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	<title>Tales from the Loop Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Tales from the Loop Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>The Electric State (Netflix)</title>
		<link>https://penandpaper.blog/the-electric-state-netflix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 10:57:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nerd stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Free League]]></category>
		<category><![CDATA[Fria Ligan]]></category>
		<category><![CDATA[Tales from the Loop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Rezension von The Electric State bezieht sich auf den Film auf Netflix und nicht auf das Rollenspiel des schwedischen Verlags Fria Ligan. Der Film ist über eine Stunde Gold&#160;– dann weitläufig Elektroschrott. Nicht das Rollenspiel Das Rollenspiel hatte keinen Appeal für mich. Zu nahe an Tales from the Loop, das ich liebe. Die Story [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/the-electric-state-netflix/">The Electric State (Netflix)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Diese Rezension von The Electric State bezieht sich auf den Film auf Netflix und nicht auf das Rollenspiel des schwedischen Verlags Fria Ligan.</h3>



<p>Der Film ist über eine Stunde Gold&nbsp;– dann weitläufig Elektroschrott.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nicht das Rollenspiel</strong></h2>



<p><a href="https://freeleaguepublishing.com/shop/the-electric-state-rpg/core-rulebook/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Rollenspiel</a> hatte keinen Appeal für mich. Zu nahe an <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a>, das ich liebe. Die Story ist, in der Beschreibung des Rollenspiels und ohne Vorahnung, völlig schräg und unverständlich. Darum hatte ich, anders als bei fast allem, was Free League Publishing sonst macht, keine Lust auf The Electric State. Roadtrip mit Cartoon-Robotern? Nicht mit mir!<br>Simon Stalenhags Bilder sind selbstverständlich toll wie immer, wenn man seinen Stil mag.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Back to the Future</strong></h2>



<p>Aber dann habe ich den Film entdeckt. Und der Film hat einen grossartigen Start. Millie Bobby Brown, das phänomenale Schauspieltalent. Dieser 1990-Groove, ähnlich wie Stranger Things, aber halt etwas später in der Zeitrechnung. Was perfekt passt, weil Millie Bobby nun auch älter ist. Chris Pratt, der mit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yz9Ji-JHbAc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Guardians of the Galaxy</a> sowieso der Retro-Sci-Fi-Ulkmann ist und dann diese Roboter&#8230; Wie bei <a href="https://penandpaper.blog/they-grow-up-so-fast/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a>, modern, aber veraltet, poppig und liebenswert, aber gefährlich. Einfach toll!</p>



<p>Der Film fühlt sich denn auch so an, wie die 80er-Jahre-Filme, die ich über alles liebe. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ghostbusters_%E2%80%93_Die_Geisterj%C3%A4ger" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ghostbusters</a>, Honey, I shrunk the Kids, Goonies, Unendliche Geschichte und so weiter und so fort. Ein bisschen Toystory, ein bisschen Terminator, ein bisschen E.T. Bis Minute 80 des Films. Dann beginnt der sinnlose Roboter-Invasions-Marvel-Universum-Quatsch, der heutzutage jeden guten Kinofilm versaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2020er-Kino</strong></h2>



<p>Ab dann wird gekämpft und geballert, zerstört und demoliert. Bösewichte und Troopers ploppen aus dem Nichts auf. Tragische Tode, Ungerechtigkeit und viel Knall-Bumm-Bäng, so bekannt, wie eintönig, unnötig und langweilig. Belasst es doch bitte einmal nur bei einer guten Story, einer guten Umsetzung und nur ein wenig Spannung, als jedes Mal die Welt untergehen lassen zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schön und unschön</strong></h2>



<p>Schön ist der Humor, der aber sparsam eingesetzt wird. Eher überraschend kommt er zwischendurch ins Spiel. Auf totale Blödelei wird verzichtet. Und der Einsatz von Oldtimer-VW-Bussen und hammermässigen Roboterideen, z. B. der Puppentheatermann, sind einfach neu und in meinen Augen genial.</p>



<p>Unschön ist das Ende. Achtung Spoiler! Denn dann kommen die grossen Robot Wars mit Star Lord in der Hauptrolle. Völlig übertrieben, sinnlos, abtörnend. Explosionen, geworfene Autos, Kamikaze-Drohnen, das Gemetzel kann man im Schnelldurchlauf durchklicken, ohne etwas von der Handlung zu verpassen. Welche Handlung?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Up-to-date</strong></h2>



<p>Die Moral am Schluss gefällt mir wieder, ist sie doch mit der ganzen KI-Thematik, der Technologisierung, Social-Media und Smartphones aktuell wie eh und je. Und dann, ganz am Ende spielt ein Klavier sanft Wonderwall von Oasis.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Nach diesem Film glaube ich, dass The Electric State sogar die bessere Fortsetzung für das Rollenspiel sein könnte, als Things from the Flood. Stalenhags Bilder werden hier grandios zum Leben erweckt. Die Umsetzung, die Besetzung, sogar die Story fand ich erfrischend, spannend und gut gemacht. Aber die sinnlose Ausdehnung auf zwei Stunden waren in diesem Fall und einmal mehr völlig unnötig.</p>



<p>Vielleicht sollten wir nicht nur inhaltlich in die 80er und 90er Jahre zurückkehren und wieder fantasievolle Spielberg-Filme machen, sondern auch mit dem Format. In diesem Fall hätte ein klassischer 90-Minuten-Spielfilm gereicht. Mir hätten schöne Bilder, die Moral und die Geschichte gereicht. Nein, nicht nur gereicht, sondern alles besser gemacht.</p>
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		<title>They Grow Up So Fast (Tales from the Loop, Rezension)</title>
		<link>https://penandpaper.blog/they-grow-up-so-fast/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2023 13:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tales from the Loop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine weitere vierteilige Mini-Kampagne von und für Tales from the Loop. Genau die Art von Story, die ich mir für TftL wünschte. «Sie werden ja so schnell gross!». Wie nicht anders zu erwarten, ist «Tales from the Loop: They Grow Up So Fast» wunderschön anzusehen. Es ist allerdings das erste Mal, dass ich mich Tales [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/they-grow-up-so-fast/">They Grow Up So Fast (Tales from the Loop, Rezension)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine weitere vierteilige Mini-Kampagne von und für <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a>. Genau die Art von Story, die ich mir für TftL wünschte.</h3>



<p>«Sie werden ja so schnell gross!». Wie nicht anders zu erwarten, ist «<a href="https://freeleaguepublishing.com/en/store/?product_id=7954809749762" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop: They Grow Up So Fast</a>» wunderschön anzusehen.</p>



<p>Es ist allerdings das erste Mal, dass ich mich Tales from the Loop in Englisch nähere. Bisher habe ich <a href="https://ulisses-spiele.de/game-system/tales-from-the-loop-things-from-the-flood/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das wunderbare deutsche Regelwerk</a> und die darin enthaltene Minikampagne «<a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop-die-vier-jahreszeiten-der-verrueckten-wissenschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft</a>»gespielt. Teilweise mehrfach.</p>



<p>Nun ist «They Grow Up So Fast» in englischer Sprache erschienen und ich konnte es kaum erwarten, wieder in die Welt des Loops einzutauchen. Ich orientiere mich dabei stets an der schwedischen Landschaft, weil ich mit den Abenteuern und den Abenteurern nicht in der Welt herumreisen will.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verbesserung</strong></h2>



<p>Dabei sprang mir die neue englische Version des Slogans «Rollenspiel in den 80ern, die es nie gab» ins Auge, welche viel besser ist als die alte Version. Denn die 80er gab es ja bewiesenermassen. Auf Englisch hiess es zuvor «Roleplaying in the &#8217;80s that never was». Was man nun viel schöner mit «Return to the &#8217;80s as they never were» beschreibt. Also zu Deutsch «Rollenspiel in den 80ern, wie sie nie waren». Für mich als Sprachfetischisten tausend Mal schöner! Dies nur als Exkurs am Rande.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>In the Mood</strong></h2>



<p>Mein Herz hüpfte vor Freude, als ich die Ankündigung von «They Grow Up So Fast» sah und noch mehr, als die Veröffentlichungs-E-Mail von <a href="https://freeleaguepublishing.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Free League</a> vor wenigen Tagen kam. Und es kommt noch besser: They Grow Up So Fast ist eine weitere (weniger lose) zusammenhängende Vierjahreszeitenkampagne. Erneut spielen wir in Frühling, Sommer, Herbst und Winter, was dem Setting ein zusätzliches Feeling für jedes Abenteuer verleiht. Frühlingserwachen, Sommerferien, goldener Herbst und Schneeballschlacht. Was wollen Achtzigerjahrekinderherzen mehr?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>England ist neu</strong></h2>



<p>Bisher konnte man Tales from the Loop in Schweden nahe Stockholm, in Amerika nahe Boulder City, Nevada oder mit dem Deutschlandband im Taunus in eben Deutschland spielen. «They Grow Up So Fast» handelt nun in Norfolk, nahe London in England. Wobei im Buch extra zwei ganz kurze Kapitel drin sind, die dir erklären, wie du die Story nach Munsö, Schweden und Boulder City, Nevada versetzt.</p>



<p>Ausserdem sind alle Namen (zum Beispiel der NSC) nach üblicher Tales-from-the-Loop-Manier immer in anderer Farbe und schwedisch, bzw. amerikanisch angeführt. Ich bin gespannt auf die Bücher, wenn es dann zusätzlich den japanischen, australischen, afrikanischen und peruanischen Loop gibt. Dann steht hinter dem NSC-Namen Brandon (Ole) (Charles) (Akatsuki) (Harper) (Azikiwe) (Ximeno).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Um den Brei geredet</strong></h2>



<p>Bei Penandpaper-Blog gibt es üblicherweise keine oder nur ganz kleine Spoiler. Darum nur so viel: They Grow Up So Fast ist ein Camping-Szenario. Und wenn ich zwei Dinge grossartig finde, dann Rollenspiel und Camping. Nur, dass sie normalerweise nicht zusammen daherkommen.</p>



<p>Natürlich beginnt alles ganz harmlos. Dann geschieht etwas aus der Populärkultur Bekanntes, für die Kinder aber völlig Ausserirdisches und Aufregendes. Und auch der Puls der Spielenden würde sich unglaublich beschleunigen, wäre dieser Vorfall echt – selbst wenn sie schon erwachsen wären.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Frühling, Sommer, Herbst und Winter</strong></h2>



<p>Diese Mini-Kampagne ist keine Aufwärmübung, wie jene aus dem Regelwerk. Hier starten wir gleich mit Schmackes in die Investigation. Ich spüre die Spannung des Frühlingsabenteuers schon beim Lesen. Immer vorausgesetzt, man stellt sich das auch bildlich vor und begibt sich in dieses Stranger-Things-E.T.-Feeling. Hazmat-Schutzanzüge schon im ersten Abenteuer? Das mag ich. Weiter gehts!</p>



<p>Der Sommer kommt und der fiktive Charakter <a href="https://strangerthings.fandom.com/wiki/Dustin_Henderson" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dustin Henderson</a> hätte seine wahre Freude daran. (D’Artagnan) Es wird schleimig und der Sack zieht sich langsam zu.</p>



<p>Im Herbst wird das Problem langsam richtig gross und es braucht dringend eine Veränderung.</p>



<p>Im Winter angekommen, kommt es zum unausweichlichen Höhepunkt und Showdown.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Die vier Abenteuer der Minikampagne sind eine lange Geschichte. Die einzelnen Abenteuer sind ausgesuchte Szenen daraus. Die Handlung steht von Anfang an fest, was absolut nicht negativ ist. Denn eins ist und war Tales from the Loop noch nie: Wir-tun-und-lassen-was-wir-wollen-Superhelden-Sandbox-Battle. Es geht um das Gefühl, die Stimmung, das Kopfkino, die Szenen. Und um den Moment, wenn ganz gewöhnlichen Kindern allen Widrigkeiten zum Trotz schliesslich das Aussergewöhnliche gelingt. Ich kann es kaum erwarten, es zu leiten!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Epilog</strong></h2>



<p>Einen kleinen Spoiler kann ich mir allerdings nicht verkneifen&#8230; Den verstehst du aber sowieso erst, wenn du die Kampagne gespielt hast. Bei dem grossartigen und unglaublich witzigen Point-and-click-Adventure «Book of Unwritten Tales 2» gibt es das Hasenschaf, ein misslungener Verwandlungszauber des Zaubergnoms Wilbur Wetterquarz. Bei «The Grow Up So Fast» heisst es (zumindest visuell) «Hasenschaf goes Tales from the Loop».</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-rounded"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="461" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-1024x461.jpeg" alt="Bild: Free League Publishing" class="wp-image-923" title="" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-1024x461.jpeg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-300x135.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-768x345.jpeg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-1536x691.jpeg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-2048x921.jpeg 2048w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-1568x705.jpeg 1568w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/they-grow-up-so-fast-tales-from-the-loop-penandpaper-blog-1320x594.jpeg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Tales from the Loop: Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 16:18:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Mysterium]]></category>
		<category><![CDATA[Tales from the Loop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Regelbuch des Rollenspiels in den 80ern, die es nie gab, ist eine kleine Kampagne mit drin. Was sie kann und welches Abenteuer am meisten rockt, ist Inhalt dieses Textes. Tales from the Loop ist eines meiner Lieblingssysteme. Weil es so schön leicht ist. Leicht von den Regeln her, leicht vom Setting. Es hat diese [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Im Regelbuch des Rollenspiels in den 80ern, die es nie gab, ist eine kleine Kampagne mit drin. Was sie kann und welches Abenteuer am meisten rockt, ist Inhalt dieses Textes.</h3>



<p><a href="https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a> ist eines meiner Lieblingssysteme. Weil es so schön leicht ist. Leicht von den Regeln her, leicht vom Setting. Es hat diese gewisse Schrägheit, ist aber doch ziemlich harmlos. Während Stranger Things rot-schwarz und doch etwas schleimig-blutig ist, ist Tales from the Loop hellblau-orange und schwedisch leicht.</p>



<p>Es hat den Groove von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stranger_Things" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stranger Things</a> oder <a href="https://www.imdb.com/title/tt0083866/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">E.T.</a> oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jaiZ6ZQoO-Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stand by me. </a>80er, aber in Schweden, aber mit Robotern. Bei Tales from the Loop werden die Abenteuer Mysterien genannt. Sie werden in Szenen mit Hard Cuts gespielt, statt dass alles minutiös ausgespielt wird. Das gefällt mir, da ich Kino-Stilmittel im Rollenspiel ganz gerne mag. Szenische, cinematische, fotografische Mittel sind wir uns gewohnt und wenn man rigoros versucht, diese einzusetzen, dann bringt das dem Rollenspiel ganz schön viel Gefühl. Leider vergisst man das während des Spielens immer wieder mal.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Kampagne</strong></h2>



<p>Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft ist die Mini-Kampagne des Regelbuchs von TftL. Ich liebe es, wenn hinten in einem Regelwerk schon spielbares Material drin ist, dass einem gleich eine deftige Kostprobe gibt. Nach dem Kochkurs möchte man schliesslich auch probieren, was man gerade gelernt hat. Und das funktioniert bei Tales from the Loop sehr gut.</p>



<p>Serviert werden hier vier Mysterien, in der Form von Jahreszeiten, die einzelne <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/One_Shot_(Publikation)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">One-shots</a> sind, aber durch einen gewissen Plotbestandteil zusammengehalten werden. Die beiden ersten Abenteuer sind mir von der Anlage her etwas zu ähnlich, gerade das erste Abenteuer ist aber ein genialer Einstieg und das zweite schön skurril. Das dritte Mysterium ist das wohl blutigste und von der Story her ergiebigste, das vierte ist etwas wirr, aber ergiebig.</p>



<p>Nicht immer alles macht glasklar Sinn, manches ist etwas konstruiert und weithergeholt. Auch dürfen die Spielenden hier nicht allzu kritisch sein, denn wenn sie sich fragen: Warum sollte mich diese Aufgabe interessieren? Ich bin ein Kind, ich will mich nicht in Gefahr begeben, ich will einfach nur im Kinderzimmer spielen – dann ist das Abenteuer schneller beendet, als du Tales from the Loop sagen kannst. Wenn man sich aber vornimmt, alles Seltsame sofort aufzuklären, dann kommen witzige Plots zum Vorschein, die unterhaltsame Abende in einem aussergewöhnlichen Setting produzieren.</p>



<p>Ich nenne die vier Mysterien von «Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft» hier nur Mysterium 1, 2, 3 und 4. Dies, weil die Titel der Mysterien viel zu viel über den Inhalt, bzw. den Plot verraten. Die Mysterien sind alle kleine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.teilzeithelden.de/2013/06/26/sandbox-wir-spielen-wieder-im-sandkasten/" target="_blank">Sandboxen</a>, die einen Anfang und ein Ende haben, relativ linear verlaufen, aber immer offen lassen, in welcher Reihenfolge man Hinweisen nachgehen will und ob man etwas weglässt oder anderes dazu erfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mysterium 1</strong></h2>



<p>Dieses Mysterium handelt von Vögeln. Eine meiner Spielerinnen hat es geschafft, ihrem Charakter rein zufällig die Spezialfähigkeit zu geben, mit Vögeln kommunizieren zu können. Und dann konnte sie an dem Termin nicht mitspielen. Solche Once-in-a-lifetime-Chancen zu vergeben ist schon phänomenal. Das Abenteuer ist ein ideales Einstiegsabenteuer. Nicht zu abgefahren, nicht zu heftig und sehr interessant. Dieses Mysterium scheint mir sehr gelungen und ein guter Prototyp eines TftL-Adventures zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mysterium 2</strong></h2>



<p>Dieses Mysterium ist etwas kürzer, als das erste. Die Anlage der Story ist etwas schräg, aber spassig und die Tatsache, dass man dem Loop näherkommt, ist ein idealer zweiter Teil. Der Einstieg ist nicht sehr gut durchdacht und führte bei mir zu einem kleinen Exzess der vorgesehenen Ereignisse. Am Ende ging aber alles prima auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mysterium 3</strong></h2>



<p>Dieses Mysterium ist das wohl kompletteste, durchdachteste und blutigste der Kampagne. Hier kommen neben seltsamen Apparaturen auch Wesen hinzu, die die Spannung auf die Spitze treiben. Ausserdem gibt es plötzlich zusätzliche Dimensionen, die die Geschichte divers und interessant machen. Dies ist mein Favorit der vier Mysterien.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mysterium 4</strong></h2>



<p>Das ist der grosse Höhepunkt der Kampagne. Hier soll für die Spielenden die Auflösung erfolgen, was genau die drei vorangehenden Mysterien überhaupt miteinander vereint. Dazu geht das Abenteuer zu Beginn von einer Voraussetzung aus, die unter Umständen zuerst konstruiert werden muss. Dieses Mysterium ist lang und verworren, kann über drei Sessions gespielt werden und setzt ziemlich viel voraus, was die Spielenden aus den Hinweisen schliessen müssen, um voranzukommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Solide wie eine Backsteinmauer</strong></h2>



<p>Die vier Mysterien von «Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft» sind jetzt nicht die Crème de la Crème der Rollenspiel-Abenteuer – und doch sind sie unterhaltsam, verschieden und sehr solide. Sie führen die Spielenden geografisch über alle drei Mälaren-Inseln und in verschiedene Aspekte des Loops ein, ohne bereits alles zu verraten.</p>



<p>Mir persönlich hätte noch etwas mehr Historie und die militärische Seite des Top-Secret-Projekts gefallen, doch vielleicht bin ich zu sehr von Stranger Things vorbelastet. Was gut gelungen ist, sind die Alltagssorgen und einfachen Wehwehchen der Kinder abzubilden und dabei die Ereignisse eskalieren zu lassen, ohne zu sehr zu übertreiben oder brutal zu werden. Was nicht so gut gelang, ist die Motivation der Plot-Treiberin und die Hintergrundgeschichte aufzuzeigen, so dass die SpielerInnen allmählich hinter die Geschehnisse kommen. Ähnlich wie bei manchen Cthulhu-Abenteuern, muss die Spielleitung am Ende Aufklärung betreiben, was nicht immer schlecht ist. In diesem Fall hätte ich mir allerdings gewünscht, dass die Mysterien etwas zusammenhängender sind und sich langsam immer mehr selbst erklären.</p>



<p>Was mir richtig gut gefällt, ist (neben der Stimmung) der Titel der Kampagne, die Idee der Jahreszeiten, die die Umgebung auf den schwedischen Inseln ganz unterschiedlich abbilden und in verschiedene Stimmungen versetzen. Ausserdem sind (ähnlich wie bei <a href="https://cubicle7games.com/our-games/warhammer-fantasy-roleplay-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer Fantasy Role-play</a>) viele weitere Ansätze, Orte, NSC und Ideen im Buch drin, die mit ein wenig Aufwand zu weiteren Mysterien, Sandboxen und Mini-Kampagnen zusammengefügt werden können.</p>



<p>TftL-DvJdvW ist eine hübsche kleine Kampagne, mit spannenden Mysterien in einem grossartigen und schön gestalteten Regelwerk. <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop</a> ist definitiv und zu allen vier Jahreszeiten einen Ausflug aus <a href="https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Dere" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dere</a>, den <a href="https://faerun.fandom.com/de/wiki/Vergessene_Reiche" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vergessenen Reichen</a>, <a href="https://lovecraft.fandom.com/de/wiki/Arkham" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arkham</a> oder <a href="https://warhammerfantasy.fandom.com/wiki/Ubersreik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übersreik</a> wert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/tales-from-the-loop-die-vier-jahreszeiten-der-verrueckten-wissenschaft/">Tales from the Loop: Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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		<title>Tales from the Loop</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 18:57:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schöne an Tales from the Loop ist die Unschuld. Grosse Kinder in den 80ern, die kein Erwachsener versteht, die sich langweilen und mit ihrer Bande, von ihrem Geheimversteck aus, seltsamen Begebenheiten auf die Spur kommen. Das hat einen Hauch von Die drei Fragezeichen ??? oder TKKG – und darum rockt es so. Wer erinnert [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading" id="das-schone-an-tales-from-the-loop-ist-die-unschuld-grosse-kinder-in-den-80ern-die-kein-erwachsener-versteht-die-sich-langweilen-und-mit-ihrer-bande-von-ihrem-geheimversteck-aus-seltsamen-begebenheiten-auf-die-spur-kommen">Das Schöne an <a rel="noreferrer noopener" href="https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/tales-from-the-loop/" target="_blank">Tales from the Loop</a> ist die Unschuld. Grosse Kinder in den 80ern, die kein Erwachsener versteht, die sich langweilen und mit ihrer Bande, von ihrem Geheimversteck aus, seltsamen Begebenheiten auf die Spur kommen.</h3>



<p>Das hat einen Hauch von <a rel="noreferrer noopener" href="https://dreifragezeichen.de/" target="_blank">Die drei Fragezeichen ???</a> oder <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.tkkg.de/" target="_blank">TKKG</a> – und darum rockt es so. Wer erinnert sich nicht an endlose Nachmittage als Kind. Die ewigen Sommerferien, die wir auf der Wiese, der Baustelle, im Wald und im Freibad verbrachten, wo Pommes mit Ketchup, Lollipops und <a rel="noreferrer noopener" href="https://mickey.disney.com/" target="_blank">Mickey-Mouse</a>-Comics auf uns warteten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0083437/" target="_blank">Knight Rider</a> und das <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0084967/?ref_=fn_al_tt_2" target="_blank">A-Team</a> unterhielten uns damals und Kassettendecks gaben uns die Gelegenheit unseren Freunden ein persönliches Mixtape zu erstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="heilige-80er-jahre"><strong>Heilige 80er-Jahre</strong></h2>



<p>Die Zeit in der man aufgewachsen ist, birgt liebe Erinnerungen. So sind bei mir die späten 80er ein Teil davon. Schulterpolster, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=prYod6Z97QU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hall schwangere Phil-Collins-Drums</a>, schreckliche <a href="https://www.allure.com/gallery/80s-hairstyles-trends" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haarspray-Frisuren</a>, aber auch Ikonen wie <a href="https://www.madonna.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Madonna</a> und <a href="https://www.michaeljackson.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michael Jackson</a>.</p>



<p>Filme wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0089218/" target="_blank">The Goonies</a>, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0092005/?ref_=fn_al_tt_1" target="_blank">Stand by me</a>, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0083866/?ref_=fn_al_tt_1" target="_blank">E.T.</a> oder <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0088847/?ref_=fn_al_tt_1" target="_blank">Breakfast Club</a> sind noch heute Klassiker und auch wenn diese Filme heutzutage etwas schrullig wirken mögen, tragen sie ein einzigartiges Gefühl mit sich. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0088323/?ref_=fn_al_tt_1" target="_blank">Die unendliche Geschichte</a>, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0087363/?ref_=fn_al_tt_1" target="_blank">Gremlins</a> oder <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.imdb.com/title/tt0087332/?ref_=fn_al_tt_3" target="_blank">Ghostbusters</a> ziehen mich nach wie vor in ihren Bann. Sie sind das Gefühl, welches Tales from the Loop zu Grunde liegt. Zumindest die Zeit, wenn auch nicht der Ort. Denn Tales from the Loop spielt original in Schweden. Wohl auch, weil es von einem schwedischen Verlag namens <a rel="noreferrer noopener" href="https://freeleaguepublishing.com/en/" target="_blank">Fria Ligan</a>, in Englisch Free League, erfunden und herausgegeben wird. Aber vor allem, weil die wunderbaren Bilder, mit einer Mischung aus Familienfotos von Schweden in den 80ern und einem gewissen Star-Wars-Science-Fiction-Charme, von einem schwedischen Künstler namens <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.simonstalenhag.se/" target="_blank">Simon Stalenhag</a> sind.</p>



<p>Am Anfang gab es Bilder, dann Bücher, dann das Rollenspiel und nun sogar eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=1htuNZp82Ck" target="_blank">Streaming-Serie zu Tales from the Loop</a>. Die Serie ist wunderbar unaufgeregt, hat aber weder die Buntheit der 80er, noch exakt das gleiche Gefühl wie das Rollenspiel oder Stalenhags Bilder.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="zwei-nein-drei-settings"><strong>Zwei, nein drei Settings</strong></h2>



<p>Alternativ kann Tales from the Loop auch in den USA gespielt werden, wo der Loop dann einfach irgendwo in der Wüste von Nevada liegt, anstatt auf schwedischen Vorstadtinseln. Und ganz neu gibt es von <a href="https://ulisses-spiele.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ulisses</a>, die Tales from the Loop auf Deutsch herausbrachten, auch einen <a href="https://ulisses-spiele.de/tales-from-the-loop-deutschlandband/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschlandband,</a> der den Loop in Deutschland spielen lässt.</p>



<p>Die USA wurden wohl dazu erfunden, damit das Spiel auf Englisch auch international besser verkauft. Mich persönlich interessiert das Setting etwas weniger, auch wenn ich amerikanische Vorstadtromantik sehr mag. Schweden ist genau mein Ding. Gelöst wurde das so, dass alle Orte, Karten und Namen der NSCs immer doppelt, einmal in Schwedisch und einmal in Englisch im Regelwerk, beziehungsweise Abenteuerbuch drinstehen. Eigentlich ganz clever, manchmal mühsam beim Lesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="einfache-regeln"><strong>Einfache Regeln?</strong></h2>



<p>Das Regelwerk und Würfelsystem scheint ganz einfach zu sein, ist es aber nur bedingt. Weil es so viele unterstützende Moves gibt wie den Anker, Glückswürfe, einen Wurf strapazieren, einen ikonischen Gegenstand, Motivation, ein Problem, Kontakte und so weiter.</p>



<p>Ja, verglichen mit <a href="https://www.cubicle7games.com/our-games/warhammer-fantasy-roleplay-2/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer Fantasy Role-play</a> oder <a href="https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/dsa5/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Schwarze Auge</a> ist es regelleicht, aber nicht so ein Fliegengewicht, wie es zu Beginn scheint. Das leichte daran ist aber, dass es auf die Regeln bei TftL gar nicht so sehr ankommt. Es wird nur mit W6 gewürfelt, zeigt ein Würfel eine sechs, ist das ein Erfolg, zeigen alle gewürfelten Würfel keine sechs, ist dies ein Fehlschlag. Fehlschläge führen zu Zuständen wie verängstigt oder verletzt, erfährt man seinen fünften Zustand, ist der Charakter gebrochen. Sterben können die Kinder in Tales from the Loop nicht, was das Setting nicht minder spannend, aber die Abenteuer mehr zu <a href="https://www.kika.de/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KiKa</a>, als zu Netflix macht – wenn ihr versteht, was ich meine.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-stoff"><strong>Mehr Stoff</strong></h2>



<p>Das Regelbuch enthält schon eine kleine Kampagne (Die vier Jahreszeiten der verrückten Wissenschaft), bestehend aus vier Abenteuern, die gut länger als vier Abende dauern können. Für deutschsprachige Rollenspielende gibt es zwei weitere dicke Wälzer namens «<a href="https://www.ulisses-ebooks.de/product/323158/Tales-from-the-Loop--Unsere-Freunde-die-Maschinen-PDF-als-Download-kaufen?filters=100012_0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsere Freunde, die Maschinen</a>» und «<a href="https://www.ulisses-ebooks.de/product/323159/Tales-from-the-Loop--Jenseits-der-Zeit-PDF-als-Download-kaufen?filters=100012_0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jenseits der Zeit</a>» sowie den erwähnten Deutschlandband von Ulisses. Also genug Material, sich eine Weile im Universum der 80er, die es nie gab, herumzutreiben.</p>



<p>Im Internet findet man nur wenig fan-made content, trotzdem habe ich ca. drei brauchbare Ideen und Szenarien für weitere Abenteuer gefunden. Wenn man selbst auch noch ein bisschen erfinderisch ist, schafft man es mit dem vorhandenen Material eine regelmässige Tales-from-the-Loop-Rollenspielrunde ein gutes Jahr lang zu beschäftigen.</p>



<p>Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich die 90er-Jahre Fortsetzung <a href="https://ulisses-spiele.de/things-from-the-flood-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Things from the Flood</a> besorgen, die um einiges düsterer ist und wo neu (die Protagonisten sind jetzt nicht mehr Kinder, sondern Teenager) auch gestorben wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="erfahrungsbericht"><strong>Erfahrungsbericht</strong></h2>



<p>Ich kann nur über das <a href="https://www.f-shop.de/checkout/cart" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Regelbuch</a> reden, weil ich bisher keine weiteren Abenteuerbände gekauft habe. Die vier Abenteuer darin sind gut und geben einem ein gutes Gefühl, was TftL sein soll. Sie hängen relativ lose zusammen, können aber auch als separate One-shots gespielt werden.</p>



<p>Die Abenteuer sind kleine Sandboxen, die sich trotzdem manchmal etwas railroady anfühlen, was ich eine gelungene Mischung finde. Die Texte sind wunderbar zum Lesen, manchmal etwas schwierig zum Leiten, weil Dinge, die beschrieben werden sollen, nicht chronologisch im Buch drinstehen.</p>



<p>Charaktere sind in TftL schnell gebaut und mit den Fragen an die Spielenden, die im Regelwerk stehen und manchen Beispielszenen haben die Spielenden wie auch die Spielleitung schnell ein Gespürt für den Groove dieses Spiels.</p>



<p>Was bei Tales from the Loop nicht so ins Gewicht fällt, ist die Zusammenstellung des Teams oder auch die Anzahl der Charaktere. Wir haben es mit einer Spielleitung und zwei Spielenden gespielt und es hat prima funktioniert. Werte und Schwierigkeit sind während des Spiels schnell angepasst.</p>



<p>Mit seinem szenischen Ansatz und der bekannten Welt, in der es spielt, bietet TftL wunderbare Möglichkeiten für Rollenspiel. Hier können die Charaktere nach Lust und Laune ausgespielt werden, oder auch nicht, ganz nach Belieben. Szenen dürfen mit harten Schnitten aneinandergereiht werden, gerade so, dass es die Handlung vorwärts bringt. Und beschrieben wird, da wo es passt, von allen am Tisch, nicht nur von der Spielleitung.</p>



<p>Gespielt haben wir über <a href="https://foundryvtt.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Foundry VTT</a> online. <a href="https://foundryvtt.com/packages/tftloop" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Foundry hat dabei das vorgefertigte System dafür</a>, dass dem ganzen schon ein wenig den richtigen Look gibt, weil Schriftarten und Charakterbogen schon dem Layout entsprechen. Bilder findet man im Netz genug, 80er-Jahre-Musik ebenfalls. Mit dem Charakterbogen wird auch die Würflerei sehr einfach, da einem alle Bonus-Malus-Rechnereien vom System abgenommen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Tales from the Loop ist ein schönes, unschuldiges Spiel, das mich in eine grossartige Stimmung versetzt. Ein Rollenspiel, das mir Erinnerungen wiederbringt, die ich sehr schätze. Fernab von Schwertern, Monstern und Gemetzel. Keine düsteren Gefahren, Kulte und schwarzer Zauber. Hier fährt man unbeschwert mit seinem BMX durch die Landschaft und schleicht sich mit Freunden heimlich in fremde Gärten, um unerklärlichen Mysterien auf den Grund zu gehen. Zurück im Baumhaus legt man die neugefundenen Schätze in die alte Zigarrenkiste, die man von zu Hause mitgebracht hat und hängt ein weiteres Poster aus der Bravo mit einer Reiszwecke an die selbstgezimmerte Holzwand. Ist es nicht wunderbar?</p>
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		<title>Wiedereinstieg ins Rollenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 12:36:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oder «20 Episoden Homebrew». Es traf mich wie ein Blitz: Das hatte mir so lange gefehlt! Vor vielen Jahren spielte ich bereits einen Waldelfen, dessen Namen ich nicht mehr weiss, in Aventurien, dann kaufte ich mir Planescape, das so kompliziert und abgefahren war, dass ich es nie spielte oder leitete. Danach wurde ich erwachsen und [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Oder «20 Episoden Homebrew». Es traf mich wie ein Blitz: <em>Das</em> hatte mir so lange gefehlt!</h3>



<p></p>



<p>Vor vielen Jahren spielte ich bereits einen Waldelfen, dessen Namen ich nicht mehr weiss, in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aventurien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aventurien</a>, dann kaufte ich mir <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Planescape" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Planescape</a>, das so kompliziert und abgefahren war, dass ich es nie spielte oder leitete. Danach wurde ich erwachsen und verlor Rollenspiel eine gute Weile aus den Augen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cthulhu hat mich geholt</h2>



<p>Mein Wiedereinstieg ins Hobby geschah durch <a rel="noreferrer noopener" href="https://pegasus.de/cthulhu?p=1" target="_blank">Cthulhu</a>. Und zwar beobachtete ich <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=LIn0vF553G0" target="_blank">Mháire Stritter in der Phantastischen Bibliothek beim Leiten eines Homebrew-Cthulhu-Abenteuers</a>. Ich war komplett fasziniert: Von der Art, wie diese Frau leitete, von der einfachen, aber hineinziehenden Geschichte und vor allem von dem Setting. Das ist ja gar keine Fantasy!</p>



<p>Obwohl Call of Cthulhu vierzig Jahre alt ist und also zu meiner jugendlichen Rollenspielzeit schon existierte, hatte ich keine Ahnung davon; geschweige denn, dass Lovecraft schon vor über hundert Jahren den Grundstein dazu legte.</p>



<p>Ich fragte also Google und Youtube und fand Tonnen an Material zu dieser neuen Welt. Und schon war es um mich geschehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie im Rausch</h2>



<p>Ich bestellte mir Grundregelwerke von <a href="https://ulisses-spiele.de/dsa5-regelwerk-hardcover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DSA</a>, <a href="https://dnd.wizards.com/de/products/rpg_playershandbook" target="_blank" rel="noreferrer noopener">D&amp;D</a>, <a href="https://ulisses-spiele.de/pathfinder-grundregelwerk-taschenbuch-ausgabe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pathfinder</a> und Cthulhu und später auch das von <a href="https://www.ulisses-ebooks.de/product/294746/Warhammer-FantasyRollenspiel-4--Grundregelwerk-PDF-als-Download-kaufen?filters=45829_0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer</a>, <a href="https://ulisses-spiele.de/tales-from-the-loop-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop </a>und die <a href="https://pegasusshop.de/sortiment/rollenspiele-buecher-comics/rollenspiele/11306/splittermond-aufbruch-ins-abenteuer-box" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einsteigerbox von Splittermond</a>. Einige davon habe ich heute noch nicht gelesen.</p>



<p>Dann nahm ich an diversen Spielen im Internet teil, teils auf Englisch, teils auf Deutsch. Diese Sessions waren aber oft zu lang, zu lasch geleitet, zu schlecht ausgedacht und anstrengend, weil man als nicht Muttersprachler auf Englisch halt doch etwas eingeschränkter ist. Manche darunter waren aber auch richtig, richtig gut. Die schlechten Erfahrungen motivierten mich, mich wieder als Spielleiter zu versuchen. Wenn die sich trauten, dann habe ich allen Grund mich auch zu trauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">20 Sessions Homebrew</h2>



<p>Was aber dann passierte, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich nahm die Hälfte der Cthulhu-Regeln, die ich gerade schon verstanden hatte und baute innerhalb kürzester Zeit mein eigenes Homebrew-Setting. Es entstand fast wie von Zauberhand und von alleine. Bei uns in der Schweiz ranken sich Sagen um die Bergspitzen und Täler, die ich sowieso schon verfolge, kenne und mag. Daraus liess sich eine prima Geschichte spinnen, die für mich annähernd überschaubar und für meine frisch gewonnenen MitspielerInnen zu verstehen war. Wir spielten mit Regeln light in der heutigen Zeit.</p>



<p>Wie es kam, dass ich im Nu vier Spielende beisammen hatte, weiss ich heute noch nicht. Nur eine von ihnen hatte bereits etwas Rollenspielerfahrung und davon wusste ich bislang nichts.</p>



<p>Wir spielten ganze neun Monate lang, ca. alle drei Wochen, fast ausschliesslich online und die Kampagne rollte sich langsam vor unser aller Augen aus. Aus 20 anskizzierten Episoden wurden schliesslich 15 fertige, mit passender Szenenmusik, vielen Moodbildern von Orten und NSCs und einer Übersichtskarte des bespielten Gebietes.</p>



<p>Es kamen an die 100 Sounddateien, 1000 Bilder und schliesslich 150 Stunden Arbeit zusammen für das Schreiben der Story und das Vorbereiten der Bild- und Toneffekte. Ich versank förmlich in der Welt von «Pylatus – Fractus Mons».</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich bin wieder da</h2>



<p>Jetzt bin ich wieder da und schwanke zwischen kürzertreten und pushen. Rollenspiel ist Kopfkino und einfach unersetzbar, wenn man die Veranlagung dafür spürt. Bücher und Filme erscheinen einem manchmal plötzlich so eingeschränkt, auch wenn sie noch so gut konzipiert sind. Warum? Weil im Rollenspiel alles möglich ist.</p>
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		<title>Was ist Rollenspiel?</title>
		<link>https://penandpaper.blog/was-ist-rollenspiel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 03:48:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht einfach, jemandem Rollenspiel zu erklären. Es ist so simpel wie schwammig, so komplex wie umfassend. Es gibt jedoch ein paar einfache Kriterien: Magst du Geschichten, spielst du gerne, hast du gerne Spass? Rollenspiel ist wie ein Buch zu lesen, einen Film zu schauen, aber dabei die Helden nicht nur zu begleiten, sondern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Es ist nicht einfach, jemandem Rollenspiel zu erklären. Es ist so simpel wie schwammig, so komplex wie umfassend. Es gibt jedoch ein paar einfache Kriterien: Magst du Geschichten, spielst du gerne, hast du gerne Spass?</h3>
<p>Rollenspiel ist wie ein Buch zu lesen, einen Film zu schauen, aber dabei die Helden nicht nur zu begleiten, sondern selbst die Protagonistin oder den Protagonisten zu übernehmen. Als diese/r darf ich interagieren, handeln und entscheiden. Der Ausgang, oder zumindest der Verlauf der Geschichte, wird von mir als SpielerIn mitgestaltet und beeinflusst.</p>
<p>Die Erinnerungen, die dadurch entstehen, existieren meist nur in den Köpfen jener, die mitspielten. Die erlebten Ereignisse haben in der realen Welt nie stattgefunden und trotzdem werden sich die Abenteurer noch Jahre später an aussergewöhnliche Momente des Glücks, der Trauer, der Überraschung und des Sieges erinnern.</p>
<p>Rollenspiel ist das gemeinsame Voranbringen einer (noch) nicht geschriebenen Geschichte. Sie kann auf einer vorgefertigten Erzählung oder einem Erzählgerüst basieren oder aber völlig im Moment entstehen.</p>
<h2><strong>Die Rollen im Rollenspiel</strong></h2>
<p>Bei traditionellen Rollenspielen gibt es zwei Funktionen: die SpielerInnen und die Spielleitung. Die Aufgabe der SpielerIn ist es, sich in einer fiktiven Welt zu bewegen und Dinge zu erleben. Je nach Spiel werden sie auch Abenteurer, Charaktere, Investigatoren oder Helden genannt. Sie spielen ihren Charakter aus und können tun und lassen, was sie wollen, solange es mit der Absicht und den Abmachungen der Gruppe konform ist.</p>
<p>Die Spielleitung, kurz SL, wird je nach Spielsystem auch Erzähler, Meister, Spielleiter, Dungeon Master, Game Master oder Keeper genannt. Die Aufgabe der Spielleitung ist es, die Regeln, die Welt, die Personen in der virtuellen Welt und die Aufhänger der Geschichte vorzugeben. Die Personen, die von der Spielleitung dargestellt werden, heissen Nichtspielercharaktere oder kurz NSC.</p>
<p>Es gibt auch <a href="https://www.ironswornrpg.com/" target="_blank" rel="noopener">spielleitungslose Rollenspiele</a> oder völlig freie Spiele, wo die SpielerInnen ganz ohne Regeln tun und lassen können, was sie wollen. Wichtig ist, dass zwischen den Charakteren (in game, in time, in der Rolle) und den SpielerInnen (out game, out time, ausserhalb der Rolle) unterschieden wird, die die Charaktere spielen.</p>
<h2><strong>Wie funktioniert Rollenspiel?</strong></h2>
<p>Zur Erklärung der Spielweise gibt es <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-liebe-auf-den-ersten-blick/" target="_blank" rel="noopener">Regelwerke</a>, Hintergrundbände, Monsterhandbücher, Magiehandbücher, Regionenbände, Waffenbände und Abenteuerbände. Viele davon umfassen mehrere hundert Seiten Inhalt in kleinster Schriftgrösse. Haben muss ich die alle nicht, wenn es auch sehr hilfreich ist, weil ich mir dann nicht <a href="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" target="_blank" rel="noopener">alles selbst ausdenken</a> muss.</p>
<h2><strong>Ein Beispiel einer Rollenspielszene</strong></h2>
<p><strong>Spielleitung:</strong> Ihr befindet euch auf einem Weg in einem Wald. Es ist kalt und nass. Hier möchte keine/r länger verweilen. Die Bäume sind gross und sorgen dafür, dass kaum Tageslicht auf den Boden fällt. Hinter euch hört ihr seltsame Geräusche, eine Art Schlurfen, welches euch schon vor zwanzig Minuten aufgefallen ist. Plötzlich kommt ihr an eine Weggabelung. Hier teilt sich der Weg. Links geht es zu einem kleinen Bach. Dort scheint etwas mehr Licht ins Dickicht zu dringen. Rechts dagegen geht es geradewegs auf eine kleine Blockhütte zu, aus der Rauch dringt. Was wollt ihr tun?</p>
<p><strong>SpielerIn 1:</strong> Ich schnalle mein Gepäck etwas enger, weil die Riemen mir schon während der ganzen Reise an den Schultern scheuern. Dann gehe ich in die Hocke, um mich kurz auszuruhen. Schliesslich sage ich: «Also ich bin dafür, dass wir zur Hütte gehen und klopfen. Vielleicht kann uns jemand den Weg weisen.»</p>
<p><strong>SpielerIn 2:</strong> Ich mache ein erschrockenes Gesicht: «Auf keinen Fall! Wer weiss, was da in diesem Verschlag haust? Ich schlage vor, wir gehen den helleren Weg und schauen, dass wir möglichst bald aus diesem Wald herauskommen.»</p>
<p><strong>SpielerIn 3:</strong> Ich ziehe vorsichtshalber meinen Knüppel und horche nach dem Schlurfen, das hinter uns war. Ist es noch da? Ist es gar lauter geworden?</p>
<p><strong>Spielleitung:</strong> Das Schlurfen hat aufgehört, als ihr angehalten habt. Du kannst weder unbekannte Geräusche, noch Bewegung im Wald ausmachen. Ihr scheint alleine zu sein. Für welchen Weg wollt ihr euch entscheiden? Usw.</p>
<h2><strong>Richtig Rollenspielen</strong></h2>
<p>Es gibt ein Sprichwort im Rollenspiel: Die Spielleitung hat immer das letzte Wort. Das muss nicht zwingend so gehandhabt werden, obwohl es oft so gehandhabt wird. Dabei spielt die Spielleitung nicht <em>gegen</em> die SpielerInnen, sondern <em>mit </em>ihnen, um das bestmögliche Erlebnis aus dem Abenteuer herauszuholen. Welches das bestmögliche Erlebnis ist, hängt von der jeweiligen Gruppe ab.</p>
<p>Manche gehen im Schauspiel auf und brauchen kaum Handlung, weil sie mit ihren Charakteren ideal interagieren, andere wollen ausgedehnte Kämpfe spielen und vor allem taktisch auf ihre Kosten kommen. Manchen SpielerInnen reicht es, zuzuhören und kaum aktiv teilzunehmen, weil sie die Geschichte geniessen, die sich in ihrem Kopf entspinnt. Und wiederum andere wollen ständig im Rampenlicht stehen, handeln und mit kreativsten Ideen Erfolge feiern, weil im Rollenspiel alles möglich ist; auch Dinge, die im echten Leben nicht denkbar sind.</p>
<h2><strong>Wofür Würfel?</strong></h2>
<p>Damit die Spielleitung nicht parteiisch sein kann, beziehungsweise sich die SpielerInnen nicht ungerecht behandelt vorkommen, hilft es, ein Zufallsprinzip im Spiel zu haben: Die Würfel.</p>
<p>Jeder Spielercharakter hat Werte, wie gut sie oder er in einer Sache ist. Zum Beispiel: Klettern, Überreden, Biologie, Verkleiden usw. Diese Werte erleichtern oder erschweren einen Würfelwurf. Ob die verlangte Aktion gelingt, entscheiden jedoch die Würfel und somit der Zufall. Was dem Spiel zusätzliche Spannung und meistens auch Spass bringt. Wer auch im Scheitern und nicht nur im Gewinnen Spass findet, hat es dabei besonders gut.</p>
<p>Tätigkeiten, die in einem normalen, alltäglichen Rahmen ausgeführt werden, sollen ohne Würfelwurf gelingen. Wenn jeder in dieser Welt auf einem Pferd reiten kann, sollte dies auch für meinen Charakter kein Problem sein. Wenn ich jedoch mit einem Pferd über eine Schlucht springen will, dann wird auf Reiten gewürfelt, sollte dieser Wurf misslingen, muss ich als Charakter mit dem Ergebnis leben (oder gar sterben).</p>
<h2><strong>Was ist am Rollenspiel so toll?</strong></h2>
<p>Für manche Menschen ist bereits der Gedanke daran, vor anderen zu schauspielern und kreativ sein zu müssen, eine Geschichte zu erfinden, Initiative zu zeigen, zu kämpfen und zu leiden der Horror. Für mich ist es auch nicht immer einfach, aber allein die Tatsache, dass ich Indiana Jones, Star Wars, Game of Thrones, die Avengers oder Sherlock Holmes nicht nur schauen oder lesen, sondern <em>sein</em> kann, fasziniert mich. Die Geschichten, die dabei erlebt werden, die Abende, die man mit Freunden an einem Tisch verbringt und dabei bibbert, lacht und triumphiert, sind unersetzlich.</p>
<p>Und das Beste ist, wenn du dich mit einem Freund Jahre später daran erinnerst: «Weisst du noch, als wir gemeinsam das Geheimnis der verschwundenen Krone auf unkonventionellste Weise gelöst haben?» Dann sind das echte Erlebnisse. Erlebnisse, die im echten Leben nicht möglich sind oder von denen wir froh sind, dass wir das Risiko nicht real eingehen mussten: Über Schluchten springen, gegen Drachen kämpfen und der Mafia das Handwerk legen. Doch wir, wir haben es erlebt. Unglaublich, dass wir all das mit nur Stift, Papier und ein paar Würfeln geschafft haben.</p>
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