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	<title>Immersion Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Immersion Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Rollenspielmaterial</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 18:39:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Immersion]]></category>
		<category><![CDATA[Pen und Paper]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspielmaterial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie man schnell merkt, wer Rollenspielmaterial ist Es gibt Leute, die sind für Pen und Paper gemacht, nur wissen sie dies noch nicht. Und es gibt Leute, die hätten ganz gut Lust, das einmal zu probieren, doch wie sie bald herausfinden werden, sind sie so gar nicht dafür gemacht. Ich habe mit einigen Menschen schon [&#8230;]</p>
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<p><strong>Wie man schnell merkt, wer Rollenspielmaterial ist</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Es gibt Leute, die sind für Pen und Paper gemacht, nur wissen sie dies noch nicht. Und es gibt Leute, die hätten ganz gut Lust, das einmal zu probieren, doch wie sie bald herausfinden werden, sind sie so gar nicht dafür gemacht.</h3>



<p>Ich habe mit einigen Menschen schon ihr erstes Mal Rollenspiel erleben dürfen. Mit Kindern, Erwachsenen, Bekannten, Fremden und schon älteren Mitbürgern. Rollenspiel ist nicht für jede und jeden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Rollenspiel nicht für alle ist</strong></h2>



<p>Manchen ist es zu abgefahren, sich in eine Welt zu denken, die nicht real ist. Andere möchten oder können sich nicht anstrengen und bevorzugen das Gucken eines Films, wo das Visuelle und auch die Handlung schon gegeben sind. Manche sind auch von der Handlungsfreiheit überfordert. Ständig alles tun zu können, ist schlichtweg schwierig.</p>



<p>Es gab jedoch auch eine Person, der war das nicht kreativ genug. Sie wollte Lucky Luke als Charakterbild nehmen und Magie einsetzen, statt sich von der Welt von Tales from the Loop einschränken zu lassen.</p>



<p>Vier Stunden an einem Tisch zu sitzen und so zu tun, als sei man woanders, ist auch nicht jederfraus Sache. Einige finden das schlichtweg albern. Bei manchen funktioniert es gar nicht, auch wenn sie sich anstrengen. Die <a href="https://penandpaper.blog/immersion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fähigkeit zur Immersion</a> ist nicht jeder gegeben. Für andere ist es hingegen <em>das</em> Bewusstseinstor in fremde Welten, wo das Abenteuer wartet und alles möglich ist.</p>



<p>Ich habe zwei Dinge erkannt, die helfen, «Rollenspielmaterial» (also Menschen, die prädestiniert sind fürs Rollenspiel) schnell zu erkennen. Eigentlich sogar eher zwei Dinge, die helfen, diejenigen zu erkennen, die nicht fürs Rollenspiel geeignet sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Schleudersitz</strong></h2>



<p>Das erste ist ganz einfach: Betone im Vorfeld regelmässig, dass jede/r jederzeit aussteigen kann. Darum nenne ich das den «Schleudersitz». Hast du keine Lust mehr? Dann geniere dich nicht, mach nicht aus Höflichkeit weiter, zögere nicht, steige einfach aus. Drücke den Eject-Knopf und weg bist du. Betone als Spielleitung, dass ein Ausstieg ganz einfach ist, dass alle jederzeit äussern können, wenn sie keine Lust mehr verspüren. Wiederhole das während der Session Zero und auch nach der ersten Session wieder. Meistens trennt sich da schon die Spreu vom Weizen. Meistens fühlen die Mitspielenden schon nach einer Runde, ob sie nach mehr lechzen oder ob das so gar nicht ihr Ding ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eine-Stunde-Regel</strong></h2>



<p>Das zweite Erkennungsmerkmal ist die Ausdauer, die eine Person aufbringt. Wenn du als Spielleitung während einer Session sagst: «So, nun haben wir schon eine Stunde gespielt. Gefällt es euch und wollt ihr weiterspielen, oder habt ihr vielleicht schon genug?», dann zeigt sich schnell, wer sich erst gerade warmgelaufen hat und wer bereits froh ist, diesem unangenehmen Gefühl endlich entrinnen zu können, welches nun eine ganze Stunde erduldet werden musste. Schon mehr als einmal hatte ich erlebt, dass Personen es als anstrengend empfanden und froh waren, dem endlich ein Ende zu setzen. «Also, ich könnte jetzt eigentlich gut aufhören&#8230;», heisst es dann. Und dies, obwohl die Geschichte doch gerade erst anfing und ansatzweise spannend wurde. Meistens sind es dann diese Personen, die auf Regel eins zurückgreifen und den Schleudersitz betätigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rollenspielmaterial</strong></h2>



<p>Es gibt viele Gründe, weshalb jemand Rollenspiele spielt. Gamer, Geschichten-Fans, Schauspielende, Brettspielende, Menschen, die Gesellschaftsspiele mögen, LARPerInnen, <a href="https://penandpaper.blog/immersion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immersions-Freaks</a>, Eskapisten, Helden, Barden, Elfen und Kämpferinnen sind nur einige davon.</p>



<p>Es gibt genauso viele Gründe, weshalb manche Menschen mit Pen &amp; Paper nichts anfangen können. Realisten, Extremsportler, Kinogänger, Extrovertierte, Partygänger, die lieber in die Welt hinausgehen und die existente Welt spüren, als stundenlang an einem Tisch zu sitzen und sich mühevoll Fantastereien aus der Nase ziehen zu lassen.</p>



<p>Rollenspielmaterial ist, wer sich gerne in andere Rollen, Welten und Lebensgeschichten hineinversetzt. Und wer davon mehr mitnimmt, als ein Gefühl peinlichen Berührtseins. Auch wer erdachte Erinnerungen zu seinen Erinnerungen aus der echten Welt gesellt und Freude hat, virtuelle Siege in einer fantastischen Welt zu erringen. Ihr Weltenretter, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Indiana Jones</a>, Aragorns, Skywalkers, Alices, Bonds, Poppins, Nemos und Siegfrieds da draussen – IHR seid Rollenspielmaterial.</p>
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		<title>Immersion im Rollenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 08:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspieltheorie]]></category>
		<category><![CDATA[bewusst sein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was heisst das, was soll das und warum ist es wichtig? Immersion ist für mich mitunter etwas vom Wichtigsten im Leben. Nämlich sich einem Thema hinzugeben, sich einzufühlen, einzutauchen. Es geht darum Grenzen zerfliessen zu lassen und das ist doch in fast jeder Hinsicht gut. Seit zehntausenden von Jahren erzählen sich Menschen Geschichten: zur Information, [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-heisst-das-was-soll-das-und-warum-ist-es-wichtig-immersion-ist-fur-mich-mitunter-etwas-vom-wichtigsten-im-leben">Was heisst das, was soll das und warum ist es wichtig? Immersion ist für mich mitunter etwas vom Wichtigsten im Leben.</h3>



<p>Nämlich sich einem Thema hinzugeben, sich einzufühlen, einzutauchen. Es geht darum Grenzen zerfliessen zu lassen und das ist doch in fast jeder Hinsicht gut.</p>



<p>Seit zehntausenden von Jahren erzählen sich Menschen Geschichten: zur Information, zur Bildung und zur Unterhaltung. Empathie, also Mitgefühl, ist ein vielzitiertes Schlagwort. Es geht darum, sich in eine Person, in eine Situation hineindenken zu können, diese Fähigkeit zu fördern, weil das die Welt zu einem sozialeren, gerechteren und mitfühlenderen Ort macht. Immersion kann diese Fähigkeit im Positiven wie im Negativen trainieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-heisst-immersion-beim-rollenspiel"><strong>Was heisst Immersion beim Rollenspiel?</strong></h2>



<p>Beim Pen &amp; Paper bedeutet Immersion, dass man Bilder in seinem Kopf erzeugt, sich hineinversetzt und das Geredete nicht nur sagt, sondern es sich vorstellt und erlebt. Manche Menschen wollen das und können das, andere wollen dies vielleicht gar nicht so sehr, brauchen das nicht oder sind dazu weniger fähig.</p>



<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die Computerspiele so spielen: Ich sitze hier in meinem Stuhl, trinke eine Cola und spiele dieses Spiel. Ich bewege die Maus und steuere diese Figur, die so gar nichts mit mir zu tun hat durch eine nicht reale, computergenerierte Welt und drücke Knöpfe. Es ist einfach eine Tätigkeit und eine Challenge. Es gibt so gut wie keine Identifikation. Das ist okay und manchmal vielleicht sogar gesünder. Der Clou dabei ist, dass sich diese Personen zu jedem Zeitpunkt bewusst sind, wo sie sich in ihrem realen Leben gerade befinden und was sie da von aussen betrachtet tun.</p>



<p>Menschen, die Immersion beim Rollenspiel gut können und sie auch wollen, funktionieren anders. Sie denken sich in die Welt, fühlen sich in den Charakter und sind in diesem Moment woanders jemand anders. Natürlich hat das seine natürlichen Grenzen, aber das Erlebte geht in die Erinnerungen über und mischt sich mit dem in der realen Welt Erlebten. Auch im Rollenspiel kann man (virtuelle) Erfahrungen machen. Und genau deshalb sind Ego-Shooters gar nicht so unbedenklich, wie manche behaupten, was psychologisch relativ einfach belegbar ist, aber darum geht es hier und jetzt nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ein-beispiel"><strong>Ein Beispiel</strong></h2>



<p>Ich spiele öfter online Rollenspiel, als am Tisch. Wegen der Immersion, die so für mich grösser ist, wegen der einfacheren Terminfindung und wegen einer Pandemie. Wenn ich spiele, brauche ich gute Tonqualität, einen ruhigen Raum, in dem ich mich wegschliessen und ganz für mich sein kann. Einen Ort, an dem ich nicht gestört werde. Ich schliesse die Vorhänge und sorge für gedämpftes Licht. Die nächsten drei Stunden bin ich in der Fantasie und dieser Welt, die ich erleben möchte.</p>



<p>Es gibt allerdings Menschen, die spielen in der offenen Küche, über Lautsprecher, statt mit Kopfhörern, während die Partnerin oder der Partner dabei zuhört und der Fernseher läuft. Sie stehen zwischendurch auf, gehen sich aus dem Kühlschrank das dritte Bier holen und nehmen den Computer mit auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen. Jeder muss selbst entscheiden, was für ihn funktioniert und stimmt. Aber so könnte ich auf keinen Fall Pen &amp; Paper spielen. Das würde bei mir weder funktionieren, noch Spass machen. Ich wäre gedanklich nicht involviert, würde den gedanklichen Raum für die Bilder und Situationen gar nicht haben. Das wäre für mich, wie einem Klassikkonzert beizuwohnen, während die Bauarbeiten im Konzertsaal weitergehen, mit Bohren, Klopfen, Hämmern und Sägen. Dann lass ich es lieber sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="immer-schon-immersion"><strong>Immer schon Immersion</strong></h2>



<p>Bei mir spielt Immersion beim Lesen eines Buches, beim Schauen eines Filmes und beim Spielen eines Rollenspiels eine gewichtige Rolle. Okay, wenn ich Pacman spiele, gibt es keine Immersion. Wenn ich ein wissenschaftliches Magazin lese auch kaum. Wenn ich Schach spiele, gibt es null Immersion. Dann wird der CPU meines Gehirns für anderes blockiert und es ist mir egal, ob die Dame eine Dame oder ein anderer Klotz ist, der neun Punkte Wert hat. Aber wenn es um eine Geschichte geht, die mir zusagt, in der ich mich mit einem Charakter identifizieren kann, dann bin ich dort und lebe es. Und genau deshalb (so glaube ich) funktioniert Rollenspiel bei einigen Leuten und bei anderen nicht. Die Frage ist vielleicht: «Bist du ein Träumer oder stehst du mit beiden Beinen fest in der Realität?»</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="bewusstsein-oder-bewusst-sein"><strong>Bewusstsein oder bewusst sein</strong></h2>



<p>Für mich gibt es wenig Faszinierenderes, als das (menschliche) Bewusstsein. Wir sind nicht nur fähig, zu denken, sondern sogar uns dessen bewusst zu sein und unser Denken zu analysieren, zu beurteilen und anzupassen. Die Fähigkeit, Dinge zu erzählen und zu fühlen, die zu diesem Zeitpunkt und an diesem Ort keine Relevanz haben, hat höchstwahrscheinlich von allen uns bekannten Lebewesen nur der Mensch. Beispiele: Ich stelle mir vor, wie es wäre, auf den Mars zu fliegen. Du erzählst mir von einem fernen Land, das es nie gegeben hat. Wir drehen einen Film über eine Begebenheit, wie sie hätte sein können, wenn alles anders gelaufen wäre. Wie faszinierend ist das denn? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass wir das in Schriftzeichen, gesprochener Sprache, Ton und Bildern erzeugen, codieren, decodieren, festhalten können. Einfach unglaublich! Darum geniesse ich so viel Immersion, wie es mir gesund und sinnvoll erscheint.</p>
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		<title>Online Rollenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2021 12:35:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Online vs am Tisch. Beides ist Rollenspiel mit echten Menschen, beides hat seine Vor- und Nachteile und beides macht tierisch Spass. Als Pen and Paper in den Siebzigerjahren erfunden wurde, gab es die Möglichkeit online zu spielen noch gar nicht. Später wurden ganz viele Ideen und Features aus dem Tabletop RPG in PC-Games gesteckt: das [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Online vs am Tisch. Beides ist Rollenspiel mit echten Menschen, beides hat seine Vor- und Nachteile und beides macht tierisch Spass.</h3>



<p>Als Pen and Paper in den Siebzigerjahren erfunden wurde, gab es die Möglichkeit online zu spielen noch gar nicht. Später wurden ganz viele Ideen und Features aus dem Tabletop RPG in PC-Games gesteckt: das Hochleveln, die Antwortenauswahl in Adventures, das Wandern und Kämpfen in RPG’s. Und überhaupt der Name Role-playing Game für Computerspiele.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Online oder live</strong></h2>



<p>Heute gibt es zwei Fraktionen: die einen, für die die Vorteile des Onlinespiels überwiegen und die, die es nach wie vor besser live vor Ort mögen. Es gibt Communitys wie <a href="https://rollen-spieler.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rollen-spieler.com</a>, die schwören auf das online Spielen. Für eingespannte Familienväter und fleissige Arbeiter, bleibt mehr Zeit für Vorbereitung und Spiel. Es ist weniger stressig, sich an den Computer zu setzen, als irgendwohin zu reisen und dann erst spätnachts wieder nach Hause zu kommen. Und es ist weniger schlimm, wenn eine Runde zu spät beginnt oder ganz abgesagt werden muss. Alle sind schon wieder zu Hause, bzw. noch immer zu Hause.</p>



<p>Auch für Computer-Nerds und Technik-Freaks bietet das Online-Rollenspiel viel Zusatzfreude. Plattformen, Plug-ins, Module, Bild- und Tondatenbanken, Erweiterungen&#8230; Eine Fundgrube an Material, dass installiert, geprobt und bearbeitet werden will. Doch was sind schliesslich die Vorteile des Online-Spielens?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorteile online</strong></h2>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li><strong>Kein Weg-und-Zeit-Verlust</strong></li></ol>



<p>Alle können bei sich zu Hause spielen, niemand muss anreisen. Spiele über weite Distanzen, ja gar über mehrere Länder und Kontinente sind möglich.</p>



<p>2. <strong>Mehr <a href="https://penandpaper.blog/immersion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immersion</a></strong></p>



<p>Wenn ich keine spassige Runde am Tisch habe, die ständig Out-game-Bemerkungen machen, weil die Pizza im Ofen gerade fertig ist, ich dafür im dunklen Zimmer vor dem Monitor sitze und gespannt der Musik, den Geräuschen und Erzählungen des Meisters lausche, bin ich viel tiefer in der Fantasie drin.</p>



<p>3. <strong>Pandemie</strong></p>



<p>Wer hätte damit gerechnet, aber soziale Spiele, die einfach online weitergespielt werden (wie Schach oder Rollenspiel) haben in einer Pandemie einfach gewonnen. Fast keine Einschränkungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachteile online</strong></h2>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li><strong>Distanziertheit</strong></li></ol>



<p>Oft wird online auch mit Fremden oder zumindest nicht mit Freunden gespielt, die man aus dem echten Leben kennt. Das Hobby verbindet zwar, aber das Geburtstagsfest, die Grillparty und der Wanderausflug wird dann mit anderen Personen, den realen Freunden, gemacht. Und wer ohne Kamera spielt, sieht seine MitspielerInnen gar nicht. Keine Grimassen, Gesten, überraschte Gesichtsausdrücke. Da fehlt ein bisschen menschliche Interaktion im Online-Rollenspiel.</p>



<p>2. <strong>Weniger Immersion</strong></p>



<p>Wer während des online Spielens auf Lautsprecher schaltet, unterdessen Minis anmalt oder die Küche aufräumt, auf den Balkon rauchen geht oder den Einkaufszettel schreibt, ist im Spiel nicht wirklich dabei. Live am Tisch ist das nicht möglich, sonst wird man schnell zurechtgewiesen. Dasselbe gilt für das Herumspielen mit dem Handy oder dem zu vielen Trinken von Alkohol. Am Tisch ist man präsent, dafür sorgen auch die anderen. Online ist man selbst für seine Präsenz verantwortlich.</p>



<p>3. <strong>Weniger sozial</strong></p>



<p>Seinen MitspielerInnen ins Gesicht blicken, zusammen lachen, dem Nebenmann auf die Schulter klopfen, Snacks mitbringen, gemeinsam Pause machen, sich anderweitig austauschen&#8230; All dies findet online kaum oder gar nicht statt. Weil es schlicht nicht geht. Online zu spielen ist wie ein Online-Meeting: es ist effizienter, dafür weit weniger sozial.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mehr Gedanken zum Online-Rollenspiel</strong></h2>



<p>Wenn ich Pen und Paper spiele, will ich Pen und Paper spielen, wie ich es kenne. Online-Pen-und-Paper hat den Namen Stift und Papier oft gar nicht mehr verdient. Niemand hat mehr einen Stift oder einen Block vor sich, der Charakterbogen ist digital, die Notizen werden getippt, gewürfelt wird virtuell, oft ganz abstrakt indem eine Formel in den Chat getippt wird. Eigentlich müsste es dann Keyboard-Mouse-and-Screen-Rollenspiel heissen.</p>



<p>Solange ich beim Pen und Paper meine Fantasie benutzen muss und halt über einen Sprachchat rede, statt über direkte Schwingungen in der Luft, ist mir das kein so grosser Unterschied. Der Fakt, dass ich die anderen nicht unbedingt sehe, hilft sogar, als Spielleitung Dinge unauffälliger nachschlagen oder vorbereiten zu können, auch während des Spiels. Zusätzlich nimmt es manch einer/einem die Hemmung vor dem ausspielen der Rolle, weil der Bühneneffekt (alle schauen zu) ausfällt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bloss kein Computerspiel</strong></h2>



<p>Wichtig ist mir persönlich, dass das Rollenspiel online nicht zum Computerspiel wird. Wenn ich nur noch Bodenpläne, umherfahrende Zeichentrickfiguren, computeranimierte Zauber und vom Programm berechnete Kämpfe habe, dann ist das für mich nicht mehr immersives Rollenspiel, sondern entspricht einem Computerspiel auf dem Stand der Neunzigerjahre. Dann bin ich nicht im Spiel drin, muss die Regeln nicht mehr kennen und identifiziere mich nur wenig mit dem Männchen, das da auf dem Bildschirm herumfährt. Das ist dann für mich eher animiertes Brettspiel und bringt mir weniger Spass.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gleichstand</strong></h2>



<p>Ansonsten kann ich dem Onlinespiel viel abgewinnen. Es ist unkompliziert, findet einfacher und häufiger statt, man findet einfacher ein paar unverbindliche MitspielerInnen und gerade für die Spielleitung bietet die Technik viele tolle Möglichkeiten für Karten, Handouts, Musik, Soundeffekte und Bilder. Tischrollenspiel vs Online-Rollenspiel? Für mich gleichwertig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/online-rollenspiel/">Online Rollenspiel</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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