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	<title>Story Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Story Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Drei Stufen des Rollenspiels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2022 13:21:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was steht im Vordergrund? Die Welt? Der Plot? Oder die Geschichte? Diese drei Ansätze ergeben drei verschiedene Stile ein Rollenspiel zu leiten. Theoretische Gedanken zum Rollenspielleiten. Die hier beschriebenen Gedanken entstanden, während ich mir ein Video bei Orkenspalter mit Moritz Mehlem angesehen habe. Es gibt im Rollenspiel drei Stufen, wie man leiten kann. Natürlich ist [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading" id="was-steht-im-vordergrund-die-welt-der-plot-oder-die-geschichte-diese-drei-ansatze-ergeben-drei-verschiedene-stile-ein-rollenspiel-zu-leiten-theoretische-gedanken-zum-rollenspielleiten">Was steht im Vordergrund? Die Welt? Der Plot? Oder die Geschichte? Diese drei Ansätze ergeben drei verschiedene Stile ein Rollenspiel zu leiten. Theoretische Gedanken zum Rollenspielleiten.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier beschriebenen Gedanken entstanden, während ich mir ein Video bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.orkenspalter-tv.de/" target="_blank">Orkenspalter</a> mit <a rel="noreferrer noopener" href="https://mantikoreverlag.de/mehlem-moritz/" target="_blank">Moritz Mehlem</a> angesehen habe. Es gibt im Rollenspiel drei Stufen, wie man leiten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist es ein unausgegorener Gedanke und es gibt tausend Arten und Weisen mehr, wie man leiten kann. Jedoch ist es für mich ein guter Leitgedanke (pun totally intended), wie man sein Spiel als Game Master auslegen und anlegen will. Die drei Stufen sind keine Rangliste, also nicht wertend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Spielleitung kann sich die Frage stellen: Geht es (hauptsächlich) um die Story, den Plot oder die Welt?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="story"><strong>Story</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gibt es eine Geschichte, die abläuft, ob die Heldinnen dabei sind oder nicht. Also wie in einem Film. Die Kamera ist zwar immer mit den Protagonistinnen dabei, wenn diese sich aber nicht am Ort des Geschehens befinden, erfahren sie zum Beispiel erst hinterher von einem Banküberfall. Sind sie vor Ort, weil sie schon vorgängig vom Banküberfall erfahren haben, dann können sie ihn auch verhindern. Sitzen die Charaktere zu Hause auf dem Sofa und Essen Chips, geht die Welt halt unter, weil niemand etwas dagegen unternimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst: Die HeldInnen können die Geschichte verändern oder verhindern, aber auch verpassen. Es geht um Storytelling (im Rahmen von Simulation und Sandbox).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="plot"><strong>Plot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spielleitung passt die Handlung der Story laufend an die Handlungen der Charaktere an. Sitzen die Charaktere zu Hause auf dem Sofa und Essen Chips, muss der Weltuntergang halt warten oder zu ihnen kommen. Der Storypunkt entrollt sich erst, wenn die Charaktere anwesend sind, sonst würden sie ihn ja verpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst: Die Geschichte besteht aus Eckpunkten (Plot), wie und wann und wo Dinge geschehen, bleibt aber völlig offen. Es geht um die Dramaturgie im nicht negativ gemeinten Sinne von Railroading; der Spannungsbogen soll erhalten bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="welt"><strong>Welt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt keinen Plot, Charaktere stolpern durch eine Welt in der nichts story-getriebenes geschieht und die Spielleitung schaut zum Beispiel mit Zufallstabellen, was passiert. Der Drache wohnt schon immer im Wald neben dem Dorf, in dem die Heroen aufgewachsen sind. Und wenn sie da zu früh und unvorbereitet hingehen, war es das für sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht also «nur» um die Welt, gefüllt mit Orten, NSCs und Herausforderungen, die die Helden besuchen können; eine Geschichte gibt es aber nicht. Genau wie im echten Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst: Die Geschichte entsteht, indem man sie erlebt. Es geht um das Erkunden und Erfahren einer Welt (im Rahmen von Simulation und Sandbox).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier schliesst sich der Kreis. Weil hier ja auch alles einfach passiert, wie es in der Welt passieren soll, aber halt nicht als Geschichte, die chronologisch abläuft, sondern als Welt, die einfach so ist, wie sie ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mein-rollenspielstil"><strong>Mein Rollenspielstil</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, die Beschreibungen geben einen Überblick, was die drei Stufen meinen und inwiefern sie sich unterscheiden. Meist ist das Spiel ja ein Mix aus den drei Stilen. Ich bevorzuge persönlich die erste Variante. Es gibt ein Verbrechen, wenn ihr es nicht lösen könnt oder wollt, so what!? Es ist passiert und es hat Folgen. Ihr geht woanders hin? Auch gut. Doch es gibt Plotpunkte, es gibt eine Story, die spannend zu verfolgen ist, wenn man ihr folgt. Man muss ihr aber nicht folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum bin ich für eine Storytelling und plotgetriebene Spielweise, weil alles andere für mich nur stumpfsinniger Zufall ist. Ich will etwas erleben, wie James Bond und Indiana Jones. Die erleben tolle Geschichten und trampeln auch nicht einfach ein bisschen durch eine unbekannte Welt, in der Hoffnung es läuft etwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meiner ist also der Story-Ansatz. Trotzdem werden die Spielenden nicht durch die Story geschleift. Und wenn sie das Kaufabenteuer durch unbewusstes oder absichtliches Abweichen kaputt machen und nie erfahren, was es mit der Geschichte auf sich hat, dann sei es drum – sie haben die freie Wahl.</p>
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		<title>Pen and Paper, Rollenspiel oder Tabletop RPG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 15:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt (zu) viele Begriffe, um das Spiel der Spiele zu beschreiben und keiner von ihnen trifft es genau. Ich werfe hier einen Lichtkegel auf die gängigen paar Namen für dieses grossartige Spiel. Der Begriff Rollenspiel ist irreführend und beschreibt nur einen Bruchteil von dem, was Rollenspiel eigentlich meint. Genauso verhält es sich mit den [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Es gibt (zu) viele Begriffe, um das Spiel der Spiele zu beschreiben und keiner von ihnen trifft es genau. Ich werfe hier einen Lichtkegel auf die gängigen paar Namen für dieses grossartige Spiel.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspiel_(Spiel)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rollenspiel</a> ist irreführend und beschreibt nur einen Bruchteil von dem, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pen-%26-Paper-Rollenspiel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">was Rollenspiel eigentlich meint</a>. Genauso verhält es sich mit den Begriffen Tabletop Role-playing Game, kurz TTRPG, und Pen and Paper. Zu allen Bezeichnungen meines Hobbys pflege ich eine Hassliebe und das ist schön so. Dieses Hobby ist so simpel und doch unfassbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pen and Paper</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich mir die Bedeutung von Table Top Roleplaying Game nie ganz erschlossen hat, ich kann ihn nachvollziehen, sobald Miniaturen und Battle Mats zum Einsatz kommen, mag ich den Begriff Pen and Paper sehr. Er zählt auf, was man zum Spielen braucht und unterstreicht die Einfachheit dieses Spiels in der realen Welt. Dabei unterschlägt er allerdings eine wichtige Komponente, weil eigentlich müsste Pen and Paper ja Pen and Paper and Dice heissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch vielmehr unterschlägt der Begriff Pen and Paper die Komplexität des Spiels, wenn es ganzheitlich betrachtet wird. Denn das, was auf der narrativen Schiene, im Geist, in der Fantasie vor sich geht, wird dabei komplett vernachlässigt. Ganz zu schweigen von der sozialen Interaktion, der Gruppendynamik, der Kommunikation und Verständigung, der Kunst des Erzählens, des Beschreibens und des Malens mit Worten. Pen and Paper oder Pen &amp; Paper bezieht sich auf die Einfachheit und Analogität des Spiels. Denn Pen-and-Paper-Spieler sind Gamer, aber halt nicht am digitalen Gerät, sondern am Tisch, am Lagerfeuer, am Strand und mit Menschen. Sie sind Analogspieler.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspiel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen, die noch nie <a href="https://penandpaper.blog/was-ist-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rollenspiel</a> gespielt haben, denken bei dem Begriff oft sofort an etwas Sexuelles oder an etwas, das man bei sozialen Konflikten in der Therapie und beim Psychologen tut, um zwischenmenschliche Situationen auszuloten. Und obwohl sich Tischrollenspiel den gleichen Elementen bedient, geht es hier um ganz etwas anderes. Nämlich um die Heldenreise, um das Erleben fantastischer Geschichten und um Storytelling. Wir schlüpfen in die Rolle einer Figur, eines Charakters und stellen diesen dar. Aber wir erzählen auch gemeinsam eine Geschichte, wir spielen, wir werfen Würfel, wir rechnen, wir lachen, wir schaudern, wir erzittern und wir triumphieren. Als Spielerinnen nicht als Schauspielerinnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tabletop RPG</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Begriff ist mir immer noch ein Rätsel. Es gibt RPG’s, also Role-playing Games auf dem Computer. Und um diese vom Rollenspiel zu unterscheiden heisst das analoge Spiel Tabletop Role-playing Game, kurz TTRPG oder TRPG. Tischrollenspiel sozusagen. Weder erschliesst sich mir bei Computer-RPG’s, was daran so rollenspielig ist, weil Computer-Adventures mindestens genauso viel oder sogar mehr mit Tischrollenspiel gemeinsam haben, noch verstehe ich den Tabletop-Teil. Ein Brettspiel spielt man auf der Tischoberfläche, ein Pen-und-Paper-Rollenspiel mehrheitlich im Kopf. Der Begriff muss historisch gewachsen sein, weil Pen and Paper ursprünglich aus dem Tabletop entstanden ist, also aus der Schlachtendarstellung mit Miniaturen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr als nur Rollenspiel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch egal wie man es nennt, Rollenspiel ist nur ein kleiner Teil von dem, was bei einem Rollenspielabend geschieht. Es werden Rätsel gelöst, Kämpfe ausgefochten, Schicksale besiegelt und die Welt gerettet. Wie sehr man dabei seine Rolle ausspielt, steht nicht immer im Zentrum. Es gibt Spielerinnen und Spiele, bei denen es vor allem um das Erzählen der Geschichte geht, um das Voranschreiten des Plots, um überraschende Wendungen und abgefahrene Plottwists. Oder um das Würfeln, das Optimieren, das Errechnen von Vorteilen und das ideale Einsetzen von Punkten. Oder um das Simulieren unmöglicher oder aber ganz alltäglicher Tätigkeiten, zum Beispiel in einer anderen Epoche oder einer anderen Welt. Die Rollenspieltheorie nimmt diese Vielfalt penibel unter die Lupe oder besser unter das Mikroskop und versucht zu beschreiben, was nicht zu beschreiben ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Begreifen, statt Greifen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist hochkomplex, wie aus Worten Bilder werden, aus Interaktion eine Erzählung entsteht, wie durch Würfeln zufällige Abbiegungen genommen und fiktive Weichen in den Leben der Charaktere gestellt werden. Wie Spielerinnen und Spieler eine Rolle spielen und trotzdem nur von sich selbst ausgehen können. Wie Fragen um Themen wie Gruppendruck, Gewalt, Loyalität, Gier und Fürsorge bewusst oder unbewusst berührt und behandelt werden. Alles was geschieht, tut dies in der Vorstellung, im Kopf, in Gedanken und Interpretationen. Nichts davon kann angefasst werden, ist vollständig definiert oder hat Bestand. Und doch ist das, was bleibt, manchmal so real und nachhaltig wie das Leben selbst. Doch dazu mehr in einem anderen Artikel zum Thema «Rollenspiel ist die echte Virtual Reality».</p>
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