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	<title>System Matters Archive | Penandpaper.blog</title>
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	<description>Analogspieler in der virtuellen Realität</description>
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	<title>System Matters Archive | Penandpaper.blog</title>
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		<title>Story Matters</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 06:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspieltheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspielsystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Rollenspiel definiert sich über das Setting und das System, die Regeln, die Mechanik. Das stimmt, aber Abenteuer tun es nicht. Warum ich allmählich zum System-Agnostiker werde. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, ein Abenteuer mit anderen Regeln zu spielen, gehen die Puristen auf die Strasse und zünden Container und Autos an. «System matters!», skandieren [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Rollenspiel definiert sich über das Setting und das System, die Regeln, die Mechanik. Das stimmt, aber Abenteuer tun es nicht. Warum ich allmählich zum System-Agnostiker werde.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, ein Abenteuer mit anderen Regeln zu spielen, gehen die Puristen auf die Strasse und zünden Container und Autos an. «System matters!», skandieren sie. Nicht für mich, murmle ich dann kleinlaut in meinen Bart. Hört selbst, wie es dazu kam…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je mehr Systeme ich kenne, je mehr neue Rollenspiele erscheinen, desto überforderter bin ich. Nicht wegen der vielen Abenteuer, denn Abenteuer kann es nie genug geben auf dieser Welt. Auch nicht etwa wegen der Lore, die ist immer ziemlich ähnlich. Und wenn etwas anders ist, kann ich mir das gut merken, denn die Lore ist bildlich.<br>Es ist wegen des Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes neue Rollenspiel kommt mit einem neuen System daher und will sich dadurch abheben von den anderen, denn «system matters», heisst es. Ich glaube auch, dass es «mattert», aber ich glaube nicht, dass es so viel Gewicht hat, wie immer getan wird. Und ich bin nicht allein mit dieser Einsicht. Dass jedes Spiel ein eigenes System haben muss, hat mehr mit Copyrights als mit dem perfekt passenden System zu tun. Wenn ein Verlag viele Rollenspiele hat, neigt er nämlich durchaus dazu, das eigene System für viele Settings und Hintergründe zu verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, Regeln können leicht und flüssig oder klobig und schwer sein. Sie können das Gespielte unterstützen oder hindern. Aber sie können es fast nicht kaputtkriegen. Wenn ich ein Abenteuer erzählen will, dann geht das mit oder ohne Würfel. Wobei ich gestehen muss, ein grosser Würfelfan zu sein. Doch ob ich nun Zehner, Zwölfer, Sechser oder Zwanziger rolle, spielt keine Rolle. Jetzt springen die Stochastiker von ihren Stühlen auf und empören sich. Bitte setzt euch, ich bin noch nicht fertig…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit ich nicht gut kann, ist PBTA. Da ist mir zu wenig Zufall und zu wenig Brettspiel drin. Alle anderen Rollenspielsysteme, die ich bisher kennengelernt habe, tun ihren Dienst. Manche sind etwas kleinteilig und umfassend. Zu knapp gibt es für mich kaum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor wenigen Jahren konnte ich nicht verstehen, wozu jemand ein Universalsystem braucht. Beziehungsweise… ist nicht jedes System ein Universalsystem, das einfach nur auf ein Setting getrimmt wurde? Ich denke da an Eskapodcast-Martin mit seinem Savage-Worlds-Crush. Habe ich nie verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt dämmert es mir aber so langsam. Wenn du immer nur D&amp;D spielst, brauchst du auch keine anderen Systeme. Bist du aber ständig am Spielen, Lesen, Dazulernen, dann wird es irgendwann zu viel mit all den Systemen, die alle anders sein wollen, aber am Ende doch fast gleich sind. Das ist, als ob du elf Sprachen gleichzeitig lernen möchtest. Dann wirst du irgendwann unweigerlich ein Durcheinander mit Italienisch, Spanisch, Esperanto, Portugiesisch und Französisch kriegen. Weil es eben Ähnlichkeiten hat, aber doch seinen eigenen Regeln folgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da für mich das Wichtige darin besteht, gemeinsam die Geschichte zu erzählen und zu erleben, ist es mir egal, in welcher Sprache das geschieht. Vielleicht ist die eine Sprache dafür besser geeignet. Vielleicht klingt die eine Sprache schöner. Am Ende liegt mein Spass aber in der Geschichte und nicht in der Sprache. Da könnt ihr noch so viele Sprachen erfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum kann ich Martin nun endlich verstehen. Eine Sprache für alle Geschichten. Halten wir uns damit auf, Geschichten zu erzählen, nicht Sprachen zu lernen! Ich spiele mit dem Gedanken, mich auf nur eine Sprache (ein System) festzulegen und fortan alle Abenteuer, Szenarien, Kampagnen, Mysterien und Pfade damit zu bestreiten. Weil «system does not matter», story matters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tut mir ein wenig leid, da <a href="https://www.system-matters.de/" type="link" id="https://www.system-matters.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer meiner liebsten Verlage</a> den Namen System Matters trägt. Und ausgerechnet dieser Verlag hat mir das für mich stimmige Universalregelwerk Warlock! beschert. Es ist verrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herleitung. Ein Rollenspiel wird oft durch ein Setting definiert. Muss aber nicht, wie D&amp;D, die Borg-Rollenspiele oder jüngst Daggerheart zeigen. Sie sagen: Mit unseren Regeln kann man so ziemlich alles spielen. Ich behaupte, du kannst mit allen Regeln so ziemlich alles spielen, wenn du genug Zusatzregeln dazu erfindest. Mach ein Cyberpunk-Setting mit neuen Werten für dein Fantasy-Rollenspiel, geht prima. Also wird das Rollenspiel durch das System definiert? Teilweise ja. Das System ist unweigerlich mit dem Rollenspiel verbunden, wird behauptet. Ja, es ist das, was die Erfinder damit machen wollten, es ist aber nicht immer die beste Lösung, wie zum Beispiel Warhammer Fantasy 4e beweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist so sperrig und nicht einsteigerfreundlich, dass ich meine Kampagne lieber mit <a href="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" type="link" id="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warlock!</a> spiele und Cubicle 7 nun «<a href="https://penandpaper.blog/warhammer-the-old-world-players-manual/" type="link" id="https://penandpaper.blog/warhammer-the-old-world-players-manual/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Old World</a>» erfindet, um Anfänger abzuholen. Einfachere Lore, einfachere Regeln, beinahe gleiches Setting.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für so manches Rollenspiel gibt es haufenweise Hacks und <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" type="link" id="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OSR</a>-Regelwerke. Es geht also. Nur, weil eine Automarke ab Werk diese Felgen draufmacht, bedeutet das nicht, dass ich nicht schönere draufmachen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rollenspiel ist so designt, wie es die Macherinnen ersonnen haben. Und das hat seine Berechtigung. Man sollte ein Rollenspiel zumindest mal so gespielt haben, wie es erschaffen worden ist, um zu fühlen, wie es sein sollte. Danach kann einem aber niemand verbieten, es nach seinem Geschmack zu verbessern, <a href="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" type="link" id="https://penandpaper.blog/homebrew-selbstgebrautes-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu homebrewen und zu hausregeln</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet auch, dass ich aus dem grossartigen Rock-Song ein Reggae-Lied machen kann. Vielleicht passt der Groove sogar noch besser zur Melodie und der Komponist ist nur nicht draufgekommen, weil er kein Reggae-Musiker ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum werde ich vielleicht <a href="https://penandpaper.blog/helden-der-grenzlande-dd-starterset-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/helden-der-grenzlande-dd-starterset-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">D&amp;D</a> mit Warlock!-Regeln spielen, <a href="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" type="link" id="https://penandpaper.blog/midgard-ist-genau-mein-ding/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Midgard</a> mit <a href="https://penandpaper.blog/mausritter-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/mausritter-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mausritter</a>-Regelwerk, <a href="https://penandpaper.blog/delta-green-das-rollenspiel/" type="link" id="https://penandpaper.blog/delta-green-das-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Delta Green</a> mit dem Private-Eye-System, <a href="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Candela Obscura</a> mit <a href="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" type="link" id="https://penandpaper.blog/candela-obscura-auf-deutsch-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Cthulhu 7e</a> und ein Daggerheart-Setting mit D&amp;D 5e. Warum? Weil ich es kann und weil es spannend wäre, den Unterschied zu spüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel wahrscheinlicher ist aber, dass ich die Abenteuer der aufgezählten Rollenspiele einfach mit dem Warlock!-Regelwerk plattwalze. Dafür werde ich hier noch ein paar Level-ups, da noch ein paar Laserwaffen und dort noch Sanity-Punkte dazuerfinden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am wichtigsten ist dabei doch, dass ich «meine» Regeln gut kenne, konvertieren und adaptieren kann und dass ich die Abenteuer gut vorbereite. Dann steht dem gelungenen Rollenspielabend fast nichts mehr im Wege. Ausser vielleicht die Terminfindung, der Gruppenvertrag, das gleiche Verständnis, Pünktlichkeit, Müdigkeit und ein fehlendes Charakterblatt.</p>
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		<title>Warlock! von System Matters (Rezension)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2025 09:11:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Fire Ruby Designs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>System Matters veröffentlicht das W20-OSR-Regelwerk von «Warlock!» auf Deutsch. Damit lösen sie alle meine Probleme mit Warhammer Fantasy Rollenspiel auf einen Schlag. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz unbescheiden selbst zitieren: «Wenn ich von nun an nur noch ein Regelwerk für alle meine Rollenspiele nutzen könnte, wäre das «Warlock!». Und die deutsche Ausgabe von [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">System Matters veröffentlicht das W20-OSR-Regelwerk von «Warlock!» auf Deutsch. Damit lösen sie alle meine Probleme mit Warhammer Fantasy Rollenspiel auf einen Schlag.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte mich an dieser Stelle ganz unbescheiden selbst zitieren: «Wenn ich von nun an nur noch ein Regelwerk für alle meine Rollenspiele nutzen könnte, wäre das «Warlock!». Und die deutsche Ausgabe von System Matters wird noch viel schöner als das englische Original!»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ich mit «Warlock!» kürzlich mein System gefunden habe, hatte ich ja <a href="https://penandpaper.blog/warlock-oh-du-liebstes-regelwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier bereits in aller Überschwänglichkeit kundgetan</a>. Es ging auch wirklich nicht lange, dass wie erwartet jemand kommentierte: „Aber zum System hast du ja gar nichts gesagt!“ Stimmt, denn dafür war bereits dieser Artikel hier geplant! Hier kommt die Rezension zur bald erscheinenden, wundervoll gestalteten, deutschsprachigen Ausgabe von „Warlock!“. Diese erscheint beim deutschen Herzblut-OSR-Verlag «<a href="https://www.system-matters.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">System Matters</a>» und macht mich glücklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das ist Warlock!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">«Warlock!» wurde von Greg Saunders gestaltet und bei <a href="https://firerubydesigns.co.uk/home?i=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fire Ruby Designs</a> veröffentlicht. Es sei ein Rollenspiel, dass sich an der britischen alten Schule orientiert, eine Mischung aus der ersten Warhammer-Fantasy-Rollenspiel-Edition und Fighting Fantasy, den Spielbüchern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="725" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-1024x725.jpg" alt="" class="wp-image-1639" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-1024x725.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-300x212.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-768x544.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-1536x1087.jpg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch-1320x934.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Inside_Illustration_Deutsch.jpg 1828w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&gt;&gt; Wunderschön illustriert. (Bild: System Matters)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich finde darin viel Warhammer, ein wenig D&amp;D, etwas Midgard und sogar ein bisschen Cthulhu. Vom System her. Vom Setting her, werde ich persönlich <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-fantasy-roleplay-mit-anderen-regeln/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">es sowieso mit Warhammer Fantasy Rollenspiel 4e nutzen</a>, weil das passt, wie die Faust aufs Auge. Das knappe Setting von «Warlock!» ist mit Absicht schlank und generisch gehalten. Ein bisschen Spätmittelalter-Fantasy mit einem Schuss Renaissance.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Regeln von Warlock!</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warlock! ist “rules light” und funktioniert so: Proben werden mit einem W20 gewürfelt, das Würfelergebnis und dein Skillwert ergeben zusammen das Gesamtergebnis. Ist dies 20 oder höher, ist die Probe gelungen. So funktioniert das auch bei Midgard und war dort schon der Teil der Regeln, der mich von Anfang an begeisterte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich steht der W20 als Symbol für Rollenspiel, weil ich <a href="https://penandpaper.blog/mein-wiedereinstieg-ins-rollenspiel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">damals mit DSA angefangen hatte und später mit D&amp;D wieder weitermachte</a>. Kein anderer Würfel repräsentiert so sehr dieses grandiose Hobby. Darum gefällt mir dieser Umstand schon einmal überdurchschnittlich gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich schreibe die meisten Zahlen als Zahlen, obwohl man das nach schöner Rechtschreibung nicht täte, aber so erkennt man sie besser im Text und es ist rein kognitiv einfacher, sich die Zahlen zu merken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Charaktererschaffung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Charaktererschaffung besteht aus deiner Gemeinschaft (Mensch, <a href="https://penandpaper.blog/elfen-die-besseren-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elf</a>, <a href="https://penandpaper.blog/zwerge-zaehe-muskelpakete/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwerg</a>, Halbling), den Skills, Stamina und Luck. Zu Deutsch Fertigkeiten, Ausdauer und Glück. Im Original hat die Gemeinschaft (englisch: Community) keinen Einfluss auf Werte und Regeln. Ich habe das ein klein wenig angepasst. Menschen bekommen einen Punkt auf Persuasion, Halblinge einen Punkt auf Stealth oder Dodge, Elfen einen Punkt auf Athletics und Zwerge einen Punkt auf Endurance. Aber dazu gibt es bestimmt später einen Hausregel-Artikel zu «Warlock!» von mir, könnte ich mir vorstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Charakter hat 32 Fertigkeiten. Zum Start verteilst du an 10 von den 32 Fertigkeiten 6 Punkte, an weitere 10 Skills 5 Punkte und an die übrigbleibenden 4 Punkte. Die Karriere, welche ausgewürfelt wird, schenkt deinem Charakter noch einmal 10 Punkte, die du auf die fünf Skills, die deine Karriere definieren, frei verteilen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Ausdauer zu bestimmen, würfelst du 2W6+12 und Glück mit 1W6+7 aus. Fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Karriere zu erwürfeln, würfelst du viermal auf die Liste der 24 Laufbahnen, aus den vier sich so ergebenden Karrieren suchst du dir die für dich passendste aus. Hier ist auffällig und besonders zu erwähnen, dass die jeweilige Laufbahn nicht mit einer Person illustriert ist, sondern mit deren Ausrüstung. Ein unglaublich cleverer Move, um nicht die Illustration über die Coolness einer Laufbahn entscheiden zu lassen und gleichzeitig nicht ein Geschlecht zu bevorzugen. Visuell gegendert, genial.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="657" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn-1024x657.jpg" alt="" class="wp-image-1637" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn-1024x657.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn-300x192.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn-768x493.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn-1320x847.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Ausruestung_Laufbahn.jpg 1350w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&gt;&gt; Ein Beispiel für die Illustrierung der Laufbahn. (Bild: System Matters)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zauberlehrlinge und Priesterschüler erhalten ausserdem einen Zauber aus den 36 vorgegebenen, den sie frei wählen können. Die Laufbahn bestimmt ausserdem, welche Startausrüstung dein Charakter erhält und fertig ist er auch schon.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kampf</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Initiativreihenfolge zu bestimmten, wird ein W6 gewürfelt. Wer höher würfelt, fängt an. Dieser Wurf bestimmt aber nur, wer anfängt, SL oder Spielende. Danach wird abwechselnd attackiert. Die eigentliche Reihenfolge ist flexibel und kann so taktisch eingesetzt werden. Wer angreift erhält einen Modifikator von +5 auf seinen erwürfelten Wert. Auch der Verteidigende würfelt, wenn er angegriffen wird. Wer höher liegt, gewinnt den Schlagabtausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaden wird, ähnlich wie bei Cthulhu, durch den Waffenschaden erwürfelt. Rüstung des Gegners abziehen, fertig. Ist der Angriffswurf dreimal so hoch, wie der Abwehrwurf, gibt es einen kritischen Treffer und die Schadenspunkte werden verdoppelt. Sinken die Lebenspunkte auf 0 oder darunter, entsteht ein kritischer Schaden, der ausgewürfelt wird. Wie bei Warhammer gibt es hier bleibende Schäden von fehlenden Fingern, über Augen, bis zu Gliedmassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Magie</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zauber kosten zwischen 1 und 5 Punkte Ausdauer. Würfelst du eine 1, gilt dies als kritischer Patzer. Auch hier wird auf eine Tabelle gewürfelt. Das Ergebnis kann schon einmal sein, dass einem tagelang Blut aus den Augen läuft, einem die Haare ausfallen oder man von einem Wesen besessen ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Level-up</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Levels gibt es keine. Charakterentwicklung geschieht über Laufbahnwechsel und indem die Fertigkeitenpunkte der jeweiligen Laufbahn gesteigert werden. Die Laufbahn kann jederzeit gewechselt werden, wenn man dafür 5 Punkte ausgibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Setting</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lore gibt es so gut wie keine, abgesehen von der Erklärung, wo Magie herkommt und den vier Göttern. Diese Informationen kann man auch getrost ignorieren und es nach Warhammer-Manier machen, wenn man möchte. Auch das finde ich wieder top, denn ich suchte eigentlich nur sensationelle Regeln und die habe ich hier gekriegt. Das war übrigens auch das Killerargument für <a href="https://penandpaper.blog/tiny-dungeon-2e-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tiny Dungeon</a> für mich. Zu viel Extras, die nur innerhalb des Settings Sinn machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="935" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout-1024x935.jpg" alt="" class="wp-image-1640" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout-1024x935.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout-300x274.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout-768x702.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout-1320x1206.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_schoen_Layout.jpg 1386w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&gt;&gt; Layout und Illustrationen sind schlicht, schön und passend.<br>(Bild: System Matters)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Illustrationen und Layout</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich am Original von Warlock! gar nicht ansprach, waren die Illustrationen. Ja, sie sind stimmig, für Leute, die gerne düstere Oldschool-Illus mögen. JFS hat beim ersten PnPB-Artikel zu «Warlock!» den grossartigen Kommentar gemacht, dass die Illustrationen aussähen, als bekäme man Tetanus (also eine bakterielle Infektion), wenn man sie anfasste. Genial! System Matters hat es aber diesmal richtig, richtig gut gemacht und die Illustrationen dahingehend verbessert, dass sie ideal den Spagat zwischen OSR und Moderne machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sage diesmal, weil mich die Mäuse-Illustrationen von System Matters bei Mausritter so aus dem Konzept brachten. Die Originale sind so klein und stimmig und knuffig. In dieser Welt möchte ich spielen. Die Mäuse von System Matters hatten menschenlange Arme und Beine, keine knuffigen Gesichterchen, keine Knopfaugen und Schnurrbärte. Wieso nur? In «Das Anwesen» wurde das originale Design aber wieder berücksichtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Übersetzung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzung gefällt im Grossen und Ganzen. Community ist mit «Gemeinschaft» übersetzt, Pole Arms mit «Stangenwaffen», Short Blade mit «Kleine Klingen». Warum die Waffen in Mehrzahl dastehen müssen, erschliesst sich mir nicht. So ist Crossbow mit Armbrüste übersetzt, Bow mit Bögen. Aber das ist immer dem Gefühl des Übersetzers überlassen und wo drei Kritiker sind, findest du vier Meinungen dazu. Es wird gegendert und mit dem Doppelpunkt gearbeitet, um zum Beispiel die Laufbahnen weiblich und männlich möglich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Einzige, das mein Glück mit der «Warlock!»-Ausgabe von System Matters ein klein wenig schmälert, sind ein paar Schreibfehler zu viel. Obwohl drei Personen unter Lektorat und Korrektorat aufgeführt stehen, finden sich doch einige Typos in der Ausgabe, was ich persönlich schade finde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">«Warlock!» von System Matters ist mein Life-time-Rollenspielgeschenk. «Warlock!» hat die Regeln, die ich brauche, die ich sogar einmal selbst erfinden wollte, weil ich sie nicht fand. Jetzt gibt es diese Regeln sogar auf Deutsch, sodass ich weniger raten muss, ob ich die Regeln richtig interpretiere. Und dazu ist die deutsche Ausgabe auch noch wunderschön illustriert, fast so schön, wie das schönste Rollenspielbuch, das ich besitze: <a href="https://penandpaper.blog/the-one-ring-starterset-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The One Ring</a>. Dieses Buch setzt sich somit in meine «Top 3» der Rollenspielbücher, alles Grundregelwerke: «Warhammer 4e», «Cthulhu 7e» und «Warlock!».</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die heilige Dreifaltigkeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So glücklich, wie die Entdeckung von «Warlock!» hat mich in Sachen Rollenspiel schon lange keine Entdeckung mehr gemacht. Beste Regeln, in deutscher Sprache, mit schön anzusehenden, passenden Illustrationen… besser hätte ich es mir echt nicht wünschen können. Danke, System Matters, für dieses Geschenk an die Rollenspielwelt!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="789" src="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-1024x789.jpg" alt="" class="wp-image-1641" srcset="https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-1024x789.jpg 1024w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-300x231.jpg 300w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-768x591.jpg 768w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-1536x1183.jpg 1536w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft-1320x1016.jpg 1320w, https://penandpaper.blog/wp-content/uploads/2025/04/Warlock_Deutsch_Gemeinschaft.jpg 1670w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&gt;&gt; Halblinge, Menschen, Elfen und Zwerge bevölkern diese Welt.<br>(Bild: System Matters)</figcaption></figure>
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		<title>Warlock!, oh du liebstes Regelwerk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Murphy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2025 15:41:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fire Ruby Designs]]></category>
		<category><![CDATA[System Matters]]></category>
		<category><![CDATA[Warhammer Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Warlock]]></category>
		<category><![CDATA[Warlock!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe Regeln gesucht und beinahe aufgegeben, dann entdeckte ich «Warlock!». Du erinnerst dich? Ich habe mich in Warhammer verliebt. Ich habe ein System gesucht, das dafür besser funktioniert. Ich war enttäuscht von Tiny Dungeons 2e. Ich wollte selbst etwas bauen. Doch jetzt bin ich fündig geworden. Die ganze Zeit vor meiner Nase Ich hatte [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich habe Regeln gesucht und beinahe aufgegeben, dann entdeckte ich «Warlock!».</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Du erinnerst dich? Ich habe mich <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-liebe-auf-den-ersten-blick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Warhammer verliebt</a>. Ich habe ein <a href="https://penandpaper.blog/warhammer-fantasy-roleplay-mit-anderen-regeln/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">System gesucht, das dafür besser funktioniert</a>. Ich war <a href="https://penandpaper.blog/tiny-dungeon-2e-rezension/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">enttäuscht von Tiny Dungeons 2e</a>. Ich wollte selbst etwas bauen. Doch jetzt bin ich fündig geworden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die ganze Zeit vor meiner Nase</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte es die ganze Zeit auf meinem Rechner. Die Illustrationen schreckten mich ab, die nahe Verwandtschaft zu Warhammer schreckte mich ab. Ich habe mich unterdessen gründlich mit Warhammer Fantasy Rollenspiel 4e und auch 2e beschäftigt. Stunden und Tage sind dafür draufgegangen. Ich habe Widerstände gegenüber 4e verspürt, ich habe etwas mehr Zuneigung gegenüber der zweiten Edition verspürt. Dann habe ich <a href="https://www.firerubydesigns.co.uk/home" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Warlock!» von Fire Ruby Designs</a>, respektive Greg Saunders, endlich von vorne bis hinten gelesen, ohne allzu viel zu erwarten. Und&#8230; es ist perfekt! Ich habe in dem ganzen Regelwerk genau eine Sache gefunden, die ich anders handhaben würde und das auf sage und schreibe 150 Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist einfach, es ist extrem gut durchdacht und sogar die Texte sind so geschrieben, dass sie auf Anhieb verständlich sind. Das Schwierigste beim Erstellen eines Grundregelwerks ist der Aufbau und die Verständlichkeit des Inhalts. Man hat eine Regelidee, ja. Aber formuliere sie mal so klar und in der richtigen Reihenfolge, dass alle Regeln, Ausnahmen und Zusätze verständlich sind und Sinn machen. Kaum eine Chance. «Warlock!» schafft das. Hier brauche ich das Buch zum Glück nicht 14-mal zu lesen, um dann wieder nur die Hälfte verstanden und abgespeichert zu haben. Zaubersprüche sind beispielsweise in fünf Zeilen zusammengefasst. Das sind die Kosten für den Spruch, gewürfelt wird immer gleich – fertig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warhammer 4e du Dreckskerl</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe die Welt von Warhammer Fantasy heiss und innig. Das Setting ist der Brüller und die Abenteuer der Hammer. (You see, what I did there.) Es gibt keine anderen Abenteuer, die ich bisher gelesen hätte, welche mich so reinziehen, witzig sind, Intrige statt Gekloppe verkörpern und auch noch gut zu lesen und einfach zu leiten sind, wie die von Warhammer Fantasy Rollenspiel. Ganz abgesehen von stimmigen und schönen Illustrationen. <a href="https://penandpaper.blog/victor-leza/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Victor Leza</a> hatte ich ja auch schon erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Regeln, diese Regeln&#8230; die machten mich fertig. Lesen und nochmals lesen und wieder nicht verstehen, Foren befragen und feststellen, dass andere die Regeln zwar spielen, aber genauso sperrig finden. Oder dass sie die Regeln völlig okay finden, aber dass es jene Leute sind, die seit Jahrzehnten und seit der ersten Edition schon damit umgehen. Wenn ich dreissig Jahre Zeit hätte, fände ich es vielleicht auch easy. Ich wollte es aber innerhalb von Wochen lernen. Die Hälfte der Regeln weglassen, wie das auch manche tun? Dann kann ich doch gleich ein anderes System wählen. Ich habe Shadowdark angesehen und es gemocht, aber ich war nicht verliebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>OSR ist mein Ding</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin kein <a href="https://penandpaper.blog/10-fragen-an-moritz-mehlem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OSR-Kenner</a> und kein grundsätzlicher Fan davon. Mich schrecken zum Beispiel die oft grottigen Illustrationen im Vergleich zu den heutigen, bunten und smoothen Illus total ab. Ich bin aber ein grosser Fan vom OSR-Spielgefühl. Einfach, knapp, auf die Zwölf, Spieler sind gefordert, nicht nur Charaktere. Das gefällt mir nicht nur – das spricht mich an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe selbst versucht ein einfaches System zu erfinden. Eines, das so simpel wie Mausritter wäre, sollte es sein. Kaum Stats, einfache Charaktererstellung, schnelles Spiel, ohne viel Regelüberhang und ohne Grund nachzuschlagen während des Spiels. Ich bin an obengenannten Hürden gescheitert. Es ist eines, sich etwas auszudenken. Es zu formulieren, zu strukturieren, es zu testen und zu verbessern, das ist schon eine andere Hausnummer.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>«Warlock!», <em>du</em> hast mir gefehlt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist natürlich Geschmacksache. Manche mögen mathematisches Gekämpfe mit nur fünf Kampfrunden in zwei Stunden, andere mögen würfelfreies Geschichtenerzählen, wo die Spielenden selbst erfinden dürfen, wie der zu lösende Mord eigentlich zu Stande kam. Ich mag: wenig Regeln, pragmatisches Spiel, Handwedeln, Storytelling, lebendige Welt, keine Rechnerei, tolle Illustrationen, Investigation, originelle Hintergrundwelt mit unkonventionellem Ansatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Drittel davon (Storys, Illus und Welt) lieferte mir Warhammer Fantasy zur vollsten Zufriedenheit. Jetzt mit «Warlock!», als Regelwerk exakt nach meinem Geschmack und mit dem idealen Komplexitätsgrad, ist mein Rollenspieltraum endlich komplett. Ich hoffe, man spürt die Euphorie. Wie schön ist es, wenn man zweifelt, verzweifelt, die Hoffnung beinahe aufgibt, aber dann kommt die Lösung dahergelatscht und alles wendet sich zum Guten? Sehr schön. So muss Rollenspiel doch sein. Meist in-game, aber diesmal auch out-game.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag:</strong> <a href="https://www.system-matters.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">System Matters</a> wird «Warlock!» auf Deutsch rausbringen. Und sogar mit schönen Illus, wenn ich nicht irre. Eigentlich sollte es schon draussen sein. Dann hätte ich es verlinkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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