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	<title>Starterset Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Starterset Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Helden der Grenzlande, D&#038;D-Starterset (Rezension)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helden der Grenzlande, das neue Starterset von Dungeons &#38; Dragons bietet eine Menge Material und, für D&#38;D, eine neue Herangehensweise ans Abenteuerleben. Früher einmal hatte ich D&#38;D-Starterboxen kritisiert und zwar dafür, dass sie zur Hälfte mit einem Kartonboden gefüllt waren, dass die Hefte nur schwarz-weiss waren und dafür, dass anstelle von ganzseitigen Bildern nur halbseitige [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Helden der Grenzlande, das neue Starterset von Dungeons &amp; Dragons bietet eine Menge Material und, für D&amp;D, eine neue Herangehensweise ans Abenteuerleben.</h4>



<p>Früher einmal <a href="https://penandpaper.blog/dd-starterset-die-drachen-der-sturmwrackinsel/" type="link" id="https://penandpaper.blog/dd-starterset-die-drachen-der-sturmwrackinsel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hatte ich D&amp;D-Starterboxen kritisiert</a> und zwar dafür, dass sie zur Hälfte mit einem Kartonboden gefüllt waren, dass die Hefte nur schwarz-weiss waren und dafür, dass anstelle von ganzseitigen Bildern nur halbseitige darin waren, um Seiten zu sparen.</p>



<p>Das neuste Starterset «Helden der Grenzlande» ist so schwer wie ein Backstein. Das grosse Ziel dieser Box besteht darin, dem geneigten Einsteiger, wie bei einem Brettspiel, alles zu liefern, was er zum Spielen braucht: Würfel, Marken, Landkarten-Poster sowie Spielkarten mit magischen Gegenständen, Monstern und mehr. Wie die DSA-Box damals aus dem Kaufhaus, <a href="https://penandpaper.blog/dungeons-dragons-welcome-to-the-hellfire-club-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/dungeons-dragons-welcome-to-the-hellfire-club-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie die Stranger-Things-DnD-Box neulich</a> und wie Daggerheart, die die Rollenspielkarten jüngst salonfähig machten.</p>



<p>Mir reichen Buch, Stift, Papier und Würfel. Und von allem habe ich schon viel zu viel. Ihr kennt mich, ich mags analog und reduziert. Bücher kommen aber immer noch regelmässig mehr dazu. Analog ist «Helden der Grenzlande» denn auch.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hunderte Sachen Inhalt</h4>



<p>Es gibt einige Handouts. Ein Dankesbrief, der den Charakteren eine feste Bleibe in der Burg verspricht, eine Angebotskarte des Ausrüsters, bebildert und mit Preisen versehen, die Speisekarte des Gasthofs «Zum Trunkenen Drachen» und eine Übersicht der Rüstungen, Schilde und Waffen beim Händler.</p>



<p>Von Höhlen, Sumpf und Weg gibt es Battelmaps mit Distanzquadraten. Neun Karten an der Zahl, aber doppelseitig bedruckt. Die Charakterblätter der vorgefertigten Charaktere sind beidseitig vierfarbig bedruckt. Vorne Stufe eins, hinten Stufe zwei, bzw. vorne Stufe drei, hinten Stufe drei, bzw. vorne Stufe drei der einen Unterklasse, hinten Stufe drei einer anderen Unterklasse, also pro Charakter zwei Blätter. Es gibt den Kämpfer, den Kleriker, den Magier und den Schurken zur Auswahl. Beim Schurken wären die Unterklassen beispielsweise Assassine oder Dieb.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="894" height="599" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-Inhalt.jpg" alt="Helden der Grenzlande Inhalt" class="wp-image-2258" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-Inhalt.jpg 894w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-Inhalt-300x201.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-Inhalt-768x515.jpg 768w" sizes="(max-width: 894px) 100vw, 894px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image: Wizards of the Coast</figcaption></figure>



<p>Dann gibt es fünf A4-Bögen mit ausgestanzten Pappmarkern von Münzen und Monstern und Charakteren und Lebenspunkten. Dazu drei Stapel Spielkarten von NSCs, Monsterwerten und Tränken und Ausrüstungsgegenständen. Auch für Spezies und Hintergründe gibt es Karten, sodass man sich die Eigenschaften, die der Spielcharakter hat, einfach zum Nachlesen neben das Charakterblatt legen kann. Und schliesslich ein Blöcklein mit Tabellen als Kampf-Tracker und elf Würfel. Insgesamt über 170 Marker, rund 130 Spielkarten und drei Hefte!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ich muss mich erklären</h4>



<p>Ich bin ein Rollenspielfanatiker und kein grosser Fan von Brettspielen. Ich weiss nicht, woher das rührt. Doch, vielleicht schon… Rollenspiel entführt dich für Stunden in eine andere Welt, Brettspiel vertrödelt Stunden in der echten Welt. Das ist es wohl. Zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das Starterset ist vom Material her, wie ein Brettspiel. Es macht alles richtig und einfacher, weil alles visuell und vorhanden ist. Das ist gut durchdacht und grossartig umgesetzt.</p>



<p>Mich persönlich holt es jedoch nicht ab, weil ich genau das an Rollenspiel so mag, du brauchst nur drei Charakterwerte, einen Zufallsmechanismus, eine Geschichte sowie Hirn und Mundwerk und schon spielst du los, für Stunden, egal, wo du gerade bist. Sobald ein Rollenspiel besondere Würfel, Tabellen, Bücher, Mechanismen und Gerätschaften haben muss, verliert es mich ein wenig. Ist mir auch bei Hexxen 1733 so gegangen. Tolle Anlage, aber dann nur Tokens, Spezialwürfel und Kampf, da bin ich schon raus.</p>



<p>Damit will ich nur erklären, warum <em>ich</em> keine Freudensprünge mache, obwohl ich das eigentlich müsste. Denn diese Kiste ist ein eigentliches Meisterwerk.</p>



<p>Es ist zu sehr visuell dargestellt. Das «Theatre of the Mind» wird kaum benötigt, weil es zu allem Karten gibt. Und genau diese Vorstellungskraft und Fantasie macht für mich die Faszination von Pen-und-Paper aus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gute Mischung</h4>



<p>«Helden der Grenzlande» bekommt die Mischung aus Kampf, Erkundung und sozialer Interaktion gut hin. Ich glaube, ich kann sagen, es gibt einen guten Überblick und zeigt einen guten Querschnitt davon, was Dungeons &amp; Dragons ist, will und kann.</p>



<p>Für die Spielleitung ist alles relativ einfach und aufbauend sowie übersichtlich erklärt. Didaktisch ist das Set gut konzipiert. Die Illustrationen sind mir oft etwas zu hübsch und niedlich, könnten so auch in jedem anderen Fantasy-Spiel vorkommen. Das ist aber kein Misstritt, sondern pure Absicht und Konzept.</p>



<p>Der Ansatz einer Burg umgeben von Wildnis und einem konkreten Ort wie den «Höhlen des Chaos» ist ideal für Leute, die von Eulenbären und Dungeons noch nicht allzu viel wissen. Mittelalter, Burgen und etwas Magie haben alle schon in irgendwelchen Medien gesehen.</p>



<p>Es ist vorgesehen, dass die Spielleitung, ähnlich den meisten Brettspielen, rotiert. Bisher hiess es in den Startersets: Definiert einen Spielleiter. Hier sollen verschiedene Spielende die verschiedenen Heft und Abschnitte übernehmen. Das gefällt mir.</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Hommage an die Anfänge</h4>



<p>Helden der Grenzlande… und die drei enthaltenen Hefte heissen nicht zufällig:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Burg in den Grenzlanden</li>



<li>Wildnis</li>



<li>Höhlen des Chaos</li>
</ul>



<p>Der Titel «Helden der Grenzlande» (auf Englisch: «Heroes of the Borderlands») ist denn auch eine bewusste Anspielung auf eines der berühmtesten frühen D&amp;D-Abenteuer überhaupt: «<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Keep_on_the_Borderlands" type="link" id="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Keep_on_the_Borderlands" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Keep on the Borderlands</a>». Das Modul aus dem Jahr 1979, geschrieben von keinem Geringeren als dem D&amp;D-Erfinder Gary Gygax himself, gilt als eines der prägendsten Einsteigerabenteuer der Rollenspielgeschichte.</p>



<p>Es spielt, wie der Name schon sagt, in einer Grenzregion der Zivilisation, wo eine befestigte Burg (Keep) als letzter Aussenposten dient und die Spieler in die nahegelegenen «Caves of Chaos» aufbrechen. Den Begriff und Ort der Grenzlande wieder aufzugreifen, bringt ein kultiges Gefühl mit sich, nämlich Nostalgie für Veteranen und einen Klassiker der ersten Stunde für Neueinsteiger, sozusagen eine Hommage an die Anfänge des Spiels.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="675" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-675x1024.png" alt="Helden der Grenzlande DnD Box" class="wp-image-2257" style="aspect-ratio:0.6591846501882058;width:323px;height:auto" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-675x1024.png 675w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-198x300.png 198w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-768x1166.png 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-1012x1536.png 1012w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-1349x2048.png 1349w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box-1320x2004.png 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2026/04/Helden-der-Grenzlande-DnD-Box.png 1500w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image: Wizards of the Coast</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>



<p>Mit dem neuen Starterset «Helden der Grenzlande» bringt Wizards of the Coast eine moderne Einstiegsversion für Dungeons &amp; Dragons auf den Markt, die den berühmten «Ja, und…»-Geist des Rollenspiels noch stärker in den Vordergrund rückt. Das Set richtet sich klar an absolute Neulinge, Familien und Gelegenheitsspieler und versteht sich weniger als klassisches Regelwerk, sondern eher als vollständig ausgestattetes Abenteuerpaket, das den Einstieg in die Welt der Fantasy-Rollenspiele so niederschwellig wie möglich machen soll.</p>



<p>Es ist eine gelungene Weiterentwicklung der D&amp;D-Starterboxen und macht definitiv so manches genau richtig. Manche Zufallsbegegnungen sind für Charaktere der ersten Stufe ziemlich tödlich, aber ich freue mich schon darauf, diese prall gefüllte Kiste demnächst zu spielen. Am liebsten mit absoluten Anfängerinnen und Anfängern, denn dieses Starterset macht den Einstieg für Spielleitung und Spielende wirklich einfach.</p>
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		<title>Warhammer: Liebe auf den ersten Blick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2022 00:58:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum Warhammer Fantasy Role-play viel Liebe verdient und total unterschätzt wird. Hoffentlich wird sich das mit der vierten Edition ändern. Denn dieses System bietet liebevolle Produkte und grossartige Abenteuer, wie kaum ein anderes. Ich kannte das Games Workshop Logo aus meiner Jugend und ich kannte den Namen Warhammer bereits. Doch Echtzeitstrategie gebe ich mir, wenn [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum <a href="https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/warhammer-40-000-warhammer-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer Fantasy Role-play</a> viel Liebe verdient und total unterschätzt wird. Hoffentlich wird sich das mit der vierten Edition ändern. Denn dieses System bietet liebevolle Produkte und grossartige Abenteuer, wie kaum ein anderes.</h3>



<p>Ich kannte das Games Workshop Logo aus meiner Jugend und ich kannte den Namen Warhammer bereits. Doch Echtzeitstrategie gebe ich mir, wenn überhaupt, lieber als Computerspiel. Das Miniaturenspiel, auch Püppchenschubsen genannt, hat für mich nur einen beschränkten Reiz.</p>



<p>Es war die Zeit, als ich mich nach zwanzig Jahren Abstinenz wieder für Rollenspiele zu interessieren begann. Ich bestellte mir gleich vier Einsteigerboxen und las drei davon durch. Ich wollte sehen, was diese Boxen zu bieten haben und erhoffte mir einen leichten Einstieg und einen Überblick über verschiedene Rollenspielsysteme.</p>



<p>Ich begann mit DSA 5, kämpfte mich durch Dungeons &amp; Dragons 5E «Die verlorenen Minen von Phandelver» und landete bei Warhammer Fantasy Roleplay, in das ich mich sofort verliebte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebsame Überraschung</strong></h2>



<p>Das tollste im Leben sind doch Überraschungen. Hohe Erwartungshaltung, schnelle Enttäuschung, tiefe Erwartungshaltung, positive Überraschung. Von Warhammer hört man jeweils, dass es so düster oder eben dark and gritty ist, wie die Community zu sagen pflegt. Das kann ich nicht komplett leugnen. Wer auf Kämpfen aus ist, hat hier schlechtere Karten, als im Heldenspiel Dungeons &amp; Dragons. Warhammer ist «From Zero to Hero», falls man nicht vorher zu viele Korrumpierungspunkte sammelt oder einfach den Löffel abgibt. Doch dieser Ansatz, als kleiner Niemand in einer hässlichen Welt bestehen zu müssen, ist einfach nur toll.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alt und endlich schön</strong></h2>



<p>Warhammer Fantasy Role-play ist eines der ältesten Fantasy-Rollenspiele und existiert seit den 80er-Jahren. Da ich es erst jetzt kennenlernte, darf ich sagen, dass ich die Illustrationen der ersten Edition schauerlich finde. Die von der aktuellen 4e sind dafür umso toller. Kein anderes mir bekanntes Fantasy-Rollenspiel hat derartig dynamische Illustrationen, auch wenn Pathfinder nahe an WFRP herankommt. Die Bilder wirken teilweise, als ob sie Bewegung enthielten. Als ob es keine Standbilder sondern Animationen wären. Ein tolles Beispiel dafür ist das Coverbild von «Rauhe Nächte und Harte Tage». Auch die Illus der SC und NSC sind sehr realitätsnah, aber eben doch überzeichnet und comic-haft, was mir persönlich enorm gefällt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mittelalter statt Fantasy</strong></h2>



<p>Wer vom Mittelalter fasziniert ist, findet hier seinen Frieden. Das Mittelalter war hart, dreckig und stinkig und so ist auch WFRS. Hier gibt es keine glänzenden Rüstungen und keine Magierstäbe auf Stufe eins, die sogar Gandalf vor Neid erblassen liessen. Hier geht der Agitator mit der Flusswache in die Kaschemme und hofft, keinen Ärger zu kriegen. Wer keine Allmachtsphantasien ausleben muss, ist hier gut aufgehoben. Denn diese Welt hat Rettung nötig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie Cthulhu Fantasy</strong></h2>



<p>In einer Forumsdiskussion schrieb mir einer als Erklärung, Warhammer Fantasy sei mehr wie Fantasy-Cthulhu, als wie D&amp;D. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Die Abenteuer handeln von Intrigen und Investigation, nicht vom Monster erschlagen. Sie sind oft clever gestrickt und enthalten viele Erzählstränge, die parallel zueinander ablaufen. Die Abenteuer kommen teils fast ohne Kampf aus und lassen sich ideal zu Kampagnen zusammenfügen. Wer trotzdem kämpfen will oder muss, könnte es schwer haben. Auch das eine Parallele zu Cthulhu. Korrumpierungspunkte ersetzen den Sanity Loss, aber auch bei Warhammer kommen die Kulte nicht zu kurz.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Geniale Abenteuer</strong></h2>



<p>Das Abenteuer aus der D&amp;D-Einstiegskiste hat kaum Plot und verläuft von A nach B, dann wird gekämpft. Von B nach C, dann wird gekämpft. Es wird gekämpft und gelootet, von Ort zu Ort, von Raum zu Raum. Die Drucksachen von D&amp;D sind eher mager und gewöhnlich. Nicht so die Einsteigerbox von Warhammer Fantasy Rollenspiel. Hier gibt es wunderhübsche Heldenbögen, Pappmarker, einen Abenteuerband, der für einige Abende reicht und einen Städteband, der gleich noch einmal Plotideen für viele weitere Spielabende liefert. Kurz gesagt, die Box ist ergiebig. Hier wird nicht versucht, dir wenig zu geben, um Kosten zu sparen und dich zu weiteren Käufen zu verleiten. Hier wird versucht dir so viel zu bieten, dass du knietief in Spielerlebnissen waten darfst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kein Einzelfall</strong></h2>



<p>Also bestellte ich mir das Regelwerk von Warhammer Fantasy und war wieder platt. Während D&amp;D seine Inhalte bekanntlich auf drei Bände verteilt, wobei der Dungeon Master’s Guide noch nicht einmal die Spielregeln enthält (welch Irreführung!), kommt WFRP in nur einem dicken Wälzer daher, der auch noch mit partiellem Glanzlack, wunderbar dynamischen Illustrationen und unglaublich tollen Einführungsseiten daherkommt. Der Humor kommt nicht zu kurz und so hat diese Welt immer einen comicartigen Touch, also ob Asterix, Monty Python und das Mittelalter sich hier gefunden hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Regeln für den Einstieg</strong></h2>



<p>Die Regeln sind bei WFRS zwar etwas komplizierter als bei D&amp;D, dafür sind ganz viele von ihnen optional. Wer keinen Bock auf das Studium des Regelbuchs hat, kann aber auch mit leichten Regeln sehr schnell und einfach spielen. Die Einsteigerbox führt einen sanft an das Spiel heran und liefert gleich ein sehr spassiges, investigatives und gar nicht so kämpferisches Abenteuer, das Lust auf mehr macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine runde Sache</strong></h2>



<p>Dieses Spiel ist in vielerlei Hinsicht keine leichte Kost, dafür wird einem fürs Geld grosszügig etwas geboten. Die Produkte sind liebevoll gemacht, ohne bei den Druckkosten zu sparen und machen deshalb Freude. Die Abenteuer sind dicht und humorvoll, enthalten gar nicht so viel Kampf, dafür so manche Überraschung.</p>
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