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	<title>Schweiz Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Schweiz Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Wiedereinstieg ins Rollenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 12:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oder «20 Episoden Homebrew». Es traf mich wie ein Blitz: Das hatte mir so lange gefehlt! Vor vielen Jahren spielte ich bereits einen Waldelfen, dessen Namen ich nicht mehr weiss, in Aventurien, dann kaufte ich mir Planescape, das so kompliziert und abgefahren war, dass ich es nie spielte oder leitete. Danach wurde ich erwachsen und [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Oder «20 Episoden Homebrew». Es traf mich wie ein Blitz: <em>Das</em> hatte mir so lange gefehlt!</h3>



<p></p>



<p>Vor vielen Jahren spielte ich bereits einen Waldelfen, dessen Namen ich nicht mehr weiss, in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aventurien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aventurien</a>, dann kaufte ich mir <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Planescape" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Planescape</a>, das so kompliziert und abgefahren war, dass ich es nie spielte oder leitete. Danach wurde ich erwachsen und verlor Rollenspiel eine gute Weile aus den Augen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cthulhu hat mich geholt</h2>



<p>Mein Wiedereinstieg ins Hobby geschah durch <a rel="noreferrer noopener" href="https://pegasus.de/cthulhu?p=1" target="_blank">Cthulhu</a>. Und zwar beobachtete ich <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=LIn0vF553G0" target="_blank">Mháire Stritter in der Phantastischen Bibliothek beim Leiten eines Homebrew-Cthulhu-Abenteuers</a>. Ich war komplett fasziniert: Von der Art, wie diese Frau leitete, von der einfachen, aber hineinziehenden Geschichte und vor allem von dem Setting. Das ist ja gar keine Fantasy!</p>



<p>Obwohl Call of Cthulhu vierzig Jahre alt ist und also zu meiner jugendlichen Rollenspielzeit schon existierte, hatte ich keine Ahnung davon; geschweige denn, dass Lovecraft schon vor über hundert Jahren den Grundstein dazu legte.</p>



<p>Ich fragte also Google und Youtube und fand Tonnen an Material zu dieser neuen Welt. Und schon war es um mich geschehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie im Rausch</h2>



<p>Ich bestellte mir Grundregelwerke von <a href="https://ulisses-spiele.de/dsa5-regelwerk-hardcover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DSA</a>, <a href="https://dnd.wizards.com/de/products/rpg_playershandbook" target="_blank" rel="noreferrer noopener">D&amp;D</a>, <a href="https://ulisses-spiele.de/pathfinder-grundregelwerk-taschenbuch-ausgabe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pathfinder</a> und Cthulhu und später auch das von <a href="https://www.ulisses-ebooks.de/product/294746/Warhammer-FantasyRollenspiel-4--Grundregelwerk-PDF-als-Download-kaufen?filters=45829_0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer</a>, <a href="https://ulisses-spiele.de/tales-from-the-loop-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tales from the Loop </a>und die <a href="https://pegasusshop.de/sortiment/rollenspiele-buecher-comics/rollenspiele/11306/splittermond-aufbruch-ins-abenteuer-box" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einsteigerbox von Splittermond</a>. Einige davon habe ich heute noch nicht gelesen.</p>



<p>Dann nahm ich an diversen Spielen im Internet teil, teils auf Englisch, teils auf Deutsch. Diese Sessions waren aber oft zu lang, zu lasch geleitet, zu schlecht ausgedacht und anstrengend, weil man als nicht Muttersprachler auf Englisch halt doch etwas eingeschränkter ist. Manche darunter waren aber auch richtig, richtig gut. Die schlechten Erfahrungen motivierten mich, mich wieder als Spielleiter zu versuchen. Wenn die sich trauten, dann habe ich allen Grund mich auch zu trauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">20 Sessions Homebrew</h2>



<p>Was aber dann passierte, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich nahm die Hälfte der Cthulhu-Regeln, die ich gerade schon verstanden hatte und baute innerhalb kürzester Zeit mein eigenes Homebrew-Setting. Es entstand fast wie von Zauberhand und von alleine. Bei uns in der Schweiz ranken sich Sagen um die Bergspitzen und Täler, die ich sowieso schon verfolge, kenne und mag. Daraus liess sich eine prima Geschichte spinnen, die für mich annähernd überschaubar und für meine frisch gewonnenen MitspielerInnen zu verstehen war. Wir spielten mit Regeln light in der heutigen Zeit.</p>



<p>Wie es kam, dass ich im Nu vier Spielende beisammen hatte, weiss ich heute noch nicht. Nur eine von ihnen hatte bereits etwas Rollenspielerfahrung und davon wusste ich bislang nichts.</p>



<p>Wir spielten ganze neun Monate lang, ca. alle drei Wochen, fast ausschliesslich online und die Kampagne rollte sich langsam vor unser aller Augen aus. Aus 20 anskizzierten Episoden wurden schliesslich 15 fertige, mit passender Szenenmusik, vielen Moodbildern von Orten und NSCs und einer Übersichtskarte des bespielten Gebietes.</p>



<p>Es kamen an die 100 Sounddateien, 1000 Bilder und schliesslich 150 Stunden Arbeit zusammen für das Schreiben der Story und das Vorbereiten der Bild- und Toneffekte. Ich versank förmlich in der Welt von «Pylatus – Fractus Mons».</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich bin wieder da</h2>



<p>Jetzt bin ich wieder da und schwanke zwischen kürzertreten und pushen. Rollenspiel ist Kopfkino und einfach unersetzbar, wenn man die Veranlagung dafür spürt. Bücher und Filme erscheinen einem manchmal plötzlich so eingeschränkt, auch wenn sie noch so gut konzipiert sind. Warum? Weil im Rollenspiel alles möglich ist.</p>
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		<title>Cthulhu: Gestohlene Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2021 15:55:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Borken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Geschichte, so verwirrend wie eindrücklich. Warum? Aufgrund von scheinbar unzusammenhängenden Hinweisen, seltsamen Ereignissen und unklaren Verhältnissen. Das Abenteuer «Gestohlene Leben» aus dem Band «Kleine Völker» von Cthulhu ist 2002 bei Pegasus erschienen. Es ist also schon 20 Jahre alt. Der Band ist gedruckt mittlerweile vergriffen und darum war es mir ein besonders Vergnügen solch [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Geschichte, so verwirrend wie eindrücklich. Warum? Aufgrund von scheinbar unzusammenhängenden Hinweisen, seltsamen Ereignissen und unklaren Verhältnissen.</h3>



<p><a href="https://www.cthulhu-webshop.de/kleine_voelker.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Abenteuer «Gestohlene Leben» aus dem Band «Kleine Völker» von Cthulhu</a> ist 2002 bei Pegasus erschienen. Es ist also schon 20 Jahre alt. Der Band ist gedruckt mittlerweile vergriffen und darum war es mir ein besonders Vergnügen solch ein Zuckerstückli spielen zu dürfen. Das ist wahrscheinlich, wie wenn manch einer eine seltene Flasche Wein aufmacht.</p>



<p>Zu meinem Glück habe ich sogar noch eine solche Ausgabe von «Kleine Völker» gefunden und mir in gedruckter Form sichern können. Aber warum ist dieser Band überhaupt von Bedeutung und ist dieses Abenteuer so gut? Ich versuche, nicht zu spoilern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Cthulhu in der Schweiz</strong></h2>



<p>Ich kann nicht einmal sagen, ob das Abenteuer so gut ist, weil ich voreingenommen bin. Ich bin Schweizer und das Abenteuer spielt in der Schweiz. Aha, so fühlt sich also ein Deutscher, wenn er Berlin, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.pegasusdigital.de/product/265227/Cthulhu--Konigsgambit-in-Kamborn&amp;language=de" target="_blank">Kamborn</a>, Ulm oder Hamburg bespielen darf. In der Schweiz haben wir Zürich, das Abenteuer spielt aber natürlich im abgelegensten Bergkaff, wo <a rel="noreferrer noopener" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024594/2012-06-19/" target="_blank">Rätoromanisch</a> gesprochen wird, eine Sprache, die sogar kaum ein Schweizer verstehen kann. Es handelt von alten, real existierenden Sagen und natürlich kosmischem Horror.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weit weg von allem</strong></h2>



<p>Diese geografisch abgelegene Situation hat immer ihren Reiz. So auch bei einigen anderen Cthulhu-Abenteuern wie zum Beispiel in «<a href="https://www.pegasusdigital.de/product/113007/CTHULHU-Der-Sanger-von-Dhol&amp;language=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Sänger von Dohl</a>». Wer sich in einem abgeschlossenen, abgelegenen System befindet, aus dem er nicht so einfach flüchten kann, hat gute Voraussetzungen, sich zu gruseln, wenn der Horror erst einmal einsetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grosse Verwirrung</strong></h2>



<p>Zum Abenteuer selbst kann ich sagen, dass wir drei Abende gespielt haben. Wir spielten online: drei deutsche Spieler, ein Schweizer Spielleiter und ich. Es waren eher kurze Sessions zwischen zwei und drei Stunden und ich war die ganze Zeit verwirrt. Es regnet kryptische Informationen, während des Spiels, die alle ziemlich abgefahren sind, aber so gar nicht zusammenpassen wollen. Was soll das alles und was hat es miteinander zu tun? Hat es überhaupt etwas miteinander zu tun? Und wer sind hier die Bösen?<br>Diese Verwirrung ergreift die Charaktere und die Spielenden gleichermassen, was zu einer grossartigen Gefühlskongruenz führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie auf Schienen</strong></h2>



<p>Das Abenteuer ist ein Schienenstrang, <a href="https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Railroading" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Railroading</a> pur und ich habe als Spieler zwar einen Einfluss auf die Geschichte, aber nicht wirklich auf deren Verlauf. Darauf muss man sich einlassen können. Ich will diese Geschicthte erleben und mich mittendrin befinden, ich will sie nicht ändern, das ist die richtige Attitüde für «Gestohlene Leben». Wer mit diesem Ansatz an das Abenteuer herangehen kann, erlebt eine seltsame und eindrückliche Abfolge von Ereignissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bilder in meinem Kopf</strong></h2>



<p>Der visuelle Höhepunkt der Geschichte, falls man das in einem im Kopf stattfindenden Abenteuer überhaupt so sagen darf, ist noch nicht einmal der Höhepunkt der Geschichte. Dramaturgisch jedenfalls nicht. Doch das wohl eindrücklichste Bild geschieht auf einem Nebenschauplatz und brennt sich ins Gehirn. Ein Bild, dass in einem Horrorstreifen vielleicht wenig Eindruck hinterlassen würde, kommt hier so unerwartet, dass es einen trifft, wie eine Faust in die Magengrube.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alles in allem</strong></h2>



<p>Das Abenteuer hat mich denn auch ein paar Tage lang beschäftigt. Die Hintergrundstory ist noch nicht einmal das Tolle daran, wie so oft bei Cthulhu, sondern das Erlebte im Vordergrund. Diese vor sich hin stolpernde Handlung, die einen von seltsamer Situation zu noch ungewisserer Situation schleift. Ich kann das Abenteuer nur empfehlen, besonders für Schweizer, die das Bündnerland kennen.</p>
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