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	<title>Rollenspielsystem Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Rollenspielsystem Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Story Matters</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 06:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspieltheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspielsystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Rollenspiel definiert sich über das Setting und das System, die Regeln, die Mechanik. Das stimmt, aber Abenteuer tun es nicht. Warum ich allmählich zum System-Agnostiker werde. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, ein Abenteuer mit anderen Regeln zu spielen, gehen die Puristen auf die Strasse und zünden Container und Autos an. «System matters!», skandieren [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Rollenspiel definiert sich über das Setting und das System, die Regeln, die Mechanik. Das stimmt, aber Abenteuer tun es nicht. Warum ich allmählich zum System-Agnostiker werde.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, ein Abenteuer mit anderen Regeln zu spielen, gehen die Puristen auf die Strasse und zünden Container und Autos an. «System matters!», skandieren sie. Nicht für mich, murmle ich dann kleinlaut in meinen Bart. Hört selbst, wie es dazu kam…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je mehr Systeme ich kenne, je mehr neue Rollenspiele erscheinen, desto überforderter bin ich. Nicht wegen der vielen Abenteuer, denn Abenteuer kann es nie genug geben auf dieser Welt. Auch nicht etwa wegen der Lore, die ist immer ziemlich ähnlich. Und wenn etwas anders ist, kann ich mir das gut merken, denn die Lore ist bildlich.<br>Es ist wegen des Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes neue Rollenspiel kommt mit einem neuen System daher und will sich dadurch abheben von den anderen, denn «system matters», heisst es. Ich glaube auch, dass es «mattert», aber ich glaube nicht, dass es so viel Gewicht hat, wie immer getan wird. Und ich bin nicht allein mit dieser Einsicht. Dass jedes Spiel ein eigenes System haben muss, hat mehr mit Copyrights als mit dem perfekt passenden System zu tun. Wenn ein Verlag viele Rollenspiele hat, neigt er nämlich durchaus dazu, das eigene System für viele Settings und Hintergründe zu verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, Regeln können leicht und flüssig oder klobig und schwer sein. Sie können das Gespielte unterstützen oder hindern. Aber sie können es fast nicht kaputtkriegen. Wenn ich ein Abenteuer erzählen will, dann geht das mit oder ohne Würfel. Wobei ich gestehen muss, ein grosser Würfelfan zu sein. Doch ob ich nun Zehner, Zwölfer, Sechser oder Zwanziger rolle, spielt keine Rolle. Jetzt springen die Stochastiker von ihren Stühlen auf und empören sich. Bitte setzt euch, ich bin noch nicht fertig…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit ich nicht gut kann, ist PBTA. Da ist mir zu wenig Zufall und zu wenig Brettspiel drin. Alle anderen Rollenspielsysteme, die ich bisher kennengelernt habe, tun ihren Dienst. Manche sind etwas kleinteilig und umfassend. Zu knapp gibt es für mich kaum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor wenigen Jahren konnte ich nicht verstehen, wozu jemand ein Universalsystem braucht. Beziehungsweise… ist nicht jedes System ein Universalsystem, das einfach nur auf ein Setting getrimmt wurde? Ich denke da an Eskapodcast-Martin mit seinem Savage-Worlds-Crush. Habe ich nie verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt dämmert es mir aber so langsam. Wenn du immer nur D&amp;D spielst, brauchst du auch keine anderen Systeme. Bist du aber ständig am Spielen, Lesen, Dazulernen, dann wird es irgendwann zu viel mit all den Systemen, die alle anders sein wollen, aber am Ende doch fast gleich sind. Das ist, als ob du elf Sprachen gleichzeitig lernen möchtest. Dann wirst du irgendwann unweigerlich ein Durcheinander mit Italienisch, Spanisch, Esperanto, Portugiesisch und Französisch kriegen. Weil es eben Ähnlichkeiten hat, aber doch seinen eigenen Regeln folgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da für mich das Wichtige darin besteht, gemeinsam die Geschichte zu erzählen und zu erleben, ist es mir egal, in welcher Sprache das geschieht. Vielleicht ist die eine Sprache dafür besser geeignet. Vielleicht klingt die eine Sprache schöner. Am Ende liegt mein Spass aber in der Geschichte und nicht in der Sprache. Da könnt ihr noch so viele Sprachen erfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum kann ich Martin nun endlich verstehen. Eine Sprache für alle Geschichten. Halten wir uns damit auf, Geschichten zu erzählen, nicht Sprachen zu lernen! Ich spiele mit dem Gedanken, mich auf nur eine Sprache (ein System) festzulegen und fortan alle Abenteuer, Szenarien, Kampagnen, Mysterien und Pfade damit zu bestreiten. Weil «system does not matter», story matters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tut mir ein wenig leid, da <a href="https://www.system-matters.de/" type="link" id="https://www.system-matters.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer meiner liebsten Verlage</a> den Namen System Matters trägt. Und ausgerechnet dieser Verlag hat mir das für mich stimmige Universalregelwerk Warlock! beschert. Es ist verrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herleitung. Ein Rollenspiel wird oft durch ein Setting definiert. Muss aber nicht, wie D&amp;D, die Borg-Rollenspiele oder jüngst Daggerheart zeigen. Sie sagen: Mit unseren Regeln kann man so ziemlich alles spielen. Ich behaupte, du kannst mit allen Regeln so ziemlich alles spielen, wenn du genug Zusatzregeln dazu erfindest. Mach ein Cyberpunk-Setting mit neuen Werten für dein Fantasy-Rollenspiel, geht prima. Also wird das Rollenspiel durch das System definiert? Teilweise ja. Das System ist unweigerlich mit dem Rollenspiel verbunden, wird behauptet. Ja, es ist das, was die Erfinder damit machen wollten, es ist aber nicht immer die beste Lösung, wie zum Beispiel Warhammer Fantasy 4e beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist so sperrig und nicht einsteigerfreundlich, dass ich meine Kampagne lieber mit <a href="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" type="link" id="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warlock!</a> spiele und Cubicle 7 nun «<a href="https://penandpaper.blog/warhammer-the-old-world-players-manual/" type="link" id="https://penandpaper.blog/warhammer-the-old-world-players-manual/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Old World</a>» erfindet, um Anfänger abzuholen. Einfachere Lore, einfachere Regeln, beinahe gleiches Setting.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für so manches Rollenspiel gibt es haufenweise Hacks und <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" type="link" id="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OSR</a>-Regelwerke. Es geht also. Nur, weil eine Automarke ab Werk diese Felgen draufmacht, bedeutet das nicht, dass ich nicht schönere draufmachen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rollenspiel ist so designt, wie es die Macherinnen ersonnen haben. Und das hat seine Berechtigung. Man sollte ein Rollenspiel zumindest mal so gespielt haben, wie es erschaffen worden ist, um zu fühlen, wie es sein sollte. Danach kann einem aber niemand verbieten, es nach seinem Geschmack zu verbessern, <a href="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" type="link" id="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu homebrewen und zu hausregeln</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet auch, dass ich aus dem grossartigen Rock-Song ein Reggae-Lied machen kann. Vielleicht passt der Groove sogar noch besser zur Melodie und der Komponist ist nur nicht draufgekommen, weil er kein Reggae-Musiker ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum werde ich vielleicht <a href="https://penandpaper.blog/helden-der-grenzlande-dd-starterset-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/helden-der-grenzlande-dd-starterset-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">D&amp;D</a> mit Warlock!-Regeln spielen, <a href="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" type="link" id="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Midgard</a> mit <a href="https://penandpaper.blog/mausritter-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/mausritter-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mausritter</a>-Regelwerk, <a href="https://penandpaper.blog/delta-green-das-rollenspiel/" type="link" id="https://penandpaper.blog/delta-green-das-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Delta Green</a> mit dem Private-Eye-System, <a href="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Candela Obscura</a> mit <a href="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cthulhu 7e</a> und ein Daggerheart-Setting mit D&amp;D 5e. Warum? Weil ich es kann und weil es spannend wäre, den Unterschied zu spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel wahrscheinlicher ist aber, dass ich die Abenteuer der aufgezählten Rollenspiele einfach mit dem Warlock!-Regelwerk plattwalze. Dafür werde ich hier noch ein paar Level-ups, da noch ein paar Laserwaffen und dort noch Sanity-Punkte dazuerfinden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am wichtigsten ist dabei doch, dass ich «meine» Regeln gut kenne, konvertieren und adaptieren kann und dass ich die Abenteuer gut vorbereite. Dann steht dem gelungenen Rollenspielabend fast nichts mehr im Wege. Ausser vielleicht die Terminfindung, der Gruppenvertrag, das gleiche Verständnis, Pünktlichkeit, Müdigkeit und ein fehlendes Charakterblatt.</p>
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		<title>Call of Cthulhu: Alone Against the Flames</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2022 12:10:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alone Against the Flames ist ein kostenloses Solo-Abenteuer von Chaosium. Es ist dazu konzipiert den ersten Kontakt mit dem Rollenspielsystem Call of Cthulhu darzustellen und diesen zu vereinfachen. Es ist ein simples und, in der richtigen Atmosphäre, ein grusliges Abenteuer. Der Name Alone Against the Flames ist eine Anlehnung an das schon legendäre Call-of-Cthulhu-Soloabenteuer Alone [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/call-of-cthulhu-alone-against-the-flames/">Call of Cthulhu: Alone Against the Flames</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="alone-against-the-flames-ist-ein-kostenloses-solo-abenteuer-von-chaosium-es-ist-dazu-konzipiert-den-ersten-kontakt-mit-dem-rollenspielsystem-call-of-cthulhu-darzustellen-und-diesen-zu-vereinfachen-es-ist-ein-simples-und-in-der-richtigen-atmosphare-ein-grusliges-abenteuer"><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.chaosium.com/cthulhu-adventures/" target="_blank">Alone Against the Flames</a> ist ein kostenloses Solo-Abenteuer von Chaosium. Es ist dazu konzipiert den ersten Kontakt mit dem Rollenspielsystem Call of Cthulhu darzustellen und diesen zu vereinfachen. Es ist ein simples und, in der richtigen Atmosphäre, ein grusliges Abenteuer.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name Alone Against the Flames ist eine Anlehnung an das schon legendäre Call-of-Cthulhu-Soloabenteuer <a rel="noreferrer noopener" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Alone_Against_the_Dark" target="_blank">Alone Against the Dark</a> von 1985. Alone Against the Flames ist 33 Jahre später also 2018 für die siebte Edition von Call of Cthulhu veröffentlicht worden. Angeblich gibt es noch so einige Abenteuer mehr aus der &#8222;Alone against irgendwas&#8220;-Reihe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe Alone Against the Flames auf der Website von Chaosium als Gratis-Abenteuer entdeckt. Es ist nicht nur gratis, sondern wie erwähnt auch ein Solo-Abenteuer. Das bedeutet: Keine Spielleitung, keine Gruppe, kein Spieltermin nötig – also gleich drauflosspielen!</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-braucht-es-zum-spielen"><strong>Was braucht es zum Spielen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht das <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.chaosium.com/cthulhu-adventures/" target="_blank">Abenteuer-PDF</a>, einen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.chaosium.com/cthulhu-character-sheets/" target="_blank">leeren Charakterbogen</a> (z. B. auch als PDF), 1W100 (also Würfel) und die <a href="https://www.chaosium.com/cthulhu-quickstart/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quickstart Rules</a>, die es von Chaosium ebenfalls kostenlos gibt. Stimmungsmusik ist optional, aber sehr empfehlenswert. Es kann also komplett am Computer gespielt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Englisch muss man können, denn sowohl Schnellstartregeln wie auch das Solo-Abenteuer sind in Englisch. Zum Teil ist es auch nicht das einfachste Englisch, aber um spielen zu können, muss man auch nicht das allerletzte Adjektiv verstanden haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-richtige-setting"><strong>Das richtige Setting</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich ins Halbdunkel gesetzt, die Kopfhörer aufgesetzt und auf Youtube «<a href="https://www.youtube.com/watch?v=oxvDnaWe5XE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">1 Hour of H.P. Lovecraft Music: Orchestral Ambient Creepy Horror Music for Role-Playing and Gaming</a>» laufen lassen. Diese Musikwahl hat sich als ziemlich perfekt herausgestellt. Einzig, dass die Musik manchmal zu spannend war, wenn die Geschichte es nicht war, aber dafür kann sie ja nichts. Weil dieses Youtube-Video nur eine Stunde dauert, das Spiel aber länger, habe ich gleich noch «<a href="https://www.youtube.com/watch?v=vKmH8o0tS34" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2 Hour Dark Mystery Orchestral Remix: for Gaming, Arkham Horror, Call of Cthulhu, and many more</a>» angehängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Proben habe ich eine (ebenfalls kostenlose) Würfel-App auf meinem Smartphone benutzt, als Charakter habe ich einen vorgefertigten genommen. Chaosium stellt auch da eine Reihe PDFs zur Verfügung. Lediglich Name, Alter, Geschlecht und ein paar weitere Angaben müssen noch ausgefüllt werden. Ich habe mich für einen 39-jährigen Journalisten namens Solomon Mackenzie entschieden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="sanft-herangefuhrt"><strong>Sanft herangeführt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich nicht wusste, war, dass ich im Laufe des Abenteuers nach und nach sowieso einen Charakter erstellt hätte. Das Solo-Abenteuer sorgt mit einem relativ langen Intro dafür, dass man sich Stück für Stück mit Werten und Angaben zum Charakter beschäftigt. Eine Herangehensweise, die ich so konsequent bisher nicht gesehen hatte. Zum Glück hatte ich mir einen Journalisten gebaut, denn im Abenteuer kann nur zwischen fünf Berufen gewählt werden, einer davon der Journalist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="solo-abenteuer"><strong>Solo-Abenteuer</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Solo-Rollenspiel funktioniert so, dass das PDF (oder das Buch) die Spielleitung übernimmt und man von Abschnitt zu Abschnitt springt, indem man Entscheidungen trifft, die das Ergebnis der Geschichte verändern. Also im Stil von: Willst du den linken oder den rechten Weg gehen? Für links lies auf Seite 231 weiter, für rechts lies auf Seite 4 weiter. Solche Abenteuer sind auch unter dem Namen Spielbücher bekannt. Eines der bekanntesten Fantasy Spielbücher ist <a rel="noreferrer noopener" href="https://mantikoreverlag.de/buecher/spielbuecher/einsamer-wolf-spielbuchreihe/" target="_blank">Einsamer Wolf</a>, der sich über zwanzig monströse Bände erstreckt. Ich bin unterdessen beim siebten Band angekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-story"><strong>Die Story</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Motiv der Flammen (Alone Against the Flames) wird schon in der Einleitung eindrucksvoll genutzt. Es geht schon los mit dem an den/die Spielende/n gerichteten Satz: «Setz dich gemütlich an den Kamin und fang an zu spielen. Aber sitze doch lieber nicht zu nahe am Feuer &#8230;». Und schliesslich beginnt die Geschichte mit «Die Sonne, der Feuerball, der unerbittlich vom Himmel herunterbrennt».</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptperson, die man unweigerlich ist, wenn man ein Solo-Abenteuer spielt, ist auf dem Weg nach Arkham. Von Anfang an ist klar, dass der Protagonist da gar nicht unbedingt sein möchte. Und was am Anfang völlig unschuldig beginnt, entwickelt sich schnell zur unangenehmen Situation, von der man länger gar nicht weiss, warum sie das eigentlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fand es zeitweise wirklich creepy, besonders in Kombination mit einem dunklen Raum und der besagten Musik. Für die Hauptfigur ist Rettung möglich; so scheint es jedenfalls. Denn ich habe es nur einmal gespielt und kenne nicht alle Varianten, die sich hätten ergeben können. Leider hat mein Solomon Mackenzie kurz vor seiner Erlösung doch noch sein Ende gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="fazit"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abenteuer hat mich gut zwei Stunden beschäftigt und amüsiert. Es war gruslig, nicht offensichtlich, aber auch nicht unnötig komplex. Es führt einen sehr sanft an die Regeln heran. Wie gesagt, man wählt im Laufe des Spiels einen Namen, Werte, einen Beruf etc., das heisst, man durchspielt sehr geduldig die komplette Charaktererschaffung. Und es ist gut, wenn man das als neue/r SpielerIn einmal gemacht hat. Für erfahrene Cthulhu-SpielerInnen ist Alone Against the Flames wahrscheinlich kein besonderer Leckerbissen, aber auf jeden Fall ein überaus spannender Zeitvertreib.</p>
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