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	<title>Ork Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Ork Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Alles über Orks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 08:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nerd stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ork]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oder alternativ «Orks: Das personifizierte Böse». Denn Orks sind hässliche, humanoide Monster, die eine rohe, ungehobelte Kultur, Sprache und einen verachtenswerten Umgang mit allem pflegen. Wirklich? Sind Orks eine für uns unverständliche Kultur? Oder sind es schlicht wilde Bestien, die nur töten und brandschatzen? Von ihrer Erfindung bis heute, haben sich Orks schwer gewandelt. Das [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Oder alternativ «Orks: Das personifizierte Böse». Denn Orks sind hässliche, humanoide Monster, die eine rohe, ungehobelte Kultur, Sprache und einen verachtenswerten Umgang mit allem pflegen. Wirklich?</h3>



<p>Sind Orks eine für uns unverständliche Kultur? Oder sind es schlicht wilde Bestien, die nur töten und brandschatzen? Von ihrer Erfindung bis heute, haben sich Orks schwer gewandelt. Das hat mit unserer Echtweltgesellschaft, der positiven Entwicklung gegen Rassismus, Diskriminierung und auch mit der Rollenspielszene zu tun, die weitestgehend LGBTQIA+-freundlich ist. Und diese Entwicklung in unserer realen Gesellschaft befinde ich für mehr als gut. Bei den Orks bin ich mir aber nicht so sicher. Denn sie haben einen grossen Anteil an der Faszination von Der Herr der Ringe. Doch eins nach dem anderen&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks im Wandel</strong></h2>



<p>Heutzutage werden Orks immer häufiger als vernunftbegabt, denkend und gar liebend dargestellt. Sie haben Familie, Kinder, Gefühle und sind nicht unintelligent. Deshalb gibt es sie auch immer häufiger als spielbares Volk in Fantasy-Systemen. Ihr Ursprung ist aber ein ganz anderer.</p>



<p>Der Name Ork kommt vom lateinischen Orcus. Der Begriff steht für Unterwelt, woraus J. R. R. Tolkien eine fiktive, nichtmenschliche Monsterrasse gemacht hat. Bei Tolkien sind Orks hässlich und pflegen keine zivilisierte Kultur. Sie haben grobschlächtige Waffen, stellen Rüstungen, Gebäude und Pfeile von grober und minderer Qualität her. Ihre Sprache ist hässlich und wird von krächzenden, grunzenden Stimmen gesprochen. Orks sind gewalttätig. Sie kennen keine sozialen Verpflichtungen, streben nach Macht, sind gierig und nicht vertrauenswürdig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1149" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-1024x1024.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-300x300.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-150x150.jpg 150w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2-768x768.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks als Schwertfutter</strong></h2>



<p>Warum das so ist? Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Massen von Gegenspielern immer gesichtslos sein müssen? Die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Stormtrooper_(Star_Wars)">Stormtrooper in Star Wars</a>? Die <a href="https://official-tropes.fandom.com/wiki/Faceless_Goons">vermummten Gegner bei Drachenzähmen leichtgemacht</a>? Orks in Der Herr der Ringe? Sie brauchen kein Gesicht, keine sie definierenden Merkmale, keinen Charakter. Sie sind austauschbar und sollen austauschbar sein. Sie sind eine bedrohliche Masse, die es zu bekämpfen gilt. Keine Wesenszüge, keine menschlichen Attribute, einer ist wie der andere. Sonst könnten wir ja Skrupel bekommen bei ihrer Bekämpfung und uns fragen, ob die Gewalt, die wir hier anwenden, so richtig ist. Und das hilft der Geschichte nicht. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass das der Grund ist, warum Der Herr der Ringe und allgemein Fantasy so erfolgreich sind. Lies dazu auch unseren Artikel «<a href="https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Darf ich Orks töten?</a>».</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Warhammer</strong></h2>



<p>Für mich waren die Warhammer-Orks die ursprünglichen Orks. Haarlos, grünhäutig, grobschlächtig, instinktgetriebene Kampfmaschinen. Genauso wie die Goblins, die etwas schlaueren, aber feigen kleinen Verwandten der Orks, die im Gegensatz zu den beängstigenden Orks nur fieses Kanonenfutter sind.</p>



<p>Dieses Bild, welches mir durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/HeroQuest" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HeroQuest</a> vermittelt wurde, blieb für immer in meinem Kopf. Wie wenn du als Kind lernst, was ein Elefant ist. Für mich wird ein Elefant immer das Bild eines afrikanischen Elefanten hervorrufen, auch wenn mir bewusst ist, dass es auch asiatische Verwandte gibt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="637" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-1024x637.jpg" alt="" class="wp-image-1150" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-1024x637.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-300x187.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1-768x477.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orcs23MINIFACTORY-1.jpg 1179w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Minifactory</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Herr der Ringe</strong></h2>



<p>Tolkiens Orks, die schliesslich der Ursprung und die Vorlage für Warhammer-Orks sind, kann ich mit der Darstellung der Orks bei Warhammer ganz gut vereinen. Obwol die Orks in den Lord-of-the-rings-Filmen leider ziemlich anders dargestellt wurden, konnte ich damit noch halbwegs umgehen. Schwarze Haut, der Standard-Ork eher goblin-mässig, passt gerade noch so. Wenn es mir auch nicht ganz meiner Fantasie entspricht, die ich anhand der Bücher hatte.</p>



<p>Gemäss Tolkien seien die Orks von der vollkommen bösen Entität (Satan) verdorbene und gefolterte Elfen. Das Trope der gefallenen Engel. Sie sind zum Bösen geboren. Tolkien selbst hatte anscheinend später selbst Mühe mit seiner Vorstellung. Tolkien, der das Grauen des ersten Weltkriegs selbst als Soldat erfahren musste, soll einmal gesagt haben: «We were all orcs in the Great War».</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="842" height="688" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280.jpg" alt="" class="wp-image-1148" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280.jpg 842w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280-300x245.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc-lotr_1280-768x628.jpg 768w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei DSA</strong></h2>



<p>Die pelzigen Kollegen bei Das Schwarze Auge hingegen, haben bei mir immer affenähnliche Assoziationen geweckt und fallen mir deshalb zu sehr aus dem Rahmen. Ich erinnere mich, dass wir vor mehr als zwei Jahrzehnten DSA spielten und ich mir den allerersten Ork, den wir da in der Pampa trafen sofort wie ein Ork aus HeroQuest vorstellte, welche de fakto von Games Workshop designt wurden und somit die gleichen sind, wie die von Warhammer. Bei DSA liegt es mehr an den Menschen, dass sie die Orks für andersartig und primitiv halten, als daran, dass die Orks nur geistlose, blutrünstige Monster sind, habe ich mir erklären lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Dungeons &amp; Dragons</strong></h2>



<p>Die Orks bei Dungeons &amp; Dragons sehen zwar cool aus, sind mir aber viel zu menschlich, besonders die scheinbar gesellschaftlich akzeptierten Halborks. Eigentlich sind sie Menschen mit farbiger Haut und Hauern. Wie eigentlich alle Völker bei D&amp;D nur Menschen mit anderem Aussehen sind. Entschuldige die Blasphemie. Ich mag D&amp;D, ist mir aber ein bisschen zu plakativ platt. Wie auch die Orks.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="370" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs.jpg" alt="" class="wp-image-1151" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs.jpg 740w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/DD-orcs-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks bei Warcraft</strong></h2>



<p>Die Orks bei Warcraft, die von den Warhammer-Orks abgekupfert wurden, sind die bestaussehendsten Orks. Sie sind hulk-ähnliche Muskelberge mit toller Ausrüstung, echten Gesichtszügen und perfekten Ork-Proportionen. Doch auch hier: Sobald Orks nicht mehr die gesichtslosen Wilden sind, die sinnlose Gewalt in die Welt bringen, verfehlen sie ihren Daseinszweck komplett. Wenn Orks plötzlich Kinder kriegen, Familien beschützen, Nahrungsmangel haben oder ihr Territorium (bei Warhammer haben sie das nicht, sondern ziehen idealerweise plündernd herum) bedroht sehen, dann werden sie plötzlich menschlich. Sie haben nachvollziehbare Emotionen und Beweggründe, was sie als Orks unnötig macht. Sie könnten auch einfach ein weiteres menschliches Volk sein. Tolkiens Haradrim sozusagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Orks und Stormtrooper</strong></h2>



<p>Das ist, als würde man plötzlich die Geschichte eines Stormtroopers bei Star Wars erzählen. Wie er es leid ist, jeden Tag für das Imperium zu kämpfen und eigentlich lieber zu Hause bei seinen drei Töchtern und seiner Frau wäre. Seine jüngste Tochter hat eine schlimme Krankheit und sie bräuchte ihren Vater gerade so sehr. Wäre er doch nur da, um mit seinen Kindern den Urlaub verbringen zu können, sie haben nämlich gerade Schulferien. Seine Frau hat kürzlich ihre Stelle als Krankenpflegerin verloren, darum ist die Familie auf seinen Stormtrooper-Sold angewiesen. Nur, indem er gegen die Rebellen kämpft und sein Leben aufs Spiel setzt, haben sie genug, um die Versicherungsprämien und die Miete zu bezahlen. Ganz zu schweigen von den Medikamenten für seine Jüngste.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1153" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-1024x683.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-300x200.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small-768x512.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/TheOneRing_Orc_patrol_small.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Echtweltdilemma</strong></h2>



<p>Wozu das führt? Dazu, dass wir bei jedem Stormtrooper, der von einem Laserstrahl der Rebellen erwischt wird, unter seinen Helm schauen. Wir denken an sein Leiden, das ihm der Laserstrahl verursacht, an seine Lebensgeschichte, seine Ängste, Freuden und Hobbys im Leben. Wir denken an einen Mann (oder eine Frau), welche/r gerne leben und glücklich sein möchte. Stattdessen wird er brutal von einem Rebellen niedergemäht und stirbt in seiner Plastikrüstung schmelzend und einsam auf einem kalten Boden, wo nie ein Sanitäter vorbeikommt, um sein Leben zu retten. Das ist nicht, wozu Stormtroopers erschaffen wurden und schon gar nicht, wofür die Orks erdacht wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Zweck der Orks</strong></h2>



<p>Ist es gut, wenn man den Gegner als menschlich und als Individuum zeigt? Im echten Leben: JA. Grosses JA. Auf jeden Fall. Wenn wir alle so denken würden, empathisch und vorausschauend währen, dann gäbe es keine Kriege mehr.</p>



<p>Wenn man aber in einer Fantasy-Welt spielt, dann wurden diese Orks genau dafür geschaffen, dass wir nicht menschenähnliche Kreaturen bekämpfen müssen. Es geht um die Frage: Was wäre, wenn es eine dunkle Bedrohung gäbe, wo keiner sich fragt, ob es legitim ist, sich zu wehren? Weil diese Bedrohung so unerbittlich und unaufhaltsam ist, weil diese Bedrohung nicht mit sich verhandeln lässt und nicht fähig ist, rational zu denken und Gnade walten zu lassen. Dann bliebe uns doch nichts anderes, als dagegen zu kämpfen, weil jede andere Entscheidung zu unserer Auslöschung führen würde. Und genau diesen eindeutigen Sachverhalt gibt es nicht in der realen Welt und nur in der Fantasy, weshalb diese auch so reizvoll erscheint.</p>



<p>Keiner, der gegen Orks in den Kampf zieht, muss sich rechtfertigen. Dazu ist man in der Fantasy auch noch der unbesiegbare Held, der am Ende alles zum Guten wendet. Dies als Allmachtsphantasie für introvertierte Personen, die im echten Leben nicht zu den Grossmäulern und Mutigen gehören.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lasst die Orks in Ruhe</strong></h2>



<p>Orks sind unmenschlich, grausam, unaufhaltsam, unverständlich, wild, mit Vernunft ist ihnen nicht beizukommen. Sie verstehen nur eine Sprache, mit der sie aufgehalten werden können, das ist Gewalt. Leider. Nicht, weil wir das so wünschen, sondern weil es so ist, müssen wir uns der Gefahr stellen, wir haben keine Wahl. Darum sind Tolkiens Orks, sind Warhammer-Orks die Ur-Orks. Natürlich darf man sie weiterentwickeln, natürlich darf man ihnen Mitleid, Gnade, Sehnsucht und Liebe beibringen, um den Lesern ein neues Gefühl zu geben. Ja, man kann aus einem Metal-Lied ein Reggae-Lied machen. Aber es verfolgt dann nicht mehr den Zweck, weswegen das Lied einmal geschrieben worden ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="574" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-574x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1146" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-574x1024.jpg 574w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-168x300.jpg 168w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5-768x1370.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/02/orc5.jpg 841w" sizes="auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px" /></figure>



<p>Lies auch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://penandpaper.blog/zwerge-zaehe-muskelpakete/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Zwerge</a></li>



<li><a href="https://penandpaper.blog/elfen-die-besseren-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Elfen</a></li>



<li><a href="https://penandpaper.blog/drachen-schreckliche-intelligenzbestien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles über Drachen</a></li>
</ul>
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		<title>Darf ich Orks töten?</title>
		<link>https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 13:24:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="es-gibt-die-gamer-die-kein-problem-damit-haben-monster-aliens-und-menschen-gleichermassen-umzumahen-es-gibt-die-simulationisten-fur-die-mord-ein-schreckliches-moralisch-verwerfliches-mittel-und-nur-der-letzte-ausweg-ist-und-es-gibt-die-narrativisten-die-wissen-dass-eine-gute-geschichte-sich-oft-um-todesgefahr-bedrohung-und-den-kampf-gegen-das-bose-dreht">Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse dreht.</h3>



<p>Der Haken – das Böse gibt es nicht. Und da beginnt das Dilemma mit den <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ork" target="_blank">Orks</a>. Von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.tolkiengesellschaft.de" target="_blank">Tolkien</a> als hässliche grauschwarze Masse mit nur niederen Instinkten und kaum schützenswerten Eigenschaften etabliert, die nur zum Kämpfen und mordlustig marodierend durch die Lande ziehen, weil sie dem Bösen dienen; hin zu liebesfähigen, kulturellen Familien-Orks, die eine eigene Geschichte, eigene Werte und hehre Ziele haben. Deshalb ist die Frage: «<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.runway61.blog/darf-man-orks-toeten/" target="_blank">Darf man Orks töten?</a>» mehr als berechtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="orks"><strong>Orks</strong></h2>



<p>Gesichtslose Massen, die uns vernichten wollen, funktionieren als Bedrohung am allerbesten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://starwars.fandom.com/wiki/Stormtrooper" target="_blank">Stormtroopers</a> sind austauschbar und, ähnlich wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kampfroboter-54471" target="_blank">Kampfroboter</a>, haben sie keine Lebensgeschichte. Sie kommen nirgendwoher und gehen nirgends hin. Ihr Ziel ist es nur, die Guten aus der Welt zu schaffen. Sie sind nicht zu unterscheiden, einer ist wie der andere. Sie haben kein Geschlecht und keine Gefühle, sie sind nur da um zu töten oder getötet zu werden. Darum ist jede Gegenwehr total legitimiert. Denn Gewalt erzeugt Gegengewalt. Einfach nur zuzusehen und auch die andere Wange hinzuhalten, das können nur <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vollkommenheit" target="_blank">vollkommene Menschen</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.geo.de/geolino/mensch/3461-rtkl-weltveraenderer-mahatma-gandhi" target="_blank">Mahatma Gandhi.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="monster"><strong>Monster</strong></h2>



<p>Wenn aber Monster unsere friedliche Existenz bedrohen (wir verteidigen uns ja nur!), dann ist Gewalt scheinbar gerechtfertigt. Die Grenze erreicht der Held oder die Heldin immer dann, wenn Böse und Gut zu verschwimmen beginnen. Wenn ich bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://thewitcher.com/en/witcher3" target="_blank">Witcher 3</a> durch die Lande ziehe und durch und durch böse <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wasserweib" target="_blank">Wasserweiber</a>, hirnlose <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Ertrunkener" target="_blank">Ertrunkene</a> und fiese <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Nekker" target="_blank">Nekker</a> niederstrecke, dann säubere ich die Ländereien vor der dunklen Bedrohung und schaffe den Bewohnern dadurch ein friedlicheres und gewaltfreieres Leben. Ich tue also «Gutes». Was ist allerdings, wenn ich durch den Wald reite und da ist ein <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wolf_(Tier)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rudel Wölfe</a> oder ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4ren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bär</a>? Die haben doch mindestens genauso (oder mehr) das Recht, in diesem Wald zu sein und Eindringlinge zu vertreiben. Wenn ich dann diesen <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/B%C3%A4r" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bären</a> töte, den ich für ein Monster halte, ist er das dann auch? Oder ist er ein friedlicher Bär und ich der Eindringling, der ihn mit meinen Schwertern existentiell bedroht?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="menschen"><strong>Menschen</strong></h2>



<p>Und jetzt denken wir das weiter. Wenn ich Banditen treffe, die hilf- und wehrlose Bauern foltern, dann habe ich das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, diese zu bekämpfen, damit die guten Leute in Frieden leben können. Wenn ich aber Menschen aus dem Weg räumen soll, die jemandem im Weg stehen, für welche Seite entscheide ich mich? Ist Geld ein adäquater Grund, um das für irgendjemanden «Böse» zu bekämpfen? Ist Böse und Gut so eindeutig trennbar?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wieder-orks"><strong>Wieder Orks</strong></h2>



<p>Und jetzt zurück zu den Orks. Wenn Orks einfach nur schlecht programmierte Killermaschinen wären, dann ist es unsere Pflicht, sie zu bekämpfen und darauf zu hoffen, die Welt damit vor dem Untergang zu retten. Wenn sie allerdings Familienclans sind, die ihre Kinder lieben, ihre Existenz bedroht sehen und wir ein für sie unverständliches Wesen sind, dass sie zu Monstern erklärt (wie beispielsweise im Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Warcraft:_The_Beginning" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warcraft»</a>), dann ist die Aufteilung der Rollen nicht mehr ganz so klar. Dann spielt es bereits eine Rolle, welche Seite der Autor oder Regisseur mit seiner Geschichte begleitet, welche Befürchtungen, Leiden und Hoffnungen er aufzeigt und wen er als gesichtslose Masse mit seltsamen Gebräuchen und herzlosen Ritualen darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ich"><strong>Ich</strong></h2>



<p>Darum kann ich Rollenspiel spielen, wenn die Orks entweder wie in <a data-type="URL" data-id="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" href="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lord of the Rings</a> eine hässliche Welle des Hasses sind, oder ich kann es spielen, wenn sie unsere (wenn auch ungehobelten) Freunde und Verbündeten sind, wie in <a href="https://dnd.wizards.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a>. Wenn sie zu Freunden werden, fehlt aber die grosse, dunkle Bedrohung einer Fantasywelt enorm. Womit ich meine Mühe habe, ist der Ansatz, wo Orks zivilisierte <a href="https://wow.4fansites.de/monsterkategorie008.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Humanoide</a> sind, diese aber immer noch zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungeheuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Monstern</a> zählen. Dann greift meine Moral und Ethik und ich bin etwas verwirrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unter-oder-uberlegen"><strong>Unter- oder überlegen</strong></h2>



<p>Orks sind übrigens nur exemplarisch für dieses Gewaltdilemma. Ebenso kann man <a href="https://www.tor-online.de/feature/buch/2021/12/alles-ueber-goblins-in-der-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Goblins</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drache_(Mythologie)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachen</a> dazu heranziehen. Drachen sind in manchen Erzählungen menschenhassende, goldgierige Ungeheuer – dann fällt es leicht, sie zu bekämpfen. In anderen Geschichten sind sie jedoch weise, uns Menschen in Intelligenz und Stärke überlegene Wesen, die von Menschen aus Hass und Habgier gejagt werden. So schnell, kann die Betrachtungsweise wechseln, so schnell wird Gut zu Böse und umgekehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="i-am-sorry"><strong>I am sorry</strong></h2>



<p>Es tut mir leid, wenn ihr beim nächsten Ork, den ihr auf dem nächsten Schlachtfeld antrefft, zögert und Gewissensbisse bekommt. Oder nein, wenn ich es mir genau überlege, eigentlich tut es mir nicht leid.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/">Darf ich Orks töten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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		<title>Faszination Fantasy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 09:15:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend? Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend?</h3>



<p>Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist spielt sie in einer Mittelalterwelt, die aber eben nicht historisch ist, sondern sich nur an das Mittelalter, die Antike oder die Anfänge der Renaissance anlehnt.</p>



<p>Sie orientiert sich an der <a href="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" data-type="URL" data-id="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saga von Siegfried dem Drachentöter </a>oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Artus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">King Arthur</a>, der das magische Schwert Exkalibur aus dem Stein zog. Am Ende ist es aber eine Welt, in der es mehr gibt, als mit Wissenschaft zu erklären ist. Darum halte ich auch nicht so viel davon, dass manche Rollenspieler sich so stark an realen Begebenheiten orientieren. Klar, muss auch der fantastischen Welt eine Physik zu Grunde liegen. Aber ist es am Ende so wichtig, ob das Trebuchet bei D&amp;D genauso viele Meter weit schiesst, wie historisch belegt? Wo bleibt da die Fantasie? Meist ist das Fantasy-Universum eine Mischung aus historischem Mittelalter und Fantasy-Elementen, weshalb auch vom Fantelalter gesprochen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eltern der Fantasy</strong></h2>



<p>Der Urvater der Fantasy ist <a href="https://www.tolkiengesellschaft.de/j-r-r-tolkien/tolkiens-werke/die-mittelerdebuecher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. R. R. Tolkien</a> mit dem Hobbit, bzw. der Fortsetzung Herr der Ringe, die wir unterdessen alle kennen, weil es diese unglaublich aufwendige Filmtrilogie gegeben hat, deren erster Film unterdessen auch schon über 20 Jahre alt ist. <a href="https://www.imdb.com/name/nm0000704/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elijah Wood</a> war damals 18 Jahre alt und ist heute 40.</p>



<p>Die Übertragung der Fantasy-Begeisterung auf die neue Generation und vor allem auch jüngere Fans hat <a href="https://www.jkrowling.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. K. Rowling</a> mit den Harry-Potter-Romanen geschafft. Die einst arbeitslose Autorin hat sich ein Universum erdacht, das sich millionenfach verkauft hat. Unter Fans ist die Zugehörigkeit zu einem Hogwarts-Haus (<a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Hufflepuff" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hufflepuff,</a> <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Ravenclaw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ravenclaw</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Slytherin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Slytherin</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Gryffindor" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gryffindor</a>) wichtiger als das Sternzeichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stets die gleichen Völker</strong></h2>



<p>Von Tolkien kommen denn auch die bis heute in allen möglichen Fantasy-Welten vorhandenen Völker, wie Elfen, Zwerge, Orks und Halblinge. Dazu kommen Drachen, Goblins, Trolle und Oger. Es gibt Magier und Krieger, Waldläufer und Monster.</p>



<p>Rollenspiele wie <a href="https://dnd.wizards.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a> treiben die auswählbaren Spezies immer weiter auf die Spitze. Meist sind es Mensch-Tier-Hybride, wie <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Tortle" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tortles</a> (zweibeinige Schildkröten), <a href="https://www.dndbeyond.com/races/aarakocra" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aarakocra</a> (humanoide Vögel) oder <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Dragonborn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachenblütige</a> (Dragonborn, ein Drache in Menschengestalt).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer hats erfunden?</strong></h2>



<p>Wenn man das Mikroskop ansetzt und tief genug hineinzoomt, hat schon lange keiner mehr etwas wirklich Neues erfunden. Bereits Tolkien bediente sich der (damals noch weithin unbekannten) Wesen aus Sagen und Heldenepen. Trolle, Orks und Zwerge wurden zwar vor dem Hobbit anders beschrieben und verwendet, doch seine Figuren sind ersonnene Eigeninterpretationen von bestehenden; wenn auch geniale.</p>



<p>Vieles kommt aus den Legenden und Mythen alter Völker. Dabei hat die griechische Mythologie viel geholfen. Helden mit Schwertern bekämpfen grausige Monster aus der Hölle, wie in <a href="https://www.imdb.com/title/tt1646987/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wrath of the Titans.</a> Der Greif zum Beispiel, eine Mischung aus Löwenkörper und Adlerkopf mit Adlerschwingen. Oder der Mantikor, ein Wesen mit Löwentorso und Menschenkopf von persischer Abstammung. Alle diese Wesen finden sich heute genau so oder ein bisschen abgewandelt in unseren Fantasygeschichten und Rollenspielen wieder. Zum Glück, können wir sagen, sonst wäre in diesen Welten nichts los. Oder jemand käme auch dort auf die Idee, Hedgefonds zu erfinden&#8230;</p>



<p>Und auch hier sei das Beispiel Harry Potter erlaubt, wo alles (was es irgendwie je gab) bunt zusammengemischt und neu ausgespuckt wurde. Sensationell geschrieben und beschrieben, wohlgemerkt – aber neu sind die eigentlichen Bestandteile wirklich nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Worum geht es in der Fantasy?</strong></h2>



<p>Es geht um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Egal ob <a href="https://www.starwars.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Star </a>Wars (das gemäss Fans nicht mit Science Fiction beschrieben werden darf, weil es auch hier Magie und Schwerter gibt, wobei ich Space Opera für den viel schlimmeren Begriff halte) <a href="https://sf-encyclopedia.com/fe/lord_of_the_rings_the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herr der Ringe</a> oder Harry Potter, bei allen ist klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dabei gibt es bei den Bösen auch keine Motive und keinen Antrieb für den man Verständnis aufbringen könnte, sondern nur Machtphantasien auf Kosten anderer, Hass und Zerstörungswut.</p>



<p>Das ist es vielleicht auch, was dabei hilft, Fantasy zu mögen. Denn im echten Leben gibt es keine klare Trennung zwischen Gut und Schlecht. In der realen Welt werden Kriege geführt, bei denen beide Parteien behaupten, einen heiligen Krieg im Namen Gottes zu führen. Es ist nur eine Sache der Perspektive. Das Buch, in dem Sauron der gute Held ist, dem der böse Halbling den Ring kaputt machen will, möchte ich erst noch lesen.</p>



<p>Dazu kommen in der Fantastik typische Motive, wie Schwertkämpfe, das Reisen durch unbekannte Lande, Magie, Begegnungen mit Monstern und epische Schlachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist Fantasy ungesund?</strong></h2>



<p>In der Fantasy geht es ein Stück weit um das Entfliehen aus der Realität, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eskapismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eskapismus</a>. Ob das gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass wir alle ein bisschen Eskapismus brauchen, manche mehr andere weniger. Eskapismus in Form von Kinofilmen, Sport, Natur usw. Zurück zur Fantasy: Man will sich hineindenken in eine Welt, in der es keine Frage ist, ob man das eindeutig Böse bekämpfen will, denn wer gut ist, hat die Pflicht dagegen anzukämpfen. Wenn man dann auch noch zum Helden geboren ist, was man als Protagonist des Filmes, Buches oder Rollenspiels natürlich ist, dann hängt das Schicksal der Welt von einem ab, dann kann man doch nicht nein sagen. Und am am Ende kann das Gute nur gewinnen. Denn in dieser Welt ist die Welt noch in Ordnung. Egal wie scheusslich die Scheusale und Gegenspieler sind, egal wie grausam die Heldenreise wird, wie gross der Big Bad Evil Guy ist, am Ende gewinnen doch immer die Guten, also wir.</p>



<p>Ob die Gewalt, die Teil jeder Heldenreise ist, sinnvoll und hilfreich ist, kann diskutiert werden. Kampf ist wohl einfach die primitivste und am Tiefsten verankerte Form des Ringens mit Hindernissen. Doch die Moral dieser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Odyssee" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Odysseen</a>, das was am Ende dabei herauskommt, ist ganz bestimmt nicht bedenklich, sondern lehrt einen Menschen genau das, was wir heutzutage brauchen (und in jeder Epoche gebraucht haben). Fantasy vermittelt Werte wie Freundschaft, Liebe, Mut, Hingabe, Tapferkeit und Treue.</p>
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