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	<title>Investigation Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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		<title>Warhammer: Liebe auf den ersten Blick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2022 00:58:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Warum Warhammer Fantasy Role-play viel Liebe verdient und total unterschätzt wird. Hoffentlich wird sich das mit der vierten Edition ändern. Denn dieses System bietet liebevolle Produkte und grossartige Abenteuer, wie kaum ein anderes. Ich kannte das Games Workshop Logo aus meiner Jugend und ich kannte den Namen Warhammer bereits. Doch Echtzeitstrategie gebe ich mir, wenn [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum <a href="https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/warhammer-40-000-warhammer-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warhammer Fantasy Role-play</a> viel Liebe verdient und total unterschätzt wird. Hoffentlich wird sich das mit der vierten Edition ändern. Denn dieses System bietet liebevolle Produkte und grossartige Abenteuer, wie kaum ein anderes.</h3>



<p>Ich kannte das Games Workshop Logo aus meiner Jugend und ich kannte den Namen Warhammer bereits. Doch Echtzeitstrategie gebe ich mir, wenn überhaupt, lieber als Computerspiel. Das Miniaturenspiel, auch Püppchenschubsen genannt, hat für mich nur einen beschränkten Reiz.</p>



<p>Es war die Zeit, als ich mich nach zwanzig Jahren Abstinenz wieder für Rollenspiele zu interessieren begann. Ich bestellte mir gleich vier Einsteigerboxen und las drei davon durch. Ich wollte sehen, was diese Boxen zu bieten haben und erhoffte mir einen leichten Einstieg und einen Überblick über verschiedene Rollenspielsysteme.</p>



<p>Ich begann mit DSA 5, kämpfte mich durch Dungeons &amp; Dragons 5E «Die verlorenen Minen von Phandelver» und landete bei Warhammer Fantasy Roleplay, in das ich mich sofort verliebte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Liebsame Überraschung</strong></h2>



<p>Das tollste im Leben sind doch Überraschungen. Hohe Erwartungshaltung, schnelle Enttäuschung, tiefe Erwartungshaltung, positive Überraschung. Von Warhammer hört man jeweils, dass es so düster oder eben dark and gritty ist, wie die Community zu sagen pflegt. Das kann ich nicht komplett leugnen. Wer auf Kämpfen aus ist, hat hier schlechtere Karten, als im Heldenspiel Dungeons &amp; Dragons. Warhammer ist «From Zero to Hero», falls man nicht vorher zu viele Korrumpierungspunkte sammelt oder einfach den Löffel abgibt. Doch dieser Ansatz, als kleiner Niemand in einer hässlichen Welt bestehen zu müssen, ist einfach nur toll.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alt und endlich schön</strong></h2>



<p>Warhammer Fantasy Role-play ist eines der ältesten Fantasy-Rollenspiele und existiert seit den 80er-Jahren. Da ich es erst jetzt kennenlernte, darf ich sagen, dass ich die Illustrationen der ersten Edition schauerlich finde. Die von der aktuellen 4e sind dafür umso toller. Kein anderes mir bekanntes Fantasy-Rollenspiel hat derartig dynamische Illustrationen, auch wenn Pathfinder nahe an WFRP herankommt. Die Bilder wirken teilweise, als ob sie Bewegung enthielten. Als ob es keine Standbilder sondern Animationen wären. Ein tolles Beispiel dafür ist das Coverbild von «Rauhe Nächte und Harte Tage». Auch die Illus der SC und NSC sind sehr realitätsnah, aber eben doch überzeichnet und comic-haft, was mir persönlich enorm gefällt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mittelalter statt Fantasy</strong></h2>



<p>Wer vom Mittelalter fasziniert ist, findet hier seinen Frieden. Das Mittelalter war hart, dreckig und stinkig und so ist auch WFRS. Hier gibt es keine glänzenden Rüstungen und keine Magierstäbe auf Stufe eins, die sogar Gandalf vor Neid erblassen liessen. Hier geht der Agitator mit der Flusswache in die Kaschemme und hofft, keinen Ärger zu kriegen. Wer keine Allmachtsphantasien ausleben muss, ist hier gut aufgehoben. Denn diese Welt hat Rettung nötig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie Cthulhu Fantasy</strong></h2>



<p>In einer Forumsdiskussion schrieb mir einer als Erklärung, Warhammer Fantasy sei mehr wie Fantasy-Cthulhu, als wie D&amp;D. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Die Abenteuer handeln von Intrigen und Investigation, nicht vom Monster erschlagen. Sie sind oft clever gestrickt und enthalten viele Erzählstränge, die parallel zueinander ablaufen. Die Abenteuer kommen teils fast ohne Kampf aus und lassen sich ideal zu Kampagnen zusammenfügen. Wer trotzdem kämpfen will oder muss, könnte es schwer haben. Auch das eine Parallele zu Cthulhu. Korrumpierungspunkte ersetzen den Sanity Loss, aber auch bei Warhammer kommen die Kulte nicht zu kurz.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Geniale Abenteuer</strong></h2>



<p>Das Abenteuer aus der D&amp;D-Einstiegskiste hat kaum Plot und verläuft von A nach B, dann wird gekämpft. Von B nach C, dann wird gekämpft. Es wird gekämpft und gelootet, von Ort zu Ort, von Raum zu Raum. Die Drucksachen von D&amp;D sind eher mager und gewöhnlich. Nicht so die Einsteigerbox von Warhammer Fantasy Rollenspiel. Hier gibt es wunderhübsche Heldenbögen, Pappmarker, einen Abenteuerband, der für einige Abende reicht und einen Städteband, der gleich noch einmal Plotideen für viele weitere Spielabende liefert. Kurz gesagt, die Box ist ergiebig. Hier wird nicht versucht, dir wenig zu geben, um Kosten zu sparen und dich zu weiteren Käufen zu verleiten. Hier wird versucht dir so viel zu bieten, dass du knietief in Spielerlebnissen waten darfst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kein Einzelfall</strong></h2>



<p>Also bestellte ich mir das Regelwerk von Warhammer Fantasy und war wieder platt. Während D&amp;D seine Inhalte bekanntlich auf drei Bände verteilt, wobei der Dungeon Master’s Guide noch nicht einmal die Spielregeln enthält (welch Irreführung!), kommt WFRP in nur einem dicken Wälzer daher, der auch noch mit partiellem Glanzlack, wunderbar dynamischen Illustrationen und unglaublich tollen Einführungsseiten daherkommt. Der Humor kommt nicht zu kurz und so hat diese Welt immer einen comicartigen Touch, also ob Asterix, Monty Python und das Mittelalter sich hier gefunden hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Regeln für den Einstieg</strong></h2>



<p>Die Regeln sind bei WFRS zwar etwas komplizierter als bei D&amp;D, dafür sind ganz viele von ihnen optional. Wer keinen Bock auf das Studium des Regelbuchs hat, kann aber auch mit leichten Regeln sehr schnell und einfach spielen. Die Einsteigerbox führt einen sanft an das Spiel heran und liefert gleich ein sehr spassiges, investigatives und gar nicht so kämpferisches Abenteuer, das Lust auf mehr macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine runde Sache</strong></h2>



<p>Dieses Spiel ist in vielerlei Hinsicht keine leichte Kost, dafür wird einem fürs Geld grosszügig etwas geboten. Die Produkte sind liebevoll gemacht, ohne bei den Druckkosten zu sparen und machen deshalb Freude. Die Abenteuer sind dicht und humorvoll, enthalten gar nicht so viel Kampf, dafür so manche Überraschung.</p>
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		<title>Cthulhu: Spuk im Corbitt Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 10:51:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>«Corbitt&#8217;s House» ist ein Einsteigerabenter für Cthulhu. Es ist als PDF in Deutsch und Englisch erhältlich. Das Abenteuer ist eine Cthulhu-Blaupause, was für ein Einstiegsabenteuer gut passt. Das Abenteuer «Spuk im Corbitt-Haus» ist Teil der deutschen Schnellstarterregeln von Cthulhu 7e, also 7. Edition, welche 2018 bei Pegasus erschienen. Es ist einfach, kurz, gut gelungen und [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">«Corbitt&#8217;s House» ist ein Einsteigerabenter für Cthulhu. Es ist als PDF in Deutsch und Englisch erhältlich. Das Abenteuer ist eine Cthulhu-Blaupause, was für ein Einstiegsabenteuer gut passt.</h3>



<p>Das Abenteuer «Spuk im Corbitt-Haus» ist Teil der deutschen <a href="https://www.pegasusdigital.de/product/129888/CTHULHU-Schnellstartregeln?language=es" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schnellstarterregeln</a> von Cthulhu 7e, also 7. Edition, welche 2018 bei <a href="https://pegasus.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pegasus</a> erschienen. Es ist einfach, kurz, gut gelungen und nichts Besonderes. Ich versuche, nicht hart zu spoilern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schnellstarterregeln</strong></h2>



<p>Die deutsche Version ist Teil der Schnellstarterregeln von Cthulhu 7e, und wie so oft, die verbesserte Version der englischen «Quick Start Rules» für Call of Cthulhu von <a href="https://www.chaosium.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chaosium Inc.</a> von 2013.</p>



<p>In der englischen Ausgabe geht es von der Erklärung der Regeln und der Erschaffung der Charaktere fliessend in das Abenteuer über, ohne Ankündigung. Danach folgt die Niederschrift einer Beispielrunde. Die deutsche Ausgabe, an der Cthulhu Chefredakteur Heiko Gill mitgewirkt hat, ist schöner aufgemacht und schlauer gegliedert: erst die Regeln, dann das Abenteuer, visuell getrennt.</p>



<p>Die Schnellstarterregeln helfen, wie der Name schon sagt, in die Mechaniken von Cthulhu hineinzukommen und lassen alles unnötig Komplizierte vorerst weg. Wer diese Regeln begreift, kann schon losspielen und den Rest improvisieren. Mehr braucht man vorerst gar nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Abenteuer</strong></h2>



<p>Wir spielten das Abenteuer zu dritt. Zwei Spielende und ein brandneuer Spielleiter, für den es das erste Abenteuer war, das er jemals leitete.</p>



<p>Der Spannungsbogen des Abenteuers geht kontinuierlich nach oben, wenn sich die Spannung auch nicht massiv hinten raus verdichtet.</p>



<p>Der Start des Abenteuers beginnt klassisch mit einem Auftrag. Anschliessend folgt eine ausgedehnte Recherche und Investigation, wohl zu Übungszwecken. Nach der ausgiebigen Recherche-Aktion, geht es schliesslich ab.</p>



<p>Der Action-Teil war bei uns so heftig, dass wir keine Zeit für Experimente hatten und schnell den Rückzug antreten mussten. Das vorbereitete Ende war allerdings hübsch cthulhu-mässig und fatalistisch.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Komplexität in Ordnung</strong></h2>



<p>Die Regeln sind deren nicht zu viele und gut erklärt, die Handlungsmöglichkeiten nicht stur linear. Allerdings: Viele Momente, die eingeflochten wurden, waren für mich nicht klar als Teil der Story zu erkennen. Manchmal erschloss sich mir nicht, warum ich mich jetzt für etwas interessieren sollte. Das kann aber auch gut an mir und meiner Tagesform gelegen haben.</p>



<p>Es gibt viele tolle und informative Handouts, die nicht unnötig kompliziert oder schwer zu lesen sind. Es gibt Gegenstände in der Geschichte zu finden, die nicht für diesen Spielabend, sondern für Fortsetzungen gedacht sind und Hinweise, die nur dem Grusel und nicht der direkten Aufklärung dienen.</p>



<p>In «Spuk im Corbitt-Haus» wurde kaum kosmischer Horror benutzt und es ist auch weniger gruselig, als andere Abenteuer von Cthulhu. Beides passt meiner Meinung nach, immer vor Augen haltend, dass es sich um den Erstkontakt mit der Welt von Cthulhu handelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Abenteuer-Fazit</strong></h2>



<p>Das Abenteuer «Spuk im Corbitt-Haus» führt sanft an Cthulhu heran, macht Spass und überfordert nicht. Es ist für wenig erfahrene Spielende und Spielleitende durchaus zu managen, geht stetig bergauf und lässt einen am Ende doch etwas ratlos zurück. Toll für den Einstieg, solide für einen One-Shot zwischendurch, für abgebrühte Cthulhu-Spieler wohl eher kein Meilenstein.</p>
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