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	<title>Masken des Nyarlathotep Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Masken des Nyarlathotep Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Masken des Nyarlathotep Ägypten, Cthulhu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 07:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu]]></category>
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		<category><![CDATA[Masks of Nyarlathotep]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ägypten ist ein Angelpunkt der Kampagne. Die Schleusen gehen auf, Puzzleteile kommen zusammen, Pharaonen haben ihren Cameo-Moment. Wir sind nun warmgespielt. Irgendwie ist alles in die richtige Lücke gerutscht, wenn man das so beschreiben kann. Die Spielenden sind jetzt voll im Cthulhu-Mood und ich habe langsam auch den Dreh raus. Es fühlt sich gut an. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ägypten ist ein Angelpunkt der Kampagne. Die Schleusen gehen auf, Puzzleteile kommen zusammen, Pharaonen haben ihren Cameo-Moment.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind nun warmgespielt. Irgendwie ist alles in die richtige Lücke gerutscht, wenn man das so beschreiben kann. Die Spielenden sind jetzt voll im Cthulhu-Mood und ich habe langsam auch den Dreh raus. Es fühlt sich gut an.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Da stehen wir</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Monster-Tipp für alle SLs, die sich das Ding antun&#8230; Am Ende jeder Session sagen euch die Spielenden, wo ihre Investis nächstes Mal hinwollen. So musst du nur ein bis drei Schauplätze vorbereiten und nicht zehn. Abklappern können sie nämlich eh nur einige wenige. Das macht es für alle entspannter und immersiver, weil besser vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausserdem habe ich das Ding doch pulpiger gemacht. Nicht durch die Cthulhu-Pulp-Regeln, aber durch mehr Magie, mehr Power, mehr Equipment und Erfolgserlebnisse. Im Gegenzug haben die Spielenden nun echt das Spielgefühl von Cthulhu gefunden, was zu vielen positiven Ereignissen führt.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Mehr Investigation</li>



<li>Mehr nützliche Hinweise</li>



<li>Schnelleres Vorankommen</li>



<li>Grössere Harmonie</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten ist bei uns die Mitte der Kampagne und passt nach griechischer Dramaturgie auch perfekt. Der Höhepunkt in der Mitte. Hier lösen sich viele Fragezeichen in Ausrufezeichen auf, ohne schon alles zu verraten. Ein befriedigendes Gefühl für Spielende und Spielleitung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Ägyptengefühl</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen davon bietet Ägypten das authentischste Cthulhu-Gefühl. Für mich ist Cthulhu am ehesten im ewigen Eis, im Dschungel und in der Wüste daheim. Am wohlsten fühlen Nyarlathotep und ich uns bei Jahrtausende alten Stätten untergegangener Zivilisationen. Die sind so schon geheimnisvoll genug. Wenn dann noch Ungereimtheiten auftauchen&#8230; Da beginnt der Horror.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich bedient sich Indiana Jones genau desselben Mechanismus’. Wertvolle, mysteriöse Artefakte vergangener Zivilisationen und dann noch einen obendrauf. Nazis für Pulp und Magie für Cthulhu. Fehlen nur ein paar Monster und Götter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kairo gibt es Hitze, Gerüche, Gewürze, rauhe Menschen, liebliche Menschen, Palmen, Kutschen, Esel, Kamele, Datteln, Bauchtanz, Sand, Feuer und Temperament. Was es sonst noch gibt, darf ich leider nicht verraten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-1024x683.jpg" alt="Gasse" class="wp-image-2223" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-1024x683.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-300x200.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-768x512.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-1536x1024.jpg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-2048x1365.jpg 2048w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/egypt_alley-1320x880.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gasse</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mittendrin statt nur dabei</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal in der Kampagne sind die Investigatoren dorthin gegangen, wo der Bär tanzt, haben die wesentlichen Elemente hautnah miterlebt und ganz schön viel Schrecken bezeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ägypten-Kapitel wird von manchen als Essenz der Kampagne angesehen, andere behaupten, es sei nur für den Geschmack und könnte notfalls sogar weggelassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fürs Rollenspiel sind die ruhigen Passagen bei Cthulhu zuträglicher. Da hat man Zeit, in seinen Charakter zu kommen, ein bisschen rumzuwühlen und zu sein. Als Spielleiter mag ich aber besonders die WTF-Momente von Cthulhu. Wenn es kosmisch, überdimensional und nicht zu begreifen wird, dann lacht mein Rollenspielherz. Wie beim Höhepunkt von  «<a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-schreckensherrschaft/" type="link" id="https://penandpaper.blog/cthulhu-schreckensherrschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schreckensherrschaft</a>». Einfach unvergesslich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/penandpaper_blog_black_pharao-1024x768.jpg" alt="Schwarzer Pharao Nyarlathotep" class="wp-image-2224" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/penandpaper_blog_black_pharao-1024x768.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/penandpaper_blog_black_pharao-300x225.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/penandpaper_blog_black_pharao-768x576.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/03/penandpaper_blog_black_pharao.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Schwarze Pharao?</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>A Long Road</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampagne braucht 20 bis 30 Sessions à drei bis vier Stunden, heisst es. Das wären dann maximal 120 Stunden. So wie <a href="https://penandpaper.blog/baldurs-gate-3-vs-witcher-3/" type="link" id="https://penandpaper.blog/baldurs-gate-3-vs-witcher-3/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Witcher 3</a>. Wir sind nun bei Session 30 und spielen meistens rund drei Stunden, manchmal auch nur zwei. Sagen wir, wir haben bereits 85 Stunden gespielt. Könnte gut sein, dass es doppelt so viele werden. <a href="https://penandpaper.blog/die-groessten-rollenspielkampagnen-aller-zeiten/" type="link" id="https://penandpaper.blog/die-groessten-rollenspielkampagnen-aller-zeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ich mag grosse Kampagnen</a> muss ich nach dieser Erfahrung wirklich sagen. One-shots haben auch ihren Reiz. Knall-Bumm-Ende. Aber die Erinnerungen und Erfahrungen, die sich über Monate und Jahre erstrecken, sind durch nichts zu ersetzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten würde ich auf keinen Fall weglassen. Weil es so typisch Cthulhu ist. Weil es so viel Flavour hat. Weil es von allem etwas hat und weil es einen wichtigen Teil der Nyarlathotep-Erfahrung in sich trägt. Denn das Ziel ist nicht nur die Lösung des Falles, sondern auch der erlebnisreiche Weg dorthin.</p>



<div style="height:45px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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		<title>Masken des Nyarlathotep London, Cthulhu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 08:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Call of Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Masken des Nyarlathotep]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>London ist das umfassendste Kapitel der weltumspannenden Kampagne.&#160; Und ein echtes Schwergewicht. Vieles lief nicht, wie erwartet. Wir hatten es nicht einfach in England. Leichte Spoiler-Warnung Die Kampagne fand hier einen ersten Tiefpunkt. Ich hatte schon Angst, sie würden aufgeben. Noch mehr, jetzt wo Neben-Quests ins Spiel kamen. Es stellte sich heraus, dass ich völlig [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">London ist das umfassendste Kapitel der weltumspannenden Kampagne.&nbsp; Und ein echtes Schwergewicht. Vieles lief nicht, wie erwartet. Wir hatten es nicht einfach in England.</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Leichte Spoiler-Warnung</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pegasusshop.de/sortiment/rollenspiele-buecher-comics/buecher/12899/cthulhu-masken-des-nyarlathotep" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Kampagne</a> fand hier einen ersten Tiefpunkt. Ich hatte schon Angst, sie würden aufgeben. Noch mehr, jetzt wo Neben-Quests ins Spiel kamen. Es stellte sich heraus, dass ich völlig falsch lag. Wir kamen zum Maler Mr. Shipley und erlebten einen eingeschobenen One-shot sondergleichen. Zwei Stunden kurz, spannende Lösungen, lustige Momente und ein gefährlicher Kampf, der auch ins Auge hätte gehen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pulp Cthulhu</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es war nach diesem Abenteuer, als ich entschied, das Ding in der Pulp-Version weiterzuspielen. Also legten wir den Hebel um und spielten von nun an&#8230; trotzdem klassisches Cthulhu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso ich es pulpiger machen wollte? Weil die Runde manchmal mehr Spass an Kämpfen, originellen Einfällen und schrägen Vorkommnissen hat, als am Sammeln von Hinweisen. Lange Zeit wurde niemand observiert, kein Haus durchsucht, nie eingebrochen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="674" height="869" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/shipley.jpg" alt="" class="wp-image-1662" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/shipley.jpg 674w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/shipley-233x300.jpg 233w" sizes="auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Regeln büffeln</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich auch merkte, ist, dass ich mit den Regeln nicht vertraut genug bin. Kommt es zum Kampf, habe ich die Sachen nicht flüssig bereit. Weil mir Regeln, wenn ich der Spieler bin, grösstenteils wurscht sind. Weil der GM einfach sagen soll, was passiert, weil ich ein Rollenspiel nicht gewinnen will und weil ich der SL vertraue. Aber so ticken nicht alle. Meistens will man wissen, woran man ist und auch, dass alles fair und mit rechten Dingen zugeht. Absolut verständlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sherlock Horror</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Hinweis, der in London schon etwas zu spät kommt, aber sehr passend ist: Cthulhu ist wie Sherlock Holmes mit kosmischem Schrecken. Die Investigatoren sollten untersuchen, Hinweise sammeln, kombinieren, beschatten, verhören, einbrechen und durchsuchen. Dazu können sie Schlösser knacken, sich verkleiden, Nachbarn befragen, ein Haus über mehrere Tage beobachten, die Stunde der Wachablösung auskundschaften und vieles mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kein One-shot</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt vielleicht daran, dass dies eine lange Kampagne ist oder auch daran, dass sie schon mehrere Jahrzehnte alt ist. Masken des Nyarlathotep spielt man auf keinen Fall wie einen heutigen One-shot. Die übliche Struktur ist hier anders, das Spielverhalten sollte demnach angepasst werden. Das weiss man jedoch nicht, wenn man mit der Kampagne beginnt und schon gar nicht mit <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-masken-des-nyarlathotep-peru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dem «neuen» Prolog</a>, der einem längeren typischen Cthulhu-Szenario entspricht. Der andere Teil der Kampagne ist allerdings älter und hat eine andere Dramaturgie. Bisher kann ich sagen, dass <a href="https://penandpaper.blog/masken-des-nyarlathotep-new-york/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">New York</a> logischerweise der «Adventure Seed» ist, der langsam in das Szenario einführt. London nimmt dann fahrt auf und danach soll es rumpeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Einen Gang hochschalten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">England wäre der Teil der grossen Kampagne, der die Sache so richtig in die Gänge bringen soll. Es gibt eine zweistellige (!) Zahl an Orten, die besucht werden können. Die Spielenden hatten mir noch vor Start der ganzen Kampagne vor zweieinhalb Jahren gesagt, sie würden gerne alles mitnehmen und auch die Nebenszenarien voll ausspielen. England hat gleich zwei davon. Ich fand sie beide legendär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe geht überall hin und diskutiert Pläne intensiv, bevor sie etwas tut. Wie bereits in New York beschliesst sie aber auch hier in London, vor dem Endkampf weiterzuziehen. Szenarien, Orte, Personen und Ereignisse, die ich schon seit einem Jahr immer wieder vorbereitet habe, finden manchmal nicht statt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="641" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/penandpaperblog_scoop-1024x641.jpg" alt="" class="wp-image-1663" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/penandpaperblog_scoop-1024x641.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/penandpaperblog_scoop-300x188.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/penandpaperblog_scoop-768x481.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/penandpaperblog_scoop.jpg 1082w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausfälle</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir mussten bereits zweimal zwei bis drei Monate pausieren und auch nachher kamen Krankheit, Stress und Sommerferien dazwischen. Wir kommen langsam voran. Die Spielenden nutzten ihre Geheimorganisation in New York kaum, noch ihren Verbündeten Carlton Ramsey. Ich staune allerdings immer wieder, wie gut sie den Überblick über den grossen Plot und die Hinweise behalten. Zuweilen besser als ich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gross denken</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist aber auch wirklich nicht einfach. Darum dieser wirklich gut und ernst gemeinte Tipp: &nbsp;Spielt es weniger wie ein Spiel und mehr wie das echte Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Hauptunterschied, zwischen einem One-shot und einer monumentalen Kampagne diesen Ausmasses. Hier geht es nicht einfach dem Strang entlang. Dein Charakter braucht echte Motivation, hat Zeit und Verbündete, Ressourcen und ganz verschiedene Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Aber du musst als Charakter dein Ziel kennen, in der Welt leben, dich entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofern ich das beurteilen kann, ist das aber sogar sehr spezifisch für Masks. Denn Berge des Wahnsinns ist viel geradliniger und auch The Enemy Within für Warhammer 4e ist wesentlich gerader, zumindest dessen Anfang. Da geht’s von A nach B nach C.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und wenn die Welt doch untergeht?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich bei Masks aber auch oft gefragt: Was, wenn sie die Bedrohung gar nicht erkennen? Was, wenn die Investigatoren nicht richtig kombinieren und zu spät kommen oder nur die halbe Wahrheit kennenlernen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderner Ansatz: Sag den Spielenden, was Sache ist, sonst macht es keinen Sinn und keinen Spass. Simulationistischer Ansatz (und meines Erachtens der Sinn von Rollenspiel): Deine Investigatoren müssen schon ein bisschen arbeiten. Und sollten sie echt zu chaotisch oder desinteressiert sein, dann finden sie vielleicht wirklich nicht heraus, was da vor sich geht und die Welt ist dem Untergang geweiht. So zumindest ticke ich und so tickt auch Masken des Nyarlathotep. Denn am Ende entscheiden deine Taten, ob der Plan aufgeht oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bye London! Later, Egypt! Hello, China?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">London, respektive England, war lang und gross und voll. Das Traurigste an London war, dass die denkwürdigsten Momente die Nebenszenarien waren. Diese werden im Nachhinein oft als unnötig angesehen, weil sie die grosse Handlung ja nicht voranbringen. London hat irgendwie nicht das gebracht, was ich erwartet hatte und Ägypten wird nun um Monate, wenn nicht Jahre IRL nach hinten geschoben, weil die Gruppe nun doch zuerst nach China reisen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine Ahnung, was da alles passieren wird. Im Moment verzage ich ein wenig. Und die Aussage eines Bloggers, der die Kampagne schon gespielt hat, lässt mich vor dem Gedanken jetzt Shanghai zu spielen, nicht gerade frohlocken: «Bis zu diesem Zeitpunkt, als ich die Notizen für Masks schrieb, kam ich gut voran und fühlte mich großartig. Dann kam ich nach Shanghai und begann mich zu fragen, ob ich das Spiel wirklich noch machen wollte.»</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Update</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fahren nun doch nach Ägypten. Bald soll es soweit sein. London war ein nebliges Biest, ein Meilenstein der Kampagne. Ägypten wird ein vor Hitze waberndes, nach exotischen Gewürzen duftendes Indiana-Jones-Abenteuer. Schwierig hier die übersicht zu behalten als SL; schwierig, nicht den Verstand zu verlieren als Charakter.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="985" height="737" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/egypt.jpeg" alt="" class="wp-image-1664" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/egypt.jpeg 985w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/egypt-300x224.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/05/egypt-768x575.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 985px) 100vw, 985px" /></figure>
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		<title>Cthulhu: Masken des Nyarlathotep New York</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2024 12:00:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im eisig kalten Winter von New York geschieht Unerwartetes, das eine ganze Kampagne starten könnte. New York ist als Kapitel dieser Kampagne weitläufig, offen und gesellschaftlich unkorrekt. Was ist nur los und wie passen wir da rein? Ich habe mich schlau gemacht, wie lange andere für die komplette Kampagne gebraucht haben. Wobei nicht so klar [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Im eisig kalten Winter von New York geschieht Unerwartetes, das eine ganze Kampagne starten könnte. New York ist als Kapitel dieser Kampagne weitläufig, offen und gesellschaftlich unkorrekt. Was ist nur los und wie passen wir da rein?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich schlau gemacht, wie lange andere für die komplette Kampagne gebraucht haben. Wobei nicht so klar ist, wie viele Spielende da am Tisch sassen, ob sie jede Side-Quest mitgenommen haben und welche Edition sie genau davon spielten. Das Ergebnis liegt bei zwei bis vier Jahren. Wir könnten länger brauchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dehnbare Zeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich genau ein Jahr benötigten wir für <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-masken-des-nyarlathotep-peru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">den Prolog in Peru</a> und das Kapitel in New York zusammen. Allein sieben von zwölf Sitzungen spielten wir in New York. Manchmal dauerte es zwei ganze Monate von einer Session zur nächsten, obwohl wir eigentlich einen zweiwöchigen Rhythmus einhalten wollten. Aber so spielt das Leben eben. Und eines muss ich, den Hut ziehend, anerkennen: die Spielenden haben die Hinweise so akribisch verfolgt, wie es geht, den hintersten Winkel des Abenteuers ausgekundschaftet und mit jedem NSC gesprochen, der vorgesehen war, sowie mit einigen, die ich dazuerfinden musste.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>One Man Down</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In New York verloren wir auch einen Spieler. Nicht, weil sein Charakter draufging, sondern weil er out-game keine Lust mehr auf Cthulhu hatte. Die Lebensumstände in der realen Welt verändern sich manchmal und da muss zwischen D&amp;D 5e und <a href="https://www.pegasusdigital.de/product/159726/CTHULHU-Grundregelwerk-Edition-7&amp;language=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cthulhu 7e</a> entschieden werden. Sein Charakter verschwand, ich verwob sein Verschwinden mit der Story, was wunderbare emotionale Momente mit sich brachte. Und der verlorene Charakter hätte einen fabelhaften, effektvollen Schreckensmoment abgegeben, wenn die Gruppe diesen nicht einfach umgangen hätte. Das ist in Ordnung, zwar schade, aber in Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was für ein Monster!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe es schon einmal angetönt und betone es gerne wieder: diese Kampagne ist ein Monster. Ich komme zwar langsam damit klar beim Leiten, weil ich endlich für mich den Dreh halbwegs raushabe, aber dieses Rollenspiel-Baby stellt einen vor richtig viele Herausforderungen. Angefangen bei der Terminfindung der Gruppe, beim Festhalten und nachträglichen Verstehen von Notizen, beim Überblicken von Nichtspielercharakteren, beim Abrunden von einzelnen Session, beim Ausbalancieren der Tödlichkeit, beim Überblicken des Plots und der einzelnen Hinweise, beim Zusammenhalten der riesigen Sandbox, welche «Masken des Nyarlathotep» nun einmal ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann hier nicht nennen, wie viele Schauplätze es gibt oder welche Persönlichkeiten vorkommen, ich verrate möglichst wenig vom Plot und schon gar keine Hinweise. Das hier ist für Menschen, die einen Appetizer benötigen oder das Ding schon gespielt haben. Es sind Gedanken zu meiner Gefühlswelt, während wir das Ding spielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Du musst Rollenspiel mögen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Kampagne ist definitiv etwas für Rollenspielerinnen und Rollenspieler. Das klingt banaler, als es gemeint ist. Sie ist für Leute, die gerne ihren Charakter ausspielen. Wer sich auf Action und Kämpfe freut, soll unbedingt den Pulp-Modus anwerfen, der in der siebten Edition sehr schön aufbereitet wurde. Die Helden sind in Pulp robuster und die Angreifer häufiger, die Geschichte actionlastiger und die Tödlichkeit unberechenbarer. Wer richtig Bock auf ausgedehnte Gespräche mit ausgebufften Charakteren hat und gerne Hinweise zusammensetzt, bis sich das wirklich grosse Bild so langsam ergibt, ist in dieser Kampagne im klassischen Stil genau richtig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>New York, New York&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lass mich noch ein wenig auf New York eingehen. Dieses Kapitel ist der ursprüngliche Start der Kampagne. Dementsprechend gemächlich geht es auch los. Das Kapitel ist sozusagen die Aufwärmübung. Da in der neuen Edition der Prolog in Peru vorne drangeschraubt wurde, ist dies eigentlich gar nicht so nötig, aber okay. Peru ist ein schlauchiger Few-shot, welcher einem einen stimmungsvollen und sehr stereotypen Einstieg in Cthulhu gibt. Das meine ich im positivsten Sinne, denn ich mochte das Abenteuer im Gegensatz zu anderen Rezensenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">New York ist ein anderes Kaliber. Hier purzeln die Hinweise, Namen und Orte zuhauf, Personen werden aufgesucht, weltbekannte Örtlichkeiten besucht und allmählich beginnt den Charakteren zu dämmern, dass sie da etwas auf der Spur sind. Was ich daran mag, ist, dass es Januar und Winter ist in New York. Es ist kalt und unwirtlich. Schon damals war NY eine richtig grosse Grossstadt mit viel Dreck, Kriminellen und Polizei. Es gibt die High Society, Anwälte und Gefängnisse, zwielichtige Gestalten und interessante Figuren, die nicht sind, was sie anfangs zu sein scheinen. Das Abenteuer ist eine massive Sandbox, die nicht zwingend örtlich, aber von den Verbindungen und Informationen her anspruchsvoll ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was gut ist und was nicht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und deshalb kommen wir zu dem, was ich nicht so mag an diesem Kapitel. Ich weiss, wie schwierig es ist, ein Pen-and-Paper-Abenteuer zu strukturieren. Manchmal macht Chronologie keinen Sinn, doch wenn es nicht chronologisch ist, wie soll es dann gegliedert sein, denn ein Buch wird nun einmal von vorne nach hinten durchgeblättert? Viele kleine Szenarien sind von den Autoren hier sehr gut durchdacht und gut gemeint. Sie lassen einen als Spielleitung nicht allein mit all den «Was wäre wenn deine Spielenden Folgendes tun»-Gedanken. Doch so manche Informationen sind weit über das Kapitel verteilt, sodass ich an drei Stellen gleichzeitig nachlesen muss, um im Dialog widerzugeben, was die Person den Charakteren mitzuteilen hat. Ein Ding der Unmöglichkeit, Überforderung pur, denn Ungereimtheiten rächen sich später meist bitter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gute Nachricht ist, man gewöhnt sich daran! Irgendwann kriegt man so ein bisschen das Gefühl für die Kampagne, den Aufbau des Buches, den Ablauf der Geschehnisse und die Art und Weise des Spiels der Gruppe. Es fängt an zu fliessen und obwohl wir uns relativ straight an die Story halten und die Spielenden glücklicherweise keine übertriebenen Eskapaden veranstalten, provoziert Masks of Nyarlathotep verdammt gutes Rollenspiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie geht es weiter?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angst bleibt, dass noch bevor wir die Hälfte durchhaben, weitere Leute aus der Gruppe keine Lust, Zeit oder Motivation mehr für die Kampagne haben. Wie gesagt, wir stehen am Ende von Kapitel eins und ein Jahr in Echtzeit ist an uns vorübergegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Spiel können die Investigatoren von New York aus reisen, wohin es sie gelüstet. Sie haben die finanziellen Mittel, eine Menge spannender Hinweise und alle Zeit der Welt. Ausserdem einen guten Grund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben noch keinen Charakter verloren, mit Ausnahme des genannten freiwilligen Ausstiegs, die Spielenden spielen vorsichtig und ich leite vorsichtig. Und das ist für alle Beteiligten gut so. Die Zeit wird bestimmt kommen, in der wir uns nach New York zurücksehnen. Doch jetzt ist es gut, geht die Reise endlich los. Auf nach London, die zu der Zeit grösste Stadt der Welt, wo das Abenteuer auf die Investigatoren wartet – immer auf den Spuren ihres Freundes und dieser legendären, geheimnisvollen Expedition.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-1024x683.jpg" alt="Masken des Nyarlathotep New York Gefängnis" class="wp-image-1025" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-1024x683.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-300x200.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-768x512.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-1568x1045.jpg 1568w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920-1320x880.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/11/prison-553836_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Cthulhu: Masken des Nyarlathotep Peru</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 20:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu]]></category>
		<category><![CDATA[Masken des Nyarlathotep]]></category>
		<category><![CDATA[Pegasus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die siebte Edition von Cthulhu und die Neuausgabe von Masken des Nyarlathotep (oder Masks, wie wir es nennen), wurde ein zusätzliches Kapitel angefügt – der Prolog, welcher in Peru handelt. Achtung, sanfte Spoiler voraus! Ich war noch nie in Südamerika. Da würde ich schon sehr gerne einmal hin. Obwohl brasilianische Polit-Idioten den Wald vernichten, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Für die siebte Edition von Cthulhu und die <a href="https://pegasusshop.de/sortiment/rollenspiele-buecher-comics/buecher/12899/cthulhu-masken-des-nyarlathotep" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neuausgabe von Masken des Nyarlathotep</a> (oder Masks, wie wir es nennen), wurde ein zusätzliches Kapitel angefügt – der Prolog, welcher in Peru handelt. Achtung, sanfte Spoiler voraus!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war noch nie in Südamerika. Da würde ich schon sehr gerne einmal hin. Obwohl brasilianische Polit-Idioten den Wald vernichten, statt ihn zu erhalten. Obwohl in Venezuela die Strassenbanden Menschen auf offener Strasse hinrichten. Und obwohl Mexico City immer bekannter für Entführungen, Schutzgeldforderungen und Schiessereien wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Südamerika wird aber auch getanzt und gebechert. Dort haben die Menschen feurige Musik in den Adern und lieben das Leben; so zumindest das Klischee.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Back in the days</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">1921 sah das alles aber noch ganz anders aus. Peru’s Hauptstadt Lima ist noch etwas rückständiger als etwa New York City, die Temperaturen sind gerade im März besonders warm und im peruanischen Hochland lassen sich allerhand archäologisch wertvolle Dinge erahnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgeschichte dient dazu, den eigentlichen Kampagnenstart um ein spannendes und gutgemachtes Abenteuer zu ergänzen. Viele Gruppen spielen den Prolog in nur zwei Sitzungen. Wir mit unseren Zweieinhalbstundensitzungen brauchten dazu locker fünf Abende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig, richtig toll sind die Handouts und die Hintergrundinformationen. In diesen steht, wie man im Peru der 1920er per Schiff, Bahn, Lastwagen und Maultier gereist ist. Wie sich die Höhenkrankheit anfühlt und welchen Tieren man im peruanischen Hochland begegnen kann. Es gibt detaillierte Anhänge zu Artefakten und Folianten und nach jedem Abschnitt findet man in einem gelb hinterlegten Kasten, wie man die Geschichte im Pulp-Modus spielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und ab dafür</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel dieses Abenteuers ist es, bereits mit dem Grusel in Kontakt zu treten und Vertrauen zu bestimmten NSCs zu fassen, welche später noch eine Rolle spielen werden. Die Story verläuft denn auch von „Alles ist gut“ rasant zu „Ay, caramba! Was zur Hölle ist denn hier los!?“. Was mir daran persönlich enorm gut gefällt, ist die Stimmung: Hotellobbys, Eselkarren, Quinoafelder, Maultiere, Hitze, Tequila, Rum und Schweiss. Eine kleine Expedition hat bekanntlich noch niemandem geschadet. Ähem&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sollte die Gruppe noch nicht besonders motiviert sein, sich den Gefahren entgegenzuwerfen, so ist das noch kein Beinbruch. Die eigentliche Kampagne kann und wird auch starten, ohne dass alle Geheimnisse in Peru gelüftet wurden. Der Prolog ist nämlich erst die Eingangshalle zur grossen Kampagne und ist selbst noch nicht Teil der grossen Sandbox. Nur sterben sollten sie noch nicht, die Charaktere. Das Abenteuer ist gut und stimmungsvoll geschrieben, die Nichtspielercharaktere sind eigen und einprägsam und das Abenteuer ist noch gar nicht so tödlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie wir spielen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ein paar Worte dazu, wie wir mit Masks of Nyarlathotep begannen: Ich leite die Kampagne. Und ich habe mich dagegen entschieden, Pulp zu spielen. Einfach, weil ich überlebensgrosse Helden schon bei D&amp;D ständig begleite und ich noch niemanden gefunden habe, die/der mit mir die Normalos von <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-liebe-auf-den-ersten-blick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer Fantasy Role-play</a> spielen will. Leider. Bestes Setting ever.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir bei Masks allerdings getan haben, ist die Charaktere ein bisschen aufzumöbeln. Sie alle gehören einer Geheimgesellschaft an. Diese waren in den 20er Jahren nämlich hoch im Kurs. Alle Mitglieder dieser Gesellschaft haben besondere Fähigkeiten. Das kann eine Verkleidungskünstlerin sein, ein Genie, ein Akrobat, eine Pilotin oder ein Ex-Soldat. Durch diese Zusammengehörigkeit und Zugehörigkeit ist auch das Problem des (entschuldigt den unsensiblen Ausdruck) „Nachschubs“ von neuen Investigator*innen gewährleistet. Denn obwohl ich versuche, den Starkstrom nach Möglichkeit aus der Leitung zu nehmen, hat Masks den Ruf, relativ tödlich zu sein. Ein Keeper-Tipp für Masks lautet nämlich: „Spieler*innen sollten gleich von Anfang an schon einmal drei Charaktere auswürfeln, sie werden sie brauchen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gestank und Vertrauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Peru-Prolog ist ein geruchsintensives Kapitel von Masken des Nyarlathotep. Vieles stinkt zum Himmel und das wird ausgiebig beschrieben und erzählt. Die Rollen der NSC sind klar verteilt, die Karten liegen schon bald offen auf dem Tisch, aber trotzdem trauten manche meiner Spielenden den Schergen und misstrauten den Verbündeten. Wie soll es auch anders sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das Abenteuer erst einmal bestanden, ist man eine wertvolle Cthulhu-Erfahrung reicher und man ist der Original-Kampagne einen grossen Schritt näher. Vom eigentlichen Plot wissen die Spielenden trotz Prolog noch nicht viel, ohne dies allerdings zu wissen. Denn wozu dieser Anfang der grossen Geschichte dient, erfahren die Charaktere erst vier Jahre später und die Spielenden erst im nächsten Kapitel: New York.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe Kritik an diesem Kapitel vernommen, die ich nicht teile. Das Abenteuer sei zu forciert, vernünftige, normale Menschen würden diesen Hinweisen nicht nachgehen. Das stimmt und ich hatte das Gefühl auch ein klein wenig, aber <a href="https://penandpaper.blog/cthulhu-immer-das-gleiche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das trifft auch ungefähr auf achtzig Prozent aller Rollenspielabenteuer zu</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir gingen in die Pyramide und lösten das Ding, wie es gedacht ist, sogar mit Bodenplan und allem Drum und Dran. Wir hatten Spass, wir hatten Horror und wir teilten uns ein Abenteuer mit einem gewissen Mr. J. Es war ein sehr schönes Abenteuer und <a href="https://penandpaper.blog/masken-des-nyarlathotep-new-york/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">New York (Kapitel 2)</a> bekommt deswegen bereits gut aufgewärmte Investigatoren. Und das ist auch nötig, denn dort herrscht eisiger Winter&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="989" height="669" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/masks-of-nyarlathotep-peru-pen-and-paper-blog-1.jpg" alt="" class="wp-image-959" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/masks-of-nyarlathotep-peru-pen-and-paper-blog-1.jpg 989w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/masks-of-nyarlathotep-peru-pen-and-paper-blog-1-300x203.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/09/masks-of-nyarlathotep-peru-pen-and-paper-blog-1-768x520.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px" /></figure>
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