?lang=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Critical Role</a>, <a href="https://www.imdb.com/title/tt4574334/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stranger Things</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/The_Big_Bang_Theory" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Big Bang Theory</a> gekommen. Oder über Computerspiele. RPGs, wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/The_Witcher_3:_Wild_Hunt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Witcher 3 </a>und <a href="https://www.elderscrollsonline.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elder Scrolls</a>. Sie schauen sich von den Vorbildern auf Twitch und YouTube ab, wie man spielt und wollen dieses Spielgefühl auch erleben.</p>



<p>Sie kommunizieren nicht in Foren, sondern in Discord-Communitys. Sie spielen über <a href="https://roll20.net/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Roll20</a>, <a href="https://foundryvtt.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Foundry VTT</a> und <a href="http://www.fantasygrounds.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fantasy Grounds</a>. Diese Gruppe von Rollenspielenden benötigt nicht unbedingt Würfel und Miniaturen, sondern WhatsApp, Würfelbots und Avatare. Sie testen zehn Systeme und Welten aus, bevor sie sich festlegen. Wenn überhaupt. Oder sie spielen einfach D&amp;D. Sie beziehen Abenteuer digital, im äussersten Fall als PDF, aber doch sicher nicht als gebundenes Papier in einem physischen Regal. Sie sind schnell, euphorisch und experimentierfreudig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wir sind alle Nerds</strong></h2>



<p>Selbstverständlich zeige ich hier nur die Pole auf, versuche die Generationen überspitzt zu charakterisieren. Dazwischen gibt es jede erdenkliche Mischung und auch welche, die nicht hier reinpassen. Und das ist doch gut so.</p>



<p>Die neue Schule ist meist noch nerdiger, als es die alte ist. Diese Menschen mögen neben Rollenspiel auch Mangas, Comics, Computerspiele, LARP, Wrestling, Star Wars, Cosplay und noch vieles mehr. Und ja, das gab und gibt es auch in der alten Schule schon. Doch gibt es dort noch viel mehr Menschen, die mehr auf nordische Sagen, Heavy Metal und Mittelaltermärkte standen.</p>



<p>Und ja, die neue Generation sieht sich auch als Nerds. Doch heute ist Nerd-sein salonfähig geworden. So, wie Musikstile in die Populärkultur eingeflossen sind, welche früher noch Underground waren, sind Computerspiele, Anime und Nerdkultur in der Gesellschaft angekommen. No more satanic panic, no more nerds, geeks and freaks. Alles geht, sei wie du willst, solange du niemandem damit schadest. Eine löbliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Win-win für Pen and Paper</strong></h2>



<p>Vielleicht ist das auch der Grund, warum Old und New School in der Rollenspiel-Community so friedlich miteinander und nebeneinander existieren. Denn die alte Schule profitiert vom neuen Hype. Mehr Menschen interessieren sich für das Hobby, mehr Menschen erfinden neue Produkte und kaufen sie. Mehr Medieninhalte entstehen für, zum und über das Hobby. Die neue Generation profitiert vom Wissensschatz und den beachtlichen Sammlungen der alten Weisen. Diese können einordnen, vergleichen und beurteilen. Sie verkneifen sich die Gate-Keeper-Funktion zum Vorteil der Wiederbelebung ihres liebsten Zeitvertreibes.</p>



<p>Am Ende (ich kann es nicht oft genug wiederholen) ist es einfach toll, dass ein bald 50 Jahre altes Spiel, welches auch «Stift und Papier» genannt wird, immer noch existiert und sogar eine neue Blütezeit erlebt. Ein ganzes Computerspielgenre ist daraus hervorgegangen und Alt wie Jung, Eltern und Kinder erfreuen sich an einem Spiel, welches Imagination, Erzählkunst und die Kreativität fördert.</p>
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