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	<title>Orkenspalter Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<title>Orkenspalter Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Orkenspalter und der Mythos, Cthulhu (Rezension)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 15:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Call of Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Orkenspalter]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Orkenspalter und der Mythos ist eine schöne Sammlung von Szenarien, die es schon vor ihrer Veröffentlichung in Videoform anzusehen gab. Wie gut Mháire darin ist, komplexe Sachverhalte auf das Wichtige zu reduzieren und Menschen zu porträtieren, ist mir erst aufgefallen, als ich das Actual Play von Die Masken des Nyarlathotep (Achtung: Mega-Spoiler!) von Orkenspalter TV [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-orkenspalter-und-der-mythos-rezension/">Orkenspalter und der Mythos, Cthulhu (Rezension)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://pegasus.de/spiele/spielewelten/cthulhu/16545/cthulhu-orkenspalter-und-der-mythos-softcover" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orkenspalter und der Mythos</a> ist eine schöne Sammlung von Szenarien, die es schon vor ihrer Veröffentlichung in Videoform anzusehen gab.</h3>



<p>Wie gut <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-mhaire-stritter-von-orkenspalter-tv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mháire</a> darin ist, komplexe Sachverhalte auf das Wichtige zu reduzieren und Menschen zu porträtieren, ist mir erst aufgefallen, als ich das Actual Play von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YcMMwBtYIKU&amp;t=1882s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Masken des Nyarlathotep</a> (Achtung: Mega-Spoiler!) von <a href="https://www.orkenspalter-tv.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orkenspalter TV</a> gehört habe. Da wir <a href="https://penandpaper.blog/masken-des-nyarlathotep-new-york/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Kampagne auch gerade spielen</a> und ich aus erster Hand weiss, wie komplex diese Monsterkampagne ist, kann ich das beurteilen. Was sie weglässt und mit welcher Selbstsicherheit sie das Ding hörspieltauglich macht, ist bemerkenswert.</p>



<p>In der Anthologie «Orkenspalter und der Mythos» sind fünf Abenteuer enthalten, die zum Teil an Rollenspiel-Conventions entwickelt und/oder vor der Kamera gespielt wurden. Erst danach wurden sie für diesen Softcover-Band von Pegasus Spiele aufbereitet.</p>



<p>Die fünf Abenteuer im Kurzüberblick:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Himmelfahrt</strong></h2>



<p>«Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist&#8230;» Die Himmelfahrt. Das Himmelfahrtskommando. Kommt der Name daher?</p>



<p>Es gibt eine Menge optionaler Bestandteile im Abenteuer «Die Himmelfahrt» und die Charaktere (NSC wie vorgeschlagene SC) sind wunderbar dreidimensional. Die Anlage ist etwas albern oder fast ein wenig pulpig (von Pulp), was ich ja mag, da ich mit James Bond und Indiana Jones aufgewachsen bin.</p>



<p>Im Laufe des Abenteuers kommt eine Stelle, an der 1W2 gewürfelt werden soll. Echt jetzt? Warum sollte man einen W2 würfeln? Und auch noch um eine Dauer festzulegen. Den W2 gibt es im <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-einstiegsbox/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cthulhu-Starterset</a> nicht. Und auch sonst: ob es nun eine oder zwei Stunden in-game sind. Spielt es eine Rolle?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Jahrmarkt von Gillingham</strong></h2>



<p>Hier wird es brandgefährlich. Jedenfalls ist die Feuerwehr zur Stelle. Ein Szenario, das nicht von sich aus chronologisch-linear verläuft, sondern Personen, Lokalitäten und Informationen hat, die in beliebiger Reihenfolge abgeklappert und in verschiedenem Ausmass verfolgt werden können. Viele, viele, viele Informationen, übrigens.</p>



<p>Was mir bei diesem Abenteuer überhaupt nicht einleuchtet, ist warum sich die Investigatoren überhaupt für all die Geschehnisse im Dorf interessieren sollten. Vielleicht habe ich hier den zündenden Funken verpasst, aber sie haben einen Auftrag oder auch nicht, es geschehen nicht so ausserweltliche Dinge, dass man denen neugierig auf den Grund gehen würde und alles was passiert, geht die Investigatoren nichts an, ausser sie wollen sich in einer fremden Stadt unbedingt in alles einmischen, was sie zufällig antreffen. Ich werde mir das Let’s Play dazu ansehen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Walisisches Potpourri</strong></h2>



<p><strong>DAS </strong>ist das Abenteuer, welches mich <a href="https://penandpaper.blog/mein-wiedereinstieg-ins-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wieder zum Rollenspiel gebracht hat</a>. Dafür bin ich <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-mhaire-stritter-von-orkenspalter-tv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mháire</a> und Orkenspalter ewig dankbar. Es ist <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LIn0vF553G0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dieses Video</a>, welches das Let’s Play von Walisisches Potpourri in der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar zeigt.</p>



<p>Walisisches Potpourri ist wahrlich ein grauenhafter Titel, der offensichtlich der Arbeitstitel gewesen sein muss. Wobei das Abenteuer von Mháire auch schon als «Der Stillstand» bezeichnet wurde, was wohl der tatsächliche Arbeitstitel war – aber unumstritten der bessere Titel ist.</p>



<p>Ein Arbeiterstreik in Wales (daher «Der Stillstand») leitet das Abenteuer stimmungsvoll ein, um dann in seltsame Gepflogenheiten der Dorfbewohner und komische Vorkommnisse in den umliegenden Wäldern zu münden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Gefangenen von Cape Clear</strong></h2>



<p>Ein aussergewöhnliches Inselszenario, das auf einer wunderbaren Idee basiert. Der Horror fährt einem wohl erst nach der Auflösung so richtig in die Glieder. Dennoch ist dies für einmal ein Szenario, dass nicht dem <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-immer-das-gleiche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">herkömmlichen Cthulhu-Abenteuermuster</a> entspricht und für Spielerinnen und Spieler mit Lust an neuen Erfahrungen und offenem Geiste ein besonderes Erlebnis bieten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dunkle Resonanz</strong></h2>



<p>Dieses Abenteuer beginnt mit dem Satz: «Dieses Abenteuer ist recht komplex.» Dieses Abenteuer spielt im Sibirien von 1986, also mitten im Kalten Krieg. Bei minus 50 Grad im Schatten ist eine Strafversetzung in eine russische Abhörstation am Ende der Welt schon an sich der Horror.</p>



<p>Die weisse Schneelandschaft im Nirgendwo gibt dem Abenteuer ein sehr lovecraftsches Grundgefühl, das manch eine/r von «Die Berge des Wahnsinns» kennen mag. Atomeisbrecher der UdSSR, amerikanische Bomber und ein seltsames Erdbeben – dieses Abenteuer hat stimmige Voraussetzungen, einen zeitlichen Ablauf und eine tickende Uhr. Der Ausgang der Geschehnisse ist bewusst offen und von den Investigatoren abhängig. Gefällt!</p>



<p>Dieses Abenteuer ist recht komplex. Stimmt. Es macht gefühlt so viel Aufwand, es zu verstehen und es überzeugend zu leiten, wie eine kleine Kampagne. Wird dieser Aufwand dafür betrieben, könnte es sich aber auch so anfühlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Wer gerne kurze, gut aufgemachte, durchdachte und spannende One-shots hat, der sollte hier zugreifen. Diese Art der Abenteuer sind modern, schlank und gut zu leiten. Was mir gut gefällt, ist der Abwechslungsreichtum. Darum: Wenn du eine kleine One-shot-Anthologie für Cthulhu haben willst, dann kauf dir besser «Orkenspalter und der Mythos» als «<a href="https://penandpaper.blog/ein-abend-mit-dem-grauen-cthulhu/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein Abend mit dem Grauen</a>».</p>



<p>Vollkommen aus dem Häuschen bin ich aufgrund dieses Abenteuerbandes zwar nicht, aber «Der Stillstand» (Walisisches Potpourri) ist darin enthalten und das beschert diesem Büchlein allein schon einen Ehrenplatz in meiner Sammlung.</p>



<p>EPILOG: Die Anthologie beweist, dass ein Abenteuer nur zur Hälfte so gut ist, wie es geschrieben steht. Die andere Hälfte ist definitiv davon abhängig, wie gut die Spielleitung und die Spielenden es umsetzen. Wer das nicht glaubt, schaue sich das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LIn0vF553G0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Let’s Play von «Der Stillstand»</a> bei einem Tässchen Tee an. Ja, ich werde das Abenteuer konsequent weiterhin so nennen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos-724x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1115" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos-724x1024.jpg 724w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos-212x300.jpg 212w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos-768x1086.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos-1087x1536.jpg 1087w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/01/Orkenspalter-und-der-Mythos.jpg 1170w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure>
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		<title>10 Fragen an Nico Mendrek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 07:59:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[10 Fragen an ...]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Orkenspalter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nico Mendrek ist die zweite Hälfte von Orkenspalter TV. Er ist Videojournalist, Autor und Filmproduzent. Und ihm ist es meistens lieber, wenn seine Partnerin Mháire Stritter die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Hallo Nico, danke, dass du bei diesem kleinen Interview mitmachst. Wie schon erwähnt, hat euer Kanal wesentlich dazu beigetragen, dass das schwarze Loch namens Rollenspiel mich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Nico Mendrek ist die zweite Hälfte von <a href="https://www.youtube.com/@orkenspaltertv" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orkenspalter TV</a>. Er ist Videojournalist, Autor und Filmproduzent. Und ihm ist es meistens lieber, wenn seine Partnerin <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-mhaire-stritter-von-orkenspalter-tv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mháire Stritter</a> die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt.</h3>



<p><em>Hallo Nico,</em></p>



<p><em>danke, dass du bei diesem kleinen Interview mitmachst. <a href="https://penandpaper.blog/mein-wiedereinstieg-ins-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie schon erwähnt</a>, hat euer Kanal wesentlich dazu beigetragen, dass das schwarze Loch namens Rollenspiel mich erneut verschluckt und nicht wieder ausgespuckt hat. Dafür bin ich euch dankbar.</em></p>



<p><em>Legen wir los&#8230;</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Weils mich brennend interessiert, also eigentlich Frage null: Hast du schon mal etwas auf diesem Blog gelesen? (Penandpaper.blog)&nbsp;</h4>



<p><em>Dies ist die einzige Frage, die Nico nicht beantwortete.</em> </p>



<h4 class="wp-block-heading">Was wäre Nico Mendrek, hätte er DSA nie kennengelernt?</h4>



<p>Vielleicht wäre er Meeresbiologe oder Tierfilmer, jedenfalls wären die Chancen größer, dass er sein Bio-Studium durchgezogen hätte und das auch an der Uni, zu der er eigentlich wollte (Kiel), statt seiner damaligen Freundin/DSA-Gruppe wegen in Baden zu bleiben. Vermutlich wäre aber doch eher einer von den vielen arbeitslosen Biologen – oder hätte eben dann doch mehr Zeit mit DnD verbracht.&nbsp;</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie viele Stunden wöchentlich verbringst du mit Ton, Kamera, Screenrecording und Schnitt?</h4>



<p>Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung und führe da auch nicht Buch drüber.&nbsp;Ich weiß nur, dass es stark schwankt und mehr war, als wir noch nicht so viel auf Twitch gestreamt haben. Die eigentlichen Streams sind ja Mháires Baustelle und ich bin dann in der bequemen Position, sie einfach nur auf YouTube laden zu müssen (oft ein wenig überarbeitet, manchmal aber auch nicht).</p>



<p>Mittlerweile verbringen ich mehr Zeit mit Orga-Aufgaben: Spielrunden zusammenstellen, Zeitpläne erstellen, Leute casten, Plots mit Mháire entwickeln, Communitybetreuung,&nbsp;Patreon-Blogtexte, mit Leuten wie Eevie, Nessie oder Walker über deren Streams reden, Social Media, YouTube-Kommentare verwalten – lauter Kleinkram, bei dem man am Ende des Tages nicht genau weiß, was man heute eigentlich gemacht hat. Ich bin sehr froh, wenn ich die Zeit für Drehs, Schnitt oder Podcastaufnahmen finde.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Noch vor ein paar Jahren hatte ich das Gefühl, du fühlst dich wohler hinter der Kamera als davor. Jetzt hast du eine sehr deutliche Sprache gefunden, die ich sehr mag, auch vor der Kamera. Was ist geschehen?</h4>



<p>Ich fühle mich hinter der Kamera immer noch wohler, aber durch die Online-Runden ist es einfacher für mich geworden, vor der Kamera zu agieren. Im Studio gab es meistens nur die Spielrunde am Tisch und mich. Wenn ich auch am Tisch saß, hat niemand auf den Ton oder Dinge wie Akkus geachtet, was mich immer nervös gemacht hat.</p>



<p>Ich sehe mich nicht besonders gern auf Film, aber ich habe akzeptiert, dass einige meine Stimme ganz okay finden und mit mehr Übung kam natürlich auch mehr Sicherheit. Ich war früher, als ich noch bei einem kleinen TV-Sender in Hamburg gearbeitet habe, schon öfter in der Position, gleichzeitig vor und hinter der Kamera sein zu müssen und habe einfach lange nicht eingesehen, warum ich mir das nochmal antun sollte. Die Pandemie-Jahre haben dann aber auch hier geholfen: Wir hatten ein Studio, in dem außer Mháire und mir niemand sein konnte.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist dein Lieblingsrollenspiel und warum?</h4>



<p>Die Verbotenen Lande – weil es für mich die perfekte Mischung aus Oldschool und modernem RPG ist und die Zufallstabellen und Mechanismen so großartig geschrieben und designt sind, dass man ohne viel Vorbereitung gemeinsam eine Spielwelt erschafft, während man sie erkundet. Und das macht mir beim PnP einfach am meisten Spaß: Welten und Dramaturgien in der Gruppe zusammenbasteln und neue Dinge entdecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie würdest du jemandem, der noch nie davon gehört hat, Star Wars erklären?</h4>



<p>Schwer vorzustellen, dass es solche Leute geben soll – vielleicht in den abgelegensten Ecken Chinas. Ich habe im Laufe der Jahre viele Leute zu SW konvertiert, indem ich sie einfach mit meinem blanken Entsetzen ob ihrer Unkenntnis geshamed habe – und dann haben diese Leute die Filme (teils mit Betreuung von mir) in der &#8222;richtigen&#8220; Reihenfolge geschaut. Aber ich glaube nicht, dass man die Faszination von Star Wars wirklich an jemanden weitergeben kann, der die Filme nicht als Kind gesehen hat.</p>



<p>Ansonsten würde ich es versuchen mit &#8222;Wie Firefly, aber Mal ist nur der Sidekick und es gibt Aliens und Magie&#8220;?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gibt es noch Rollenspielsachen, die dich so richtig vom Hocker hauen? Wenn ja, was?&nbsp;</h4>



<p>Die Blade Runner Starterbox hat das zuletzt getan, weil sie ein echtes cineastisches und dabei sehr plastisches Erlebnis geboten hat. Mein Blick ist allerdings ein wenig verfälscht, denn ich glaube, Mháire als SL kann jedes Spiel zum Erlebnis machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wenn du privat nur noch eines davon spielen dürftest… Tischrollenspiel, Computer-RPG oder LARP?</h4>



<p>CRPGs – beim LARP bin ich immer SL/Orga und mache das daher nur zwei Mal im Jahr. PnP ist natürlich das bessere Hobby, aber CRPGs sind meine Kindheit und ich kann sie auch spielen, wenn mir Menschen gerade alle zu sehr auf die Nerven gehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine völlig absurde Frage, mit einer eventuell spannenden Antwort: Wenn euer Hund Indy ein D&amp;D-Charakter wäre, mit welchem Volk und welcher Klasse würdest du ihn beschreiben?</h4>



<p>Ich schätze, die meisten Hunde sind am ehesten Kender&nbsp;mit einer absurden Klassenkombi aus Paladin und Schurke. Indy ist ein sehr typischer Hund. Okay, er denkt vermutlich, er sei ein Waldläufer und ich sein Familiar.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was wünschst du dir für die deutsche Rollenspielszene? (Damit meine ich alles: Verlage, Cons und Spielende.)</h4>



<p>Puh. Ich bin da eher pessimistisch, was die Verlage angeht – von denen viele ja offensichtlich eher nicht vom DnD-Hype profitieren, sondern seit Jahren am kämpfen sind. Als alter Sack und Kellerkind gefällt mir die Mainstreamisierung&nbsp;(Influencertum, PR-Gehabe, Verlage, die sich wie Videospielfirmen gebaren) des Hobbys nicht besonders und auch das in Dland erstarkende DnD-Monopol nicht. Daher würde ich mir eine noch weiter erstarkende Indie-Szene wünschen, eine gesunde 3rd Party-Szene für 5E-Kram auch in Deutschland, mehr kleine Verlage, auf die sich gleichmäßig mittelgroße Lizenzen verteilen, anstatt, dass diese sich alle bei 1 bis 2 Verlagen bündeln.</p>



<p>Weniger unnötige Crowdfundings, die nur Augenwischerei sind, dafür mehr CFs und Vorbestelleraktionen,&nbsp;bei denen auch die Produkte und die AutorInnen und KünstlerInnen profitieren und nicht nur die CEOs. Dass die großen Twitcher, wenn sie schon mit PnP anfangen, öfter mal was anderes spielen als DnD oder eigene Systeme (die sie dann verkaufen) Ein Pen and Paper-Hörspielformat&nbsp;auf Deutschlandfunk, gern auch Nachts statt all dem Jazz.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wird Orkenspalter TV je eigene Spiele publizieren?</h4>



<p>Ich hoffe es. Wir bringen ca. jährlich ein kleines Buch für unsere Patrons heraus. Das waren zB 5E-Kampagnen/Weltenbüchlein&nbsp;auf Basis unserer Streams oder Schnellstarter für Mháires Lemna. Ich glaube nicht, dass wir damit jemals professionell werden, aber mit der Zeit häuft sich einiges an.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lieben Dank, Nico Mendrek!</h4>
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		<title>Drei Stufen des Rollenspiels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2022 13:21:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was steht im Vordergrund? Die Welt? Der Plot? Oder die Geschichte? Diese drei Ansätze ergeben drei verschiedene Stile ein Rollenspiel zu leiten. Theoretische Gedanken zum Rollenspielleiten. Die hier beschriebenen Gedanken entstanden, während ich mir ein Video bei Orkenspalter mit Moritz Mehlem angesehen habe. Es gibt im Rollenspiel drei Stufen, wie man leiten kann. Natürlich ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/drei-stufen-des-rollenspiels/">Drei Stufen des Rollenspiels</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<h3 class="wp-block-heading" id="was-steht-im-vordergrund-die-welt-der-plot-oder-die-geschichte-diese-drei-ansatze-ergeben-drei-verschiedene-stile-ein-rollenspiel-zu-leiten-theoretische-gedanken-zum-rollenspielleiten">Was steht im Vordergrund? Die Welt? Der Plot? Oder die Geschichte? Diese drei Ansätze ergeben drei verschiedene Stile ein Rollenspiel zu leiten. Theoretische Gedanken zum Rollenspielleiten.</h3>



<p>Die hier beschriebenen Gedanken entstanden, während ich mir ein Video bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.orkenspalter-tv.de/" target="_blank">Orkenspalter</a> mit <a rel="noreferrer noopener" href="https://mantikoreverlag.de/mehlem-moritz/" target="_blank">Moritz Mehlem</a> angesehen habe. Es gibt im Rollenspiel drei Stufen, wie man leiten kann.</p>



<p>Natürlich ist es ein unausgegorener Gedanke und es gibt tausend Arten und Weisen mehr, wie man leiten kann. Jedoch ist es für mich ein guter Leitgedanke (pun totally intended), wie man sein Spiel als Game Master auslegen und anlegen will. Die drei Stufen sind keine Rangliste, also nicht wertend.</p>



<p></p>



<p>Jede Spielleitung kann sich die Frage stellen: Geht es (hauptsächlich) um die Story, den Plot oder die Welt?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="story"><strong>Story</strong></h2>



<p>Hier gibt es eine Geschichte, die abläuft, ob die Heldinnen dabei sind oder nicht. Also wie in einem Film. Die Kamera ist zwar immer mit den Protagonistinnen dabei, wenn diese sich aber nicht am Ort des Geschehens befinden, erfahren sie zum Beispiel erst hinterher von einem Banküberfall. Sind sie vor Ort, weil sie schon vorgängig vom Banküberfall erfahren haben, dann können sie ihn auch verhindern. Sitzen die Charaktere zu Hause auf dem Sofa und Essen Chips, geht die Welt halt unter, weil niemand etwas dagegen unternimmt.</p>



<p>Zusammengefasst: Die HeldInnen können die Geschichte verändern oder verhindern, aber auch verpassen. Es geht um Storytelling (im Rahmen von Simulation und Sandbox).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="plot"><strong>Plot</strong></h2>



<p>Die Spielleitung passt die Handlung der Story laufend an die Handlungen der Charaktere an. Sitzen die Charaktere zu Hause auf dem Sofa und Essen Chips, muss der Weltuntergang halt warten oder zu ihnen kommen. Der Storypunkt entrollt sich erst, wenn die Charaktere anwesend sind, sonst würden sie ihn ja verpassen.</p>



<p>Zusammengefasst: Die Geschichte besteht aus Eckpunkten (Plot), wie und wann und wo Dinge geschehen, bleibt aber völlig offen. Es geht um die Dramaturgie im nicht negativ gemeinten Sinne von Railroading; der Spannungsbogen soll erhalten bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="welt"><strong>Welt</strong></h2>



<p>Es gibt keinen Plot, Charaktere stolpern durch eine Welt in der nichts story-getriebenes geschieht und die Spielleitung schaut zum Beispiel mit Zufallstabellen, was passiert. Der Drache wohnt schon immer im Wald neben dem Dorf, in dem die Heroen aufgewachsen sind. Und wenn sie da zu früh und unvorbereitet hingehen, war es das für sie.</p>



<p>Es geht also «nur» um die Welt, gefüllt mit Orten, NSCs und Herausforderungen, die die Helden besuchen können; eine Geschichte gibt es aber nicht. Genau wie im echten Leben. </p>



<p>Zusammengefasst: Die Geschichte entsteht, indem man sie erlebt. Es geht um das Erkunden und Erfahren einer Welt (im Rahmen von Simulation und Sandbox).</p>



<p>Hier schliesst sich der Kreis. Weil hier ja auch alles einfach passiert, wie es in der Welt passieren soll, aber halt nicht als Geschichte, die chronologisch abläuft, sondern als Welt, die einfach so ist, wie sie ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mein-rollenspielstil"><strong>Mein Rollenspielstil</strong></h2>



<p>Ich hoffe, die Beschreibungen geben einen Überblick, was die drei Stufen meinen und inwiefern sie sich unterscheiden. Meist ist das Spiel ja ein Mix aus den drei Stilen. Ich bevorzuge persönlich die erste Variante. Es gibt ein Verbrechen, wenn ihr es nicht lösen könnt oder wollt, so what!? Es ist passiert und es hat Folgen. Ihr geht woanders hin? Auch gut. Doch es gibt Plotpunkte, es gibt eine Story, die spannend zu verfolgen ist, wenn man ihr folgt. Man muss ihr aber nicht folgen.</p>



<p>Darum bin ich für eine Storytelling und plotgetriebene Spielweise, weil alles andere für mich nur stumpfsinniger Zufall ist. Ich will etwas erleben, wie James Bond und Indiana Jones. Die erleben tolle Geschichten und trampeln auch nicht einfach ein bisschen durch eine unbekannte Welt, in der Hoffnung es läuft etwas.</p>



<p>Meiner ist also der Story-Ansatz. Trotzdem werden die Spielenden nicht durch die Story geschleift. Und wenn sie das Kaufabenteuer durch unbewusstes oder absichtliches Abweichen kaputt machen und nie erfahren, was es mit der Geschichte auf sich hat, dann sei es drum – sie haben die freie Wahl.</p>
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