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	<title>Gut und Böse Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>Gut und Böse Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Darf ich Orks töten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 13:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="es-gibt-die-gamer-die-kein-problem-damit-haben-monster-aliens-und-menschen-gleichermassen-umzumahen-es-gibt-die-simulationisten-fur-die-mord-ein-schreckliches-moralisch-verwerfliches-mittel-und-nur-der-letzte-ausweg-ist-und-es-gibt-die-narrativisten-die-wissen-dass-eine-gute-geschichte-sich-oft-um-todesgefahr-bedrohung-und-den-kampf-gegen-das-bose-dreht">Es gibt die Gamer, die kein Problem damit haben Monster, Aliens und Menschen gleichermassen umzumähen. Es gibt die Simulationisten für die Mord ein schreckliches, moralisch verwerfliches Mittel und nur der letzte Ausweg ist. Und es gibt die Narrativisten, die wissen, dass eine gute Geschichte sich oft um Todesgefahr, Bedrohung und den Kampf gegen das Böse dreht.</h3>



<p>Der Haken – das Böse gibt es nicht. Und da beginnt das Dilemma mit den <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ork" target="_blank">Orks</a>. Von <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.tolkiengesellschaft.de" target="_blank">Tolkien</a> als hässliche grauschwarze Masse mit nur niederen Instinkten und kaum schützenswerten Eigenschaften etabliert, die nur zum Kämpfen und mordlustig marodierend durch die Lande ziehen, weil sie dem Bösen dienen; hin zu liebesfähigen, kulturellen Familien-Orks, die eine eigene Geschichte, eigene Werte und hehre Ziele haben. Deshalb ist die Frage: «<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.runway61.blog/darf-man-orks-toeten/" target="_blank">Darf man Orks töten?</a>» mehr als berechtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="orks"><strong>Orks</strong></h2>



<p>Gesichtslose Massen, die uns vernichten wollen, funktionieren als Bedrohung am allerbesten. <a rel="noreferrer noopener" href="https://starwars.fandom.com/wiki/Stormtrooper" target="_blank">Stormtroopers</a> sind austauschbar und, ähnlich wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kampfroboter-54471" target="_blank">Kampfroboter</a>, haben sie keine Lebensgeschichte. Sie kommen nirgendwoher und gehen nirgends hin. Ihr Ziel ist es nur, die Guten aus der Welt zu schaffen. Sie sind nicht zu unterscheiden, einer ist wie der andere. Sie haben kein Geschlecht und keine Gefühle, sie sind nur da um zu töten oder getötet zu werden. Darum ist jede Gegenwehr total legitimiert. Denn Gewalt erzeugt Gegengewalt. Einfach nur zuzusehen und auch die andere Wange hinzuhalten, das können nur <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vollkommenheit" target="_blank">vollkommene Menschen</a> und <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.geo.de/geolino/mensch/3461-rtkl-weltveraenderer-mahatma-gandhi" target="_blank">Mahatma Gandhi.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="monster"><strong>Monster</strong></h2>



<p>Wenn aber Monster unsere friedliche Existenz bedrohen (wir verteidigen uns ja nur!), dann ist Gewalt scheinbar gerechtfertigt. Die Grenze erreicht der Held oder die Heldin immer dann, wenn Böse und Gut zu verschwimmen beginnen. Wenn ich bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://thewitcher.com/en/witcher3" target="_blank">Witcher 3</a> durch die Lande ziehe und durch und durch böse <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wasserweib" target="_blank">Wasserweiber</a>, hirnlose <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Ertrunkener" target="_blank">Ertrunkene</a> und fiese <a rel="noreferrer noopener" href="https://hexer.fandom.com/wiki/Nekker" target="_blank">Nekker</a> niederstrecke, dann säubere ich die Ländereien vor der dunklen Bedrohung und schaffe den Bewohnern dadurch ein friedlicheres und gewaltfreieres Leben. Ich tue also «Gutes». Was ist allerdings, wenn ich durch den Wald reite und da ist ein <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/Wolf_(Tier)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rudel Wölfe</a> oder ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4ren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bär</a>? Die haben doch mindestens genauso (oder mehr) das Recht, in diesem Wald zu sein und Eindringlinge zu vertreiben. Wenn ich dann diesen <a href="https://hexer.fandom.com/wiki/B%C3%A4r" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bären</a> töte, den ich für ein Monster halte, ist er das dann auch? Oder ist er ein friedlicher Bär und ich der Eindringling, der ihn mit meinen Schwertern existentiell bedroht?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="menschen"><strong>Menschen</strong></h2>



<p>Und jetzt denken wir das weiter. Wenn ich Banditen treffe, die hilf- und wehrlose Bauern foltern, dann habe ich das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, diese zu bekämpfen, damit die guten Leute in Frieden leben können. Wenn ich aber Menschen aus dem Weg räumen soll, die jemandem im Weg stehen, für welche Seite entscheide ich mich? Ist Geld ein adäquater Grund, um das für irgendjemanden «Böse» zu bekämpfen? Ist Böse und Gut so eindeutig trennbar?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wieder-orks"><strong>Wieder Orks</strong></h2>



<p>Und jetzt zurück zu den Orks. Wenn Orks einfach nur schlecht programmierte Killermaschinen wären, dann ist es unsere Pflicht, sie zu bekämpfen und darauf zu hoffen, die Welt damit vor dem Untergang zu retten. Wenn sie allerdings Familienclans sind, die ihre Kinder lieben, ihre Existenz bedroht sehen und wir ein für sie unverständliches Wesen sind, dass sie zu Monstern erklärt (wie beispielsweise im Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Warcraft:_The_Beginning" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warcraft»</a>), dann ist die Aufteilung der Rollen nicht mehr ganz so klar. Dann spielt es bereits eine Rolle, welche Seite der Autor oder Regisseur mit seiner Geschichte begleitet, welche Befürchtungen, Leiden und Hoffnungen er aufzeigt und wen er als gesichtslose Masse mit seltsamen Gebräuchen und herzlosen Ritualen darstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ich"><strong>Ich</strong></h2>



<p>Darum kann ich Rollenspiel spielen, wenn die Orks entweder wie in <a data-type="URL" data-id="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" href="https://lotr.fandom.com/de/wiki/Ringe_der_Macht" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lord of the Rings</a> eine hässliche Welle des Hasses sind, oder ich kann es spielen, wenn sie unsere (wenn auch ungehobelten) Freunde und Verbündeten sind, wie in <a href="https://dnd.wizards.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a>. Wenn sie zu Freunden werden, fehlt aber die grosse, dunkle Bedrohung einer Fantasywelt enorm. Womit ich meine Mühe habe, ist der Ansatz, wo Orks zivilisierte <a href="https://wow.4fansites.de/monsterkategorie008.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Humanoide</a> sind, diese aber immer noch zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungeheuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Monstern</a> zählen. Dann greift meine Moral und Ethik und ich bin etwas verwirrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unter-oder-uberlegen"><strong>Unter- oder überlegen</strong></h2>



<p>Orks sind übrigens nur exemplarisch für dieses Gewaltdilemma. Ebenso kann man <a href="https://www.tor-online.de/feature/buch/2021/12/alles-ueber-goblins-in-der-fantasy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Goblins</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drache_(Mythologie)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachen</a> dazu heranziehen. Drachen sind in manchen Erzählungen menschenhassende, goldgierige Ungeheuer – dann fällt es leicht, sie zu bekämpfen. In anderen Geschichten sind sie jedoch weise, uns Menschen in Intelligenz und Stärke überlegene Wesen, die von Menschen aus Hass und Habgier gejagt werden. So schnell, kann die Betrachtungsweise wechseln, so schnell wird Gut zu Böse und umgekehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="i-am-sorry"><strong>I am sorry</strong></h2>



<p>Es tut mir leid, wenn ihr beim nächsten Ork, den ihr auf dem nächsten Schlachtfeld antrefft, zögert und Gewissensbisse bekommt. Oder nein, wenn ich es mir genau überlege, eigentlich tut es mir nicht leid.</p>
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		<title>Faszination Fantasy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 09:15:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend? Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist [&#8230;]</p>
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<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Fantasy ist sozusagen in die Realität hinübergeschwappt. Mit Blockbusterfilmen über Hobbits, Superhelden und Zauberlehrlinge wurde Fantasy massentauglich. Aber wozu gibt es Phantastik, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt spannend?</h3>



<p>Fantasy unterscheidet sich von unserer Welt, weil es in ihr Dinge gibt, die wissenschaftlich nicht zu erklären sind, wie paranormale Phänomene und Magie. Meist spielt sie in einer Mittelalterwelt, die aber eben nicht historisch ist, sondern sich nur an das Mittelalter, die Antike oder die Anfänge der Renaissance anlehnt.</p>



<p>Sie orientiert sich an der <a href="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" data-type="URL" data-id="https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/6756-rtkl-die-germanen-nibelungensage-epos-aus-uralten-zeiten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saga von Siegfried dem Drachentöter </a>oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Artus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">King Arthur</a>, der das magische Schwert Exkalibur aus dem Stein zog. Am Ende ist es aber eine Welt, in der es mehr gibt, als mit Wissenschaft zu erklären ist. Darum halte ich auch nicht so viel davon, dass manche Rollenspieler sich so stark an realen Begebenheiten orientieren. Klar, muss auch der fantastischen Welt eine Physik zu Grunde liegen. Aber ist es am Ende so wichtig, ob das Trebuchet bei D&amp;D genauso viele Meter weit schiesst, wie historisch belegt? Wo bleibt da die Fantasie? Meist ist das Fantasy-Universum eine Mischung aus historischem Mittelalter und Fantasy-Elementen, weshalb auch vom Fantelalter gesprochen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Eltern der Fantasy</strong></h2>



<p>Der Urvater der Fantasy ist <a href="https://www.tolkiengesellschaft.de/j-r-r-tolkien/tolkiens-werke/die-mittelerdebuecher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. R. R. Tolkien</a> mit dem Hobbit, bzw. der Fortsetzung Herr der Ringe, die wir unterdessen alle kennen, weil es diese unglaublich aufwendige Filmtrilogie gegeben hat, deren erster Film unterdessen auch schon über 20 Jahre alt ist. <a href="https://www.imdb.com/name/nm0000704/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elijah Wood</a> war damals 18 Jahre alt und ist heute 40.</p>



<p>Die Übertragung der Fantasy-Begeisterung auf die neue Generation und vor allem auch jüngere Fans hat <a href="https://www.jkrowling.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">J. K. Rowling</a> mit den Harry-Potter-Romanen geschafft. Die einst arbeitslose Autorin hat sich ein Universum erdacht, das sich millionenfach verkauft hat. Unter Fans ist die Zugehörigkeit zu einem Hogwarts-Haus (<a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Hufflepuff" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hufflepuff,</a> <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Ravenclaw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ravenclaw</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Slytherin" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Slytherin</a>, <a href="https://harrypotter.fandom.com/de/wiki/Gryffindor" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gryffindor</a>) wichtiger als das Sternzeichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stets die gleichen Völker</strong></h2>



<p>Von Tolkien kommen denn auch die bis heute in allen möglichen Fantasy-Welten vorhandenen Völker, wie Elfen, Zwerge, Orks und Halblinge. Dazu kommen Drachen, Goblins, Trolle und Oger. Es gibt Magier und Krieger, Waldläufer und Monster.</p>



<p>Rollenspiele wie <a href="https://dnd.wizards.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dungeons &amp; Dragons</a> treiben die auswählbaren Spezies immer weiter auf die Spitze. Meist sind es Mensch-Tier-Hybride, wie <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Tortle" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tortles</a> (zweibeinige Schildkröten), <a href="https://www.dndbeyond.com/races/aarakocra" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aarakocra</a> (humanoide Vögel) oder <a href="https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Dragonborn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drachenblütige</a> (Dragonborn, ein Drache in Menschengestalt).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer hats erfunden?</strong></h2>



<p>Wenn man das Mikroskop ansetzt und tief genug hineinzoomt, hat schon lange keiner mehr etwas wirklich Neues erfunden. Bereits Tolkien bediente sich der (damals noch weithin unbekannten) Wesen aus Sagen und Heldenepen. Trolle, Orks und Zwerge wurden zwar vor dem Hobbit anders beschrieben und verwendet, doch seine Figuren sind ersonnene Eigeninterpretationen von bestehenden; wenn auch geniale.</p>



<p>Vieles kommt aus den Legenden und Mythen alter Völker. Dabei hat die griechische Mythologie viel geholfen. Helden mit Schwertern bekämpfen grausige Monster aus der Hölle, wie in <a href="https://www.imdb.com/title/tt1646987/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wrath of the Titans.</a> Der Greif zum Beispiel, eine Mischung aus Löwenkörper und Adlerkopf mit Adlerschwingen. Oder der Mantikor, ein Wesen mit Löwentorso und Menschenkopf von persischer Abstammung. Alle diese Wesen finden sich heute genau so oder ein bisschen abgewandelt in unseren Fantasygeschichten und Rollenspielen wieder. Zum Glück, können wir sagen, sonst wäre in diesen Welten nichts los. Oder jemand käme auch dort auf die Idee, Hedgefonds zu erfinden&#8230;</p>



<p>Und auch hier sei das Beispiel Harry Potter erlaubt, wo alles (was es irgendwie je gab) bunt zusammengemischt und neu ausgespuckt wurde. Sensationell geschrieben und beschrieben, wohlgemerkt – aber neu sind die eigentlichen Bestandteile wirklich nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Worum geht es in der Fantasy?</strong></h2>



<p>Es geht um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Egal ob <a href="https://www.starwars.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Star </a>Wars (das gemäss Fans nicht mit Science Fiction beschrieben werden darf, weil es auch hier Magie und Schwerter gibt, wobei ich Space Opera für den viel schlimmeren Begriff halte) <a href="https://sf-encyclopedia.com/fe/lord_of_the_rings_the" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Herr der Ringe</a> oder Harry Potter, bei allen ist klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dabei gibt es bei den Bösen auch keine Motive und keinen Antrieb für den man Verständnis aufbringen könnte, sondern nur Machtphantasien auf Kosten anderer, Hass und Zerstörungswut.</p>



<p>Das ist es vielleicht auch, was dabei hilft, Fantasy zu mögen. Denn im echten Leben gibt es keine klare Trennung zwischen Gut und Schlecht. In der realen Welt werden Kriege geführt, bei denen beide Parteien behaupten, einen heiligen Krieg im Namen Gottes zu führen. Es ist nur eine Sache der Perspektive. Das Buch, in dem Sauron der gute Held ist, dem der böse Halbling den Ring kaputt machen will, möchte ich erst noch lesen.</p>



<p>Dazu kommen in der Fantastik typische Motive, wie Schwertkämpfe, das Reisen durch unbekannte Lande, Magie, Begegnungen mit Monstern und epische Schlachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ist Fantasy ungesund?</strong></h2>



<p>In der Fantasy geht es ein Stück weit um das Entfliehen aus der Realität, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eskapismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eskapismus</a>. Ob das gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass wir alle ein bisschen Eskapismus brauchen, manche mehr andere weniger. Eskapismus in Form von Kinofilmen, Sport, Natur usw. Zurück zur Fantasy: Man will sich hineindenken in eine Welt, in der es keine Frage ist, ob man das eindeutig Böse bekämpfen will, denn wer gut ist, hat die Pflicht dagegen anzukämpfen. Wenn man dann auch noch zum Helden geboren ist, was man als Protagonist des Filmes, Buches oder Rollenspiels natürlich ist, dann hängt das Schicksal der Welt von einem ab, dann kann man doch nicht nein sagen. Und am am Ende kann das Gute nur gewinnen. Denn in dieser Welt ist die Welt noch in Ordnung. Egal wie scheusslich die Scheusale und Gegenspieler sind, egal wie grausam die Heldenreise wird, wie gross der Big Bad Evil Guy ist, am Ende gewinnen doch immer die Guten, also wir.</p>



<p>Ob die Gewalt, die Teil jeder Heldenreise ist, sinnvoll und hilfreich ist, kann diskutiert werden. Kampf ist wohl einfach die primitivste und am Tiefsten verankerte Form des Ringens mit Hindernissen. Doch die Moral dieser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Odyssee" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Odysseen</a>, das was am Ende dabei herauskommt, ist ganz bestimmt nicht bedenklich, sondern lehrt einen Menschen genau das, was wir heutzutage brauchen (und in jeder Epoche gebraucht haben). Fantasy vermittelt Werte wie Freundschaft, Liebe, Mut, Hingabe, Tapferkeit und Treue.</p>
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