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	<title>10 Fragen an Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>10 Fragen an Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>10 Fragen an Roxane Bicker, Chefredaktion von Lex Arcana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 09:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[10 Fragen an ...]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Roxane Bicker ist die Chefredaktorin von Lex Arcana für den Uhrwerk Verlag, der unter anderem Rollenspiele wie Splittermond, Coriolis, Myranor, einiges aus dem Katalog von Free League und «So nicht, Schurke!» verlegt. Roxane hat im Sommer 2024 beim Uhrwerk Verlag das System Lex Arcana übernommen, arbeitet im Hauptberuf in einem Museum, schreibt Romane (ich auch), [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-roxane-bicker-chefredaktion-von-lex-arcana/">10 Fragen an Roxane Bicker, Chefredaktion von Lex Arcana</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Roxane Bicker ist die Chefredaktorin von Lex Arcana für den Uhrwerk Verlag, der unter anderem Rollenspiele wie Splittermond, Coriolis, Myranor, einiges aus dem Katalog von Free League und «So nicht, Schurke!» verlegt.</h4>



<p>Roxane hat im Sommer 2024 beim Uhrwerk Verlag das System Lex Arcana übernommen, arbeitet im Hauptberuf in einem Museum, schreibt Romane (<a href="https://penandpaper.blog/mein-roman-ausgeartet-erscheint/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ich auch</a>), bringt Anthologien heraus und betreibt einen recht <a href="https://open.spotify.com/show/07quoc6h80zT4yEpCLf69Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">erfolgreichen Geschichts-Podcast</a>.</p>



<p><em>Liebe Roxane</em></p>



<p><em>Schön, dass du bei diesem Interview dabei bist.</em></p>



<p><em>Ich gebe es zu, ich habe keine Ahnung von Lex Arcana, aber genau das wollen wir ändern. Darum erstmal zum Einstieg, sozusagen Frage null:</em></p>



<h5 class="wp-block-heading">Was ist Lex Arcana für ein Rollenspiel?</h5>



<p><a href="https://uhrwerk-verlag.de/lex-arcana/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lex Arcana</a> spielt im Jahr 1229 ab urbe condita (476 unserer Zeit) in einem antiken Rom, das nie untergegangen ist, sondern dank Magie in seiner maximalen Ausdehnung weiter existiert. Die Spielgruppe verkörpert eine Spezialeinheit der Legion (Custodes der Cohors Arcana), die sich um mysteriöse Vorfälle im gesamten Imperium kümmert – kurzgefasst: Akte X im alten Rom!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was fasziniert dich persönlich am Setting des alten Roms?</h5>



<p>Ich liebe Geschichte und insbesondere das römische Reich – ich hatte in der Schule 7 Jahre lang Latein und bin dank meiner sehr guten Lehrkräfte damals begeistert und nicht abgeschreckt worden. Diese Begeisterung hat sich bis heute gehalten und jetzt in einem Rollenspiel in diese Zeit einzutauchen, ist großartig. Hinzu kommt, dass ich auch alternative Zeitlinien – was wäre, wenn …? – sehr mag und wenn es in unserer Welt eben doch Magie und Fabelwesen gibt. Lex Arcana hat all das und ist dazu noch fachlich hervorragend ausgearbeitet.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Hast du eine Vorbildung dazu, z. B. Geschichte oder Archäologie studiert?</h5>



<p>In der Tat habe ich Ägyptologie studiert und leite heute die Kulturvermittlung im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München. Der Umgang mit Geschichte und deren Vermittlung ist mein täglich Brot! Zusätzlich habe ich zusammen mit einer Kollegin noch ein Podcast-Projekt «Mummies &amp; Magic», wo wir uns mit der Repräsentation des alten Ägypten in der modernen Popkultur auseinandersetzen. Mit Lex Arcana erweitere ich mein Portfolio jetzt sozusagen auf das antike Rom und kehre zu meinen schulischen Wurzeln zurück.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was sind deine Aufgaben als Chefredaktion?</h5>



<p>Ich habe im Sommer 2024 auf freiberuflicher Basis die Chefredaktion von Lex Arcana beim Uhrwerk-Verlag übernommen. Das System kommt ja ursprünglich aus Italien, seit 2021 erscheint es in deutscher Übersetzung beim Uhrwerk Verlag. Ich koordiniere die Übersetzungs-Aufträge, lektoriere im Anschluss die Texte, vergebe das Korrektorat und überprüfe zum Ende die finalen Druckfahnen. Weiterhin betreue ich aktuell das Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung der weiteren Bände.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Wie schwierig ist es ein Rollenspiel in der Grössenordnung von Lex Arcana zu vermarkten?</h5>



<p>Lex Arcana ist ein recht nischiges Produkt – eben kein klassisches Fantasy-Setting. Die Herausforderung ist es nun, an die entsprechende Community heranzukommen und auch, im vielfältigen Markt der Rollenspielprodukte eine Sichtbarkeit zu bekommen.</p>



<p>Die deutsche Lex Arcana-Reihe lag in den letzten zwei bis drei Jahren etwas brach, zu meinen Aufgaben gehört es nun also auch, das System wiederzubeleben und eine neue Kontinuität aufzubauen. Auch aus dem Grund haben wir uns entschieden, die anstehenden Bücher per Crowdfunding zu finanzieren und sie nicht «einfach so» erscheinen zu lassen, denn ein Crowdfunding bietet zusätzliche Aufmerksamkeit.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Aktuell läuft das Crowdfunding der beiden Quellenbücher «Encyclopaedia Arcana» und «Aegyptus», einem Regionalband. Wie läufts?</h5>



<p><a href="https://www.gameontabletop.com/cf5331/lex-arcana-encyclopaedia-und-aegyptus.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Crowdfunding</a> ist am 7. Juli gestartet, zwei Tage später war es finanziert – was uns unglaublich gefreut hat! Dank an dieser Stelle an alle, die bereits mitgemacht haben.</p>



<p>Aber: damit ist ja nur ein Sockelbetrag erreicht, eine Minimalfinanzierung. Wir hoffen nun, dass in den kommenden Wochen auch noch einige Stretchgoals geknackt werden. Das Crowdfunding läuft noch bis zum 8. August.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was erwartet die Community mit diesen beiden Bänden?</h5>



<p>Die «Encyclopaedia Arcana» bietet einen Überblick über die gesamte Welt des alten Rom: von Reiserouten über das Alltagsleben, von Politik bis hin zur Götterwelt, und natürlich darf ein geschichtlicher Abriss nicht fehlen. Ergänzt wird das ganze durch Zufallstabellen und Abenteuerideen.</p>



<p>«Aegyptus – Sand aus Zeit und Gold» ist der erste Regionalband von Lex Arcana – und der Band, der mich überhaupt erst zum System und auch zum Uhrwerk Verlag gebracht hat. Der Band schildert die römische Provinz Aegyptus, gibt ebenfalls einen Überblick über Geschichte und Geographie und über die Besonderheiten des Landes: Pyramiden, Mumien und Magie! Für alle, die «Assassin’s Creed – Origins» gespielt haben – dies ist eine ziemlich gute Rollenspielumsetzung.<br>Im Aegyptus-Band gibt es auch noch zwei Abenteuer in der Region und eine kleine Kampagne, die quer durch Ägypten führt und ganz tief in die Mythologie eintaucht. Was mich an dem Band besonders begeistert hat, sind die ganzen popkulturellen Querverweise von Indiana Jones bis H.P. Lovecraft!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Das Setting an sich hat mich nicht sogleich angesprochen, doch dieser Satz hat mich sofort abgeholt: «Als Spielende übernehmt ihr die Rolle der Custodes (Wächter, Anm. d. R.) der Cohors Auxiliaria Arcana, deren Aufträge sie bis in die entlegensten und gefährlichsten Gegenden des riesigen Römischen Imperiums und darüber hinausführen.» Kannst du mir ein Beispiel eines Lex-Arcana-Abenteuers geben?</h5>



<p>Das Römische Reich ist riesig und dementsprechend vielfältig sind auch die bisherigen Abenteuer. Wer in das System unverbindlich hineinschnuppern will, kann sich kostenlos den Schnellstarter herunterladen (<a href="https://uhrwerk-verlag.de/wp-content/uploads/2021/12/LexArcana_Schnellstarter_Dez._2021_klein.pdf">https://uhrwerk-verlag.de/wp-content/uploads/2021/12/LexArcana_Schnellstarter_Dez._2021_klein.pdf</a>) – das dortige Abenteuer «Der Wille der Götter» führt nach Gallien und deckt ein Geheimnis der Vergangenheit auf (wer Asterix gelesen hat, wird sich an den Satz erinnern: «Alesia? Es gibt kein Alesia!»).</p>



<p>Ein Abenteuer, dass ich unglaublich spannend finde, ist «Von Vesper bis Aurora» und spielt im heutigen Spanien. Auch hier haben wir wieder die popkulturelle Anspielung im Titel und ihr werdet euch denken können, worauf die Custodes stoßen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Das System von Lex Arcana hat eine Besonderheit bei der Wahl der Würfel. Das klingt spannend. Kannst du das ein bisschen ausführen?</h5>



<p>Lex Arcana arbeitet mit einem speziellen Würfel-Pool-System. Eigenschaften und Sonderfertigkeiten ergeben einen Wert, aus dem ich meinen Würfel-Pool zusammenstellen kann, um einen bestimmten Schwierigkeitsgrad zu übertreffen. Den Würfel-Pool kann ich mir aus bis zu drei Würfeln zusammenstellen.</p>



<p>Habe ich einen Eigenschaftswert von 12, so kann das 1W12, 2W6, 1W4+1W8 oder auch 3W4 sein! Man muss bei der Auswahl der Würfel ein wenig mit Wahrscheinlichkeiten rechnen – will ich ein sicheres durchschnittliches Ergebnis, nehme ich vielleicht mehrere Würfel. Gehe ich eher auf Risiko, nehme ich weniger Würfel, denn: wenn ich mit allen Würfeln meines Pools das höchstmögliche Ergebnis erziele, dann ist das ein Schicksalswurf und ich darf erneut würfeln. Das Ergebnis des zweiten Wurfes wird zum ersten dazugerechnet!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Dann die kindischste, aber brennendste Frage bei einem Rollenspiel im antiken Rom: Gibt es auch Gladiatoren?</h5>



<p>Natürlich gibt es auch Gladiatoren (darüber mehr zu erfahren in der «Encyclopaedia»!). Man könnte sogar einen (Ex-)Gladiator spielen, denn die Custodes entstammen allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen. Sie sind die Besten der Besten, eine Elitetruppe der Praetorianer-Garde und auserwählt, sich den mystischen Bedrohungen des Reiches entgegenzustellen. Als Kämpfer würde ein solcher Gladiator sicher genug Vorerfahrung mitbringen!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Was können Fans von Lex Arcana in Zukunft von diesem Rollenspiel (System, Setting) erwarten?</h5>



<p>Mein Ziel ist es, die Produkte des aktuellen Crowdfundings – Encyclopaedia, Aegyptus und die zweite, überarbeitete, Auflage des Grundregelwerkes bis Ende des Jahres fertig zu haben. Die Encyclopaedia ist auch bereits (fast) druckfertig, Aegyptus ist zu 75 % übersetzt.</p>



<p>Für 2026 stehen zwei weitere Regionalbände an: Dacia &amp; Thracia (aktuell bereits in Übersetzung) und Italia, vielleicht auch noch ein weiterer Abenteuerband. Für 2027 steht Britannia an.</p>



<p>Wir warten derzeit noch auf die neuen Bände der Italiener – dort sind gerade in Produktion der Regionalband «Rom», der Abenteuerband «Atlantis» und mit dem Band «The Fall» startet wohl ein großer Metaplot. Diese Bände stehen dann in deutscher Übersetzung für 2027/2028 an. Es bleibt spannend!</p>



<h5 class="wp-block-heading">Roxane, Ich danke dir für dieses Interview!</h5>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-roxane-bicker-chefredaktion-von-lex-arcana/">10 Fragen an Roxane Bicker, Chefredaktion von Lex Arcana</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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		<title>10 Fragen an Stefan Franck, den neuen Cthulhu-Chefredaktor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 14:49:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[10 Fragen an ...]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[10 Fragen an]]></category>
		<category><![CDATA[Call of Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Franck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stefan Franck ist neuer Chefredaktor, beerbt damit Heiko Gill und ist schon seit 20 Jahren aktiv bei Cthulhu und seit 10 Jahren in der Redaktion. Stefan ist im Hauptberuf seriöser IT-ler, in seiner Freizeit aber hingebungsvoller Fantast: Er spielt seit über 30 Jahren Rollenspiele, schreibt seit über 40 Jahren Geschichten und Romane (sein Erstlingswerk ANK [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Stefan Franck ist neuer Chefredaktor, beerbt damit <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-heiko-gill/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heiko Gill</a> und ist schon seit 20 Jahren aktiv bei Cthulhu und seit 10 Jahren in der Redaktion.</h4>



<p>Stefan ist im Hauptberuf seriöser IT-ler, <a href="https://www.stefanfranck.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in seiner Freizeit aber hingebungsvoller Fantast</a>: Er spielt seit über 30 Jahren Rollenspiele, schreibt seit über 40 Jahren Geschichten und Romane (sein Erstlingswerk ANK wurde im Apex-Verlag veröffentlicht) und betreibt nebenbei eine Kampfkunst-Schule. Das alles mit Sohn, Freundin und Bonus-Kindern im beschaulichen Münchner Süden.</p>



<p><em>Lieber Stefan,</em></p>



<p><em>danke, dass du dir für dieses Interview Zeit nimmst, du bist ja ein beschäftigter Mann! Zum Einstieg, sozusagen noch als Frage 0:</em></p>



<p><strong>Besteht die Absicht «<a href="https://es.edge-studio.net/games/cthulhu-la-broma-macabra/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">La Broma Macabra</a>» von Alex de la Iglesia auf Deutsch zu bringen? In Englisch will man das anscheinend, schaffte es aber bisher nicht, und in Polnisch soll es auch erscheinen, oder es ist bereits erschienen.</strong></p>



<p>Ich habe mich gerade bezüglich einer schwedischen Produktion schlau gemacht: Wir haben die Möglichkeit, auch Werke aus anderen Ländern bzw. Sprachen zu veröffentlichen. Allerdings soll das dann in Form eines Tausches geschehen: Wir dürfen «La Broma Macabra» herausbringen, dafür erhält Edge-Studio die Lizenz für einen unserer Bände (sonst müssten wir zweifach Lizenz zahlen – an Edge und an Chaosium. Das wäre nicht machbar). Wenn das für sie okay ist, brauchen wir nur noch einen Übersetzer und können loslegen. «La Broma Macabra» werde ich mir ansehen, kann aber nichts versprechen.</p>



<p><strong>Warum wird man Cthulhu-Chefredaktor?</strong></p>



<p>Aus Liebe. Anders kann ich es nicht sagen, denn objektiv betrachtet ist es viel Arbeit und Verantwortung für vergleichsweise wenig Geld. Doch was liebe ich daran? Einerseits natürlich das Universum des Mythos, dann das sehr schlanke System. Doch noch wichtiger: In den Jahren bei Pegasus habe ich viele Freunde gefunden, mit denen ich teils regelmässig spiele. Cthulhu ist für mich ein Gesamtpaket, das mir grosse Freude bereitet.</p>



<p><strong>Ist das ein Vollzeitjob?</strong></p>



<p>Nein. Aber es ist auch keine Kleinigkeit. Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, meinen Hauptberuf auf 80 % zu reduzieren. Mit der Stelle des Chefredakteurs habe ich das dann gemacht und nutze diese gewonnene Zeit zu einem guten Teil für Cthulhu. Finanziell rentiert sich das leider nicht …</p>



<p><strong>Wann kommt eine Neuauflage von «Berge des Wahnsinns»?</strong><br><strong>Ich nehme dann gerne ein Exemplar</strong>.</p>



<p>Wenn die Sterne günstig stehen … Das ist keine befriedigende Antwort, ich weiss. Dazu etwas Hintergrund: Unsere Planung und Produktion dauern bis zu drei Jahre von der ersten Idee bis zum fertigen Buch im Regal. In dieser Zeit kann viel schief gehen und am Ende brennt die Druckerei ab (leider ein Beispiel aus der Realität – es wurde zum Glück niemand verletzt). Daher sind wir sehr vorsichtig, Veröffentlichungen zu kommunizieren, weil wir niemanden enttäuschen wollen, falls doch etwas dazwischenkommt.</p>



<p><strong>Wird es je weitere, neue monumentale Kampagnen für Cthulhu auf Deutsch geben? Ich meine abseits der altbekannten wie <a href="https://penandpaper.blog/masken-des-nyarlathotep-new-york/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MoN</a>, Berge des Wahnsinns und Orient-Express.</strong></p>



<p>Dafür hier gleich das Kontrastprogramm: Ja! Bereit für den Druck ist eine recht monumentale Kampagne, bei der die Investigatoren gen Westen reisen werden. Wer diese Anspielung versteht, wird wissen, worum es geht und erhält einen freien Steigerungsversuch auf Kultur. Diese Kampagne erscheint als einzelner Band im Schuber, umfasst stolze 400 Seiten bei kleiner Schrift (<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-masken-des-nyarlathotep-peru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Masken</a> sind z. B. bei etwa 650) und bietet 10 Kapitel Mythos-Spass und vor allem sehr offenes Spiel. Sie wird nach aktuellem Stand noch dieses Jahr erscheinen.</p>



<p><strong>Ich habe eine tolle Abenteueridee. Kann ich die euch schicken und ihr prüft die dann?</strong></p>



<p>Sehr gerne, her damit! Wir suchen immer Leute, die gut schreiben, übersetzen (vom Spanischen ins Deutsche vielleicht?), lektorieren, korrigieren, bebildern … Wer mitmachen will, bitte einfach melden. Man muss sich nur bewusst sein: bis zur Veröffentlichung vergehen Jahre und reich wird man damit nicht …</p>



<p><strong>Hast du ein Cthulhu-Lieblingsabenteuer?</strong></p>



<p>Einige, darunter auch eines von Frank Heller und mir, das ich wegen Eigenlob-Gefahr nicht nenne (was ich hiermit schon gemacht habe – das Paradox ist kostenlos). <a href="https://penandpaper.blog/chtulhu-der-saenger-von-dhol/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Sänger von Dhol</a> ist natürlich ein Klassiker mit vorgefertigten Investigatoren. Sehr gut funktioniert hat bei mir am Tisch «<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-gestohlene-leben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gestohlene Leben</a>». Das Szenario ist vielleicht etwas railroadig, hat aber unheimlich gute Szenen. Das ist, glaube ich, eine meiner Stärken, wenn ich leite: Schauermomente inszenieren. Szenarien, die diese anbieten, nehme ich immer gerne.</p>



<p><strong>Was bleibt gleich, was wird sich ändern mit dir als Chefredakteur?</strong></p>



<p>Ich glaube fest an das Schwungrad: Wenn man etwas wie Cthulhu übernimmt, kann man die Richtung radikal ändern – dann verliert das Rad seinen Schwung, es knirscht und muss mühsam wieder in Gang gesetzt werden. Das überlasse ich Leuten mit grösserem Ego und bin eher derjenige, der in die gleiche Richtung weiterdreht und dann langsam neu ausrichtet. Ideen gibt es und werden angestossen, aber sie werden evolutionär wachsen.</p>



<p><strong>Darf ich mir etwas wünschen? Ein Cthulhu-Band ohne Mythos-Bezug, nur Action- und Detektiv-Abenteuer. Was hältst du davon?</strong></p>



<p>Wünschen darf man natürlich immer! Aber das wäre dann kein Cthulhu mehr, oder? So ganz ohne Tentakel unter den Laken. Es gibt einige Systeme, die auch sehr ähnlich sind und genau das bieten. Es wird auch immer Szenarien mit mehr oder weniger Mythos-Anteilen geben, manche kann man auch flexibel ausrichten (in der oben genannten Kampagne gibt es auch die Option, ganz ohne Mythos-Bezug zu spielen). Aber Cthulhu dreht sich um übernatürlichen Horror mit Bezug auf den Mythos.</p>



<p><strong>Wie hart ist das Rollenspielverlagsgeschäft geworden?</strong></p>



<p>Wir bewegen uns in einer Nische. Das bedeutet, dass die Auflagen tendenziell klein sind und entsprechend keine riesigen Gewinne eingestrichen werden und der Handlungsspielraum eng ist. Das ist aber keine Veränderung, es ist nicht «hart geworden». Klar, es gibt technologische Änderungen, man kann leichter professionelle Produkte erstellen, man kann dank Kickstarter Projekte anders finanzieren. Der Markt ändert sich, aber wird er hart? Die Leute im Rollenspielgeschäft sind überwiegend nett und offen für Zusammenarbeit, daher habe ich nicht das Gefühl. Wer einen Rollenspielverlag betreibt, macht das eben aus Liebe, der Kreis des Interviews schliesst sich somit hier.</p>



<p><strong>Auf was freust du dich am meisten, wenn du an deine zukünftigen Tätigkeiten denkst?</strong></p>



<p>Mehr Austausch mit dem Team, neue Ideen voranbringen, viele herausragende Cthulhu-Bände mitbetreuen, die Team-Party bei Pegasus und weitere so angenehme Interviews wie dieses hier.</p>



<p><em>Lieben Dank für das Interview, Stefan!</em></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-stefan-franck-den-neuen-cthulhu-chefredaktor/">10 Fragen an Stefan Franck, den neuen Cthulhu-Chefredaktor</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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		<title>10 Fragen an Moritz Mehlem</title>
		<link>https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 16:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[10 Fragen an ...]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[10 Fragen an]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Falls es in der Rollenspielszene so etwas wie bekannte Menschen gibt, ist Moritz Mehlem einer davon. Er steht für OSR. Was genau das ist und warum das rockt, erklärt uns «OSR-Papst» Moritz Mehlem selbst. Lieber Moritz, danke, dass du bei diesem Interview mitmachst. Ich spiele selbst gerne im OSR-Stil, weil ich regelleichte Systeme mag und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/">10 Fragen an Moritz Mehlem</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Falls es in der Rollenspielszene so etwas wie bekannte Menschen gibt, ist <a href="http://seifenkiste.rsp-blogs.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moritz Mehlem</a> einer davon. Er steht für OSR. Was genau das ist und warum das rockt, erklärt uns «OSR-Papst» Moritz Mehlem selbst.</h3>



<p><em>Lieber Moritz,</em></p>



<p><em>danke, dass du bei diesem Interview mitmachst.</em></p>



<p><em>Ich spiele selbst gerne im OSR-Stil, weil ich regelleichte Systeme mag und finde, dass die Spielleitung das Spiel leiten und nicht nur als Bespasser für die Spielenden walten soll. Balancing finde ich auch überbewertet&#8230; OSR-Abenteuer sind mir Blümchen aber oft zu heftig und Dungeons und Räume, die ich alle erst mit dem Stab nach Fallen abklopfen muss, machen mir nicht besonders viel Spass. Darum 10 Fragen zu OSR. Und wer könnte die besser beantworten als du? Eben.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Erstmal vorab, also eigentlich Frage 0: Heisst OSR eigentlich Old School Renaissance, Old School Revival oder Old School Rollenspiel?</h3>



<p>Für mich ist es Old School Renaissance. Aber das war halt so zu Beginn der Bewegung um 2006 herum. Da habe ich es mir so angewöhnt. Aber nenn es wie du möchtest. Es ist ohnehin a) nur ein Begriff und b) ein unglaublich schwer zu greifender Begriff.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abgesehen davon, dass du schon das erste Zeitalter des Rollenspiels erlebt hast: Warum lieber Old School als New School?</h3>



<p>Das kann ich so gar nicht beantworten. Natürlich bin ich irgendwann in der Garage von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Gygax" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gary Gygax</a> aufgetaucht und habe mit ihm Würfel geschnitzt und Boxen mit Laminatoptik beklebt, aber das prädestiniert mich zu keiner allgemeinen Antwort.</p>



<p>Ich weiß nicht was «Old» und «New» School ist und spiele erst einmal alles, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist. Das ist wie mit Nudeln an die Wand werfen, um zu testen, ob sie schon durch sind – einige bleiben kleben, andere rutschen runter auf die Arbeitsplatte.</p>



<p>Und old-schooliges D&amp;D-Spiel gefällt mir einfach immer noch. Es ist einfach, spielt sich schnell, ich kenne die Regeln auswendig – aber das heißt nicht, dass ich nicht auch zahlreiche moderne Systeme mag und spiele, egal ob Dinge wie Kagematsu, Geh nicht in den Winterwald, einige pbtA-Ableger…</p>



<p>Nach den 90ern wo Systeme immer feingranularer werden mussten und Sachen wie <a href="http://www.sjgames.com/gurps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GURPS</a>, Ruf des Warlock oder auch DSA jenseits von DSA 3 stehe ich aktuell auf Systeme mit weniger Regeln und genauerem Fokus und die finden sich sowohl in der OSR-Ecke als auch im Indie-Bereich. Und selbst D&amp;D 5, das ja spätestens seit der Corona-Zeit die Szene überrollt, spielt sich ja recht flott.</p>



<p>Also ist die Antwort in Kurzfassung: Ist gar nicht zwingend so.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bitte klär mich auf: Meint OSR eigentlich die alten Spiele, Systeme und Abenteuer oder neue, die so tun wie die alten?</h3>



<p>Das ist einfach erklärt. «OSR» ist ja nur ein spezifisches Feld sämtlicher old-schooliger Spielstile. OSR bezieht sich im engsten Sinne auf Systeme, Settings und Abenteuer, die auf irgendwelchen D&amp;D- oder AD&amp;D-Versionen vor D&amp;D 3 (also dem Jahr 2000) basieren. Die OSR begann 2006 mit den Systemen OSRIC (AD&amp;D 1), Labyrinth Lord (D&amp;D Classic mit einer Prise AD&amp;D 1) und Swords&amp;Wizardry (Original D&amp;D) und sollte ursprünglich nur die alten Systeme emulieren und es sowohl ermöglichen die alten Abenteuer bespielen zu können, aber auch neue Abenteuer erstellen und vertreiben zu können.</p>



<p>In den letzten Jahren wurde das aufgeweicht und die Bewegung veränderte sich – <a href="https://www.system-matters.de/spiele/beyond-the-wall/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beyond the Wall</a> oder <a href="https://www.system-matters.de/spiele/dungeon-crawl-classics/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeon Crawl Classics</a> kombinierten alte Mechaniken mit modernen und gaben ein Spielgefühl, das irgendwie retroig war, aber dennoch etwas mehr «Pfiff» hatte.</p>



<p>Heutzutage verlieren auch internationale Szenegrößen den Überblick, da Krethi und Plethi ihre eigenen Hacks basteln, diese Hacks wieder hacken und dann davon einen Hack erstellen. Das liest sich gerade vielleicht etwas despektierlich, aber ich habe eine riesige Hochachtung vor der Kreativität, die in dieser Bewegung steckt. Es ist einzig und allein so, dass es schwer ist, den Überblick zu bewahren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mal ehrlich: Ist OSR-Rollenspiel nicht etwas grauslich, bei all den schönen Storys und farbigen Illustrationen, die es heutzutage gäbe? Ganz abgesehen von heutigen Regelwerken, die einem (im Gegensatz zu OSR) bei jeder Detailentscheidung helfen?</h3>



<p>Das sind ja gleich zwei Fragen zum Preis von einer. Also gerade zu Beginn der 2000er Jahre im d20-Boom kam echt viel unfassbar hässlicher Kram raus, aber ich denke, dass die aktuellen OSR-Produkte teilweise wirklich atemberaubend aussehen und sich nicht hinter dem Mainstream verstecken müssen. Alleine DCC oder Mörk Borg müssen nicht zwingen allen gefallen, aber sie gehen eigene Wege, fallen im Regal auf.</p>



<p>Und gerade nicht für jeden Kokolores eine Regel zu haben, beschleunigt ja das Spiel ungemein. Das ist es, was ich daran mag.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://designobserver.com/feature/the-art-of-punk-and-the-punk-aesthetic/36708" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OSR propagiert DIY, ist hart und direkt und Schwarz auf Weiss. Ist OSR der Punkrock des Rollenspiels</a>?</h3>



<p>Puh. Wieder so ein Label mit dem ich mich schwer tue. Im Prinzip ist ja gerade alles außer D&amp;D 5 «Punkrock des Rollenspiels» und ich glaube den Begriff kann sich keine kleine Sparte ans Revers heften. Es gibt ein paar OSR-Sachen, die andere Wege gehen, es gibt einige Indie-Sachen, die andere Wege gehen und laut und schrill sind und nur auf drei Akkorden basieren.</p>



<p>Vor allem ist ja schon «OSR» so unglaublich weit gefasst, da ist zwischen Pink Floyd (Swords &amp; Wizardry Complete), Marillion (Old School Essentials), Motörhead (DCC) und den Ramones (White Hack) wirklich alles dabei.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber ist ein Dungeon nach dem anderen zu <a href="https://penandpaper.blog/pluendern-looten-schaetze-stehlen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">looten</a> nach Jahrzehnten des Rollenspiels nicht irgendwann langweilig? Du hast doch bestimmt alles schon zigmal gesehen?</h3>



<p>Schwer zu beantwortende provokante Frage. Ich habe schon viel gesehen. Ganz sicher. Aber zum einen spiele ich ja auch andere Systeme, Welten, Abenteuerarten und zum anderen kommt es ja auf die Zusammensetzung, auf die Kombination an. Und das Spiel «Ich und mein Charakter gemeinsam mit der Gruppe gegen die Welt, die uns nichts schenkt» macht auch in der tausendsten Ausführung noch Spaß. Zu versuchen, die Hintergrundwelt, die durch sie Spielleitung möglichst neutral präsentiert wird, auszutricksen, ist immer wieder eine schöne Herausforderung.</p>



<p>Alleine was du alles mit der klassischen 10-Fuß-Stange, einem Wasserschlauch und einem Beutel voller Murmeln anstellen kannst ist fast schon macgyveresk.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In meiner <a href="https://penandpaper.blog/rezension-baphomets-sohn/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rezension von Baphomet’s Sohn</a> nannte ich dich den OSR-Papst. Ein englischsprachiger Ranter auf Reddit meinte dazu: «Wer soll dieser Mehlem denn überhaupt sein? Papst?! Den kenn ich doch gar nicht!» Deine Reaktion?</h3>



<p>Naja, scheint einem anderen Glauben anzugehören. So sind sie, die DSAler. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Da will ich ihn nicht direkt von oben mit einem Blitz abschießen lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum gehts heutzutage im Rollenspiel immer öfter um Player Empowerment? Eigentlich braucht es doch im Rollenspiel jemanden, der den Ton angibt und das Ding durchzieht, nicht?</h3>



<p>Das ist doch eine Falle, die ich 10 Kilometer gegen den Wind rieche. Haha! Der alte, weiße, geistig unbewegliche Mann hat einen Gott-Komplex und will die Spieler*innen nur immer quälen und unterdrücken.</p>



<p>Nee, nee, nee. Den Stolperdraht habe ich mit meiner 10-Fuß-Stange vermieden.</p>



<p>Aber wenn ich old-schoolig spielen möchte, dann will ich als Spielleitung neutral und ohne eigene Agenda die Welt darstellen und meine Spieler*innen durch ihre Charaktere vor Herausforderungen stellen. Da ist es dann so, dass der Raum genau beschrieben wird, damit die Gruppe schauen kann, wie sie die Umgebung für sich nutzt. In diesem Falle fände ich es unpassend durch eine PE-Maßnahme plötzlich einen Kronleuchter aus dem Nichts erscheinen zu lassen, an denen sich irgendwer entlangschwingt.</p>



<p>Spiele ich aber ein Spiel, das auf Action, auf coole Aktionen, auf abgefahrene Situationen abzielt, wie beispielsweise Troubleshooters, das mir gerade als Beispiel durch den Kopf schießt, dann macht es Spaß, die Spieler*innen eine gewisse Macht über die Umgebung oder gar die Welt zu geben. Da passt das super.</p>



<p>Insgesamt möchte ich die Bestrebungen Spieler*innen mehr Macht zu geben, absolut nicht missen, das ist ein wichtiges Element im Rollenspiel der letzten 10-15 Jahre.</p>



<h3 class="wp-block-heading">In YouTube-Interviews hältst du ständig Bücher in die Kamera&#8230; Wie viel bedeutet dir deine Rollenspielsammlung?</h3>



<p>Tatsächlich weniger als man vielleicht denken sollte. Es gibt einige Sachen, an denen ich schon hänge, aber ich bin gerade dabei die Rollenspiele und Brettspiele in meinen Regalen Stück für Stück etwas auszudünnen. Ich kann mich da aktuell sehr gut trennen, aber meine von Larry Elmore signierten Mentzer-D&amp;D-Boxen werde ich wohl nie aus der Hand geben.</p>



<p>Okay – ich habe vermutlich auch so noch immer genügend Kram im Rollenspielkeller stehen, aber insgesamt ist es echt nicht so, dass ich da große Trennungsängste habe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Findest du Entwicklungen wie <a href="https://www.dndbeyond.com/one-dnd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">One D&amp;D</a> prima oder eher weniger? Warum?</h3>



<p>Äh. Keine Ahnung. Ich verfolge das nur am Rande. Ich mag ja alle Fassungen von D&amp;D auf ihre Art (JA, auch D&amp;D 4) und werde es mir ansehen, wenn es erschienen ist, ich gehe auch gerne mit, dass das Hobby immer weiter online statt am Spieltisch stattfindet – aber ich habe gut reden. Ich habe nen ganzen Keller voll mit Büchern und Dingen, die mich bis ans Ende meiner Tage beschäftigen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was wolltest du der Rollenspiel-Community schon lange einmal sagen, was du bisher nicht gesagt hast?</h3>



<p>Ach, ich glaube ich habe der Rollenspiel-Community schon genug gesagt. Vielleicht könnte ich sie bitten, beim Gratisrollenspieltag 2023 sowohl online als auch in den Läden ordentlich Betrieb zu machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Falls dir zu Frage 10 nichts in den Sinn kommt (oder auch so) darfst du gerne noch folgende Zusatzfrage beantworten: Spielt Moritz Mehlem auch mal Spiele wie Tails of Equestria oder <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop-die-vier-jahreszeiten-der-verrueckten-wissenschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a> oder würde das an deiner Street-Credibility kratzen?</h3>



<p>Ich habe eine Street Credibility? Geil! Und wie gesagt. Ich spiele alles. Ich würde zumindest alles ausprobieren. Wenn es Spaß macht – gut. Wenn nicht – auch gut. Und gerade Tails of Equestria ist wirklich ein liebevoll designtes und gestaltetes System und der Deutschland-Band von Tales from the Loop ist ganz großartig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Danke tausend, Moritz Mehlem!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/">10 Fragen an Moritz Mehlem</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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