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	<title>Herr der Ringe Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<title>Herr der Ringe Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Moria – Through the Doors of Durin, The One Ring (Rezension)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Aug 2024 07:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Legendär, entzückend, gehaltvoll. Moria Through the Doors of Durin ist randvoll mit Glückshormonen für Lord-of-the-Rings-Fans. The One Ring 2e ist ein One-of-a-kind-Rollenspiel. Die Mechanik ist sweet, der Verlag heisst Free League (beste Promo-Abteilung weit und breit) und die Illustrationen sind künstlerisch erste Sahne. Moria? Abwärts! 225 Seiten Text, zwei rabenschwarze Lesebändchen und hinten drin eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://penandpaper.blog/moria-through-the-doors-of-durin/">Moria – Through the Doors of Durin, The One Ring (Rezension)</a> erschien zuerst auf <a href="https://penandpaper.blog">Penandpaper.blog</a>.</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Legendär, entzückend, gehaltvoll. Moria Through the Doors of Durin ist randvoll mit Glückshormonen für Lord-of-the-Rings-Fans.</h3>



<p>The One Ring 2e ist ein One-of-a-kind-Rollenspiel. Die Mechanik ist sweet, der Verlag heisst Free League (beste Promo-Abteilung weit und breit) und die Illustrationen sind künstlerisch erste Sahne.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="663" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-1024x663.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin Hall" class="wp-image-1370" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-1024x663.jpeg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-300x194.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-768x497.jpeg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-1536x994.jpeg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall-1320x854.jpeg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-the-hall.jpeg 1800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Moria? Abwärts!</strong></h2>



<p>225 Seiten Text, zwei rabenschwarze Lesebändchen und hinten drin eine Karte der Minen von Moria zum Rausnehmen. Das müsste sich jeder LotR-Fan kaufen, auch ohne Rollenspieler zu sein. Die Karte von Moria (das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Karte von Moria!) ist auch auf der Innenseite des Buchdeckels vorne und hinten noch einmal abgedruckt. Der Einband ist matt und das Cover zeigt die Mellon-Pforte nach Moria. Ich sage: Sprich Freund und tritt ein!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ist dieses Buch bloss?</strong></h2>



<p>Das ist kein Abenteuerband, kein Kampagnenband, es ist kein Settingband. Oder doch? Am ehesten ist dieses Buch ein Städteband, wenn man so will. Ähnlich den Städtebänden von Warhammer, die gespickt sind mit Orten, Plothooks und Monstern oder NPCs. Moria ist randvoll mit Informationen und Inspirationen zu Räumen, Orten und Kreaturen, um locker eine ganze Kampagne in den Zwergentiefen von Moria zu spielen. Darum spreche ich hier von einer «Kampagne».</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="680" height="505" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-crouching.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin Spread" class="wp-image-1374" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-crouching.jpeg 680w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-crouching-300x223.jpeg 300w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>So viele Abenteuer</strong></h2>



<p>Was die «Kampagne» will, ist einfach zu erklären: Dungeon Delving. Es ist der legendärste Dungeon der Geschichte. Ich weiss, es wird hauptsächlich Orks und Goblins da drin geben. Und ja, wer sich <a href="https://www.dndbeyond.com/monsters/16869-gelatinous-cube" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gelatinous Cubes</a> und Mimics gewohnt ist, mag das langweilig finden. Aber hallo: Moria!? Dies ist die Mutter des Untergrundgewölbes, Underdark hin oder her.</p>



<p>Die «Kampagne» schickt die Gefährten somit auf die Suche. Auf die Suche nach Schätzen, auf die Suche nach Mithril und die Suche nach der Legende Durins. Und am Ende (wer hätte es gedacht?) ist vielleicht irgendwo in den Tiefen von Moria ein Balrog im ewigen Schlaf. Darum: Haltet euch von Brunnenrändern mit Rüstungen fern. Wirklich.</p>



<p>Und dann nochmal die Karte von Moria &#8230; Wenn ich mir die wunderschöne Karte so ansehe und mir bewusst mache, wie viele Ebenen Moria eigentlich hat und dass Zwerge das in den mächtigen Stein der <a href="https://tolkiengateway.net/wiki/Misty_Mountains" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Misty Mountains</a> gehauen haben, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken. Geschweige denn, die Vorstellung, in diese dunklen und verseuchten Stollen hinabzusteigen, hunderte Meter unter Tage. Da vergesse ich glatt, dass das nur dem Gehirn eines Philologen entsprang, dessen dritter Vorname «Reuel» war.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="631" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-1024x631.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin" class="wp-image-1367" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-1024x631.jpeg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-300x185.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-768x473.jpeg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-1536x946.jpeg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat-1320x813.jpeg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-defeat.jpeg 1800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gänsehaut stark</strong></h2>



<p>Was ich einst bemängelte (<a href="https://penandpaper.blog/the-one-ring-starterset-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Siehe Artikel: The One Ring Starterset</a>) ist jetzt die Stärke dieses Buches und von The One Ring: nämlich dort spielen zu können, wo die Legende lebt. Einziger Wermutstropfen: Es gibt kein einziges eigentliches Abenteuer in «Moria – Through The Doors of Durin». Das macht das Buch umso runder, aus künstlerischer Sicht. Aber man muss die Arbeit halt wirklich selbst machen.</p>



<p>Um dieses formvollendete Buch zu geniessen, braucht man meiner Meinung nach genau (nur) das: Hochachtung, Liebe und Faszination für den Herr der Ringe. Wer diese Geschichte verehrt, in dieser Welt gelebt, gelitten und geliebt hat, der wird mit «Moria – Through The Doors of Durin» noch viele glückliche Stunden mehr finden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="801" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-high-caves.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin Caves" class="wp-image-1372" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-high-caves.jpeg 640w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-high-caves-240x300.jpeg 240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<p>Wer ein abgebrühter OSR-Kerkerkämpfer oder High-Fantasy-Dungeon-Slayer ist, könnte sich ob der beschriebenen Szenerien und den grundlegenden Gegner aber vielleicht ein Gähnen nicht verkneifen.</p>



<p>Ich selbst komme jedoch nicht umhin, vor Ehrfurcht zu erzittern. Diese bräunlichen an Tuschzeichnungen erinnernden Illustrationen, die die Mächtigkeit und Geschichtsträchtigkeit dieser unendlich lange verschlossen gewesenen, düsteren, muffig-feuchten Grabstätte wiedergeben. Zufallstabellen, unerwartete Kreaturen, ehrwürdige Zwergenstätten – es ist, als dürfte ich selbst das Abenteuer erleben und in die heiligen Hallen Durins steigen, unsicher, ob es einen Rückweg für mich geben wird. Aber wären wir denn Helden, wenn wir es nicht trotzdem wagten?</p>



<p>Wenn du The One Ring ohnehin magst und oder spielst, wenn dein Herz für Mittelerde schlägt, wenn du die Legende leben willst, dann ist dieses Buch für dich. Besuche Moria. Wer möchte nicht auch einmal «Flieht, ihr Narren!» rufen und zum Base Jumping in des Balrogs Wohnzimmer ansetzen?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="774" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-1024x774.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin Goblins" class="wp-image-1373" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-1024x774.jpeg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-300x227.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-768x580.jpeg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-1536x1161.jpeg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins-1320x997.jpeg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/Moria-goblins.jpeg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Free Solo</strong></h2>



<p>Ab Seite 189 folgen rund dreissig Seiten Solo-Modus! Wer keine Gruppe hat, wer sich allein nach Moria begeben möchte, wer das Erlebnis ganz tief in seinem eigenen Kopf in Stille geniessen will, der kann mit dem sogennanten «Strider Mode», also dem Streichermodus, das Buch als Solo-RPG nutzen. Da heisst nicht unbedingt, dass dein Charakter mutterseelenallein durch Moria stolpern muss, denn du stellst dir deine eigene Gruppe von Gefährten zusammen und unternimmst Mission nach Mission, um Moria zu erkunden und zu kartografieren. Die Regeln klingen nicht unkomplex, aber auch spannend.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Monumental.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="663" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-1024x663.jpeg" alt="Moria Through the Doors of Durin" class="wp-image-1368" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-1024x663.jpeg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-300x194.jpeg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-768x497.jpeg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-1536x994.jpeg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack-1320x854.jpeg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2024/08/moria-troll-attack.jpeg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by Free League Publishing</figcaption></figure>
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		<title>The One Ring Starterset (Rezension)</title>
		<link>https://penandpaper.blog/the-one-ring-starterset-rezension/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 05:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe]]></category>
		<category><![CDATA[Lord of the Rings]]></category>
		<category><![CDATA[The One Ring]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eindrucksbestätigung von The One Ring mit dem Starterset. Es ist schön, es ist einladend und ich kann es einfach nicht spielen. Ich hatte mir das The-One-Ring-2e-Regelwerk gekauft. Einfach weil ich es so schön fand. Ich hatte nicht vor es zu spielen. Nun schaue ich mir gerade das Starterset von TOR an und einige Eindrücke bestätigen [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eindrucksbestätigung von The One Ring mit dem Starterset. Es ist schön, es ist einladend und ich kann es einfach nicht spielen.</strong></h3>



<p>Ich hatte mir das <a href="https://freeleaguepublishing.com/en/games/the-one-ring/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The-One-Ring-2e-Regelwerk</a> gekauft. Einfach weil ich es so schön fand. Ich hatte nicht vor es zu spielen. Nun schaue ich mir gerade das <a href="https://freeleaguepublishing.com/en/store/?product_id=7472871702786" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Starterset von TOR</a> an und einige Eindrücke bestätigen sich.</p>



<p>Es handelt sich um das englischsprachige Starterset und ich habe es «nur» in digitaler Form als PDF vorliegen. Es hat also schon einmal keine Würfel dabei. Nevermind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es ist Herr der Ringe</strong></h2>



<p>Gespielt wird in der Zeit zwischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hobbit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Hobbit</a> und <a href="https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/der-herr-der-ringe/5976" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Herr der Ringe</a>, die etwa sechzig Jahre umfasst. Dass die vorgefertigten Charaktere fast nur aus Hobbits besteht, finde ich passend, da wir mit einem Starterset klein anfangen. Wenig Regeln, Einstieg, kleine Welt, kleine Chars. Ausserdem: Wer waren die Protagonisten in Der Hobbit? Und wer in Lord of the Rings? Eben.</p>



<p>Beide Bücher (Hobbit und LotR) beginnen im Auenland und enden dort. Von hier aus ziehen wir in die grosse, weite Welt und erleben Ungeheures. Darum lullt mich die Atmosphäre sofort ein. Ich brauche keine Aufwärmphase und keinen Anlauf, die Welt ist mir so vertraut, dass sie funktioniert. Das riesige Plus: dieses Heimkommengefühl wird durch das Layout und die Illustrationen wunderbar abgefedert und ergänzt. Das ist kein Zufall, sondern hohe Schule.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es ist wunderschön</strong></h2>



<p>Die Pergamentseiten, die hennafarbenen Schnörkel, die Bleistiftzeichnungen – ein Meisterwerk! Es ist so schlicht und gleichzeitig so ausgewogen. Die Kunst ist ja bekanntlich, es so zu reduzieren, dass nichts mehr weggelassen werden kann und nicht, es so anzufüllen, dass nichts mehr hinzugefügt werden kann. Ich will nicht sagen, dass es perfekt ist, aber es ist verdammt gut gemacht.</p>



<p>Natürlich werden hier manche Illustrationen aus dem Originalregelwerk wiederverwendet. Warum auch nicht? Wie Gandalf in die Hobbithöhle stürmt, gerne immer wieder. Die Landkarten sind nicht wie üblich schwarz-weiss und mit Tusche gefertigt, sondern gefärbt und mit teils eigenwilliger Beschriftung (Eriador) versehen, aber konzeptionell wundervoll.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es ist schwergewichtig</strong></h2>



<p>Die vorgenerierten Charaktere sind alles Hobbits und ein <a href="https://penandpaper.blog/zwerge-zaehe-muskelpakete/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwerg</a>. Es werden einem Brandybocks, Beutlins und Sackheim-Beutlins angeboten. Schon als die berühmt-berüchtigt Lobelia Sackheim-Beutlin als Charakter erscheint, spüre ich das Gewicht, aber als schliesslich die letzte Figur bei den Fertigcharakteren erscheint, da weiss ich, das kann ich nicht. Da ist Bilbo Beutlin.</p>



<p>Diese Hobbits haben Geschichte geschrieben. <em>Eine</em> Geschichte. Von einem Ring. Ich spüre die Schwere und die Aufgabe, eine Geschichte zu erzählen, die dieser Charaktere halbwegs würdig ist. Wenn ich Lützel Hinkefuss spiele, kein Problem. Der kann lustig sein, alles vermasseln oder reüssieren, es spielt alles keine Rolle. Aber wenn ich Bilbo Beutlin spiele, dann muss das sitzen.</p>



<p>Dieses Gefühl hatte ich bei The One Ring immer schon; jetzt noch mehr. Ich habe Bedenken, etwas Heiliges zu entweihen. Ich würde lieber Napoleon, Asterix oder Indiana Jones spielen – kein Problem. Aber die Geschichte von Herr der Ringe mit schlechten Würfelwürfen und Belanglosigkeiten zu zerspielen? Das bringe ich nicht übers Herz.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es ist füllig</strong></h2>



<p>War Gear Cards beschreiben die Stats jeder Waffe, die Stance and Journey Cards helfen zu bestimmen, wo wer im Kampf steht. Fernkampf oder Nahkampf? Im Starterset werden die Regeln reduziert gehandhabt, aber es wird schon Lust auf mehr gemacht und clever auf das Kernregelwerk verwiesen.</p>



<p>Acht vorgefertigte Charaktere, alles Hobbits mit einer Ausnahme (Zwerg), und ganze fünf Abenteuer auf 36 Seiten sind im Starterset enthalten. Dann gibt es eine riesige Abhandlung a.k.a. Hintergrundbändchen zum Auenland. Im analogen Set gibt es auch Würfel. Die habe ich hier leider nicht. Das Set ist füllig, aber nicht üppig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es ist anders</strong></h2>



<p>Ich habe noch keine Rezension zu The One Ring gemacht. Darum erwähne ich hier die Basics zum Gameplay. Bei TOR heisst die Spielleitung «Loremaster», das verrät vielleicht schon, worauf bei diesem Spiel Wert gelegt wird.</p>



<p>Am Anfang wird einem schön erklärt, wie Rollenspiel funktioniert, welche Rollen es zu füllen gibt (Spielende, Loremaster) und auch, dass eine Spielsitzung aus verschiedenen Szenen besteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>W6 und W12</strong></h2>



<p>Um TOR zu spielen, werden sechs Sechserwürfel und zwei Zwölferwürfel benötigt. Die Sechserwürfel werden Erfolgswürfel, die Zwölferwürfel werden Leistungswürfel genannt. Frei von mir aus dem Englischen übersetzt. Jeder Charakter hat drei Attribute und 18 Skills.</p>



<p>Damit ein Würfelwurf gelingt, muss der Attributwert übertroffen werden. Wie viele Würfel dafür eingesetzt werden dürfen, bestimmt die Anzahl ausgemalter Rauten auf dem Charakterblatt. Es wird immer ein Leistungswürfel und so viele Erfolgswürfel wie angegeben verwendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Beispiel</strong></h2>



<p>Also würfle auf Aufmerksamkeit. Das zur Fertigkeit Aufmerksamkeit gehörende Attribut ist Stärke und beträgt in diesem Fall 15. Du würfelst einen Leistungswürfel (W12) und zwei Erfolgswürfel (W6), weil zwei Rauten bei der Fertigkeit Aufmerksamkeit auf deinem Charakterblatt ausgemalt sind. Der W12 zeigt eine 8, die beiden W6 zeigen 5 und 3. Du hast den Wert von 15 mit einem Punkt übertroffen, der Aufmerksamkeitswurf ist ein Erfolg!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gandalf und Sauron</strong></h2>



<p>Wer die geforderte Zahl erreicht und auch noch eine Sechs auf mindestens einem der Erfolgswürfel hat, schafft einen kritischen Erfolg. Auf dem W12 gibt es Zahlen von 1 bis 10, eine Gandalfrune und eine Sauronrune. Das kann auch mit einem handelsüblichen W12 abgehandelt werden. Also zum Beispiel 11 ist Sauron, 12 ist Gandalf oder umgekehrt. Gandalf ist ein automatischer, kritischer Erfolg, egal ob die nötige Punktzahl beim Würfeln erreicht wurde und Sauron ist ein kritischer Patzer. Wer patzt muss den Leistungswürfel mit einer Null zählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p>Ich liebe das Buch «Der Herr der Ringe», weil es so geduldig ist. Es ist so erdig und langsam und freundlich. Wie ein alter Grossvater, der seinem Enkel eine Gutenachtgeschichte erzählt. Ohne es gespielt zu haben, habe ich trotzdem Gefallen am System gefunden, da es weder zu knapp noch überladen ist. Die Welt liebe ich ohnehin, die Illustrationen sind unglaublich schön, obwohl sie so schlicht erscheinen, was eine hohe Kunst ist. Es spricht wenig dafür, dieses wundervolle Spiel nicht zu spielen. Ausser dies…</p>



<p>Ohne jetzt blasphemisch werden zu wollen. Es kommt mir bei The One Ring manchmal vor, als würde ich ein paar zusätzliche Geschichten als Ergänzung zur Bibel spielen wollen. Die Geschichte wurde nun einmal niedergeschrieben und alles was da ist, ist alles, was da ist. Mehr gibt es nicht zu sagen. Dass ich nun ein paar Figuren nehme und die Historie nach meinem Gutdünken ergänze, das schaffe ich einfach nicht.</p>



<p>Nichtsdestotrotz ist TOR ein wunderbares Rollenspiel, das stimmig und mit viel Liebe gemacht ist. Und es wäre ein Wunder, hätte niemand die Genesis aller Fantasy in ein Rollenspiel gegossen. Nur, dass ich es lieber ins Regal stelle, als es zu spielen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="791" height="1024" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF-791x1024.jpg" alt="The One Ring Crazy Goblin Fria Ligan 2023 Alvaro Tapia" class="wp-image-878" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF-791x1024.jpg 791w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF-232x300.jpg 232w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF-768x994.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF-1187x1536.jpg 1187w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2023/07/TheOneRing_20-CrazyGoblinF.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 791px) 100vw, 791px" /></figure>



<p></p>
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		<title>Darf ich Orks töten?</title>
		<link>https://penandpaper.blog/darf-ich-orks-toeten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 13:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading" id="es-gibt-die-gamer-die-kein-problem-damit-haben-monster-aliens-und-menschen-gleichermassen-umzumahen-es-gibt-die-simulationisten-fur-die-mord-ein-schreckliches-moralisch-verwerfliches-mittel-und-nur-der-letzte-ausweg-ist-und-es-gibt-die-narrativisten-die-wissen-dass-eine-gute-geschichte-sich-oft-um-todesgefahr-bedrohung-und-den-kampf-gegen-das-bose-dreht">Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse dreht.</h3>



<p>Der Haken – das Böse gibt es nicht. Und da beginnt das Dilemma mit den <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ork" target="_blank">Orks</a>. Von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.tolkiengesellschaft.de" target="_blank">Tolkien</a> als hässliche grauschwarze Masse mit nur niederen Instinkten und kaum schützenswerten Eigenschaften etabliert, die nur zum Kämpfen und mordlustig marodierend durch die Lande ziehen, weil sie dem Bösen dienen; hin zu liebesfähigen, kulturellen Familien-Orks, die eine eigene Geschichte, eigene Werte und hehre Ziele haben. Deshalb ist die Frage: «<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.runway61.blog/darf-man-orks-toeten/" target="_blank">Darf man Orks töten?</a>» mehr als berechtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="orks"><strong>Orks</strong></h2>



<p>Gesichtslose Massen, die uns vernichten wollen, funktionieren als Bedrohung am allerbesten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://starwars.fandom.com/wiki/Stormtrooper" target="_blank">Stormtroopers</a> sind austauschbar und, ähnlich wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kampfroboter-54471" target="_blank">Kampfroboter</a>, haben sie keine Lebensgeschichte. Sie kommen nirgendwoher und gehen nirgends hin. Ihr Ziel ist es nur, die Guten aus der Welt zu schaffen. Sie sind nicht zu unterscheiden, einer ist wie der andere. Sie haben kein Geschlecht und keine Gefühle, sie sind nur da um zu töten oder getötet zu werden. Darum ist jede Gegenwehr total legitimiert. Denn Gewalt erzeugt Gegengewalt. Einfach nur zuzusehen und auch die andere Wange hinzuhalten, das können nur <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vollkommenheit" target="_blank">vollkommene Menschen</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.geo.de/geolino/mensch/3461-rtkl-weltveraenderer-mahatma-gandhi" target="_blank">Mahatma Gandhi.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="monster"><strong>Monster</strong></h2>



<p>Wenn aber Monster unsere friedliche Existenz bedrohen (wir verteidigen uns ja nur!), dann ist Gewalt scheinbar gerechtfertigt. Die Grenze erreicht der Held oder die Heldin immer dann, wenn Böse und Gut zu verschwimmen beginnen. Wenn ich bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://thewitcher.com/en/witcher3" target="_blank">Witcher 3</a> durch die Lande ziehe und durch und durch böse <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wasserweib" target="_blank">Wasserweiber</a>, hirnlose <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Ertrunkener" target="_blank">Ertrunkene</a> und fiese <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Nekker" target="_blank">Nekker</a> niederstrecke, dann säubere ich die Ländereien vor der dunklen Bedrohung und schaffe den Bewohnern dadurch ein friedlicheres und gewaltfreieres Leben. Ich tue also «Gutes». Was ist allerdings, wenn ich durch den Wald reite und da ist ein <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wolf_(Tier)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rudel Wölfe</a> oder ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4ren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bär</a>? Die haben doch mindestens genauso (oder mehr) das Recht, in diesem Wald zu sein und Eindringlinge zu vertreiben. Wenn ich dann diesen <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/B%C3%A4r" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bären</a> töte, den ich für ein Monster halte, ist er das dann auch? Oder ist er ein friedlicher Bär und ich der Eindringling, der ihn mit meinen Schwertern existentiell bedroht?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="menschen"><strong>Menschen</strong></h2>



<p>Und jetzt denken wir das weiter. Wenn ich Banditen treffe, die hilf- und wehrlose Bauern foltern, dann habe ich das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, diese zu bekämpfen, damit die guten Leute in Frieden leben können. Wenn ich aber Menschen aus dem Weg räumen soll, die jemandem im Weg stehen, für welche Seite entscheide ich mich? Ist Geld ein adäquater Grund, um das für irgendjemanden «Böse» zu bekämpfen? Ist Böse und Gut so eindeutig trennbar?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wieder-orks"><strong>Wieder Orks</strong></h2>



<p>Und jetzt zurück zu den Orks. Wenn Orks einfach nur schlecht programmierte Killermaschinen wären, dann ist es unsere Pflicht, sie zu bekämpfen und darauf zu hoffen, die Welt damit vor dem Untergang zu retten. Wenn sie allerdings Familienclans sind, die ihre Kinder lieben, ihre Existenz bedroht sehen und wir ein für sie unverständliches Wesen sind, dass sie zu Monstern erklärt (wie beispielsweise im Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Warcraft:_The_Beginning" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warcraft»</a>), dann ist die Aufteilung der Rollen nicht mehr ganz so klar. Dann spielt es bereits eine Rolle, welche Seite der Autor oder Regisseur mit seiner Geschichte begleitet, welche Befürchtungen, Leiden und Hoffnungen er aufzeigt und wen er als gesichtslose Masse mit seltsamen Gebräuchen und herzlosen Ritualen darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ich"><strong>Ich</strong></h2>



<p>Darum kann ich Rollenspiel spielen, wenn die Orks entweder wie in <a data-type="URL" data-id="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" href="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lord of the Rings</a> eine hässliche Welle des Hasses sind, oder ich kann es spielen, wenn sie unsere (wenn auch ungehobelten) Freunde und Verbündeten sind, wie in <a href="https://dnd.wizards.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a>. Wenn sie zu Freunden werden, fehlt aber die grosse, dunkle Bedrohung einer Fantasywelt enorm. Womit ich meine Mühe habe, ist der Ansatz, wo Orks zivilisierte <a href="https://wow.4fansites.de/monsterkategorie008.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Humanoide</a> sind, diese aber immer noch zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungeheuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Monstern</a> zählen. Dann greift meine Moral und Ethik und ich bin etwas verwirrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unter-oder-uberlegen"><strong>Unter- oder überlegen</strong></h2>



<p>Orks sind übrigens nur exemplarisch für dieses Gewaltdilemma. Ebenso kann man <a href="https://www.tor-online.de/feature/buch/2021/12/alles-ueber-goblins-in-der-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Goblins</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drache_(Mythologie)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachen</a> dazu heranziehen. Drachen sind in manchen Erzählungen menschenhassende, goldgierige Ungeheuer – dann fällt es leicht, sie zu bekämpfen. In anderen Geschichten sind sie jedoch weise, uns Menschen in Intelligenz und Stärke überlegene Wesen, die von Menschen aus Hass und Habgier gejagt werden. So schnell, kann die Betrachtungsweise wechseln, so schnell wird Gut zu Böse und umgekehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="i-am-sorry"><strong>I am sorry</strong></h2>



<p>Es tut mir leid, wenn ihr beim nächsten Ork, den ihr auf dem nächsten Schlachtfeld antrefft, zögert und Gewissensbisse bekommt. Oder nein, wenn ich es mir genau überlege, eigentlich tut es mir nicht leid.</p>
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		<title>Faszination Fantasy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 09:15:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend? Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend?</h3>



<p>Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist spielt sie in einer Mittelalterwelt, die aber eben nicht historisch ist, sondern sich nur an das Mittelalter, die Antike oder die Anfänge der Renaissance anlehnt.</p>



<p>Sie orientiert sich an der <a href="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" data-type="URL" data-id="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saga von Siegfried dem Drachentöter </a>oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Artus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">King Arthur</a>, der das magische Schwert Exkalibur aus dem Stein zog. Am Ende ist es aber eine Welt, in der es mehr gibt, als mit Wissenschaft zu erklären ist. Darum halte ich auch nicht so viel davon, dass manche Rollenspieler sich so stark an realen Begebenheiten orientieren. Klar, muss auch der fantastischen Welt eine Physik zu Grunde liegen. Aber ist es am Ende so wichtig, ob das Trebuchet bei D&amp;D genauso viele Meter weit schiesst, wie historisch belegt? Wo bleibt da die Fantasie? Meist ist das Fantasy-Universum eine Mischung aus historischem Mittelalter und Fantasy-Elementen, weshalb auch vom Fantelalter gesprochen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eltern der Fantasy</strong></h2>



<p>Der Urvater der Fantasy ist <a href="https://www.tolkiengesellschaft.de/j-r-r-tolkien/tolkiens-werke/die-mittelerdebuecher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. R. R. Tolkien</a> mit dem Hobbit, bzw. der Fortsetzung Herr der Ringe, die wir unterdessen alle kennen, weil es diese unglaublich aufwendige Filmtrilogie gegeben hat, deren erster Film unterdessen auch schon über 20 Jahre alt ist. <a href="https://www.imdb.com/name/nm0000704/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elijah Wood</a> war damals 18 Jahre alt und ist heute 40.</p>



<p>Die Übertragung der Fantasy-Begeisterung auf die neue Generation und vor allem auch jüngere Fans hat <a href="https://www.jkrowling.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. K. Rowling</a> mit den Harry-Potter-Romanen geschafft. Die einst arbeitslose Autorin hat sich ein Universum erdacht, das sich millionenfach verkauft hat. Unter Fans ist die Zugehörigkeit zu einem Hogwarts-Haus (<a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Hufflepuff" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hufflepuff,</a> <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Ravenclaw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ravenclaw</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Slytherin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Slytherin</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Gryffindor" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gryffindor</a>) wichtiger als das Sternzeichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stets die gleichen Völker</strong></h2>



<p>Von Tolkien kommen denn auch die bis heute in allen möglichen Fantasy-Welten vorhandenen Völker, wie Elfen, Zwerge, Orks und Halblinge. Dazu kommen Drachen, Goblins, Trolle und Oger. Es gibt Magier und Krieger, Waldläufer und Monster.</p>



<p>Rollenspiele wie <a href="https://dnd.wizards.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a> treiben die auswählbaren Spezies immer weiter auf die Spitze. Meist sind es Mensch-Tier-Hybride, wie <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Tortle" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tortles</a> (zweibeinige Schildkröten), <a href="https://www.dndbeyond.com/races/aarakocra" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aarakocra</a> (humanoide Vögel) oder <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Dragonborn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachenblütige</a> (Dragonborn, ein Drache in Menschengestalt).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer hats erfunden?</strong></h2>



<p>Wenn man das Mikroskop ansetzt und tief genug hineinzoomt, hat schon lange keiner mehr etwas wirklich Neues erfunden. Bereits Tolkien bediente sich der (damals noch weithin unbekannten) Wesen aus Sagen und Heldenepen. Trolle, Orks und Zwerge wurden zwar vor dem Hobbit anders beschrieben und verwendet, doch seine Figuren sind ersonnene Eigeninterpretationen von bestehenden; wenn auch geniale.</p>



<p>Vieles kommt aus den Legenden und Mythen alter Völker. Dabei hat die griechische Mythologie viel geholfen. Helden mit Schwertern bekämpfen grausige Monster aus der Hölle, wie in <a href="https://www.imdb.com/title/tt1646987/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wrath of the Titans.</a> Der Greif zum Beispiel, eine Mischung aus Löwenkörper und Adlerkopf mit Adlerschwingen. Oder der Mantikor, ein Wesen mit Löwentorso und Menschenkopf von persischer Abstammung. Alle diese Wesen finden sich heute genau so oder ein bisschen abgewandelt in unseren Fantasygeschichten und Rollenspielen wieder. Zum Glück, können wir sagen, sonst wäre in diesen Welten nichts los. Oder jemand käme auch dort auf die Idee, Hedgefonds zu erfinden&#8230;</p>



<p>Und auch hier sei das Beispiel Harry Potter erlaubt, wo alles (was es irgendwie je gab) bunt zusammengemischt und neu ausgespuckt wurde. Sensationell geschrieben und beschrieben, wohlgemerkt – aber neu sind die eigentlichen Bestandteile wirklich nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Worum geht es in der Fantasy?</strong></h2>



<p>Es geht um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Egal ob <a href="https://www.starwars.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Star </a>Wars (das gemäss Fans nicht mit Science Fiction beschrieben werden darf, weil es auch hier Magie und Schwerter gibt, wobei ich Space Opera für den viel schlimmeren Begriff halte) <a href="https://sf-encyclopedia.com/fe/lord_of_the_rings_the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herr der Ringe</a> oder Harry Potter, bei allen ist klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dabei gibt es bei den Bösen auch keine Motive und keinen Antrieb für den man Verständnis aufbringen könnte, sondern nur Machtphantasien auf Kosten anderer, Hass und Zerstörungswut.</p>



<p>Das ist es vielleicht auch, was dabei hilft, Fantasy zu mögen. Denn im echten Leben gibt es keine klare Trennung zwischen Gut und Schlecht. In der realen Welt werden Kriege geführt, bei denen beide Parteien behaupten, einen heiligen Krieg im Namen Gottes zu führen. Es ist nur eine Sache der Perspektive. Das Buch, in dem Sauron der gute Held ist, dem der böse Halbling den Ring kaputt machen will, möchte ich erst noch lesen.</p>



<p>Dazu kommen in der Fantastik typische Motive, wie Schwertkämpfe, das Reisen durch unbekannte Lande, Magie, Begegnungen mit Monstern und epische Schlachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist Fantasy ungesund?</strong></h2>



<p>In der Fantasy geht es ein Stück weit um das Entfliehen aus der Realität, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eskapismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eskapismus</a>. Ob das gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass wir alle ein bisschen Eskapismus brauchen, manche mehr andere weniger. Eskapismus in Form von Kinofilmen, Sport, Natur usw. Zurück zur Fantasy: Man will sich hineindenken in eine Welt, in der es keine Frage ist, ob man das eindeutig Böse bekämpfen will, denn wer gut ist, hat die Pflicht dagegen anzukämpfen. Wenn man dann auch noch zum Helden geboren ist, was man als Protagonist des Filmes, Buches oder Rollenspiels natürlich ist, dann hängt das Schicksal der Welt von einem ab, dann kann man doch nicht nein sagen. Und am am Ende kann das Gute nur gewinnen. Denn in dieser Welt ist die Welt noch in Ordnung. Egal wie scheusslich die Scheusale und Gegenspieler sind, egal wie grausam die Heldenreise wird, wie gross der Big Bad Evil Guy ist, am Ende gewinnen doch immer die Guten, also wir.</p>



<p>Ob die Gewalt, die Teil jeder Heldenreise ist, sinnvoll und hilfreich ist, kann diskutiert werden. Kampf ist wohl einfach die primitivste und am Tiefsten verankerte Form des Ringens mit Hindernissen. Doch die Moral dieser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Odyssee" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Odysseen</a>, das was am Ende dabei herauskommt, ist ganz bestimmt nicht bedenklich, sondern lehrt einen Menschen genau das, was wir heutzutage brauchen (und in jeder Epoche gebraucht haben). Fantasy vermittelt Werte wie Freundschaft, Liebe, Mut, Hingabe, Tapferkeit und Treue.</p>
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