<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Orks Archive | Penandpaper.blog</title>
	<atom:link href="https://penandpaper.blog/tag/orks/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://penandpaper.blog/tag/orks/</link>
	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
	<lastBuildDate>Sun, 15 Feb 2026 12:28:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2022/04/A_cEOINt_400x400-150x150.jpg</url>
	<title>Orks Archive | Penandpaper.blog</title>
	<link>https://penandpaper.blog/tag/orks/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mittelerde Rollenspiel, Überfall im Düsterwald (Rezension)</title>
		<link>https://penandpaper.blog/mittelerde-rollenspiel-ueberfall-im-duesterwald-rezension/</link>
					<comments>https://penandpaper.blog/mittelerde-rollenspiel-ueberfall-im-duesterwald-rezension/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 15:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lord of the Rings]]></category>
		<category><![CDATA[LotR]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelerde]]></category>
		<category><![CDATA[Orks]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://penandpaper.blog/?p=1986</guid>

					<description><![CDATA[<p>Überfall im Düsterwald (zu englisch «Denizens of the Dark Wood») enthält drei einfache Abenteuer, die nacheinander oder unabhängig gespielt werden können. Dieses Abenteuermodul für MERS (oder englisch MERP) ist old-school, nicht OSR. Denn als dieses Büchlein erschien, war OSR noch in weiter Ferne. Der Band ist 1989 erschienen. Da war ich noch ein Kind. In [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/mittelerde-rollenspiel-ueberfall-im-duesterwald-rezension/">Mittelerde Rollenspiel, Überfall im Düsterwald (Rezension)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Überfall im Düsterwald (zu englisch «Denizens of the Dark Wood») enthält drei einfache Abenteuer, die nacheinander oder unabhängig gespielt werden können.</h4>



<p>Dieses Abenteuermodul für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MERS_(Rollenspiel)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MERS</a> (oder englisch MERP) ist old-school, nicht <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OSR</a>. Denn als dieses Büchlein erschien, war OSR noch in weiter Ferne. Der Band ist 1989 erschienen. Da war ich noch ein Kind. In den 80ern wurden mit Filmen noch fantastische Geschichten erzählt (Ghostbusters, Die unendliche Geschichte, Gremlins, E.T., Indiana Jones uvm.). Heute ist es ja oft nur noch Action, Geballer und hollywoodsche Gefühlsmanipulation; die Story lässt sich meist in zwei Sätzen zusammenfassen.</p>



<p>Dementsprechend waren auch Spiele damals noch einfacher und weniger sensationell aufgezogen. Orks waren noch exotisch, Riesenspinnen gruselig, Mittelerde ein anderer Planet. Heute ist Mittelerde danke den LotR-Filmen ein allen bekannter Ort, Riesenspinnen sind nur grosse Ausgaben echter Tiere und darum «lame», Orks sind die naheliegendsten Fantasy-Gegner. Alles musste immer actionreicher, komplexer, noch-nie-dagewesener werden. Deshalb wirkt «Überfall im Düsterwald» 36 Jahre später etwas gar simpel gestrickt.</p>



<p>Das grosse Plus dabei ist, die Abenteuer sind einfach zu überblicken und darum einfach zu leiten, ohne viel Vorbereitung. Sie sind für schwache bis mittlere Charaktere ausgelegt. Im Anhang sind neun (!) vorgefertigte Abenteurer (damals war noch nichts mit gendern) versammelt. Ein Wasa-Krieger, ein Gondor-Krieger, ein Zwergen-Kundschafter, ein Dunadan-Waldläufer, ein Dorwinadan-Animist, ein Sinda-Elben-Magier, ein Gondor-Magier, ein Waldelben-Barde und ein Beorninger-Barde. Die Geschichten können zusammenhängend gespielt werden, müssen aber nicht. Das grosse Thema lautet: «Wer hat Angst im dunklen Wald?».</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized wp-duotone-unset-1"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="772" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-772x1024.jpg" alt="denizens of the dark wood orc" class="wp-image-1990" style="width:318px;height:auto" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-772x1024.jpg 772w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-226x300.jpg 226w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-768x1019.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-1158x1536.jpg 1158w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood-1320x1751.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/Orc_denizens_of_the_dark_wood.jpg 1494w" sizes="(max-width: 772px) 100vw, 772px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Queen-Carroms</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Viel Liebe</strong></h4>



<p>Ich liebe das Cover dieses Bandes und hatte es schon für den Artikel <a href="https://penandpaper.blog/sind-orks-nur-gruene-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Sind Orks nur grüne Menschen?»</a> verwendet, nun aber zugunsten dieses Artikels geändert. Doch habe ich das Originalbild bisher nicht gefunden, gäbe es dieses als Druck des Originalwerkes, ich würde es mir an die Wand hängen.</p>



<p>Überhaupt liebe ich alles daran, ein Büchlein in der Hand zu halten, das schon fast Kultstatus hat, das es nicht mehr neu aufgelegt gibt und das ein Stück Kulturgeschichte des Rollenspiels ist. Ich mag Zeitzeugen über alles.</p>



<p>Die Illustrationen sind schwarz und weiss, Linienzeichnungen, auch die Karten sind sehr einfach gehalten, dafür übersichtlich. Mich erinnert das Layout an Midgard 5, das auch heute noch diesen Old-school-Vibe verbreitet. Mit Midgard 6 ist das nun definitiv vorbei, siehe die <a href="https://penandpaper.blog/midgard-legenden-von-damatu-die-umstuermten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rezension zu «Die Umstürmten»</a>.</p>



<p>Fun Fact: Ganz hinten im Buch ist Werbung für die Veröffentlichungen des Mittelerde-Rollenspiels drin. Als erstes unter «Neu:» ist das Abenteuer «Überfall im Düsterwald» aufgeführt. Meta!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Atterkopp! Atterkopp!</strong></h4>



<p>Ein wahrlich seltsamer Name für ein Abenteuer. Es werden Abenteurer gesucht, weil kürzlich fünf Angehörige auf der Reise nach Norden ins nächste Dorf verschwunden sind. Die Abenteurer sollen untersuchen, was geschehen ist.</p>



<p>MERS war noch simulationistischer. Da konnte man sich in einem Abenteuer noch verirren oder einfach verdursten. Das würde heute jeden D&amp;D-Spieler sehr erzürnen. So etwas käme einer Hochglanz-Streaming-Show heftig in die Quere, wenn ihr auf Leistung getrimmter Superheld Orientierungsschwierigkeiten hätte oder gar Schaden nähme, weil er zu wenig Wasser bei sich trüge.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-1024x768.jpg" alt="denizens of the dark wood troll" class="wp-image-1991" style="width:478px;height:auto" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-1024x768.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-300x225.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-768x576.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-1536x1152.jpg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood-1320x990.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/10/troll_denizens_of_the_dark_wood.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Queen-Carroms</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Trollplage</strong></h4>



<p>Das Abenteuer «Trollplage» verrät schon im Titel, was Sache ist. Mittelerde ist halt geerdeter als zum Beispiel D&amp;D. Auch heute gibt es noch Abenteuer, die darauf basieren, sich mit Trollen anzulegen, weil sie Ärger machen. Warum auch nicht?</p>



<p>Hier wurden auf einer Strasse immer wieder Fahrende und Händler aufgerieben, sodass ein Kaufmann eine ziemlich hohe Belohnung aussetzt, wenn Abenteurer im helfen, die Plage zu beseitigen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Tribut an Dol Guldur</strong></h4>



<p>Das dritte Abenteuer «Tribut an Dol Guldur» ist definitiv das Heftigste. Ein Typ wie Beorn, der Grimbold heisst, sucht Mitstreiter für die Mission in eine Ork-Feste. Ich muss die Story noch einmal im Detail lesen, aber das Vorhaben scheint mir doch sehr auf der tödlicheren Seite zu sein. Das Abenteuer besteht grösstenteils aus dem Infiltrieren und Erkunden der Räumlichkeiten einer Art von überirdischem Dungeon, und dem Kennenlernen verschiedener Orkkrieger und ihren Funktionen in der Armee. Die Funktionen tragen alle orkische Namen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h4>



<p>Es ist alt, es ist schön, es ist einfach. Spielende müssen es schon wollen. Wer sich auf ein Abenteuer einstellt, dass sophisticated ist und mit nie dagewesenen Kreaturen aufwartet, wird enttäuscht sein. Es warten keine Plottwists. Hier gibt es nur ehrliche Mittelerde anno 1989 zu erleben. Wer sich darauf einstellt oder gar darüber freut, darf hier einen Klassiker und eine Zeitreise erleben.</p>



<p>Ich bereue es nicht, mir das Buch geholt zu haben, denn ich mag es sehr. Ob ich es je spielen werde, kann ich noch nicht sagen. Die Abenteuer würden aber in jedem Fantasysetting gut als kleine Sidequests funktionieren. Das hier ist ein echter Oldtimer, ein Zeitzeuge, ein Evergreen.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/mittelerde-rollenspiel-ueberfall-im-duesterwald-rezension/">Mittelerde Rollenspiel, Überfall im Düsterwald (Rezension)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://penandpaper.blog/mittelerde-rollenspiel-ueberfall-im-duesterwald-rezension/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alles über Orks</title>
		<link>https://penandpaper.blog/alles-ueber-orks/</link>
					<comments>https://penandpaper.blog/alles-ueber-orks/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 08:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nerd stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ork]]></category>
		<category><![CDATA[Orks]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://penandpaper.blog/?p=1143</guid>

					<description><![CDATA[<p>Oder alternativ «Orks: Das personifizierte Böse». Denn Orks sind hässliche, humanoide Monster, die eine rohe, ungehobelte Kultur, Sprache und einen verachtenswerten Umgang mit allem pflegen. Wirklich? Sind Orks eine für uns unverständliche Kultur? Oder sind es schlicht wilde Bestien, die nur töten und brandschatzen? Von ihrer Erfindung bis heute, haben sich Orks schwer gewandelt. Das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/alles-ueber-orks/">Alles über Orks</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Oder alternativ «Orks: Das personifizierte Böse». Denn Orks sind hässliche, humanoide Monster, die eine rohe, ungehobelte Kultur, Sprache und einen verachtenswerten Umgang mit allem pflegen. Wirklich?</h3>



<p>Sind Orks eine für uns unverständliche Kultur? Oder sind es schlicht wilde Bestien, die nur töten und brandschatzen? Von ihrer Erfindung bis heute, haben sich Orks schwer gewandelt. Das hat mit unserer Echtweltgesellschaft, der positiven Entwicklung gegen Rassismus, Diskriminierung und auch mit der Rollenspielszene zu tun, die weitestgehend LGBTQIA+-freundlich ist. Und diese Entwicklung in unserer realen Gesellschaft befinde ich für mehr als gut. Bei den Orks bin ich mir aber nicht so sicher. Denn sie haben einen grossen Anteil an der Faszination von Der Herr der Ringe. Doch eins nach dem anderen&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks im Wandel</strong></h2>



<p>Heutzutage werden Orks immer häufiger als vernunftbegabt, denkend und gar liebend dargestellt. Sie haben Familie, Kinder, Gefühle und sind nicht unintelligent. Deshalb gibt es sie auch immer häufiger als spielbares Volk in Fantasy-Systemen. Ihr Ursprung ist aber ein ganz anderer.</p>



<p>Der Name Ork kommt vom lateinischen Orcus. Der Begriff steht für Unterwelt, woraus J. R. R. Tolkien eine fiktive, nichtmenschliche Monsterrasse gemacht hat. Bei Tolkien sind Orks hässlich und pflegen keine zivilisierte Kultur. Sie haben grobschlächtige Waffen, stellen Rüstungen, Gebäude und Pfeile von grober und minderer Qualität her. Ihre Sprache ist hässlich und wird von krächzenden, grunzenden Stimmen gesprochen. Orks sind gewalttätig. Sie kennen keine sozialen Verpflichtungen, streben nach Macht, sind gierig und nicht vertrauenswürdig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1149" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-1024x1024.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-300x300.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-150x150.jpg 150w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-768x768.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks als Schwertfutter</strong></h2>



<p>Warum das so ist? Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Massen von Gegenspielern immer gesichtslos sein müssen? Die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Stormtrooper_(Star_Wars)">Stormtrooper in Star Wars</a>? Die <a href="https://official-tropes.fandom.com/wiki/Faceless_Goons">vermummten Gegner bei Drachenzähmen leichtgemacht</a>? Orks in Der Herr der Ringe? Sie brauchen kein Gesicht, keine sie definierenden Merkmale, keinen Charakter. Sie sind austauschbar und sollen austauschbar sein. Sie sind eine bedrohliche Masse, die es zu bekämpfen gilt. Keine Wesenszüge, keine menschlichen Attribute, einer ist wie der andere. Sonst könnten wir ja Skrupel bekommen bei ihrer Bekämpfung und uns fragen, ob die Gewalt, die wir hier anwenden, so richtig ist. Und das hilft der Geschichte nicht. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass das der Grund ist, warum Der Herr der Ringe und allgemein Fantasy so erfolgreich sind. Lies dazu auch unseren Artikel «<a href="https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Darf ich Orks töten?</a>».</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Warhammer</strong></h2>



<p>Für mich waren die Warhammer-Orks die ursprünglichen Orks. Haarlos, grünhäutig, grobschlächtig, instinktgetriebene Kampfmaschinen. Genauso wie die Goblins, die etwas schlaueren, aber feigen kleinen Verwandten der Orks, die im Gegensatz zu den beängstigenden Orks nur fieses Kanonenfutter sind.</p>



<p>Dieses Bild, welches mir durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/HeroQuest" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HeroQuest</a> vermittelt wurde, blieb für immer in meinem Kopf. Wie wenn du als Kind lernst, was ein Elefant ist. Für mich wird ein Elefant immer das Bild eines afrikanischen Elefanten hervorrufen, auch wenn mir bewusst ist, dass es auch asiatische Verwandte gibt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="637" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-1024x637.jpg" alt="" class="wp-image-1150" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-1024x637.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-300x187.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-768x477.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1.jpg 1179w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Minifactory</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Herr der Ringe</strong></h2>



<p>Tolkiens Orks, die schliesslich der Ursprung und die Vorlage für Warhammer-Orks sind, kann ich mit der Darstellung der Orks bei Warhammer ganz gut vereinen. Obwol die Orks in den Lord-of-the-rings-Filmen leider ziemlich anders dargestellt wurden, konnte ich damit noch halbwegs umgehen. Schwarze Haut, der Standard-Ork eher goblin-mässig, passt gerade noch so. Wenn es mir auch nicht ganz meiner Fantasie entspricht, die ich anhand der Bücher hatte.</p>



<p>Gemäss Tolkien seien die Orks von der vollkommen bösen Entität (Satan) verdorbene und gefolterte Elfen. Das Trope der gefallenen Engel. Sie sind zum Bösen geboren. Tolkien selbst hatte anscheinend später selbst Mühe mit seiner Vorstellung. Tolkien, der das Grauen des ersten Weltkriegs selbst als Soldat erfahren musste, soll einmal gesagt haben: «We were all orcs in the Great War».</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="842" height="688" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280.jpg" alt="" class="wp-image-1148" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280.jpg 842w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280-300x245.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280-768x628.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 842px) 100vw, 842px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei DSA</strong></h2>



<p>Die pelzigen Kollegen bei Das Schwarze Auge hingegen, haben bei mir immer affenähnliche Assoziationen geweckt und fallen mir deshalb zu sehr aus dem Rahmen. Ich erinnere mich, dass wir vor mehr als zwei Jahrzehnten DSA spielten und ich mir den allerersten Ork, den wir da in der Pampa trafen sofort wie ein Ork aus HeroQuest vorstellte, welche de fakto von Games Workshop designt wurden und somit die gleichen sind, wie die von Warhammer. Bei DSA liegt es mehr an den Menschen, dass sie die Orks für andersartig und primitiv halten, als daran, dass die Orks nur geistlose, blutrünstige Monster sind, habe ich mir erklären lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Dungeons &amp; Dragons</strong></h2>



<p>Die Orks bei Dungeons &amp; Dragons sehen zwar cool aus, sind mir aber viel zu menschlich, besonders die scheinbar gesellschaftlich akzeptierten Halborks. Eigentlich sind sie Menschen mit farbiger Haut und Hauern. Wie eigentlich alle Völker bei D&amp;D nur Menschen mit anderem Aussehen sind. Entschuldige die Blasphemie. Ich mag D&amp;D, ist mir aber ein bisschen zu plakativ platt. Wie auch die Orks.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="370" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs.jpg" alt="" class="wp-image-1151" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs.jpg 740w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Warcraft</strong></h2>



<p>Die Orks bei Warcraft, die von den Warhammer-Orks abgekupfert wurden, sind die bestaussehendsten Orks. Sie sind hulk-ähnliche Muskelberge mit toller Ausrüstung, echten Gesichtszügen und perfekten Ork-Proportionen. Doch auch hier: Sobald Orks nicht mehr die gesichtslosen Wilden sind, die sinnlose Gewalt in die Welt bringen, verfehlen sie ihren Daseinszweck komplett. Wenn Orks plötzlich Kinder kriegen, Familien beschützen, Nahrungsmangel haben oder ihr Territorium (bei Warhammer haben sie das nicht, sondern ziehen idealerweise plündernd herum) bedroht sehen, dann werden sie plötzlich menschlich. Sie haben nachvollziehbare Emotionen und Beweggründe, was sie als Orks unnötig macht. Sie könnten auch einfach ein weiteres menschliches Volk sein. Tolkiens Haradrim sozusagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks und Stormtrooper</strong></h2>



<p>Das ist, als würde man plötzlich die Geschichte eines Stormtroopers bei Star Wars erzählen. Wie er es leid ist, jeden Tag für das Imperium zu kämpfen und eigentlich lieber zu Hause bei seinen drei Töchtern und seiner Frau wäre. Seine jüngste Tochter hat eine schlimme Krankheit und sie bräuchte ihren Vater gerade so sehr. Wäre er doch nur da, um mit seinen Kindern den Urlaub verbringen zu können, sie haben nämlich gerade Schulferien. Seine Frau hat kürzlich ihre Stelle als Krankenpflegerin verloren, darum ist die Familie auf seinen Stormtrooper-Sold angewiesen. Nur, indem er gegen die Rebellen kämpft und sein Leben aufs Spiel setzt, haben sie genug, um die Versicherungsprämien und die Miete zu bezahlen. Ganz zu schweigen von den Medikamenten für seine Jüngste.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1153" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-1024x683.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-300x200.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-768x512.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Echtweltdilemma</strong></h2>



<p>Wozu das führt? Dazu, dass wir bei jedem Stormtrooper, der von einem Laserstrahl der Rebellen erwischt wird, unter seinen Helm schauen. Wir denken an sein Leiden, das ihm der Laserstrahl verursacht, an seine Lebensgeschichte, seine Ängste, Freuden und Hobbys im Leben. Wir denken an einen Mann (oder eine Frau), welche/r gerne leben und glücklich sein möchte. Stattdessen wird er brutal von einem Rebellen niedergemäht und stirbt in seiner Plastikrüstung schmelzend und einsam auf einem kalten Boden, wo nie ein Sanitäter vorbeikommt, um sein Leben zu retten. Das ist nicht, wozu Stormtroopers erschaffen wurden und schon gar nicht, wofür die Orks erdacht wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Zweck der Orks</strong></h2>



<p>Ist es gut, wenn man den Gegner als menschlich und als Individuum zeigt? Im echten Leben: JA. Grosses JA. Auf jeden Fall. Wenn wir alle so denken würden, empathisch und vorausschauend währen, dann gäbe es keine Kriege mehr.</p>



<p>Wenn man aber in einer Fantasy-Welt spielt, dann wurden diese Orks genau dafür geschaffen, dass wir nicht menschenähnliche Kreaturen bekämpfen müssen. Es geht um die Frage: Was wäre, wenn es eine dunkle Bedrohung gäbe, wo keiner sich fragt, ob es legitim ist, sich zu wehren? Weil diese Bedrohung so unerbittlich und unaufhaltsam ist, weil diese Bedrohung nicht mit sich verhandeln lässt und nicht fähig ist, rational zu denken und Gnade walten zu lassen. Dann bliebe uns doch nichts anderes, als dagegen zu kämpfen, weil jede andere Entscheidung zu unserer Auslöschung führen würde. Und genau diesen eindeutigen Sachverhalt gibt es nicht in der realen Welt und nur in der Fantasy, weshalb diese auch so reizvoll erscheint.</p>



<p>Keiner, der gegen Orks in den Kampf zieht, muss sich rechtfertigen. Dazu ist man in der Fantasy auch noch der unbesiegbare Held, der am Ende alles zum Guten wendet. Dies als Allmachtsphantasie für introvertierte Personen, die im echten Leben nicht zu den Grossmäulern und Mutigen gehören.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lasst die Orks in Ruhe</strong></h2>



<p>Orks sind unmenschlich, grausam, unaufhaltsam, unverständlich, wild, mit Vernunft ist ihnen nicht beizukommen. Sie verstehen nur eine Sprache, mit der sie aufgehalten werden können, das ist Gewalt. Leider. Nicht, weil wir das so wünschen, sondern weil es so ist, müssen wir uns der Gefahr stellen, wir haben keine Wahl. Darum sind Tolkiens Orks, sind Warhammer-Orks die Ur-Orks. Natürlich darf man sie weiterentwickeln, natürlich darf man ihnen Mitleid, Gnade, Sehnsucht und Liebe beibringen, um den Lesern ein neues Gefühl zu geben. Ja, man kann aus einem Metal-Lied ein Reggae-Lied machen. Aber es verfolgt dann nicht mehr den Zweck, weswegen das Lied einmal geschrieben worden ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="574" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-574x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1146" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-574x1024.jpg 574w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-168x300.jpg 168w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-768x1370.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5.jpg 841w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /></figure>



<p>Lies auch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://penandpaper.blog/zwerge-zaehe-muskelpakete/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Zwerge</a></li>



<li><a href="https://penandpaper.blog/elfen-die-besseren-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Elfen</a></li>



<li><a href="https://penandpaper.blog/drachen-schreckliche-intelligenzbestien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Drachen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/alles-ueber-orks/">Alles über Orks</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://penandpaper.blog/alles-ueber-orks/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Darf ich Orks töten?</title>
		<link>https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/</link>
					<comments>https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 13:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dilemma]]></category>
		<category><![CDATA[Drachen]]></category>
		<category><![CDATA[Dungeons & Dragons]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gamer]]></category>
		<category><![CDATA[Goblins]]></category>
		<category><![CDATA[Gut und Böse]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe]]></category>
		<category><![CDATA[Monster]]></category>
		<category><![CDATA[Narrativisten]]></category>
		<category><![CDATA[Orcs]]></category>
		<category><![CDATA[Ork]]></category>
		<category><![CDATA[Orks]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Simulationisten]]></category>
		<category><![CDATA[Stormtrooper]]></category>
		<category><![CDATA[Witcher 3]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://penandpaper.blog/?p=187</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/">Darf ich Orks töten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="es-gibt-die-gamer-die-kein-problem-damit-haben-monster-aliens-und-menschen-gleichermassen-umzumahen-es-gibt-die-simulationisten-fur-die-mord-ein-schreckliches-moralisch-verwerfliches-mittel-und-nur-der-letzte-ausweg-ist-und-es-gibt-die-narrativisten-die-wissen-dass-eine-gute-geschichte-sich-oft-um-todesgefahr-bedrohung-und-den-kampf-gegen-das-bose-dreht">Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse dreht.</h3>



<p>Der Haken – das Böse gibt es nicht. Und da beginnt das Dilemma mit den <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ork" target="_blank">Orks</a>. Von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.tolkiengesellschaft.de" target="_blank">Tolkien</a> als hässliche grauschwarze Masse mit nur niederen Instinkten und kaum schützenswerten Eigenschaften etabliert, die nur zum Kämpfen und mordlustig marodierend durch die Lande ziehen, weil sie dem Bösen dienen; hin zu liebesfähigen, kulturellen Familien-Orks, die eine eigene Geschichte, eigene Werte und hehre Ziele haben. Deshalb ist die Frage: «<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.runway61.blog/darf-man-orks-toeten/" target="_blank">Darf man Orks töten?</a>» mehr als berechtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="orks"><strong>Orks</strong></h2>



<p>Gesichtslose Massen, die uns vernichten wollen, funktionieren als Bedrohung am allerbesten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://starwars.fandom.com/wiki/Stormtrooper" target="_blank">Stormtroopers</a> sind austauschbar und, ähnlich wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kampfroboter-54471" target="_blank">Kampfroboter</a>, haben sie keine Lebensgeschichte. Sie kommen nirgendwoher und gehen nirgends hin. Ihr Ziel ist es nur, die Guten aus der Welt zu schaffen. Sie sind nicht zu unterscheiden, einer ist wie der andere. Sie haben kein Geschlecht und keine Gefühle, sie sind nur da um zu töten oder getötet zu werden. Darum ist jede Gegenwehr total legitimiert. Denn Gewalt erzeugt Gegengewalt. Einfach nur zuzusehen und auch die andere Wange hinzuhalten, das können nur <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vollkommenheit" target="_blank">vollkommene Menschen</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.geo.de/geolino/mensch/3461-rtkl-weltveraenderer-mahatma-gandhi" target="_blank">Mahatma Gandhi.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="monster"><strong>Monster</strong></h2>



<p>Wenn aber Monster unsere friedliche Existenz bedrohen (wir verteidigen uns ja nur!), dann ist Gewalt scheinbar gerechtfertigt. Die Grenze erreicht der Held oder die Heldin immer dann, wenn Böse und Gut zu verschwimmen beginnen. Wenn ich bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://thewitcher.com/en/witcher3" target="_blank">Witcher 3</a> durch die Lande ziehe und durch und durch böse <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wasserweib" target="_blank">Wasserweiber</a>, hirnlose <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Ertrunkener" target="_blank">Ertrunkene</a> und fiese <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Nekker" target="_blank">Nekker</a> niederstrecke, dann säubere ich die Ländereien vor der dunklen Bedrohung und schaffe den Bewohnern dadurch ein friedlicheres und gewaltfreieres Leben. Ich tue also «Gutes». Was ist allerdings, wenn ich durch den Wald reite und da ist ein <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wolf_(Tier)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rudel Wölfe</a> oder ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4ren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bär</a>? Die haben doch mindestens genauso (oder mehr) das Recht, in diesem Wald zu sein und Eindringlinge zu vertreiben. Wenn ich dann diesen <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/B%C3%A4r" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bären</a> töte, den ich für ein Monster halte, ist er das dann auch? Oder ist er ein friedlicher Bär und ich der Eindringling, der ihn mit meinen Schwertern existentiell bedroht?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="menschen"><strong>Menschen</strong></h2>



<p>Und jetzt denken wir das weiter. Wenn ich Banditen treffe, die hilf- und wehrlose Bauern foltern, dann habe ich das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, diese zu bekämpfen, damit die guten Leute in Frieden leben können. Wenn ich aber Menschen aus dem Weg räumen soll, die jemandem im Weg stehen, für welche Seite entscheide ich mich? Ist Geld ein adäquater Grund, um das für irgendjemanden «Böse» zu bekämpfen? Ist Böse und Gut so eindeutig trennbar?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wieder-orks"><strong>Wieder Orks</strong></h2>



<p>Und jetzt zurück zu den Orks. Wenn Orks einfach nur schlecht programmierte Killermaschinen wären, dann ist es unsere Pflicht, sie zu bekämpfen und darauf zu hoffen, die Welt damit vor dem Untergang zu retten. Wenn sie allerdings Familienclans sind, die ihre Kinder lieben, ihre Existenz bedroht sehen und wir ein für sie unverständliches Wesen sind, dass sie zu Monstern erklärt (wie beispielsweise im Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Warcraft:_The_Beginning" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warcraft»</a>), dann ist die Aufteilung der Rollen nicht mehr ganz so klar. Dann spielt es bereits eine Rolle, welche Seite der Autor oder Regisseur mit seiner Geschichte begleitet, welche Befürchtungen, Leiden und Hoffnungen er aufzeigt und wen er als gesichtslose Masse mit seltsamen Gebräuchen und herzlosen Ritualen darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ich"><strong>Ich</strong></h2>



<p>Darum kann ich Rollenspiel spielen, wenn die Orks entweder wie in <a data-type="URL" data-id="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" href="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lord of the Rings</a> eine hässliche Welle des Hasses sind, oder ich kann es spielen, wenn sie unsere (wenn auch ungehobelten) Freunde und Verbündeten sind, wie in <a href="https://dnd.wizards.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a>. Wenn sie zu Freunden werden, fehlt aber die grosse, dunkle Bedrohung einer Fantasywelt enorm. Womit ich meine Mühe habe, ist der Ansatz, wo Orks zivilisierte <a href="https://wow.4fansites.de/monsterkategorie008.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Humanoide</a> sind, diese aber immer noch zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungeheuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Monstern</a> zählen. Dann greift meine Moral und Ethik und ich bin etwas verwirrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unter-oder-uberlegen"><strong>Unter- oder überlegen</strong></h2>



<p>Orks sind übrigens nur exemplarisch für dieses Gewaltdilemma. Ebenso kann man <a href="https://www.tor-online.de/feature/buch/2021/12/alles-ueber-goblins-in-der-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Goblins</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drache_(Mythologie)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachen</a> dazu heranziehen. Drachen sind in manchen Erzählungen menschenhassende, goldgierige Ungeheuer – dann fällt es leicht, sie zu bekämpfen. In anderen Geschichten sind sie jedoch weise, uns Menschen in Intelligenz und Stärke überlegene Wesen, die von Menschen aus Hass und Habgier gejagt werden. So schnell, kann die Betrachtungsweise wechseln, so schnell wird Gut zu Böse und umgekehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="i-am-sorry"><strong>I am sorry</strong></h2>



<p>Es tut mir leid, wenn ihr beim nächsten Ork, den ihr auf dem nächsten Schlachtfeld antrefft, zögert und Gewissensbisse bekommt. Oder nein, wenn ich es mir genau überlege, eigentlich tut es mir nicht leid.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/">Darf ich Orks töten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
